Ständig krank und Angst um die Arbeit

    • (1) 17.12.18 - 10:30

      Hallo zusammen,

      Ich arbeite seit Ende der Elternzeit (10/17) wieder im Kindergarten, Teilzeit mit 23 Stunden.
      Seit ich wieder arbeite bin ich (oder meine Tochter) ständig krank und damit meine ich nicht eine harmlose Erkältung sondern mit allem drum und dran. Aktuell wieder eine schlimme Nasen-Nebenhölenentzündung mit kaum zu ertragenen Kopfschmerzen und Druckgefühl. Letzte Woche fing es schon an aber ich hab mich mit Schmerzmitteln und Co durch die Woche geschleppt.
      Aber seit heute Nacht geht nix mehr...
      also musste ich mich wieder krank melden. Ich glaub meine Chefin hasst mich mittlerweile aber ich weiß nicht wie ich es ändern kann. Ich arbeite gerne aber mittlerweile hab ich Angst um meine Arbeitsstelle.
      Das schlechte Gewissen macht es nur noch schlimmer.
      Das Hauptproblem ist (glaube ich), dass ich mich immer und immer wieder bei den Kindern anstecke und dadurch auch meine Tochter oft anstecke. Ich arbeite im U3 Bereich. Ich überlege mittlerweile den Job zu wechseln, allerdings arbeite ich gerne im Kindergarten und besonders in meinem eigentlich.
      Ich weiß nicht was ich machen soll.

      Steffi

      • (2) 17.12.18 - 10:42

        Was heißt denn "ständig" krank konkret in Krankheitstagen?

        • (3) 17.12.18 - 10:45

          In diesem Jahr schon ( inklusive Grippe im März) 8 Wochen in etwa ohne die Tage wo meine Tochter krank war. Also ne Menge an Krank Tagen

          • (4) 17.12.18 - 10:49

            Also das empfinde ich auch als extrem viel. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man zwei Monate im Jahr immer so krank ist, dass man nicht arbeiten kann. Da würde ich vielleicht selbst mal in mich gehen, ob man bei einem kleinen Nasenjucken gleich zuhause bleiben muss.

            Und warum bleibst du immer zuhause, wenn deine Tochter krank ist? a) Hast du da sowieso nur eine begrenzte Anzahl an Tagen und b) bleibt der Vater nicht zuhause? Der hat nämlich auch Kindkrank-Tage

            • (5) 17.12.18 - 10:53

              Natürlich bleibe ich nicht bei jedem Nasenjucken zu Hause. Es war aber immer die volle Packung mit Fieber etc.
              Natürlich bleibt mein Mann auch zuhause, unsere Tochter war mehr als die 20 Tage Kindkrank in diesem Jahr krank. Den Rest haben wir mit Urlaub geregelt.
              Ich hab vorher mit Schulkindern und Jugendlichen gearbeitet und habe selbst schon zwei größere Kinder und war zur der Zeit nie bzw kaum krank.

              • (6) 17.12.18 - 14:37

                8 Wochen ist viel und je nach Chef auch zu viel.
                Das sehe ich wie oben schon mal von jemand anderem geschrieben.

                Hinterfrage dich, muss das wirklich immer sein?

                Beim Arzt vielleicht auch nicht immer sofort dem "Krankenschein für die ganze Woche" zustimmen.

                Wenn Du dich gut mit der Leitung verstehst, würde ich mal das direkte Gespräch suchen, bevor die Leitung es mit Dir sucht. Beschreibe die Situation und mache deutlich, dass Dir bewusst ist, dass es so nicht weiter gehen kann.

                Zur nächsten Saison mal an eine Grippeimpfung denken.
                Vitamine, gesund ernähren, Handhygiene ... kennst Du sicher alles.

      (7) 17.12.18 - 11:01

      Hast du mal deine Ärztin angesprochen?
      Ich weiß von meinen Ärzten, dass sie sich und ihren Angestellten jährlich so eine Art Vitamin-Cocktail Spritze geben, die das Immunsystem wohl extrem stärkt. Da Ärzte und alle anderen, die in einer Arztpraxis arbeiten ja auch häufig mit kranken in Berührung kommen.

      Ich denke diese muss man selber bezahlen, aber, wenn ich Angst um meinen Job hätte, dann wäre das vielleicht trotzdem eine Überlegung wert.

      • (8) 17.12.18 - 11:56

        Diese Vitamin-Kuren sind Unfug und bringen rein gar nichts. Einfach mal im IGeL-Monitor nachschauen.

        (9) 17.12.18 - 11:58

        Ich komm jetzt gerade vom Arzt. Neben und Stirnhöhlen sind vereitert und eine Mittelohrentzündung... von Vitamin Spritzen hält sie nicht viel. Sie meint das Immunsystem muss da durch.
        Meine Chefin war nicht begeistert aber ich bin aktuell nicht die einzige die sich heute krank gemeldet hat. Das entschärft es ein wenig aber trotzdem muss es doch mal besser werden.

