Unterhalt berechnen

    • (1) 05.01.19 - 13:34
      Kapiereichnicht

      Nettoeinkommen 4100 Euro
      Immobilienkredit einer selbst bewohnten Immobilie: 800 Euro
      Private Altersvorsorge: 100 Euro
      PKV: 300 Euro

      Wie hoch wäre der Unterhalt ca für 2 Kinder
      12 Jahre und 14 Jahre.

      Netto-Einkommen des Unterhaltsempfängers:
      4000 Euro plus Kindergeld

      Danke, falls

      • (2) 05.01.19 - 13:47

        Der Kredit für die Immobilie tut nichts zur Sache, fließt nicht mit in die Berechnung mit ein. Sonst würde ja jeder der Unterhalt zahlen muss ein fettes Haus kaufen und wäre aus dem Schneider.

        Für das bereinigte Einkommen fehlen noch ein paar Angaben. Lass dich am besten anwaltlich beraten.

        (3) 05.01.19 - 14:58

        Hallo

        Vom Netto die PKV abziehen, berufbedingte Aufwendungen( Km zur Arbeit und Zurück, mal 0,30 Cent mal die Arbeitstage pro Monat) und private Altersvorsorge. Dann hast du das Netto, was für den Unterhalt relevant ist. DAs halbe KIndergeld darf der Unterhaltspflichtige pro Kind abziehen.

        Was der Unterhaltsempfänger hat, ist irrelevant.

      (5) 05.01.19 - 16:13

      Ergänzend zu den anderen Aussagen:

      Die Immobilie erhöht das Einkommen wie folgt:
      Erzielbare Miete
      - Zinsen
      - Abschreibung
      - umlegbare Kosten
      = x

      3700 Euro - Pauschale für berufsbedingten Aufwand (5% v. Netto 205 Euro) - 4% vom Brutto für priv. Altersvorsorge (hier zB Tilgung Kredit fürs Haus, max. 124 Euro) = ca. 3.370 Euro. Angenommen, der Wohnwertvorteil läge bei 200 Euro, läge das unterhaltsrelevante Einkommen bei ca. 3.500-3.600 Euro. Das entspräche Stufe 6 der Düsseldorfer Tabelle und somit 501 Euro pro Kind.

      Das mal als Berechnungsbeispiel. Hat er zB höhere Fahrtkosten zur Arbeit, dürfen diese angesetzt werden statt der Pauschale.

      LG

      • (6) 05.01.19 - 16:59

        Hallo

        Bei uns wurde kein Wohnvorteil angerechnet. Also die Immobilie hat nichts erhöht. Warum auch, ist ja nicht abbezahlt.Haben auch ein Haus, nicht abbezahlt und mein Mann hat eine volljährige Tochter die studiert.
        Bei den berufbedingten Aufwendungen wurden 297 angerechnet und Altersvorsorge 170 Euro im MOnat!

        • (7) 05.01.19 - 17:49

          Das hat nichts mit abbezahlt zu tun. Hier habe ich mal einen Auszug aus den Leitlinien des OLG Hamm beigefügt zum Thema. Hier können u. U. auch die Tilgungsleistungen mindernd berücksichtigt werden.

          Die berufsbedingten Aufwendungen und Altersvorsorge hängen von der individuellen Situation ab.

          LG

          • (8) 05.01.19 - 17:55

            Aber es ist doch kein Vorteil, wenn man noch Schulden hat. Verstehe da nicht so ganz.
            Ist etwas klein zum lesen.
            Wie gesagt, bei uns wurde kein Wohnvorteil angerechnet.

            • (9) 05.01.19 - 19:08
              Bitteberatenlassen

              Die Schulden sind schon ein Vorteil. Denn es wird ja mit jeder weiteren Tilgung mejr Eigentum erworben.

              Zieht die Mutter z.b. beide Kinder groß und würde es so sein, dass die Schulden dazu führen, dass der Vater keinen Unterhalt zahlen muss, so hat er aber nach +/- 20 Jahren mietfreies Wohneigentum und profitiert davon.
              Natürlich würden sich viele Unterhaltspflichtige ( auch Frauen) erstmal eine dicke Immobilie kaufen. Anstatt Unterhalt zu zahlen, zahlt man im Endeffekt in die eigene Tasche, während das betreuende Elternteil alle Aufwendungen alleine zu tragen hat.

