Geld innerhalb der Familie leihen?

    • (1) 09.01.19 - 15:25
      Unentschlossene

      Hallo ihr Lieben,

      würdet ihr euch Geld innerhalb der Familie leihen?
      Wir möchten ein Haus bauen und stehen kurz vor dem Kreditantrag. Nun hat uns ein Familienmitglied angeboten uns die notwendige Summe zu leihen (natürlich mit Kreditvertrag). Die Person ist nicht auf das Geld angewiesen und hat es quasi "über".

      Wir hadern mit uns, ob wir das Angebot annehmen sollen denn bei Geld hört ja bekanntlich die Freundschaft auf.

      Würdet ihr das Angebot annehmen?

      Eure Meinungen würden mich sehr interessieren! #danke#winke

      • (2) 09.01.19 - 15:38

        Es kommt drauf an, wer aus der Familie das ist. Aber bessere Zinsen kannst du ja nicht bekommen. Meine Freundin hat sich das Geld auch bei ihrem Onkel geliehen. Das klappt da alles prima.

        • (3) 09.01.19 - 17:03
          Unentschlossene

          Danke für deine Meinung. Es ist eine Tante und mit ihr wäre das sicherlich kein Problem. Wir denken eben nur, dass es zu evtl. Streitigkeiten in/mit der restlichen Familie führen könnte. Wenn auch nicht sofort sondern möglicherweise, wenn es später mal ums Erbe geht...

      (4) 09.01.19 - 15:43

      Hallo,
      ja würde ich. Aber nur wenn es von meinen Eltern ist und ich ganz genau weiß, dass es für sie kein Problem ist und sie es gerne machen. Ich weiß, dass ich mich auf meine Eltern 1000% verlassen kann, in jeder Situation. Wir würden auch keinen Vertrag machen. Sie wissen, dass wir zurück zahlen.

      Von allen anderen würde ich ablehnen und über die Bank finanzieren.

      LG
      ....

          • (7) 09.01.19 - 20:18

            Das stimmt. Trotzdem birgt es hohes Konfliktpotenzial. Und nur weil z.B. die Generation heute sich nicht über Geld streitet, heißt das nicht, dass es die nächste Generation dann nicht leider doch tut.

            Ich habe im eigenen und dem Freundeskreis meiner Freunde leider schon viele Sachen dazu mitbekommen, total harmonische Geschwisterverhältnisse sind da plötzlich ins Wanken geraten, als es um die Aufteilung des Erbes ging,... Da kann man sich vorher noch so sehr vornehmen, sich vom Geld nicht beeinflussen zu lassen. Wenn einer dann Existenzprobleme hat, während der andere eh schon gut verdient, dann gerät da schonmal was aus den Fugen.

            • (8) 09.01.19 - 20:26

              Ja das stimmt leider.

              Aber wenn der eine im Überfluss lebt und der andere am Existenzminimum , ist das Verhältnis ohnehin nicht gut.

              • (9) 09.01.19 - 20:29

                Sehe ich anders! Wenn der, der gut verdient eine ganze Familie zu versorgen hat und sich jeden Tag den Arxx aufreißt und der, der am Existenzminimum lebt auch etwas zu faul ist, raus zu kommen, dann hat das mit dem Geschwisterverhältnis nichts zu tun sondern allein mit unterschiedlichen Charaktern und Lebensentwürfen. Man ist nicht für das Leben seiner Geschwister verantwortlich und kann nur helfen, wenn man dadurch selbst nicht in Schieflage gerät. Deswegen kann man sich auf anderen Ebenen trotzdem sehr gut verstehen!

      (10) 09.01.19 - 17:07

      Nun, ohne Vertrag geht schon rein aus steuertechnischen Gründen nicht. Und es wäre gegenüber der restlichen Familie nicht fair, da es ja auch um Erbmasse geht.

Wenn man einen richtigen Vertrag macht, auch etwas Zinsen zahlt und die monatlichen Abschläge und Zahlungstermine exakt festhält würde ich es machen. Zudem sollte man regeln was passiert, falls man nicht mehr abzahlen kann. Steht derjenige mit im Grundbuch, muss das Haus verkauft werden und der Rest in einer Summe abgezahlt werden,...?

