Bei Elterngeld dazu verdienen?

    • (1) 16.01.19 - 16:06

      Hallo

      Darf man bei dem normalen Elterngeld für 1 Jahr einen kleinen Nebenjob (so 1x die Woche 5 Std ca 180€) mache?
      Oder wird das angerechnet und abgezogen?

      LG Janine

      • Was verstehst du denn unter "normalem Elterngeld"? Den Mindestsatz von 300 € oder Basiselterngeld?

        Pauschal gilt auf jeden Fall, dass nichts abgezogen wird in dem Sinne, dass der Zuverdienst 1:1 vom Elterngeld abgezogen wird. Man hat also immer mehr Geld zur Verfügung wenn man nebenbei arbeiten geht, auch wenn sich das Elterngeld ggf. reduziert.

        Angerechnet hingegen wird eigentlich jeder Zuverdienst, nur der Elterngeldmindestsatz von 300 € wird nie unterschritten. Davon wird nichts mehr abgezogen, auch wenn man etwas dazu verdient.

            • (5) 16.01.19 - 18:35

              Das stimmt ich. Ich arbeite während der Elternzeit 15 Stunden die Woche und mir werden nicht 100 Prozent abgezogen. Ich habe fast 200 Euro mehr im Monat als wenn ich zu Hause bleibe.

              An die TE, am besten fragst du direkt die Elterngeldstelle, sie kann dir genau sagen wie viel du dazu verdienen kannst ohne dass du viele Abzüge hast. Ich weiß nämlich nicht, ob es an der Höhe des Elterngeldes bemessen wird.

                • Das Prinzip ist einfach:
                  Du bekommst ca. 65% - 67% deines bisherigen Nettogehaltes als Elterngeld. Elterngeld gibt es nur auf das durch Elternzeit entgangene Gehalt.

                  Beispiel:
                  1) Du verdienst 1000 € netto, gehst nicht während der Elternzeit arbeiten, bekommst also 670 € Elterngeld.

                  2) Du verdienst 1000 € netto, gehst in der Elternzeit parallel zum Elterngeldbezug arbeiten und verdienst dadurch 300 € im Monat. Dann ist das entgangene Gehalt ja nur noch 700 €, davon 67% sind also ca. 470 € Elterngeld.
                  Insgesamt hast du also 300 € netto aus dem Job und 470 € Elterngeld = 770 € monatlich zur Verfügung und damit in diesem Beispiel 100 € mehr als ohne Zuverdienst. Letztlich ist es aber natürlich so, dass du dann arbeiten gehst aber keine 300 €, sondern eben nur 100 € mehr hast. Ob und ab wann sich das für dich lohnt kannst alleine du entscheiden.

                  Diese Beispielrechnung gilt für Basiselterngeld. Mit ElterngeldPlus kann man deutlich geringere Abzüge erzielen.

                  Du kannst alles genau ausrechnen, hier z.B. kann man auch einen Zuverdienst eingeben:
                  http://www.elterngeldrechner.de/

                  • Sorry falsch ausgedrückt ich bekomme seit 5 Monaten Basis eg 1000€ 😉

                    • Ja, dann sind 1000 € ja ca. 67% deines alten Nettos, also hattest du ca. 1500 € netto vorher. Dann kannst du ja mein Beispiel mit 1500 € durchrechnen:

                      Mal angenommen du verdienst also 500 € dazu, hast du nur noch 1000 € netto entgangenes Gehalt und bekommst dann also nur noch 1000 x 67% = 670 € statt 1000 € Elterngeld, hast aber ja 500 € Verdienst, also 1170 € zur Verfügung statt 1000 € Elterngeld wie jetzt.
                      Und jetzt musst du dir überlegen, wie viele Stunden du für diese 500€ arbeiten musst und ob es dir dann die 170 € wert ist, die davon "übrig bleiben".

                      So wäre es bei Basiselterngeld.
                      Du kannst dir jetzt natürlich auch deine restlichen Elterngeldmonate in ElterngeldPlus splitten, dann sieht es anders aus. Da kenne ich mich aber nicht aus, das musst du dann mal mit so einem Elterngeldrechner durchgehen. Das muss aber nicht vorteilhafter sein, vor allem dann nicht, wenn du z.B. nach 12 Monaten schon wieder sehr viel arbeiten willst (30 Stunden oder sogar Vollzeit, weil nur 1 Jahr Elternzeit o.ä.)