              • Nun,
                ganz so einfach ist genau der Wohnvorteil leider doch nicht. Der von dir beschriebene Fall ist die einzige Konstellation in welcher er Sinn macht.
                Handelt es sich um eine bereits abbezahlte Immobilie, so wird ja trotzdem Wohnvorteil eingerechnet. Z.B. wenn der UH-Pflichtige Partner bereits vor der Beziehung sehr sparsam war und sein erspartes Geld in eine Immobilie investiert hätte, dann ist er der gekniffene. Auch z.B. beim Elternunterhalt. Derjenige der im Hinblick auf seine eigene Altersversorgung sparsam lebt das diese Voraussicht dann nochmal mit höherem Unterhalt bezahlen.
                Da spielt es auch keine Rolle ob die Immobilie vieleicht zu einer Zeit erworben wurde als die Mietpreise noch nicht so gesponnen waren. Es zählt das jetzt.

                • (11) 07.01.19 - 16:28
                  Bitteberatenlassen

                  Das stimmt wohl.

                  Am besten ist es sowieso, wenn man sich einigen kann, dass alle zurechtkommen. Damit mein Ex unser Haus halten konnte habe ich z.b. auf sie Auszahlung verzichtet. Es hätte niemandem was gebracht. Er hätte Familie uns Haus verloren, weil ich auf ein paar Euro bestanden hätte, die ich andernfalls an Miete hätte zahlen müssen.

                  Den Unterhalt haben wir aus der Zahltabelle der Düsseldorfer Tabelle entnommen und wenn ich eine größere Anschaffung für unser Kind machen muss, die in dem Monat nicht passt, steuert er was bei. Dafür sind wir gemeinsam Eltern, sprechen die gleiche Sprache und handeln im Sinne unseres Kindes.

                  Die meisten Elternteile die betreuen machen sich von den 300-450,- p.M. kein dekadentes Leben.

            (12) 05.01.19 - 20:43

            Am Handy kann man es doch groß scrollen?

            Mal angenommen, du würdest das Haus vermieten, so stellt man es für die Unterhaltsberechnung dar. Für vergleichbare Häuser bekäme man 1800 warm. Davon kannst du diverse Kosten, auch den Kredit, abziehen. Nach Abzug aller Kosten, sagen wir 1500 Euro, bleiben von den fiktiven Mieteinnahmen 300 Euro übrig, quasi als Gewinn. Dann erhöht dieser Gewinn das Einkommen für den Unterhalt. So sieht es, verkürzt dargestellt, die Rechtsprechung.

            Da habt ihr eben Glück gehabt.

            LG

            • (13) 05.01.19 - 20:54

              Nun ja. Das Haus gehört ja nur 50% meinem Mann.
              Also würde dann vom Gewinn nur die Hälfte angerechnet?

              • (14) 05.01.19 - 22:28

                Genau.

                LG

                Korrekt,
                allerdings muss er für die restlichen 50% Miete bezahlen ...

                • (16) 07.01.19 - 16:52

                  Muss er doch nicht.
                  Ich verlange keine Miete vom ihm. Die müsste ja Wird er versteuert werden. Kann mich doch keiner zwingen, Miete zu nehmen. Im Selbstbehalt ist die Miete ja enthalten.
                  Würde er z.B bei seiner Mutter wohnen und die würde keine Miete verlangen, kann ihn auch keiner zwingen welche zu zahlen.

                  • Naja, ganz so einfach ist es nicht unbedingt.
                    Wer zahlt das Haus denn aktuell ab? Und wer in Zukunft?
                    Wer sorgt für den Unterhalt des Hauses? Wer zahlt die Grundsteuer, und und und.....
                    Oder noch weiter gedacht: Angenommen DEINE Eltern werden Pflegebedürftig. Dann rechnet das Amt selbstverständlich die fiktive Miete für diese Haushälfte zu deinem Einkommen um deine UH-Pflicht zu berechnen. "Ich lass meinen Ex kostenlos wohnen"
                    ist denen reichlich egal .....

                    • (18) 07.01.19 - 18:47

                      Beide zahlen das Haus ab.
                      Nein, wenn einer pflegebedürftig wird ist unsere Immobilie geschützt.
                      Selbst in der Familie durch. Da würde auch nichts an fiktiver Miete angerechnet!
                      Außerdem habe ich einen Selbstbehalt von min. 1800 Euro! Plus diverse andete Zulagen die ich geltend machen kann.
                      Freund von meinem Mann hat 5000 Netto und muss NICHTS
                      Zahlen.

                      (19) 07.01.19 - 20:34

                      Ich rede übrigens vom Haus bei nicht getrennten Ehepartnern.

    (20) 06.01.19 - 11:07
    Kapiereichnicht

    Danke, sehr verständlich geschrieben.

Top Diskussionen anzeigen