Beschäftigungsverbot lang

    • (1) 10.01.19 - 12:57

      Hallo ihr Lieben, ich brauche mal euer Schwarmwissen.
      Ich bin Krankenschwester im ambulanten Dienst und studiere nebenbei. Ich habe meine Schwangerschaft nach der Bestätigung der Gyn in der 7. Woche bekannt gegeben. Eine Risikoeinschätzung ergab, dass ich meiner Tätigkeit nicht weiter nachgehen darf. Meine chefin bot mir daraufhin an, Telefondienst in einer Zweigstelle zu machen und nebenbei meine Bachelorarbeit zu schreiben. Daraufhin habe ich die Risikoeinschätzung mit der alternativen Tätigkeit unterschrieben. Nach dem Lohnzettel im November, habe ich mich nochmal mit meiner Chefin zusammengesetzt, weil ich aufgrund wegfallender Rufbereitschaften ca 300€ weniger pro monat verdiene. Jetzt ist es so, dass ich als Springer in verschiedenen Zweigstellen arbeiten soll, Pflegeberatungen machen soll und definitiv nicht weiter an meiner arbeit schreiben kann. Laut meiner chefin muss ich das jetzt hinnehmen, weil sie mich jetzt nicht mehr ins bv schicken darf. Gesundheitlich geht es mir einigermaßen gut. Allerdings fehlt uns das Geld sehr. Gibt es ausgleichszahlungen? Oder habe ich eine chance mein durchschnittgehalt wie vor der ss zu erhalten? Danke für eure antworten.

        Inhaltlich richtige Antwort, bringt der TE nur nichts, weil das nicht ihre Frage war (u. A. ist sie ist nicht im BV) ;-)

        • Natürlich ist sie im Beschäftigungsverbot, nämlich für die Dinge, die sich nicht tun darf. Genauso ist man ja auch z.B. für bestimmte Arbeitszeiten in einem Beschäftigungsverbot.
          Also ja, es besteht Anspruch auf Ersatzzahlungen für die entgehenden Dienste, ermittelt aus dem Betrag, der durchschnittlich in den 3 Monaten vor Eintritt der Schwangerschaft erwirtschaftet wurde.

    Du hast Anspruch auf den Durchschnitt der Zuschläge der drei Monate vor der Schwangerschaft und wenn die Ersatztätigkeit nicht mit dem Studium zu vereinbaren ist, muss deine Chefin ein BV aussprechen.
    Wende dich an die Aufsichtsbehörde.

    • (9) 10.01.19 - 13:38

      Vielen dank schonmal,
      ich habe erstmal einen termin bei einer beratungsstelle gemacht. Meine chefin stellt sich natürlich blöd und wollte mir mit einer stundenerhöhung zu mehr geld verhelfen, was ich abgelehnt habe. Wenn der Termin bei der beratungsstelle nichts bringt, werde ich mich an die aufsichtsbehörde wenden. Gilt das ganze dann rückwirkend? Also bekomme ich die ausfälle für November/Dezember auch?

      • Hast Du bislang auch während der Arbeitszeit an Deiner Arbeit schreiben können, also vor der Schwangerschaft?
        Ist das Vertragsbestandteil?

        • Nein ist leider kein Vertragsbestandteil und in der Beschreibung der Alternativtätigkeit steht auch nur allgemeine Bürotätigkeiten. Die Arbeit für das Studium wurde leider nur mündlich besprochen.

    (12) 10.01.19 - 14:37

    Was hat denn die Tätigkeit als Krankenschwester mit einem Studium zu tun?

    Ich habe es so verstanden, dass die TE arbeitet und nebenbei, unabhängig von ihrem AG, studiert, sprich in ihrer Freizeit. Die Chefin hat zunächst angeboten, dass sie in ihrer Arbeitszeit für ihren Bachelor lernen könne.

Sie hat Anspruch darauf, bei der Arbeit soviel Leerlauf zu haben, dass sie nebenbei ihre
Arbeiten schreiben kann oder Kinder betreuen könnte?

Dazu hätte ich sehr gerne mal ein entsprechendes Urteil verlinkt.

  • Wo liest du denn den Unsinn her?!?

    Sie hat bei der Arbeit natürlich keinen Anspruch auf Leerlauf, die Arbeit muss sie dann eben so schieben, dass sie die außerhalb der Arbeitszeiten schreibt.

    Aber sie hat z.B. Anspruch auf Arbeitszeiten, die ihr trotzdem die Einhaltung von Zeiten des Studiums (also z.B. Freitags ab 16 Uhr immer Uni, ging bisher, dann darf die Ersatzarbeitszeit das auch nicht verhindern) oder der Kinderbetreuung (Kinder sind z.B. nur von 8-14 Uhr betreut, dann darf sie nun nicht bis 16 Uhr arbeiten müssen usw.) sicherstellen.

    Und ja, die Urteile kannst du googlen, steht selbst im Haufe und sonstigen Lexiken für AG drin ;)

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