Gehalt, wer zahlt?

    • (1) 01.01.19 - 16:55

      Hallo miteinander,
      ich habe eine etwas seltsame Situation und weiß leider nicht wie ich nun weiter Geld bekomme.
      Bin verheiratet, und das erste Mal schwanger.

      Ich habe am 01.12.2018 ein neues Beschäftigungsverhältnis begonnen.
      Der Arbeitsvertrag ist befristet.
      6 Monate Probezeit.
      Am 10.12. habe ich einen positiven Schwangerschaftstest gemacht.
      Und ab dem 03.01.2019 kann ich meinen Mutterpass abholen. Der Arbeitgeber weiß schon Bescheid.
      Das sieht jetzt alles natürlich etwas komisch aus, für den AG. Sie möchten nun eine Kopie des Mutterpasses.
      Der AG hat gesagt, es muss ein Beschäftigungsverbot her, für diese Art von Beschäftigung. Ist auch verständlich da körperliche Arbeit auch mit dazugehört (Mehr als 5 kg tragen).

      Aber ich finde es etwas unfair dem neuen AG gegenüber, wenn er mich jetzt weiterzahlen muss, kurz nachdem er mich eingestellt hat. Wer übernimmt nun die Kosten für das weiterzahlen? Ich möchte die Situation nicht ausnutzen und dem neuen AG auf der Tasche liegen. Zahlt hier die Krankenkasse? Oder habe ich andere Möglichkeiten?
      Leider war ich bisher nicht fündig in diesem Fall. Die Regelungen hab ich alle gelesen. Helfen mir hier aber nicht genau.

      Bitte um Hilfe. Liebe Grüße

      (4) 01.01.19 - 17:12

      Dein Arbeitgeber zahlt monatlich die sogenannte Umlage U2 für Mutterschaft. Er kann ab Beschäftigungsverbot für alle Gehaltskosten inkl. Sozialversicherungsbeiträge eine Rückerstattung bei deiner Krankenkasse beantragen. Daher wünschen sich die Arbeitgeber eine schnelle Vorlage um so viel wie möglich erstattet zu bekommen.

    (6) 01.01.19 - 17:24

    Ergänzend zu den anderen Antwort möchte ich noch hinzufügen, dass du keine Kopie vom Mutterpass einreichen musst. Da stehen ja auch ziemlich sensible Daten drin.
    Du kannst dir eine Bescheinigung vom FA holen. Diese kostet meistens +-5€ Und dein Arbeitgeber muss dir diese erstatten.
    :-)

(19) 01.01.19 - 19:09

Eine Kopie vom Mutterpass würde ich AUF GAR KEINEN FALL einreichen.

(20) 01.01.19 - 20:37

"Sie möchten nun eine Kopie des Mutterpasses. "
DAs ist schön für sie, geht sie aber nichts an und ich würde dies auch niemals nicht abgeben. Wenn sie etwas schriftliches will, dann kann sie eine Bescheinigung vom FA bezahlen, wie es das Gesetz vorsieht!


"Der AG hat gesagt, es muss ein Beschäftigungsverbot her, für diese Art von Beschäftigung. Ist auch verständlich da körperliche Arbeit auch mit dazugehört (Mehr als 5 kg tragen)."
Das BV muss dann der AG ausstellen und niemand anders! Und das findet der AG sicher gut, denn dann bekommt er dein ganzes Gehalt über die U2 wieder. Steht übrigens auch überall ;)

  • (21) 02.01.19 - 11:07

    Danke für all die Antworten.

    OK, ich werde mit dem AG besprechen, dass ich nur die Bescheinigung des FA abgeben werde.

    Das beruhigt mich alles sehr, für mich war das auch alles neu da ich nie damit zu tun hatte. Ich rechnete schon damit bis kurz vor der Geburt kein Geld zu bekommen.

    Mein AG sagte bereits in dieser Tätigkeit wird für werdende Mütter ein BV gemacht. Und eine andere Tätigkeit in dieser Firma wird wohl nicht möglich sein. Soweit ich das beurteilen kann.

    Danke, das mit der Familienversicherung habe ich auch auf dem Schirm :)

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