Darf der AG überzahlten Lohn ohne Ankündigung einbehalten?

    • (1) 13.01.19 - 16:38

      Hallo,

      Ich hoffe mal, dass die Frage richtig formuliert ist. Es geht darum, dass mein Mann für drei Monate jeweils gut 500€ Lohn überwiesen bekommen hatte. Wo das Problem liegt, lässt sich schwer beurteilen - es würde jedenfalls eine beantragte Stundenmimderung nicht berücksichtigt.

      Da nie Gehaltsabrechnungen kamen, war das alles ziemlich intransparent.

      Nun wurde das Novembergehalt kommentarlos um den gesamten überzahlten Betrag (also gut 1.600€) gekürzt. Darf der AG das einfach so ohne Ankündigung?

      Es geht mir nicht darum, dass es zurückgezahlt werden muss, sondern um das Verfahren als solches: einfach kommentarlos vom Gehalt abziehen.

      Auf Nachfrage haben wir dann jetzt auch die entsprechenden Belege erhalten- nur eben keine Erklärung für das Vorgehen.

      Vielleicht wisst ihr ja, ob das Ganze rechtlich sauber war.

      LG Soley

      • Was hat Dein mann denn mit seinem Chef bzgl der Rückzahlung vereinbart?

        Gruß
        W

        • Hallo,

          Nichts Konkretes - ist öffentlicher Dienst. Er hat mit dem Vorgesetzten gesprochen und da hieß es, wir klären es. Dann passierte erstmal nichts und im November gab es dann weniger Geld.

          Das war an sich für uns nicht problematisch, da das Geld uns ja nicht gehörte und wir wussten, dass wir kein Recht dran haben, aber das Vorgehen finde ich doch ziemlich merkwürdig. Aber vielleicht muss es ja auch so - ich hab mir da noch nie Gedanken drüber gemacht, nur festgestellt, dass es wohl ratsam ist, nicht ganz so unbedarft zu sein. 🤷‍♀️

          LG

          • Ich verstehe nicht so ganz, was Dich jetzt daran störr, dass der AG die Überzahlung abgezogen hat. Er hat zuviel gezahlt, dein Mann hat ihn zeitnah aufmerksam gemacht und er zieht das jetzt wieder ab. Ich wüsste jetzt nicht, wie es anders laufen sollte.

            Gruß
            W

            • Mein Mann er nicht der einzige - scheint ein größerer Übertragungsfehler gewesen zu sein. Mit anderen Kollegen würde jetzt im neuen Jahr eine Ratenzahlung vereinbart (mit ziemlich kleinen Raten).

              Stören tut es mich im Grunde nicht, aber ich verstehe nicht, warum es so unterschiedlich gehandhabt wird und ich wollte wissen, ob es da eine Rechtsgrundlage gibt, die das regelt.

              Aber wie gesagt: es hat uns weder Weihnachten verdorben, noch hat es uns finanziell in irgendwelche Nöte gebracht - deswegen haben wir auch erstmal nichts gesagt. Jetzt, wo rauskommt, dass es bei anderen anders gehandhabt wird, stellt sich einfach die Frage nach dem was rechtlich sauber wäre.

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