Schwangerschaftskosten von Steuer absetzen

    • (1) 28.01.19 - 08:51

      Hallo,

      leider habe ich erst jetzt, in meiner 2. Schwangerschaft, mitbekommen, daß man einige der dadurch entstehenden Kosten von der Steuer absetzen kann.

      Ich habe in den ersten Monaten recht viel Geld für Medikamente ausgegeben. Kann ich mir für die Notwendigkeit rückwirkend eine Art Attest vom Arzt ausstellen lassen?

      Und in Bezug auf Fahrtkosten zum Arzt, in welchem Umfang darf man die anrechnen (wieviel Cent pro km)?

      Eigentlich benötigt man ja keine Nachweise/Bescheinigungen mehr (bzw. muss diese eventuell nur dem Finanzamt nachreichen).
      Wie könnte man in diesem Fall die Autofahrten belegen?

      Dankeschön im Voraus!

      Integral

      • Nun, bei den Autofahrten könntest du auf Nachfrage dein Mutterschaftsheft zeigen, alternativ führst du Fahrtenbuch oder du lässt dir sowieso jeden Arztbesuch bescheinigen.
        Meine Erfahrung mit dem Finanzamt ist die, dass zwar eigentlich keine Nachweise gefördert werden, bzw. erst auf Nachfrage, aber diese Dinge sind zu belegen - entweder es steht da, dass es sofort mitzuschicken ist, oder man bekommt die Aufforderung.

        Vorsicht! Das Ganze fällt ohnehin nur unter die Außergewöhnliche Belastung, d.h. du musst erst einmal die Grenze deiner zumutbare Belastung erreichen, bevor es überhaupt einen Effekt hat.
        Grundsätzlich darf man aber jeden Arztbesuch/Krankenhausbesuch/Therapie, die Zuzahlung für alle verordneten Medikamente von der Steuer absetzen - abzüglich von Zahlungen von Dritten natürlich.

        Das gilt nicht nur während der Schwangerschaft, sondern allgemein für Arztbesuche und Medikamentenkosten, allerdings musst Du die zumutbare Belastung erstmal überschreiten.

        Gruß
        W

      Danke für eure Antworten!
      Mir ist bewusst, daß man Kosten im Krankheitsfall absetzen kann, jedoch habe ich Schwangerschaft einfach nicht dazu gezählt.
      Ob die bisher entstandenen Kosten die zumutbaren Belastungen überschreiten, weiß ich nicht. Keine Ahnung, wie man das berechnet. Ich musste z.B. ca. 6 Monate lang Vomex mehrmals täglich nehmen, das geht dann schon ins Geld. Auch bin ich wegen verschiedener Beschwerden häufiger beim Arzt als alle 4 Wochen bzw. auch im KH.
      Ich werde es einfach versuchen. Mehr als abgelehnt werden kann es ja nicht.

      LG

      • (13) 28.01.19 - 16:42

        Die Berechnung findet man überall im Netz. Bei Verheirateten mit Kind wird zum Beispiel bei einem Jahreseinkommen über 51.000 Euro 4% als zumutbar gesehen.

        Also man müsste quasi im Schnitt ca. 2000 Euro überschreiten, denke nicht, dass du das tust.

        • "Die Berechnung findet man überall im Netz. Bei Verheirateten mit Kind wird zum Beispiel bei einem Jahreseinkommen über 51.000 Euro 4% als zumutbar gesehen"
          Genau das stimmt eben nicht mehr, denn bis zu den Grenzen darunter sind nur die Prozente zumutbar, sprich Bis ca. 15.400 sind nur 2% zumutbar, d.h. erst für das Einkommen darüber sind es dann 3% bis 51.000, also muss in Schritten gerechnet werden und somit wären das eben nur noch 1400 Euro bis 51.000, die zumutbar sind. Das sind immerhin 600 Euro Unterschied und das ist schon eine Menge!

          • (15) 29.01.19 - 08:37

            Also sorry, das kann doch die TE dann selber suchen die Tabelle. Nur, weil ich nur ein Beispiel genannt habe kannst du doch nicht behaupten ich liege falsch, nur damit du wieder recht und das letzte Wort haben kannst.

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