        • (10) 17.12.18 - 14:38

          <<<Meine Chefin war nicht begeistert aber ich bin aktuell nicht die einzige die sich heute krank gemeldet hat. Das entschärft es ein wenig aber trotzdem muss es doch mal besser werden.>>>

          Na dann frag mal Deine Chefin ... die wird das sicher gänzlich anders sehen!

    Wenn ich Winter 2017/2018 betrachte war ich auch permanent krank.. die Krönung war dann eine verschleppte Lungenentzündung weil man sich mit 2 kleinkindern zu Hause nicht auskurieren kann...

    ..Also.. ich kann dich da schon verstehen! In der Kita werden Viren/Bakterien gezüchtet..das schon der Wahnsinn..Meine Kinder sind ebenfalls oft krank.

    Ich habe mich dieses Jahr gegen die grippe impfen lassen.. die Quittung war erstmal 3 Wochen krank..wovon 10 Tage so krank dass ich nicht arbeiten konnte (..&nein, ich bleibe auch nicht wegen harmlosen Schnupfen zu Hause).

    Evtl kannst du homöopathisch dich bersten lassen zur Stärkung des Immunsystems. Manche Menschen neigen trotzdem schneller dazu krank zu werden.

    Einfach kündigen kann man dich deswegen nicht.

Hallo!

geh mal zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Wenn man so extrem oft krank ist, steckt häufig eine chronische Nebenhöhlenentzündung dahinter, soll heißen, dass du zwischen zwei akuten Infekten gar nicht mehr richtig gesund wirst, sondern in Windeseile alles wieder ausbricht, weil du gar nicht mehr komplett gesund bist. Noch dazu wachsen dann noch Polypen und alles ist zugeschwollen.

Das ist zwar doof, kann aber mit einem relativ kleinen operativen Eingriff deutlich verbessert werden - raus mit den Polypen, alle Keime rausräumen, Belüftung der Nebenhöhlen verbessern, ggf. Nasenscheidewand begradigen. Danach geht es dir zwar 2-3 Wochen lang nicht so toll, aber danach ist es ausgestanden und es geht dir jahrelang deutlich besser. Ich hatte das vor 8 Jahren, war eine echt gute Sache.

(14) 17.12.18 - 13:59

Vom Gefühl her würde ich sagen, dass du dir keine Sorgen machen musst.
Bei der Personalknappheit, meinst du wirklich, dass sie verzichten kann? Bei uns sind die Erzieher auch oft krank und mich wundert das nicht. Deine Kollegen haben nichts?
Wie war es denn vor deiner Elternzeit?
Im Endeffekt muss dein Immunsystem da wohl durch und da sind wir auch alle unterschiedlich. Ich nehme eigentlich nie was von dem mit was mein Kind anbringt (ich war als Kind übrigens sehr oft krank), eine Freundin wiederum nimmt alles, aber auch alles, mit. Sie war erst ab 3 in Fremdbetreuung und selten krank, ich schon mit 12 Monaten und viel krank. Mache hier gerade meine eigene Studie ;-) Wo ordnest du dich ein? :-)

  • (15) 17.12.18 - 16:00

    Vor der letzten Schwangerschaft war ich so gut wie nie krank, da hab ich allerdings mit älteren Kindern gearbeitet.
    Wir haben zum Glück relativ viel Personal allerdings sind momentan inklusive mir 4 krank, es sind aber auch mehr als die Hälfte der Kinder krank...
    Bei mir wurde vor einigen Wochen ein erheblicher Vitamin D Mangel festgestellt, dafür hab ich aber Tabletten genommen. Eisen war so weit ok aber nicht hoch. Da könnte ich mal ansetzen.
    Ich bin eigentlich nicht empfindlich aber jetzt nehme ich alles mit was geht.
    Es fing an mit Grippe, dann MagenDarm 2x, dann Strepptokokken, Bronchitis und jetzt die Nebenhölengeschichte.

Meine Kollegin war auch ständig krank.

Dann hat sie ihren Vitaminspiegel auf eigene Kosten checken lassen und siehe da, sie hatte in vielen Bereichen erhebliche Mängel.

Ernährung umgestellt und seitdem fast gar nicht mehr krank.

Ich war in diesem Jahr auch oft krank. Was war? Erheblicher Eisenmangel! Dank Tablette nicht mehr krank.

Also sorry aber was ich lese wie muss das wirklich sein usw
Wenn man krank ist ist man krank !
Und kündigen aufgrund von zu viel krank gemeldet mit ärztlicher Bescheinigung ist nicht so einfach!

  • (18) 17.12.18 - 20:10

    Die personenbedingte Kündigung ist die schwierigste. Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass die häufigen Kurzzeiterkrankungen den Ablauf im Betrieb erheblich stören und dass es keine Aussicht auf Besserung gibt (negative Prognose). Aber auch nur bei Betrieben für sie das Kündigungsschutzgesetz gilt (mit mehr als 10 Mitarbeitern).

    Das stark verkürzt.

    Ich war früher auch infektanfällig. Das hat sich erst gebessert als ich mit dem Laufen anfing: Ausdauersport draußen bei jedem Wetter. Das härtet natürlich ab. Nutzt aber der TE jetzt nix.
    Gute Besserung!

    LG Muriel 🐇

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