Betriebsbedingte Kündigung

    • (1) 14.01.19 - 10:09

      Hallo,
      mal eine Frage zur betriebsbedingten Kündigung.
      Mein Freund ist seit 5 Jahren in Dauernachtschicht (5 Tage die Woche) bei einer Tankstelle beschäftigt.
      Heute morgen erhielt er eine betriebsbedingte Kündigung zum 15.2.

      Es liegen keine ersichtlichen Änderungen bzgl AG vor (keine Verkleinerung des Betriebes, kein Umsatzrückgang etc). Es wurde wohl seit längerem schon ein neuer AN speziell für Nachtschicht gesucht (also genau seine Stelle). Ob jemand eingestellt wurde, ist nicht bekannt.

      Ist diese Kündigung rechtlich in Ordnung?

      Es gab in letzter Zeit immer wieder Probleme mit der Chefin (nörgelig bei jeder Kleinigkeit). Wir hatten immer schon den Eindruck, dass sie meinen Freund los haben möchte, da er halt immer wieder seine Meinung offen gesagt hat, wenn etwas nicht ordnungsgemäß ablief.

      Mein Freund ist geschieden, unterhaltspflichtig für 2 Kinder. Neben ihm gibt es auch ledige AN, die ersatzweise auch mal in Nachtschicht gearbeitet haben (WE oder wenn mein Freund Urlaub hatte).

      Greift in so einem Fall nicht die Sozialauswahl? Oder ist das bei geschiedenen unrelavant, obwohl er Kinder hat?

      Kennt sich jemand aus?

      Danke schon mal
      Gruß
      Yanni

      • (2) 14.01.19 - 10:41

        Hallo Yanni,

        wenn dein Freund seit 5 Jahren dort beschäftigt ist, gelten für seinen Arbeitgeber die verlängerten Kündigungsfristen nach § 622 Abs. 2 S. 1 BGB:

        2 Monate zum Ende eines Kalendermonats, also erst zum 31.03.2019

        Der Kündigungsschutz greift leider erst ab 10 Mitarbeitern.

        VG

                • Ähm ja und? #kratz Hab ich irgendwo was gegenteiliges geschrieben?
                  Fakt ist, die Userin kann definitiv nicht wissen, dass es der 31.3. ist und nur darauf habe ich geantwortet.

                  • Fakt ist, es ist davon auszugehen, denn wenn etwas im Vertrag steht, was länger wäre wäre das wohl erwähnt worden und würde der AG auch berücksichtigen.

                    • Ich verstehe immer noch nicht, was Du eigentlich von mir willst. Ist Dir irgendwie langweilig?
                      Du verrennst Dich hier mal wieder in Deinen ewigen Argumentationsketten und willst nicht zugeben, dass Du mein Posting einfach falsch interpretiert hast und versuchst nun, für Dich passend zu rücken...
                      Aber bleiben wir doch bei den Fakten:
                      Keiner kennt den Vertragswortlaut - das, was Du hier betreibst, ist reine Spekulation.
                      Da sich der AG aber schon nicht an die gesetzliche Frist gehalten hat, liegt es auf der Hand, dass ein "ansonsten hätte der AG dies berücksichtigt", wohl eher eine etwas schwache Argumentation ist. ;-)

                      • (10) 14.01.19 - 14:24

                        Ich gehe davon aus, dass der AG 4 Wochen im Kopf hat zum Monatsende oder zur Mitte des Monats und nicht mehr.

                        Und dein Post ist einfach mistig geschrieben, wenn du nur hättest ergänzen wollen, dass es auch noch länger sein kann, dann schreib das doch und nicht irgendwelche undefinierbaren Antworten.

                        Ich denke eher, dass du nicht auf dem Schirm hast, dass kürzer nicht geht! Und nun versuchst du dich da rauszureden!

                        • (11) 14.01.19 - 15:11

                          Das widerspricht dem Posting der Person von 11.56 Uhr also lange vor deinem Hinweis. Da hat sie selbst geschrieben , dass längere (nicht auch etwa kürzere) fristen möglich sind

                        (16) 14.01.19 - 15:57

                        Ja nee, is klar... 😂
                        Jeder hier hat es verstanden, nur du nicht.

    (18) 14.01.19 - 11:10

    Wieviele Mitarbeiter gibt es denn insgesamt? Davon hängt ab, ob eine Sozialauswahl überhaupt stattfindet.

    Da der Kündigungstermin aber scheinbar falsch ist, würde ich zu einem Anwalt gehen und auch ganz wichtig, mich gleich heute arbeitssuchend bei der Agentur für Arbeit melden (damit es keine Sperre gibt, da ja eigentlich 3 Monate vorher gemeldet werden muss).
    Die Meldung ist online oder telefonisch möglich.

    (19) 14.01.19 - 11:56

    Zur Berechnung der Kündigungsfrist müsste man wissen, was dazu im Vertrag geregelt wurde. Dort könnte auch eine längere Frist als die gesetzliche geregelt sein. Die Kündigung zum 15.2. erscheint jedoch als nicht fristgerecht.
    Allein deshalb sollte er gegen die Kündigung vorgehen.
    Ob darüber hinaus der allgemeine Kündigungsschutz gilt (und damit bei betriebsbedingten Kündigungen eine Sozialauswahl zu treffen wäre), entscheidet sich danach, ob mehr als 10 AN beim AG beschäftigt sind.

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