Schwanger und neuer Arbeitsvertrag

    • (1) 03.01.19 - 10:52

      Hallo ihr lieben Mitschwangeren!

      Ich habe eine Frage, undzwar befinde ich mich aktuell in der 7.SSW (6+3) und war zwischen Ende meiner 2.Ausbildung (Oktober) bis dato zu Hause, da ich mich auf eine bestimmte Stelle bewerben wollte und das Verfahren erst im Dezember begann.

      Nun ist es so dass ich den Arbeitsvertrag bekommen werde, wann ich ihn unterschreiben kann, weiss ich noch nicht da noch ein paar kleine Unterlagen fehlen.

      Arbeitsbeginn wäre auf jeden Fall nächsten Monat, ob Beginn des Monats oder Ende des Monats hängt nun von den Behörden ab, da ich ohne einen bestimmten Antrag nicht anfangen kann.
      Das heisst ich wäre dann zwischen der 11.und der 15.SSW.

      Ich bin auf die Stelle sehr fixiert da sie in einem guten Unternehmen ist und dementsprechend auch gut bezahlt wird, was für meine finanzielle Absicherung natürlich wichtig ist.
      Mit meinem Gyn habe ich schon gesprochen, dieser würde mir die SS auch spät bescheinigen (vor der 12.SSW möchte ich den MuPa so oder so nicht, da ich bereits 2 Fehlgeburten hatte).

      Ich weiss das es moralische Gegner von solchen "Unternehmungen" gibt, das verstehe und respektiere ich auch- dennoch gilt meine Frage denjenigen, die sich evtl. gleich verhalten haben, oder auch kurz nach Arbeitsbeginn von einer SS erfahren haben, oder diese eben auch spät bis sehr spät bekannt gegeben haben.

      Wie erging es euch in dieser Zeit?

      • Hallo,

        Mach dich bitte freu, es ist dein gutes Recht diese Stelle anzunehmen, auch wen du schwanger bist. Moralische Bedenken gibt es keine!!!! Gar keine, eher umgekehrt. Männer verdienen 25 % mehr, sind in allen Führungspositionen überrepräsentiert, gleichzeitig schreien alle nach Fachkräften und mehr Kindern um der Halterung der Gesellschaft entgegenzutreten.... ganz ehrlich, es liegt an den Unternehmen familienfreundliche Bedingungen für Mütter und Väter zu stellen, dann lösen sich die aufgezählten Probleme von selbst.

        Sorry für den Vortrag, aber ich finde es manchmal schlimm, wie wir freuen uns kleinreden.... und bin gleichzeitig selbst nicht frei davon.

        Alles Gute!🍀

        • Danke für Deine Antwort!
          Ich bin auch eher der Auffassung, dass es heutzutage nur noch um fressen und gefressen werden geht, jeder muss zusehen wo er bleibt.
          Die finanzielle Unabhängigkeit macht es einem überhaupt erst möglich, eine Familie zu bekommen und zu halten, so ist das in diesem Jahrhundert - traurig, aber wahr.

          Dankeschön!

    Hallo,
    mir geht es gerade ähnlich, bin ganz frisch Schwanger und werde intern im Unternehmen den Job wechseln. Also anderer Unternehmensweit ect... Beginn ist der 1.3. Und wenn sich alles gut entwickelt fange ich da an und verkünde quasi dem neuen Chef gleich die Schwangerschaft... natürlich ist das doof aber ich wollte auch nicht mit einem Leben auf 'Pausen' nur darauf warten schwanger zu werden.
    und ganz ehrlich? Am Ende wird der Chef vielleicht ein bisschen schlechte Laune haben aber in 5 Jahren interessiert das keine Sau mehr😁

    • Doof vorkommen kann man sich, so gehts mir auch, aber das schlechte Gewissen ruft in mir auch nicht mehr #sorry
      Man ist für sein Leben immer noch selbst verantwortlich und mit dieser Verantwortung kann ich leben, schenke ich meiner Familie doch ein gesichertes Einkommen #pro
      Ohne geht es nunmal leider nicht!

      Und, ich finde 1 Jahr ist heute so schnell vorbei, da merkt man doch kaum das einer weg war :-D

(9) 03.01.19 - 11:35
MussManSelberWissen

Hallo,

du solltest dich auf jeden Fall mit dem Gedanken vertraut machen, dass der AG dich wahrscheinlich versucht los zu werden sobald er die möglichkeit hat.
Wenn du nur einen befristeten Vertrag bekommst, wird der AG den mit großer Wahrscheinlichkeit auslaufen lassen.

