Lange Kündigungsfrist = Jobwechsel nahezu unmöglich?

    • (1) 28.01.19 - 11:01
      Jobfrust

      Hi,

      bin gerade etwas frustriert und muss mich mal auskotzen...
      Ich bin auf der Suche nach einem neuen Job, der näher an meinem Wohnort ist. Über 50 km Fahrt einfach ist mir inzwischen mit Kindergartenkind definitiv zu weit - da gehen pro Tag so viele Stunden bei drauf.
      Habe mich also umgesehen und Bewerbungen geschrieben. Inzwischen drei Absagen bekommen. Bei zweien wurde mir klipp und klar gesagt, sie hätten mich sehr gerne eingestellt, könnten aber nicht so lange warten.
      Durch lange Betriebszugehörigkeit habe ich eine Kündigungsfrist von 6 Monaten.
      Ist das also ein bzw. DAS Ausschlusskriterium? Kann doch nicht sein!
      Könnt ihr mir Mut machen - soll ich es dennoch weiter versuchen? Gibt es andere Möglichkeiten, die ich gerade nicht sehe? Irgendwelche Tipps / Tricks?
      LG von einer sehr deprimierten N.

      • Hallo!

        Hast Du das wirklich nachgelesen oder glaubst Du das nur?

        Die lange Kündigungsfrist nach langer Betriebszugehörigkeit gilt oft nur auf Seiten des ARBEITGEBERS während der Arbeitnehmer trotzdem in vielen Fällen nur 4 Wochen zum Monatsende an Kündigungsfrist einhalten muss.

        Les dazu in deinem Arbeitsvertrag nach, gesetzlich wären 4 Wochen.

            • (5) 28.01.19 - 11:21

              Mein Mann hat auch immer recht lange Kündigungsfristen. Bisher hat ihn noch nie ein Arbeitgeber gezwungen, die auch einzuhalten. Wenn Dein AG da nicht gesprächsbereit ist, bleibt Dir wohl aber tatsächlich nur die Kündigung ohne konkretes Jobangebot und dann die Hoffnung, zeitnah zum Kündigungstermin was neues zu haben.

              • (6) 28.01.19 - 11:26

                Das finde ich mutig und käme für mich nicht in Frage.
                Durch Familie, Haus usw. habe ich schließlich Verpflichtungen.
                Und Jobs in meinem Bereich gibt es auch nicht an jeder Ecke, die sind schon etwas schwieriger zu finden.

      (7) 28.01.19 - 11:13

      nur weil man so eine lange Kündigungsfrist hat muss man ja nicht zwangsweise so lange bleiben. ich hatte auch mal 6 Monate. ich habe das dann mit meinem Chef besprochen als ich ein Jobangebot hatte und er hat die Kündigung dann zum entsprechendem Datum angenommen.
      wieso schreibst du denn schon in die Bewerbung die Kündigungsfrist rein?
      Wenn die Frage im Gespräch kommt fragt man einfach zu wann man anfangen sollte und das man das dann schon klären würde. die Frist würde ich nicht erwähnen.

      • (8) 28.01.19 - 11:23

        Stimmt, ich könnte es raus nehmen. Und dann?
        Im Gespräch zu sagen, man kläre das dann schon finde ich sehr gewagt! Und wenn der derzeitige AG einen nicht früher gehen lässt? Er muss ja nicht.
        Es ist ein großer Konzern und von den Kollegen, die lange dabei sind und entsprechend dieselbe Kündigungsfrist haben wie ich, sind im letzten Jahr einige gegangen - mit 6 Monaten Kündigungsfrist bzw. in einem anderen Fall über "Ringtausch" (in einem anderen Bereich der Firma wurde abgebaut). Diese Möglichkeit gibt es aber derzeit nicht.

        • >>>Und wenn der derzeitige AG einen nicht früher gehen lässt? Er muss ja nicht.<<<

          Ich habe im Freundeskreis die Erfahrung gemacht, dass die AG einen gehen lassen, da sie wenig Wert darauf legen, einen Mitarbeiter zwangsweise noch sechs Monate zu beschäftigen, wenn dieser schon innerlich gekündigt hat.

    (11) 28.01.19 - 11:37

    Ich hatte auch so eine lange Kündigungsfrist.
    Ich habe einfach um einen Aufhebungsvertrag gebeten. Dazu sollte man sich allerdings natürlich schon sehr sicher sein, dass man gehen wird.

    In Zukunft würde ich also diese Option im Vorstellungsgespräch benennen und mich zeitlich abstimmen.

    (12) 28.01.19 - 15:11

    Das ist wirklich nervig. Ich hatte 4 Monate und habe ohne neuen Job gekündigt. 2 Monate vorher hatte ich den neuen Vertrag unterschrieben und hätte noch 3 weitere Gespräche gehabt, die ich gar nicht mehr wahrgenommen habe. Kann also klappen.

    Wenn dir das zu heikel ist, bleibt nur a) Frist reinschreiben oder b) nicht im Schreiben erwähnen und erst im Gespräch offen sagen, dass man die Frist hat, aber davon ausgeht, per Aufhebungsvertrag eher rauszukommen.

    Hast du die Möglichkeit, irgendwie rauszufinden, ob sie dich früher aus dem Vertrag lassen würden?

    Aber ich gebe dir recht. Mit der Frist wirst du vermutlich sehr schlechte Karten haben.

    • (13) 28.01.19 - 20:27

      Ich denke nicht, das ich es rausfinden kann, ohne direkt zu fragen.
      Und eigentlich will man ja nicht, das der AG von Wechselabsichten erfährt, wenn das nicht spruchreif ist. Also schwierig.
      Kenne leider auch keinen aus der Personalabteilung, den ich unter der Hand fragen könnte.

(14) 31.01.19 - 12:38

Hallo,

bei mir ist es ebenfalls lang - 6 Monate zum Quartalsende. Ich hatte letztes Jahr ein Vorstellungsgespräch und hätte die Stelle trotzdem bekommen. Ich hatte in die Bewerbung meine lange Kündigungsfrist geschrieben, aber auch, dass ich mit dem Arbeitgeber reden würde um diese zu verkürzen.

Die meisten AG möchten einem - je nach Position - nicht im Wege stehen zumal die Qualität der Arbeit dann leiden könnte.

Probier es einfach!

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