Extremer Stress an der Arbeit

    • (1) 15.01.19 - 18:34

      Ich bin in der 8Ssw schwanger und habe einen sehr anstrengenden Job in einer Leitungsposition. Der Alltag ist generell sehr schwierig bei uns und normal mag ich den Stress und die Herausforderung des Arbeitsalltags. Jetzt ist es aber so, dass sehr viele Leute bei uns ausgefallen sind und die Arbeit einfach nicht mehr richtig zu schaffen ist bzw nur unter Hochdruck und Stress sowie gelegentlichen Überstunden. Arbeitgeber weiss von der Ss, nimmt aber keine Rücksicht. Ich hatte letztes Jahr zwei Fgs und will einfach nichts riskieren. Bis auf Rückenschmerzen und gelegentliche Übelkeit sowie dem Gefühl bei dem Stress dort nicht ausreichend auf mich achten zu können, was Pausen etc angeht, geht es mir eigentlich gut. Soll ich aus Vorsicht lieber eine Krankmeldung holen bevor es nochmal zu Fg kommt oder erst Mal weiter arbeiten, weil es im Moment keinen konkreten Anlass gibt, dass etwas schief gehen könnte. Stresslevel an der Arbeit wird sich nicht verändern lassen.

      • Ich würde die Situation beim FA schildern und mir zur Vorsicht eine Krankmeldung geben lassen.
        Sollte stressbedingt was schief laufen mit der Schwangerschaft dankt es dir keiner. Alles Gute 🍀

        Naja, am Stresslevel etwas zu ändern liegt ja an dir selbst. Nimm dir die Pausen, die du brauchst, fahr nen Gang zurück!

        Das kann man lernen. Auch ihn einer leitenden Position.

        Huhu, mach einfach einen Termin beim Arzt. Er kann es sicherlich noch mehr einschätzen, ob du dich die nächsten Wochen lieber etwas schonen solltest oder ob es unbedenklich für den krümel ist ;)
        Lg und alles gute

      • Hallo,

        dann wende dich an die zuständige Aufsichtbehörde (z.B: Gewerbeaufsichtsamt) und schildere, dass dein Chef sich nicht an das Mutterschutzgesetz hält. Die Aufsichtsbehörde hat Mittel und Sanktionen um deinen Chef zur Einghaltung des Mutterschutzgesetzes zuzwingen. Und du bist erwachsen, also halte sich an die Vorgaben des Mutterschutz, mache keine Überstunden und lege die dir zustehenden Pausen ein.

        Ich persönlich stehe auf den Standpunkt eine Ss ist keine Krankheit und ohne konkreten Grund holt man sich keine AU. Eine intake Ss wird gegen Stress nicht einfach abgehen. Wenn dein FA ein Risiko für deine Ss sehen würde, würdest du es wissen und dein FA würde reagieren. Aber wie gesagt, dass ich meine ganz persönliche Meinung.

        LG Morgain mit Krümel (20+1) im Bauch

        • Gegen die Richtlinien verstösst sie nicht, da sie die Überstunden nicht anordnet und ich, da habt ihr wohl recht, selbst dafür verantwortlich bin, dass ich länger bleibe. Aber ich bekomme immer mehr Aufgaben, die ich erledigen muss, was zeitlich aber nicht geht. Ich arbeite im sozialen Bereich mit Menschen und leider lässt sich da das Stresslevel nur bedingt runterfahren, da man die Menschen nicht einfach auf dem Schreibtisch für den nächsten Tag liegen lassen kann. Weiss auch nicht, was ich mir für einen Rat hier erhofft habe. Werde wohl alles am Mo mit der Ärztin besprechen, da ich einfach auch nicht abschätzen kann, wie gefährlich der Stress für sie ss ist. Bin nach den beiden Abgängen auch sehr verunsichert. Gehöre leider zu den Menschen, die eben eher zu lange Arbeiten gehen und sich auch noch mit Fieber zu Arbeit schleppen. Will aber auch nicht aus Unvernunft das dritte Kind verlieren.

          • Hallo,

            doch du kannst nach deinen 8 Stunden den Stift fallen lassen und nach Hause gehen. Das ist dein Recht und jetzt besonders. Die Arbeit kann warten oder ein Kollege muss sie übernehmen. Du machst freiwillig Überstunden und dann jammerst du, machst dir Sorgen und willst dir ggf. eine AU erbitten. Du bist erwachsen und schwange und für dich selbst verantwortlich. Lass dich nicht von deinem Chef unter Druck setzten, sondern handele und mache deinem Chef eine klare Ansage und gut ist.

            LG Morgain mit Krümel (20+1) im Bauch

            • Gibt halt leider auch Jobs, wo das mit der Ansage machen nicht so leicht ist ohne berufliche Konsquenzen oder mal eben die Arbeit abgegeben und einfach gehen. Ist aber auch egal, hatte hier nicht geschrieben um mich anbieten zu lassen, sondern weil ich mir eine Rat erhofft hatte.