In den seltesten Fällen führt ein solches Verhalten zu einem vertrauensvollem Arbeitsverhältnis. Eine große Zukunft wirst du dort wohl nicht haben. Schätze das ist dir aber ja bewusst, bzw sollte es sein.

Immerhin bist du dann in der 15 Ssw und auch der Chef wird wissen, dass dir die Schwangerschaft sehr wohl früher bekannt war. So Doof ist kein Arbeitgeber, egal wann der Frauenarzt dies bestätigt.

Gerade wegen so einem Verhalten wollen Chefs eben leider oft eher Männer. Man stellt ja Personal ein, weil man welches braucht und wenn sich Frau dann kurz drauf "aus dem Staub macht" und in MuSchu geht ist es ärgerlich. Gerade weil Einarbeitung ja auch Zeit und Geld kostet und es dann meist verschwendet ist, wenn man grad einigermaßen eingearbeitet ist und dann erstmal 1-3 Jahre weg ist.

Ja es ist dein gutes Recht, macht es ja aber deswegen noch lang nicht zu einem tollen und lobenswerten Verhalten.

Vg

  • Wenn du im Ernst schwanger sein mit "aus dem Staub machen " gleichsetzt, dann weiß ich auch nicht mehr....
    Echt, wegen solcher Argumentationslinien wollen Chefs lieber Männer 👎

    • (11) 03.01.19 - 11:58
      MussManSelberWissen

      Ich habs extra deswegen in ".." gesetzt. So sehen Chefs es nunmal & sind wir ehrlich, Unternehmen sind eben keine Wohltätigkeitsvereine, da zählen nur Fakten und Zahlen. Ist scheiß ja, aber ein Unternehmen das nix einnimmt, kann keine Mitarbeiter bezahlen, ganz einfache Rechnung.

      Eine frisch eingestellte Frau die Schwanger ist, bringt einem Unternehmen eben keinen Gewinn oder eben nur minimal.

      Die Argumentation wollen Frauen oft nicht hören, aber sie sind eben Fakt!
      Wenn ich eingestellt werde, mehrere Jahre dort gearbeitet habe und dann Schwanger werde. Dann ist das immer noch was anderes, als wenn ich mich eben einstellen lasse, mit dem genauen Wissen, dass ich eben bald weg bin!

      In dem Moment bin ich egoistisch und denke an mich (darf ich, keine Frage, ist mein gutes Recht) verteufel aber in gleichem Atemzug den Chef, wenn er das nicht feiert wie einen Millionenumsatz?
      Nicht ganz so cool oder?

      Schwangere sollen geschützt werden, keine Frage. Aber dieses bewusste hinters Licht führen und Fakten verschweigen ist eben nicht in Ordnung. Genau wegen solchem Verhalten haben es Frauen nunmal oft schwerer.

      Wie gesagt, es ist das gute Recht, so zu handeln, aber das macht es noch lang nicht schön und als Chef muss man das auch nicht gut heißen.

      • Genau so sehe ich das auch.

        Kein Mensch muss seine Lebensplanung nach seiner Arbeitsstelle richten. Aber eine neue Mitarbeiterin die sich bei mir so verhält, hätte echt Mühe dass ich ihr nach der Elternzeit wieder vertrauen kann.
        Wobei es natürlich immer auch auf die Stelle und das Anforderungsprofil ankommt. Eine leicht neu zu besetzende Stelle schmerzt weniger als eine Stelle, wo monatelange Einarbeitung nötig ist.

        LG Ana

        • (13) 03.01.19 - 12:11
          MussManSelberWissen

          Danke!

          Es ist nunmal verschweigen von Fakten oder vllt sogar vortäuschen falscher Tatsachen? Je nachdem wie man es nimmt.
          Das muss doch kein Chef gut heißen, wieso auch?

          Natürlich weiß man, dass Frauen schwanger werden können, dafür gibts auch Versicherungen, die den Ausfall abfangen, aber die sind auch nicht gerade günstig.