                      • (10) 17.01.19 - 07:19

                        Dürfte ich denn zum Elterngeld plus auch zwei kleine mini Jobs machen unter jeweils 450?
                        Bzw der eine 450 und der andere weniger?
                        Und der auf 450 für 1 Jahr begrenzt?
                        Nach der Elternzeit bin ich erst mal arbeitslos und könnte 165€ daz6 verdienen alles was drüber ist wird beim alg1 abgezogen daher würde der Job auf 450 begrenzt bis ich alg1 bekomme und den zweiten kleinen Job würde ich weiter machen.
                        Kann den kleinen nur bei Papa lassen daher kann ich nur arbeiten wenn Papa zu Hause ist.
                        Da ich aber auch was von der Familien Zeit haben möchte würde ich dann ganz früh morgens am we arbeiten wenn alle noch schlafen das dann 2x die Woche.
                        Gehe erst richtig arbeiten wenn der kleine 2,5 Jahre alt ist.

                        • Wie gesagt, mit EGPlus kenne ich mich nicht aus. Aus wie vielen Jobs du das abels verdienst ist egal, es kommt nur auf die Summe an. Gib es doch mal in einem Rechner ein.

                          Alg1 auf Kosten der Gemeinschaft zu beziehen, obwohl man arbeiten könnte aber es halt nicht will oder anders schöner findet, würde für mich persönlich jetzt nicht in Frage kommen. Aber das muss ja jeder selber wissen...

              (12) 16.01.19 - 19:47

              Doofe Frage, du gehst für 200 Euro 60 Stunden arbeiten? Da wird dann aber wirklich extrem viel abgezogen. Lohnt sich dann nicht Elterngeld plus eher?

              • (13) 16.01.19 - 19:53

                Ich habe das Elterngeld plus deswegen genommen. Aber im Vergleich zu einem Jahr zu Hause oder zwei Jahre nur 15 statt 30 Stunden arbeiten hat sich für mich gelohnt jetzt. Denn zusammen gerechnet fehlen mir so nur 150 Euro und ich arbeite im Home Office, kann mein Kind also selbst betreuen 😁
                Sicher muss man immer für sich selbst schauen, ob es sich lohnt oder doch lieber einfach zu Hause zu bleiben 😅

                • (14) 16.01.19 - 19:55

                  Also mir fehlen jetzt durch Gehalt für 15 Stunden und Elterngeld plus nur 150 Euro zum 30 Stunden Gehalt. Ich muss mich also nicht einschränken und arbeite aber nur 3 Stunden täglich 😜

                  • (15) 17.01.19 - 20:15

                    Aber der Stundenlohn liegt trotzdem irgendwo bei 3,33 Euro. Verglichen mit Basiselterngeld und Freizeit. Oder verstehe ich das falsch?

                    • (16) 17.01.19 - 21:34

                      Nein eigentlich nicht, ich arbeite statt der normalen 120 Stunden nur 60 Stunden im Monat und mir fehlen 150 Euro. Dafür arbeite ich von zu Hause die nächsten 3 Jahre (habe 3 Jahre Elternzeit genommen) und arbeite halt solange ich Elterngeld plus beziehe eben nur diese 60 Stunden, also bis Juli 2020. Dann ist die kleine 22 Monate alt.

                (17) 16.01.19 - 20:03

                Du meinst, du hast so 200 Euro mehr als Basiselterngeld? Klar, das macht Sinn.

                Es hörte sich so an als würdest du Basiselterngeld bekommen und die 15 Stunden arbeiten.

                Ich mache das nach 6 Monaten übrigens genauso. Hab dann 12 Monate Elterngeld plus und 600 Euro mehr als mein Basiselterngeld.

                • (18) 16.01.19 - 20:15

                  Ja genau, ich habe vorher nur in Teilzeit gearbeitet, deshalb ist der Unterschied nicht so groß, aber so ist es für mich schöner weil ich eben länger weniger arbeite 😉

        (21) 16.01.19 - 19:55

        Falsch! Es wird angerechnet, auf keinen Fall zu 100% abgezogen!

(22) 16.01.19 - 19:48

Gib es doch mal in den Elterngeld Rechner ein. Dann weißt du, was dir abgezogen wird

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