BV-wie dem Chef erklären?

    • (1) 04.01.19 - 14:16

      Hallo ihr Lieben,
      Ich war ja heute bei meiner FÄ, sie hat mir ein BV ab heute bis 2.7. ausgestellt. Ich hab jetzt solchen bammel, das meinem AG zu sagen. Ich habe da grundsätzlich Probleme mit (der schüchtert mich mit seiner cholerischen Art total ein).
      Ich bin nun die dritte in der Praxis, die schwanger ist. Von der Schwangerschaft hab ich ihm auch schon vor unserem Weihnachtsurlaub erzählt. Eine Woche vorher ist meine Kollegin ebenfalls schwanger geworden. Sie hat sich nun krank schreiben lassen, ich hab ein BV bekommen. Ich hab solchen bammel, ihn gleich anzurufen. Eigentlich ist die Praxis erst wieder ab 14.1. besetzt, aber ich dachte, je früher er es weiß... kann mir jemand Mut machen?

      • (2) 04.01.19 - 14:20

        Huhu ich hatte auch ein BV da ich beim Arzt arbeite,warum hast du eins bekommen :)? Ich hatte eins, da ich beim Kinderarzt arbeite. Ich hatte auch “Angst“ es meinen Chef zu sagen. Aber denk einfach drann das es eine beschlossene Tatsache ist, du nichts dafür kannst und nur das beste für dein Baby möchtest !
        Lg , ich drücke dir die Daumen das er nett bleibt, wenn er unhöflich wird kanns dir noch egaler sein, dann hätte ich erst Recht kein schlechtes Gewissen :)

        (3) 04.01.19 - 14:21

        Augen zu und durch!
        Meistens sind die Chefs natürlich erstmal nicht begeistert ABER ein BV ist für ihn deutlich besser als wenn du nun längere Zeit im krank bist. Er kann einen Ersatz für dich einstellen und auch dein Gehalt bekommt er von der Krankenkasse erstattet.
        Und ganz oft wird dann doch anders reagiert als man sich das vorstellt :-)
        Bei mir wurde gratuliert, alles gute gewünscht und ich soll mich ordentlich ausruhen, nochmal viel schlafen und meine Schwangerschaft genießen (mit so einer Aussage hab ich im Leben nicht gerechnet).
        Ich drück die Daumen!

        • (4) 04.01.19 - 16:08

          Danke für deine tollen Worte. Das hat mir Mut gemacht und ich habe ihn gerade angerufen. Er sagte „Ich verstehe nicht, wieso die Ärzte heute so schnell ein BV aussprechen, hatte der denn Grund zur Besorgnis bei dir?“ ich sagte dann nur, dass ich leider schon missed Abborten hatte (es war nur eine, aber das reicht auch), und meine Ärztin wollte kein Risiko eingehen. Er hat mir dann alles Gute und eine unkomplizierte Schwangerschaft gewünscht, und dass ich mich ab und zu mal melden soll....
          jetzt bin ich ziemlich fertig (zu viel Aufregung), aber erleichtert, dass ich es ihm direkt mitgeteilt habe.

          • Eine frühe FG ist eigentlich auch kein Grund für ein BV...

            Auch wenn das jetzt etwas OT ist, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es echt vom Arzt abhängig ist, wie schnell oder "einfach" man ein BV ausgestellt bekommt. Ich habe es auch erlebt, dass es Frauen gab, die einfach keine Lust mehr hatten zu arbeiten und sich dann irgendwas aus den Fingern gesaugt haben. Leider führt dieses Ausnutzen dazu, dass bei so manchen das BV so schlecht dasteht und man solche kritischen Sprüche erntet (abgesehen natürlich auch vom Ausfall der MA).

            Mir selbst ging es irgendwann körperlich und dann auch psychisch echt mies und ich musste echt dafür kämpfen und bekam erst mal nur ein Teilzeit-BV, bevor dann das endgültige kam.
            So viel mal dazu.

            Ich hatte natürlich trotzdem auch ein schlechtes Gewissen, aber die Chefs haben durchweg positiv reagiert. Sie meinten dann lediglich, dass sie jetzt schnell einen Ersatz brauchen, aber auch, dass sie jetzt wissen, woran sie sind. Ansonsten hätten in meinem Zustand wohl mehrere Krankenscheine gefolgt.

            Mach dir jetzt erstmal einen schönen Tag, versuche abzuschalten und denke an dein Baby. Das hat jetzt oberste Priorität für dich ☺

      (8) 04.01.19 - 14:40

      Meine Schwangerschaft war durch eine ivf schon etwas schwieriger, dann wären es Zwillinge wovon wir einen leider verloren haben...hatte also wiederkehrende blutungen. Hab zu der Zeit in der Seniorenbetreuung mit schwer heben und grundpflege gearbeitet.

      Meine Ärztin konnte angeblich kein bv ausstellen, weshalb ich auf das Verständnis meines Chefs angewiesen war. Und was soll ich sagen, ich habe die Karten auf den Tisch gelegt und die ganze Geschichte erzählt. Mein Chef war geschockt und erstaunt zu gleich und hat mich umgehend ins BV geschickt. Obwohl ich noch in der Probezeit war...

      Also, ich würde immer das persönliche Gespräch bevorzugen. Weil dann nicht nur dein Chef deine Reaktion und Emotionen sehen kann, sondern auch du, die deines Chefs. Das finde ich bei solchen Gesprächen enorm wichtig. Wenn man etwas besorgt in solche Gespräche geht, dann interpretiert man gerne mal was zwischen die Zeilen. Und da ist ein persönliches Gespräch wesentlich besser

      • (9) 04.01.19 - 15:08

        Dein Chef hat dich aber nicht aus persönlicher Heftigkeit ins BV geschickt, sondern weil er sich an das Mutterschutzgesetz halten muss.
        Ich arbeite zwar in der ambulanten Altenpflege, habe aber auch sofort ein BV bekommen.

        Liebe Grüße Janina mit Logan 11 Jahre, Leo 11 Monate und kleine Raupe 19+1

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