          Da ist es nunmal ärgerlich, wenn ich eine Frau einstelle, die nach einarbeitung eben weg ist. In der Zeit kann sich alles ändern und schwub, kann ich die Mitarbeiterin nach Elternzeit wieder einarbeiten.
          Wer würde das schon so toll finden, da zahlste ja nur drauf, als Firma.

          Aber das wollen Frauen ja nie hören.
          Man soll ja gefälligst Verständnis haben und am besten noch den roten Teppisch ausrollen. Aber selber eben kein Verständnis aufbringen können.
          Selber egoistisch sein und der Chef is aber dann der Arsch, wenn er darauf kein Bock hat.

          • "Es ist nunmal verschweigen von Fakten oder vllt sogar vortäuschen falscher Tatsachen? Je nachdem wie man es nimmt.
            Das muss doch kein Chef gut heißen, wieso auch? "
            Doch, das muss der Chef nach dem Gesetz, weil er dies Fakten eh nie erfragen dürfte, weil sie ihn nunmal nichts angehen!

            • (15) 03.01.19 - 12:58

              Wo im Gesetz steht er müsse es "gutheißen"?

              • (16) 03.01.19 - 13:01

                Dort steht, er darf sie nach diesen Fakten nicht fragen und sie muss sie nicht sagen, also muss er es gutheißen, dass sie das Gesetz einhält!

                • (17) 03.01.19 - 13:07

                  Sehr verquere Argumentation. Es ging um den moralischen Aspekt ob er es gutheißen muss. Er darf nicht fragen, sie muss nichts sagen. Da mehr hinein zu interpetieren ist unsinnig.

                  • (18) 03.01.19 - 13:09

                    Verquer ist nur davon auszugehen, dass es moralisch verwerflich ist, sich an Gesetze zu halten!

                    • (19) 03.01.19 - 13:19

                      Du verdrehst die Tatsachen.
                      Ein Chef hat sich an die Gesetze zu halten, es ist davon auszugehen und zu hoffen dass er das tut.
                      Wenn die TE nichts sagen möchte, ist das ihr gutes Recht, da kein Gesetz sie dazu verpflichtet. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass das Gesetz ihr vorgibt nichts zu sagen, es gibt ihr nur die rechtliche Möglichkeit zum Schweigen.

                      Fakt ist auch, dass kein Gesetz einen Chef verpflichtet, etwas "gutzuheißen", ein Chef darf ebenso wie ein Mitarbeiter seine eigene Meinung zu einem Sachverhalt haben, unabhängig davon was er tun muss oder sollte.

                    Naja, bei diesem Gesetz wird ja keiner gezwungen die Schwangerschaft zu verheimlichen. Und nur weil es ein Gesetz ist, was das Verschweigen bzw. sogar das Lügen auf diese Fragen erlaubt, bedeutet es ja nicht, dass ein Gesetz auch moralisch in Ordnung ist.

                    Lügen und unehrlicher Umgang miteinander sind nun mal noch immer nicht förderlich für einen guten zwischenmenschlichen Umgang miteinander. Niemand läßt sich menschlich gesehen gern anlügen, wenn es auf seine Kosten geht...

                    • Wenn man aber so, wie es das Gesetz vorsieht sich gar nicht darüber unterhält, dann muss auch niemand lügen oder unehrlich sein. Also ist das Verhalten des AG unmoralisch, wenn er etwas anderes erwartet und nicht des AN!

                      Ich glaube wir kommen da auf keinen Nenner. Ich finde nicht alle Gesetze, die es so gibt sinnvoll.

                      Ein Unternehmen hat nun mal wirtschaftliche Interessen und existiert nicht primär um Arbeitsplätze bereit zu stellen. Dazu gilt es wirtschaftlich zu arbeiten. Und wenn ich jemanden neu einstelle, dann suche ich ja jemanden der mitarbeitet und nicht nach nicht mal nem halben Jahr weg ist für ein Jahr und länger.

                      Glücklicher Weise sehen das nicht alle AG so!

                      (25) 03.01.19 - 16:14
                      MussManSelberWissen

                      Mach dir nix draus!

                      Madame wär wohl die erste die schreit und tobt, wenn man sie bewusst hinters licht führt. 🤷‍♀️

                      Sie legt sich das alles schön aus und verdreht gern Fakten 🙄

                      I.wann muss man es dem AG nunmal sagen, bzw muss man ihm mitteilen wann man in MuSch geht und auch da kann er zurückrechnen. Sind ja nicht doof die AG.

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