              • Hallo,

                du willst nur Ratschläge die dir passen. Mein beiden Ratschläge waren klar fomuliert:

                1. Wende ich an die Aufsichtbehörde (dann kam du machst alles freiwillig)

                2. Sei erwachsen und stehe für dich selbst ein auf deine Rechte bestehst (das kann man nicht, da es eventuell berufliche Konsequenzen nach sich zieht)

                Für mich hört sich das stark danach an, dass du den einfachste Weg gehen willst, damit du dich mit deinem beruflichen Problem nicht auseinander setzen musst.

                LG Morgain mit Krümel (20+1) im Bauch

                • Ich finde es unmöglich, dass du sie so angehst! Ich arbeite selbst im sozialen Bereich und kann sie total verstehen...da kann man nicht einfach so nach der regulären Zeit Feierabend machen, wenn noch eine akute Krisensituation anliegt. Man arbeitet mit Menschen, es existieren Vertrauensverhältnisses...das kann man auch nicht einfach so an Kollegen abgeben. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn sie sich von der Frauenärztin erstmal mit einer AUB aus dem Verkehr ziehen lässt. Das habe ich in den ersten Wochen meiner SS auch gemacht. Mittlerweile habe ich sogar ein individuelles Beschäftigungsverbot und arbeite nur noch 4 Stunden täglich, weil ich sonst zu gestresst bin. Meine Frauenärztin sagt, wenn es mir immer noch zu viel ist, nimmt sie mich komplett raus. Eine SS ist zwar keine Krankheit, aber ich finde, dass eine Frau in dieser Zeit möglichst wenig Stress haben und sich schonen sollte!

                  • Hallo,

                    ich finde es nicht ok , wenn man sich ohne medizinische Indikation mit einer AU aus dem Verkehr ziehen lässt.

                    Sie fühlt sich gestresst, will aber nicht daran ändern. Wenn man nicht bereit ist für sich selbst einzustehe, dann darf man sich auch nicht beschweren. Sie ist nicht krank sondern schwanger und sie hat das Recht auf ihrer Seite, sie muss nur den Mut haben ihr Recht zu fordern oder sich bei der Aufsichtbehörde Hilfe zu holen. Solange sie diese beiden Möglichkeiten nicht ausgeschöpft hat, weiß sie nicht ob es sie entlasten würde und damit eine AU überflüssig wäre.

                    Ich habe für jede Schwangere Verständnis, die sich auf Grund von Komplikationen krankschreiben lässt bzw. krank geschrieben wird. (War nach selbst schon 3 Wochen krankgeschrieben als ich einen meiner Zwillinge verloren habe und Bettruhe halten musste um den zweiten zu schützen.) Aber sich krankschreiben zu lassen, weil man gestresst fühlt in Job bzw. nicht für sich selbst einstehen kann, dafür habe ich kein Verständnis. Ich weiß, dass ich mit einer solchen Meinung relativ alleine darstehe.

                    LG Morgain mit Krümel (20+1) in Bauch

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                      • ****vom urbia-Team entfernt**** Sondern ich habe einen Standpunkt und moralische Werte.

                        *ironie on
                        Aber es ist immer wieder schön zu lesen, dass wenn man auf Selbstverantwortung, Gesetzte und Regelungen hinweist als verklemmt und spießig abgestempelt wird. #schock *Ironie off

                        Wüschr dir einen schönen Abend.

                        LG Morgain mit Krümel (20+1) im Bauch

                        • Du schreibst gefühlte 100x zu ihr, sie soll sich erwachsen benehmen.
                          Damit verweist du nicht auf Gesetze etc., sondern übst persönliche Kritik an ihrer Person!
                          Also erstmal Ball flachhalten, bevor man dann von eigener Moral erzählt...

                          UND leitende Position bedeutet auch, meinen Mitarbeitern den Rücken freizuhalten und sich selbst zurückzustellen! Personalmanagement hin oder her... ICH bin verantwortlich, leitende Verträge schließen oft schon FREIWILLIGE Überstunden mit ein, dafür wird man befördert und dafür bekommt man das Geld.
                          Also wo setzt man die Grenze? Beim überarbeiteten Personal? Beim Patienten (Kunden)? Wann bei sich selbst?

                          Es ist selten so einfach, wie das Gesetz, Regelungen, ... es definieren!
                          Aber Hauptsache die persönliche Moral ist da, ob man Menschen in Stich lässt oder nicht, man hält sich ja an die Regeln 😂😂😂😂😂

                        Jepp. Paragraph 1 Mutterschutzgesetz besagt ja auch dass Regeln und Gesetze abseits des Mutterschutzgesetzes für Schwangere nicht gelten (Wer Ironie findet darf sie gerne behalten).

                    Die Menschheit geht auch nicht zugrunde, wenn Dir morgen jemand das Auto klaut oder Konto abräumt und trotzdem wäre das Geschrei groß, oder?

                  (22) 16.01.19 - 20:57

                  Sowas sagt immer derselbe Typ Frau.
                  Wegen Frauen wie Dir, müssen Frauen wie ich, die Karriere machen wollen (und ich hab auch 2 Kinder) , doppelt und dreifach so hart arbeiten wie Männer. Da man immer unter Generalverdacht steht, so zu denken wie Du und so ehrgeizlos und arbeitsfaul zu sein.

                  Joa bei vielen Beiträgen hier wundert man sich nicht warum man als Frau es schwer hat und einen keiner einstellen mag. Und dann hinterher jammern, dass man unterbezahlt sei.

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