Kindesunterhalt

    • (1) 15.01.19 - 15:24

      Hallo an alle #winke,

      ich habe eine Frage und hoffe, es kann mir vllt jemand behilflich sein. Ich bin geschieden und habe eine 12jährige Tochter, für die der Vater nach der Düsseldorfer Tabelle Unterhalt zahlt. Jetzt hat er im Oktober geheiratet und bekommt somit Familienzuschlag und hat natürlich die Steuerklasse geändert ... Was ja bedeutet, dass er def mehr Gehalt bekommt. Allerdings behauptet er nun, dass er nicht mehr Unterhalt zahlen muss, da es schliesslich der Familienzuschlag (und die Steuerklassenänderung) für seine Frau ist und nicht für sein Kind. Ich hingegen sage, dass ist total Schwachsinn, es zählt was er an Einkommen hat. Wie das zustande kommt ist -meiner Meinung nach- doch total egal? Ob durch Nebenjob, Heirat oder was auch immer .......
      Vllt kann mir ja jemand von euch helfen und mir sagen, wer denn nun "richtig" liegt? #kratz
      Danke schonmal

        • Ich war ja auch mal mit ihm verheiratet und weis in etwa wieviel er dadurch mehr hatte ;)

          • Das setzt aber voraus, dass er die gleiche Steuerklasse hat wie damals.

            Hätte dein Ex mich geheiratet, würde er niemals Steuerklasse 3 bekommen, weil ich mich strikt weigern würde, Steuerklasse 5 zu nehmen.

            Und von Steuerklasse 1 zu 4 ist der Unterschied quasi nichts.

            Außerdem kommt wie ich oben schrieb hinzu:
            - selbst wenn er durch ein höheres Netto in eine höhere Stufe käme
            - hätte er nun zwei Unterhaltsberechtigte. Üblicherweise stuft man bei nur einem Berechtigten (1 Kind vor der Eheschließung) eine Stufe höher ein. Durch die Eheschließung darf er das rückgängig machen.

            Nun stell dir mal vor, er hat zwar netto 200 Euro mehr, bliebe aber in der gleichen Stufe, zB statt 2700 nun 2900, beides Stufe 4, macht aber sein Recht geltend, die Höherstufung auf Stufe 5 rückgängig zu machen. Dann bekommst du nachher sogar eine Stufe niedriger als jetzt.

            Daher: nachhaken muss nicht unbedingt vorteilhaft sein. Denn wenn es eine Neuberechnung gibt, dann auch mit allen Konsequenzen.

            LG

    Das netto ist am Ende des Jahres immer gleich. Egal wer welche STK hat.
    Entweder zahlt das paar steuern nach oder bekommt was wieder.

    Achtung fiktives Beispiel mit ausgedachten, einfachen zahlen

    Bsp
    Er STK 4:. 3000 brutto = 1800 netto
    Sie STK 4 3000 brutto = 1800 netto
    Gesamt. = 3600 netto
    Fiktiv zu viele steuern : 100 euro

    Er STK 3. 3000 brutto =. 2200 netto
    Sie STK 5. 3000 brutto. 1700 netto
    Gesamt. = 3800 netto
    Fiktiv zu wenig steuern: 100 euro

    Im Mittel muss so viel versteuert werden, dass 3700 Eur netto bleiben.

    Man bekommt nicht mehr geld durch STK Wechsel.
    Das brutto ist immer gleich und daran wird gemessen

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