Barzahlung größerer Summen (Geldwäschegesetz)

    • (1) 05.01.19 - 21:13
      Barzahler

      Guten Abend.

      Laut dem (neuen) Geldwäschegesetz ist die Grenze für Barzahlungen ja jetzt 10.000 Euro. Höhere Summen gehen nur, wenn man seinen Ausweis vorlegt. Und die Regierung "belohnt" wohl Händler, die gar keine höheren Summen in Bar mehr annehmen.

      Weiß zufällig jemand, ob Händler generell Barzahlungen über 10.000 Euro verweigern können, trotz Vorlage des Personalausweises?

      Im konkreten Fall geht es um ein Auto im Wert von 28.000 Euro. Wurde bestellt, Vertrag unterschrieben, Lieferung nächste Woche. Es hieß, 9.999 Euro können wir bar bezahlen, den Rest überweisen.

      Ich seh es aber nicht ein, extra bei der Bank alles wieder einzuzahlen, was ich in den letzten Jahren bar angespart habe. Bargeld ist doch Zahlungsmittel.

      Vielen Dank, falls jemand helfen kann.

      • (2) 05.01.19 - 21:30

        Hallo,

        mit den Gesetzen kenne ich mich nicht aus, aber wo ist das Problem das Geld aufs Konto einzuzahlen?

        Warum hast du soviel Bargeld zu Hause rumliegen? Dachte, dass es den Sparstrumpf nur bei älteren Menschen gibt, aber anscheinend weit gefehlt.

        Für mich hört sich die Geschichte nicht ganz koscher an. Wenn ich das Auto haben möchte, der Händler es so will, zahle ich den Betrag, so wie gewünscht.

        VG, auch wenn ich überhaupt keine Hilfe war.

        • (3) 05.01.19 - 21:39

          Ich glaube, das Problem liegt in (nicht angebrachter) Sturheit. Wenn es Bargeld als (einziges gesetzliches) Zahlungsmittel gibt, dann will ich da auch mit bezahlen.

          Und ich bin da etwas eigen/altmodisch. Für mich sind elektronische Zahlen kein Geld, sondern Scheine. So hab ich lieber von meinem Bargeld über Jahre etwas beiseite gelegt, statt es auf dem Konto zu haben. Da weiß ich, was ich habe.

          Und manch einer mag mich schon bei "älteren Menschen" einordnen ;)

      (5) 05.01.19 - 21:40

      Bargeld ist ein Zahlungsmittel, das heißt aber nicht, dass man immer und überall mit Bargeld zahlen können muss.

      Ansonsten: Der Händler hat Vertragsfreiheit. Wenn in seinen AGB oder im Kaufvertrag die Regelungen mit den 10k EUR drinsteht, ist er raus, dann müsst ihr euch fügen.

      Ansonsten klingt das in der Tat für mich alles auch sehr merkwürdig, welcher normale Mensch lagert denn mehrere zehntausend Euro zuhause in Bar, wenn die nicht aus irgendwelche dubiosen Quellen stammen?

      • (6) 06.01.19 - 07:27

        der Autoverkäufer Barzahlung in AGB verbieten?

        Wäre das nicht vielleicht eine überraschende Klausel, da das Gesetz doch Barzahlung erlaubt?

        Und wie funktioniert das mit der Überweisung?
        Kann der TE das Auto mitnehmen und danach überweisen? Dann sehe ich kein Problem bei dem TE. Was ist aber mit Vorabüberweisung und Insolvenz nach Überweisung und vor Übergabe?

        • (7) 06.01.19 - 16:29

          Stichwort Vertragsfreiheit. Der Händler sagt einfach "Entweder lässt du dich auf meine Bedingungen ein oder du kriegst das Auto nicht".

          Ganz einfach.

          • (8) 07.01.19 - 07:31
            Ist das so einfach

            Dann müsste diesaber zumindest VORHER vertraglich vereinbart sein. Hinterher geht das nicht.