Nur mit Handschlag und ohne Zinsen würde ich es nicht machen. Dann muss man sich irgendwann anhören „Ach hätte ich das Geld doch jetzt um es für Kapitalanlage xy zu nutzen, dann würde ich wenigstens noch etwas Gewinn machen.“

Auch wichtig: In welchem Verwandschaftsverhältnis steht ihr? Wärd ihr im Zweifel eh gesetzliche Erben? Wie stehen die (anderen) gesetzlichen Erben dazu? Führt das womöglich zu Streit in der Familie?
Beispiel: Dein Onkel leiht dir 300.000€ und du zahlst fleißig monatlich ab. Jetzt stirbt dein Onkel und sein Sohn (dein Cousin) ist Erbe, bekommt jetzt also die monatlichen Zahlungen von dir. Findet es aber scheiße, weil er lieber jetzt direkt die 300.000€ gebrauchen könnte. Ärger vorprogrammiert. Muss also alles genau geregelt werden.
Oder: Deine Mutter leiht dir das Geld, in 2 Jahren will deine Schwester auch bauen und muss eine normale Finanzierung abschließen und keiner leiht ihr was - Ärger vorprogrammiert. Oder: Deine Mutter stirbt nun, deine Geschwister wollen ihren Erbanteil und nicht deine monatlichen Zahlungen,....

Fragen über Fragen...

Denkt genau drüber nach und lasst euch dann professionell zu einem privaten Kreditvertrag beraten.

  • (12) 09.01.19 - 17:16

    Lieben Dank. Genau um solche evtl. Streitigkeiten geht es uns.
    Es gäbe natürlich einen ordentlichen Kreditvertrag, sonst hätten beide Seiten Probleme (versteckte Schenkung und so).
    Erben würden wir nicht direkt. Es handelt sich um eine kinderlose Tante. Die Geschwister haben aber alle ausgesorgt und bekamen/bekommen auch Zuwendungen.

Hallo, nein, das würde ich auf keinen Fall tun.
Was ist, wenn du und dein Partner euch trennt, was ist, wenn ihr mal einen Zahlungsaufschub benötigt usw.. Was ist, wenn die Person das Geld doch mal benötigt ....
Ich trenne Geld und Freunde und Familie strikt. Wenn es die Eltern sind oder mal ein "Kleinbetrag", den man in einem Jahr abbezahlt hat mag es ja gehen, aber ansonsten niemals.

VG
B

Nein, definitiv nicht!

Einzige Ausnahme wäre, dass derjenige seeeeeeeeehr wohlhabend ist - dann vielleicht... Allerdings auch nur, wenn es Eltern, Großeltern oder Geschwister wären.

(20) 09.01.19 - 17:00

Hallo

Wenn du bei der Person absolut sicher sein kannst, trotz Kreditvertrag nicht immer wieder Sprüche reingedrückt zu bekommen (à la: dank mir konntet ihr das Haus bauen / dank mir habt ihr / dank mir #bla#putz), dann ja - warum nicht.

Wobei ich persönlich lieber über ein Kreditinstitut gehen würde (trotz entsprechenden Zinsen), da der neutrale Kreditgeber einen nicht emotional belastet (zusätzlich zu den Schulden + Zinsen, die man abzustottern hat).

LG
mindgames

  • (21) 09.01.19 - 18:43
    Unentschlossene

    Nein, Sprüche würden wir keine kassieren :-)

    Mir macht die emotionale Geschichte auch bedenken und eben evtl. spätere Familienstreitigkeiten. Ist ja nicht abzusehen.

In diesem Fall würde ich nur Geld bei meinen Eltern leihen. Bzw haben meine Eltern mir zum Hausbau einen gewissen Teil des zu erwarteten Erbes ausgezahlt.

Bei anderen Verwandten würde ich das nicht machen.

Von der Tante nicht, von den Eltern schon.

Hallo,

nein, würde ich nicht machen.

Im Leben kann so viel passieren. Was passiert, wenn ihr euren plötzlich Verpflichtungen nicht mehr nachkommen könnt oder ihr euch trennt (hoffentlich nicht;-)? Das würde mich emotional zu sehr belasten.

Kredit bei der Bank und fertig!

LG

Nici

  • Das mit der Trennung haben schon mehrere als Argumeng gebracht? Aber was ist der Unterschied bei einer Trennung ob ich einen (ordentlich vertraglichen) privaten Kreditvertrag habe oder einen bei der Bank?

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