Hilfe, neuer Job ganz anders als vereinbart :-(

    • (1) 05.01.19 - 13:15

      Ich bin grade völlig fertig. Ich habe mich nach 19 Jahren bei meinem Arbeitgeber dazu entschieden, zu kündigen, weil es einfach kein sicherer Arbeitsplatz mehr war und die Unzufriedenheit von Jahr zu Jahr größer wurde.
      Ich habe ein sehr gutes Gehalt aufgegeben und dafür eine neue Stelle im öffentlichen Dienst angenommen, die ich nun angetreten habe. Allerdings musste ich an meinem ersten Arbeitstag feststellen, dass die Stelle, auf der ich jetzt sitze definitiv nicht die Stelle ist, die mir zugesagt wurde. Ich sollte in der Sachbearbeitung arbeiten, jetzt sitze in der Kasse!? Darüber hat nie jemand mit mir gesprochen!? Das kann doch nicht wahr sein, oder? Ich habe 3 Kinder und wollte eigentlich Teilzeit arbeiten. Dem Wunsch wurde nicht entsprochen, dafür wurde mir Home Office angeboten. Nur aufgrund dessen habe ich diese Stelle schließlich angenommen. Mit Gleitzeit und Home Office sollte das schon klappen. Jetzt habe ich aber weder das eine noch das andere, weil ich in der Kasse feste Öffnungszeiten habe, die ich gar nicht immer und wenn nur unter Stress erfüllen kann. Ich habe in meinen Arbeitsvertrag geschaut und da steht nur allgemein der Bereich, in dem ich eingesetzt bin. Ich habe nichts schriftlich über die mir zugesagte Stelle.
      Meinen Teamleiter habe ich gleich darauf angesprochen, der weiß aber von nichts. Ich will jetzt auch nicht in der Probezeit gleich die Welle machen, aber das kann doch wohl nicht wahr sein, oder? Habt ihr einen Tipp für mich?

      • (2) 05.01.19 - 13:19

        Zuerst mal für die Zukunft : VOR Unterzeichnung in den Arbeitsvertrag gucken.
        Jetzt:
        Zur Personalabteilung gehen, mit deinem zuständigen Sachbearbeiter sprechen. Deine Stellenanzeige auf die du dich beworben hast mitnehmen.
        Zur Not:
        Personalrat.

        • (3) 05.01.19 - 13:57

          Der Arbeitsvertrag passt auch für die Stelle, auf die ich mich beworben habe.
          Ich habe mir das auch schon überlegt, dass ich mich an die Dame von der Personalabteilung wenden werde, mit der ich die Gespräche hatte und meinen Teamleiter natürlich vorab darüber in Kenntnis setze. Aber meinst Du nicht, dass das richtig doof kommt in der Probezeit?

          • Ist die Probezeit nicht genau dafür da? Wann, wenn nicht in der Probezeit, überprüft man, ob das mit dem Job so passt?

            Als. erstes würde ich mich arbeitssuchend melden. Als nächstes würde ich nach einer Alternative suchen. Zwischenzeitlich müsstest du nun die Missstände ansprechen und eben kund tun, dass der Posten so nicht längere Zeit für dich zu wuppen ist. Dann immer die nächsten zwei Wochen irgendwie wuppen und nach etwas Neuem suchen.

            Bei Verlust des Jobs, bekämst du ja übergangsweise ALG I. Natürlich nur, wenn du ihn nicht verlierst, weil du die Arbeitsleistung verweigerst.

            Letztendlich musst du sprechen. Sonst sitzt du die nächsten 19 Jahre auf einem Posten, den du nie wolltest.

      Was sagt denn die Person dazu, mit der du Sachgebiet und Teilzeitmöglichkeit abgesprochen hattest???

      • Mit der Person hab ich noch nicht gesprochen, erstmal nur mit meinem direkten Vorgesetzten. War ja erst 3 Tage da. Aber das werde ich nächste Woche auf jeden Fall machen. Ich kann das so nicht stehen lassen.

    (7) 05.01.19 - 20:02

    Wie Du selbst schreibst - klären.

    Allerdings musst Du aufpassen. Du hast Deine vorherige Stelle selbst gekündigt. Solltest Du die neue Stelle verlieren, bist Du 3 Monate gesperrt.

    • (8) 05.01.19 - 20:21

      nein das stimmt nicht so. Es gibt so viele Ausnahmen, warum man nicht gesperrt wird. Ausserdem hat die vorherige eigene Kündigung nichts mit diesem Job zu tun.

      • (9) 07.01.19 - 22:18

        Bist Du da sicher? Meinem Mann ist das nämlich genau so ergangen. Er hat eine Arbeitsstelle gekündigt, um eine neue anzutreten. Dieses
        neue Arbeitsverhältnis wurde dann durch den neuen AG aus betriebsbedingten Gründen nach ein paar Wochen gekündigt. Dadurch wurde er für 3 Monate gesperrt, weil er sein vorheriges AV SELBST gekündigt hatte... Er hatte zwar relativ schnell wieder etwas Neues, aber eine Sperre deswegen war für uns völlig unvorhersehbar...

        Wäre schön, wenn Du mir da einen Hinweis auf eine Richtlinie oder Beispiel o.a. geben könntest, damit ich mich damit nochmal auseinandersetzen kann. Vielen Dank!

        004

(10) 05.01.19 - 21:41

Dann beantrage halt Teilzeit, im öffentlichen Dienst wird dem quasi immer entsprochen. Das kann faktisch gar nicht verwehrt werden.

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