            Und wenn vorher dann nur mittels AGB, da er diese Klausel ja mehrfach verwenden wird.

            Und dann stellt sich doch die Frage, ob man mittels AGB so etwas überhaupt erwähnten kann Stichwort: unzulässige überraschende Klausel.

            Bist du der Ansicht eine Woche Klausel wäre zulässig? Obwohl das Gesetz Barzahlung vorsieht?

            Wenn überhaupt per AGB,dann müsste der Händler doch sagen erst Übergabe des Pkw und dann Zahlung per Überweisung. Glaubst du das macht ein Händler?

            Erst Überweisung und dann Übergabe? Klarer Nachteil für den Käufer, da er dann das Insolvenzrisiko trägt.Er überweist. Dann Insolvenz. Folge: Auto weg. Geld weg.

            So eine Klausel kann also nicht per AG vereinbart werden.

            • Du schreibst echt Nonsense:

              Bargeld ist zulässiges Zahlungsmittel im Alltag, es ist nicht gesetzlich geregelt, dass man alles mit Bargeld zahlen darf!

              Das Insolvenzrisiko ist auch Blödsinn. Ist das Auto da und du überweist, ist es deins, egal wo es steht. Du kannst es abholen und dank Überweisung ja auch einem ggf. eingesetzten Insolvenzverwalter zweifelsfrei belegen, dass du gezahlt hast.

              • (10) 08.01.19 - 06:29

                Du kennst anscheinend nicht Mal die Grundzüge wie man Eigentum erwirbt.

                Du sagst ich schreib Nonsens und behauptest selbst völligen Unsinn.

                Man erwirbt durch Kaufvertrag und Zahlung des Kaufpreises kein Eigentum, sondern der Verkäufer muss dieses Eigentum verschaffen.

                Hierzu ist regelmäßig die Übereignung der Sache notwendig. Und die ist nicht erfolgt, wenn der Händler in Insolvenz geht.

                Dann hat der Käufer gegen den Insolvenzverwalter - weil er ja die Zahlung nachweisen kann - Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises aber nicht auf Verschaffung des Eigentums. Und wenn nichts mehr da ist... auf gar nichts.

                Wäre nett wenn Du dich hierzu konstruktiv einlässt.

                (11) 18.01.19 - 05:06

                du brauchst netwas irritiert.

                antwortest du eigentlich noch?

                Du hast doch jetzt soviel falsches geschrieben und und sogar behauptet, dass du Blödsinn schreibe.
                Und das lagst sowohl mit deiner Behauptung daneben, dass das Geldwäschegesetz Barzahlung beim Immobilienkauf verbietet , als auch das man mit der (Vorab)Zahlung des Kaufpreises Eigentum erwirbt.

                Hältst du weiter daran fest?

                Fehlt dir das Rückgrat einen Fehler einzuräumen?

                Ich verstehe nicht wie man sich nach solchen Vorwürfen so verhalten kann.

                Wenn du etwas gar nicht weißt, dann schreibe doch dass du nur Vermutungen äußerst oder rätst und behaupte nicht das man Blödsinn schreibt. Bei letzterem sollte man dann aber schon soviel Rückgrat haben seinen Fehler einzuräumen.

                Siehst du das anders?

                Ich weiß nicht Mal ob die Postings dich erreichen. Solange muss ich es wohl weiter probieren.

                (12) 18.01.19 - 05:10

                behauptet, dass ICH Blödsinn schreibe.

        (13) 07.01.19 - 08:42

        Nein, das Gesetz erlaubt eben nicht immer Barzahlung. Deswegen gibt es ja das Geldwäschegesetz. Auch Immobilien können nicht bar bezahlt werden.

