Wegen Kranken Kind früher die Arbeit verlassen

    • (1) 13.01.19 - 20:01

      Hey ich hab grade darüber nachgedacht wie es ist wenn ich jetztcauf der Arbeit bin und die Kita anruft und sagt ich muss meine Tochter abholen sie ist krank. Ich mein es gibt ja Kinder krank Tage. Muss ich für so einen Fall einen solchen nehmen wenn ich bereits einige Stunden gearbeitet habe ? Oder gibt es da eine andere Reglung ? Überstunden ? Kennt sich da jemand aus ?

      • Ich habe in solchen Fällen Stunden genommen und für den folgetag einen kindkrank-tag genommen. Oder eben komplett kind-krank. Haben meine Kollegen auch so gemacht.

        (3) 13.01.19 - 21:43

        Hallo,
        ich mach dann die Stunden, die ich eher gehen muss als Minusstunden/ Überstundenausgleich. Ich nehm nur ganze Tage als Kind-krank-Tage. Das ist aber mit meinem AG so abgesprochen, machen alle Eltern bei uns so.
        Frag doch mal nach, wie es bei euch gehandhabt wird. Ich persönlich find das mit den Minusstunden am besten.
        Lg

        (4) 13.01.19 - 21:56

        Grds ist es so, als wärst Du selbst erkrankt während der Arbeitszeit. Das bedeutet, Du bekommst Lohn (Fortzahlung) für den gesamten Arbeitstag , die bereits gearbeiteten Stunden werden aber nicht als Überstunden oder ähnliches aufgerechnet.

        Aus Kullanz kann der AG auch erlauben Überstunden zu nehmen oder Miniusstunden aufzubauen. Anspruch hast du aber nicht

        • (5) 13.01.19 - 22:02

          Achso: und natürlich musst du grds die sog "Kindkranktage" nehmen.
          Genauso wie Du bei eigener Erkrankung Dich eben auch krank melden musst.

          Oder Du nimmst wie gesagt und soweit der AG es aus Kullanz erlaubt Urlaub oder Überstunden.

          (6) 14.01.19 - 05:21

          Nein. Wenn das Kind erkrankt ist, ist das nicht so, als wenn man selbst erkrankt ist. Weder finanziell noch rechtlich

          • (7) 14.01.19 - 12:31

            Mir ist schon klar, dass es finanziell einen Unterschied macht.

            Mir ging es um die tatsächliche Handhabung in dem Moment ggü. dem AG.

            Wenn man selbst krank wird oder wenn das Kind krank wird während der Arbeitszeit kann man nicht einfach aufstehen und sagen
            "Chef ich geh. Ich mach Minusstunden/nehm Überstunden."

            Grds. gibt es folgende Möglichkeiten

            - dem Chef mitteilen, dass man gem. § 616 BGB bezahlt freigestellt werden will für den Rest des Tages. Bereits gearbeitete Stunden werden nicht als Plusstunden irgendwo gutgeschrieben. Man bekommt schlichtweg den Arbeitstag komplett (und voll) bezahlt. ABER: §616 BGB ist in so ziemlich jedem AV und Tarifvertrag ausgeschlossen

            - Kinderkrankengeld: Auch hier bekommt man anteilig den Betrag des ganzen Arbeitstages erstattet, sprich, die gearbeiteten Stunden werden nicht auf dem Stundenkonto gutgeschrieben

            - unbezahlte Freistellung. Die bereits gearbeiteten Stunden würden dann bleiben bzw. ausgezahlt werden, der Rest des Tages eben nicht.

        (8) 14.01.19 - 08:17

        Das stimmt nicht. Man bekommt bei „Kind krank“ keine Lohnfortzahlung sondern einen Betrag von der Krankenkasse.

        (9) 14.01.19 - 09:28

        "rds ist es so, als wärst Du selbst erkrankt während der Arbeitszeit. Das bedeutet, Du bekommst Lohn (Fortzahlung) für den gesamten Arbeitstag , die bereits gearbeiteten Stunden werden aber nicht als Überstunden oder ähnliches aufgerechnet."

        Das ist so nicht richtig.

        Wenn ich selbst während des Arbeitstages krank werde und nach Hause gehe, werden meine Stunden durch den AG glatt gestellt. Keine Überstunden, aber auch keine Minusstunden durch das eher gehen.

        Ist mein Sohn krank und ich muss ihn aus der Schule holen, werden mir selbstverständlich die Reststunden des Arbeitstages als Minus angerechnet.
        Da wir ein Arbeitszeitenkonto haben, sehe ich zu das ich immer so 2-3 Stunden im Plus liege.

        LG
        Tanja

        • (10) 14.01.19 - 12:20

          Aber eben nicht, wenn Du die sog. Kindkranktage nimmst, also Kinderkrankengeld willst.

          Minusstunden kannst Du schließlich nur nehmen, wenn Dein AG dies zulässt, also kulanzweise. Er kann aber auch sagen, dass Du keine Minusstunden machen darfst. Dann kannst Du entweder das Kinderkrankengeld nehmen für den ganzen Tag (Stunden fallen dann weg).
          Oder über 616 BGB von der Arbeit freigestellt werden, wobei diese Regelung in so ziemlich jedem AV ausgeschlossen ist.
          Dann gibts noch Urlaub oder unbezahlten Urlaub.

          Aber einfach zum AG gehen und sagen:
          "Ich geh jetzt los und mach minusstunden" "Ich geh jetzt los und mach Überstunden" ist nicht möglich und man hat auch keinen Anspruch darauf.

          • (11) 14.01.19 - 12:40

            Beispiel: ich arbeite von 8.00 - 14.30 Uhr. Sollte gegen Mittag ein Anruf von der Schule (Ganztags) kommen ich müsste mein Kind abholen, so würde die restliche Zeit des Arbeitstages meinem Stundenkonto belastet werden.
            Selbst wenn ich mit meinem Sohn dann noch zum Arzt ginge würde ich die Kranktage erst ab dem nächsten Tag aufschreiben lassen (gibt ja nur 10 pro Elternteil) Einen davon für wenige Stunden zu verschwenden, möchte ich nicht.

            Da wir eine betriebsinterne Regelung zu unseren Stundenkonten haben, darf ich auch Minusstunden machen, bis zu einem gewissen Maß. Ebenso Plusstunden. Denn ob mal die ein oder andere Überstunde nötig ist, darf ich selbst entscheiden. Bei größeren Projekten muss es dann über den Betriebsrat gehen.

            • (12) 14.01.19 - 12:46

              Ja, wenn ihr das im Betrieb so abgeklärt habt, ist das ja auch ok. Aber die TE fragt (bzw ich hab sie so verstanden), ob sie grds. ein Recht darauf hat. Und das hat sie eben nicht.
              Wenn der Betrieb das so regelt ist das super. Aber das quasi "einfordern" kann man nicht.

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