Steuerklasse Elternzeit

    • (1) 14.01.19 - 23:46
      Inaktiv

      Mein Mann und ich sind gerade etwas überfordert mit der Auswahl der richtigen Steuerklasse für uns während der Elternzeit.

      Zu uns:
      - Er ist Angestellter mit ca. 2200 € netto.
      - Er würde den 1+13 Monat Elternzeit und in diesen Monaten Basis-Elterngeld nehmen
      - Ich bin Beamte und würde die Monate 1-12 Elternzeit nehmen und dazu das Basis-Elterngeld. (Da ich über dem Höchstsatz liegen, würde ich "nur" 1800€ bekommen.)
      - Wir haben letzte Woche erst geheiratet, unser Sohn wird vrs. Ende Januar geboren.

      Denken wir richtig, wenn wir uns für das Jahr für die Steuerklassen 3 (er) und 5 (ich) entscheiden?
      Wir bekommen ja eh das selbe Elterngeld wie mit der Steuerklasse 1 (da anhand der Vormonate berechnet), aber mein Mann hätte in den Monaten 2-12 Netto mehr.
      Ab dem 13 Monat würden wir dann beide zur Steuerklasse 4 Wechseln.

      Ich habe jedoch schon oft gelesen, dass die Kombination 3/5 oft zu Nachzahlungen führt. (Wohl durch den Progressionsvorbehalt...).
      Zudem verstehe ich noch nicht, ob eine gemeinsame oder eine getrennte Veranlagung sinnvoller wäre.

      Kennt sich hier jemand mit sowas aus?

      • (2) 15.01.19 - 00:00

        Bevor "böse" Nachrichten kommen....das "nur" 1800€ soll nicht abwertend sein! Ich weis, dass das mehr ist als viele andere bekommen und bin auch glücklich darüber. Wollte damit nur sagen, dass mein rechnerischer Anspruch von 65% eh über dem Höchstbetrag liegt und ich daher "nur" max. 1800€ ausgezahlt bekomme. Es würde sich also nicht lohnen, mir die Steuerklasse 3 zu geben. (Falls das doch noch irgendwie mit in die Berechnung fällt.)

        Bekommst du mit STK 5 immer noch den Höchstsatz?
        Dann wäre es ggf eine Überlegung.

        Lasst euch aber definitiv vom Steuerberater beraten. Im Grunde sind die Steuerklassen ja egal. Ihr habt am Ende des Jahres nicht mehr oder weniger. Entweder zahlt ihr zurück oder ihr bekommt was wieder.

        Mit 2200+1800+195(Kindergeld,)+ 125 (Kinderzuschlag Beamte), kommt ihr ja ein Jahr ganz gut über die Runden.
        Das Risiko einer Nachzahlung wäre mir zu groß.
        Bzw. Müsst ihr abwägen

        • (4) 15.01.19 - 10:02

          In der Steuerklasse 5 wäre ich unter den 1800€. Aber ich dachte, da sich mein Elterngeld aus dem Durchschnittsverdienst der letzten 12 Monate berechnet, würde sich da ja dann nichts an der Höhe ändern, wenn ich während dem Bezug die Steuerklasse wechsel. Nur mein Mann würde die Monate in denen er arbeitet mehr von seinem Netto haben.
          (Falls ich da jetzt keinen Denkfehler habe.)

          • Oh.. das habe ich nicht verstanden.

            Aber wie gesagt, im Grunde ist es aufs Jahr gesehen egal.
            Ihr müsst egal bei welcher Konstellation immer gleich viele steuern zahlen.
            Ich bekomme lieber was wieder statt was zurück zu zahlen ;-)

      Die Frage ist ja, habt ihr viel abzusetzen? Wenn ja ist 3/5 kein Problem, sonst kann es zu Nachzahlungen führen.

      • (7) 15.01.19 - 10:10

        Ich weiß egtl gar nicht, ob wir viel anzusetzen hätten...
        Ich hatte immer viel abzusetzen, aber das meiste würde dann ja wegfallen, da ich vieles während der Elternzeit nicht brauche/nutze/kaufen muss.
        Ich denke selbst mein Arbeitszimmer kann ich nicht mehr absetzen, da ich ja dann nicht im Dienst bin.
        Mein Mann hat leider noch nie eine Steuererklärung gemacht und hat daher keine Erfahrungswerte.
        Ich habe meine bisher immer selber gemacht, bin aber gerade überfordert, wie das jetzt alles für Ehepaare funktioniert.
        Für den Steuerberatet will mein Mann kein Geld ausgeben, weil er meint ich mach mir das alles zu kompliziert. Er würde einfach Steuerklasse 3/5 machen und gut ist. (Er kann aber auch nichts mit den Begriffen Ehegattensplitting, Progressionsvorbehalt etc. anfangen und zieht daher viele Überlegungen nicht mit ein.) 😕
        Oder ich mach mir das vlt wirklich zu kompliziert...bin durch die Schwangerschaft im Moment eh etwas Matsch im Kopf. 😬

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