(14) 05.01.19 - 22:22

Der Händler muss es nicht annehmen. Er kann sich nicht sicher sein, dass es nicht Schwarzgeld ist, dass es nicht aus illegalen Geschäften stammt,... Zudem hat er einen enormen Mehraufwand auf Falschgeld zu prüfen und das Geld dann einzuzahlen auf sein Firmenkonto. Wie lange willst du da warten bis die deine gesparten 50er durch so eine Maschine jagen? Mir wäre das im übrigen irre peinlich da mit nem Stapel Bargeld anzukommen, sorry, aber das ist echt voll aus dem letzten Jahrtausend!

  • (15) 06.01.19 - 07:28

    Du deine Ansicht, dass der Händler Barzahlung nicht annehmen muss auch rechtlich begründen?

    • (16) 06.01.19 - 09:16

      Da gibt es unter den Juristen wohl auch teilweise Diskussionen. Die vorherrschende Meinung ist aber, dass das Recht zur Vertragsfreiheit besteht.

      Der Händler MUSS dir das Auto ja auch nicht verkaufen.

      • (17) 07.01.19 - 07:38
        Und wann und wie

        wird das vereinbart?

        Dies muss ja vor Vertragsschluss sein und nicht hinterher. Ist dass denn hier erfolgt?

        Falls ja geht das nur mittels AGB. Geht das denn?

        Weshalb hältst du diese nicht für überraschend ich nachteilig und somit nichtig?

        Was ist man überweist, der Händler geht dann in Insolvenz, wenn man es am nächsten Tag abholen will. Folge Auto weg und Geld weg.

        Das kann man also m.E. nicht mittels AGB zum Vertragsbestandteil machen.

        Kennst du denn überhaupt AGB wo das drin steht?

        Erst Übergabe Pkw und dann Überweisung wird wohl gehen per AGB. Meinst du das macht ein Händler?
        Denn dann trägt er ja das Risiko.

    (18) 07.01.19 - 08:37

    Ja, das begründet sich aus dem Geldwäschegesetz. Einfach mal lesen. Immobilien kannst du auch nicht bar bezahlen!

    • (19) 08.01.19 - 06:03

      doch konkret den Paragraf auf den du dich beziehst.Welcher Paragraf des Geldwäschegesetz sagt, dass der Autohändler nach Vertragsschluss die Überweisung verlangen kann.

      Und wieso das Insolvenzrisiko der Käufer tragen muss?

      Und weißt du eigentlich wie man dieses Risiko beim Immobilienkauf ausschließt? Mit Eintragung einer Vorbemerkung oder Zahlung auf ein Notaranderkonto. Wie klappt das beim Autokauf?

      Dann werde doch jetzt Mal konkret.

      (20) 08.01.19 - 06:34

      nicht Vorbemerkung

      (21) 08.01.19 - 06:51
      Und als letztes...

      können Immobilien tatsächlich nicht bar bezahlt werden?

      Nenne doch mal die Verbotsvorschrift konkret ( bitte nicht allgemein das Geldwäschegesetz, sondern konkret wo).

(22) 06.01.19 - 07:31

würderdest Du es denn machen? Die Summe vorab überweisen und nach Eingang beim Händler das Auto abholen?

  • (23) 06.01.19 - 08:07

    Das wäre der übliche Weg. Zahlung an das Autohaus, am Tag drauf (im Zweifel mit Überweisungsbeleg) zum Autohaus und Auto abgeholt.
    Ohne vorherige Zahlung geben die im Regelfall das Auto eh nicht raus.

    • (24) 07.01.19 - 07:43

      der Händler gibt den Pkw vor Zahlung nicht heraus.

      Verlangst aber erst Zahlung und was er wenn dann der Händler den Pkw nicht herausgibt? Weil er genau zwischen Überweisung und Abholung
      Insolvenz anmeldet?

      Deshalb sieht das Gesetz ja Zug um Zug vor und keine Vorleistung einer Partei.

      Wie willst du eine Vorleistungspflicht erzwingen?

(25) 06.01.19 - 09:11

Dann mach halt SEPA Instant Paymen und das Geld ist innerhalb von Sekunden beim Händler.

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