Kündigung nach Elternzeit

    • (1) 18.01.19 - 08:36

      Hallo Leute ich hab momentan ein Problem in meiner Arbeit. Hab gestern mit meiner Chefin geredet wann ich wieder arbeiten will bin noch in mutterschutz, dann meinte sie ich soll mir was anderes suchen weil wir zu wenig Arbeit haben. Ich habe in der ssw Beschäftigungsverbot bekommen und in der Zeit hat sie einen neuen Mitarbeiter eingestellt. Darf sie mich jetzt kündigen? Wir hätten ja genug Arbeit wenn sie nicht jemand eingestellt hätte 🤔😕

      Das gleiche ist mir auch passiert. Es war ein riesiges Unternehmen, 600 Mitarbeiter, sooooooo Familienfreundlich, ja klar. Mir wurde nahegelegt einen Aufhebungsvertrag zu machen. Ich hätte natürlich ablehnen können, sie hätten mich gekündigt, ich hätte klagen können. Doch die Frage ist, möchte ich den ganzen Ärger? Was ist wenn das Unternehmen "Gezwungen" wird dich zu behalten. Was ist dann mit dem Arbeitsklima, möchtest du dann noch dort arbeiten? Eher nicht. Ich habe dem Aufhebungsvertrag angenommen, habe eine gute Abfindung rausgeschlagen und habe dann gewechselt. Ich wäre eh zu enttäuscht gewesen und hätte dort nicht mehr arbeiten wollen.

      • Ich spekuliere auch auf eine Abfindung nach meiner Elternzeit.
        Bei uns wechselt im Sommer der Träger und der neue möchte eh Personal absägen. Wird uns nicht alle übernehmen.
        Der aktuelle Arbeitgeber kann uns aber nicht anderweitig unterbringen, weil er keine passenden Stellen für uns hat.
        Das heißt, er muss und will uns loswerden, kann er aber nicht so einfach.

    Hallo,
    Mir hat eine Kollegin in der Elternzeit (2016) gesteckt, dass mich mein Chef nach der Elternzeit möglicherweise vorhat zu kündigen. Ich hab mit so was schon gerechnet, da sich mein Chef bei jedem Versuch der Kontaktaufnahme verleugnen ließ. Hab dann beschlossen, mich auf solche Spielchen nicht einzulassen und hab mir während der Elternzeit eine neue Beschäftigung gesucht. Und was soll ich sagen? Ich war erfolgreich und das war das Beste, was mir hätte passieren können (aus beruflicher Sicht).
    Alles Gute!

    Wie lange bist du in Elternzeit? Bis wann noch? Bist du jetzt schon in Elternzeit? Wann willst du wiederkommen? MIt wievielen Stunden?
    Wieviele Mitarbeiter seid ihr?

    Davon hängt es ab, ob das so einfach geht!

    • Ich bin bis dezember in Elternzeit. Wir sind 12 Mitarbeiter leider ein kleiner Betrieb.
      Eigentlich hab ich auch keine Lust mehr dort zu arbeiten. Aber man kann sich ja nicht alles gefallen lassen. Meine Chefin meinte auch das mein Kind ja noch so klein ist und das es dann schwierig ist. Ja aber bei einer andren Arbeit wird es auch nicht einfacher, hab ich dann gesagt

      Mir geht es einfach darum das sie meine Stelle besetzt hat obwohl ich in mutterschutz war und noch einen Arbeitsvertrag habe

      • DAs ist ihr gutes Recht dies zu tun, muss sie ja auch, denn du bist nicht da!

        Du hast also noch 11 Monate Elternzeit, dann ist doch auch noch genügend Zeit, dass Arbeit anfällt,

        Aber wenn du eben in Elternzeit gehst, hast du hinterher keinen Kündigungsschutz, da kann sie am ersten tag danach kündigen, nur bis 4 Monate nach der Geburt nicht.
        Für alles andere seid ihr zu wenig!

        Was steht denn in deinem Arbeitsvetrag? Kündigen kann man dir erst, wenn du wieder im Betrieb bist. Und dann läuft deine Kündigungsfrist. Die müsste im Vertrag stehen. D.h. du hast, weil du schon weißt, dass man dir vermutlich küdigen wird und du gar nicht mehr dort arbeiten willst, 11 Monate plus Kündigungsfrist für die Suche nach einem neuen Job.

        Also mit 12 Mitarbeitern ist es eben KEIN kleiner Betrieb mehr und ihr fallt nicht unter die Kleinbetriebregelung. Damit ist eine Kündigung zwar nach wie vor möglich, muss aber dem Kündigungsschutzgesetz entsprechen.
        Du solltest dir überlegen, was konkret du willst. An deiner Stelle würde ich mich auch schon bei anderen AG umschauen. Klar ist doch, dass du entweder sofort gekündigt wirst oder dein AG zwar dich weiterbeschäftigen MUSS, aber das wird er dich spüren lassen. Gerade mit Kind ... das wird nicht leicht.
        Setze dich mit einem Anwalt in Verbindung. Dieser soll dir deine Optionen aufzeigen. Dann weißt du auch, wieviel du eventuell als Abfindung herausschlagen kannst.

        • Hallo.
          Das ist nicht ganz korrekt. Ich dachte auch immer "Jo über 10 MA, also gilt Kündigungsschutzklage". Falsch gedacht! Wir haben zb keine 10 VOLLEN Mitarbeiter. Die TE muss erstmal überlegen, ob ihr AG mindestens 10 VOLLE Mitarbeiter beschäftigt. Dazu werden zb alle Teilzeitkräfte mit 25% angerechnet. Diese Infos sind übrigens von einer Anwältin. Die sollte wissen wovon sie spricht. Wenn von 12 MA zb nur 7 Vollzeit kommen, wirds eng.

          Liebe TE: nutzt deine knapp 12 Monate und such dir was Neues! Deine Chefin durfte schon ab deinem BV Ersatz einstellen. Das ist ihr Recht! Selbstverständlich hast du Anspruch auf einen Arbeitsplatz bei Rückkehr. Aber wo der im Betrieb ist, entscheidet die Chefin. Innerhalb "versetzen" ist zulässig. Und auch kündigen darf sie dich nach der Elternzeit. Willst du in so einer vergifteten Atmosphäre noch arbeiten? Du weißt ja jetzt schon, dass die dich nicht mehr will. Das Gefühl kenne ich :). Kopf hoch. Du findest was Besseres!!!

          • Ich kenne das Kündigungsschutzgesetz ;). Dazu brauche ich keinen Anwalt.

            Es ist aber ein Unterschied, ob man ggf. mit einer ordentlichen Abfindung gehen kann und noch ein kleines Puffer hat oder ob man leer geht. Ergo - der Gang zum Anwalt ist nötig.

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