Sohn ist in Reha-Maßnahme der BfA - doch dort passiert "nix"!! Was tun?

    • (1) 04.02.19 - 11:27
      immersteineimWeg

      Hallo,
      mein Sohn nimmt an einer 11monatigen Rehabilitations-Berufsvorbereitung, gefördert durch die Bundesanstalt für Arbeit, durchgeführt von einem Dienstleister, teil. Ungefähr die Hälfte der 11 Monate ist nun vorbei. Ziel der Maßnahme: Erreichen von Ausbildungsreife, evt. Verbesserung des Schulabschlusses, Eingliederung in den Arbeitsmarkt (assistierte Ausbildung).

      Die Maßnahme teilt sich auf in 1 Tag pro Woche Berufsschule, 4 Tage beim Anbieter. Alle jugendlichen Teilnehmer haben durch eine Erkrankung Defizite, meist im Lernbereich, einige mit körperlich-motorischem Schwerpunkt. Die 4 Tage beim Anbieter sind aufgeteilt in drei Tage Theorie und Praxis eines vorher festgelegten (und ausprobierten) Berufsfeldes. Am 4. Tag erhalten die Teilnehmer Stützunterricht individuell, um Defizite möglichst aufzuholen (Mathe, Deutsch, Allgemeinwissen). Den Stützunterricht haben alle nötig. In den 11 Monaten sollen den Teilnehmern die Theorie und die Praxis des 1. Berufsausbildungsjahres nahegebracht werden, damit diese sehen können, ob sie sich die Ausbildung samt Berufsschule zutrauen und damit die Ausbildungsreife erreicht werden kann (oder auch nicht).

      Der Dienstleister erhält den Auftrag, die Maßnahme durchzuführen nach einem Ausschreibungsverfahren durch die Bundesagentur für Arbeit.
      Es gibt viele verschiedene Dienstleister mit diesen Maßnahmen, wobei eine Reha-BVB noch etwas besonderes ist. Wir haben uns Monate vor Beginn der Maßnahme nach Infogesprächen für diesen Dienstleister entschieden, da er das Berufsfeld XY anbot. Als die Maßnahme dann begann, erfuhren wir, dass das Berufsfeld XY überhaupt nicht mehr angeboten wird. Wir haben in den sauren Apfel gebissen, da wir ansonsten einen sehr guten Eindruck der Pädagogen usw. hatten. Unser Sohn hat sich dann nach kurzer Erprobung für das Berufsfeld Z entschieden. Dort gibt es nun seit dem Ende der Winterferien keinen Ausbilder mehr, weil der mitten in der Maßnahme gekündigt hat. Die Stelle ist seit Ende Dez. ausgeschrieben. Die Stelle ist also seit Wochen unbesetzt. Eine Vertretung gibt es nicht. Die Teilnehmer sitzen dort jetzt quasi die Zeit ab, bekommen ab und zu eine Aufgabe. Fachunterricht, Praxis und Stützunterricht finden nicht mehr statt. Der Stützunterricht wird halbherzig (so ist unser Eindruck) gegeben. Gespräche bei dem Dienstleister bringen mich nicht weiter. Fazit aller Gespräche: man tue sein möglichstes, die Stelle zu besetzen - wir müssen uns mit der derzeitigen Situation abfinden.
      Ich sehe das Ziel, die Ausbildungsreife, natürlich in Gefahr, ich meine: wo nix gelehrt wird, kann auch nix gelernt werden. Außerdem begehren die Jugendlichen mittlerweile auf, der eine so, der andere so. Es ist sturzlangweilig. Ich kann das verstehen und finde das furchtbar - zumal diese Jugendlichen eh schon einen nicht einfachen Schulausbildungsweg hatten zuvor.

      Was kann ich tun? Muss ich mich abfinden (was mir sehr schwer fallen würde). Die BfA ist angeblich informiert und sucht ebenfalls nach einer Lösung. Aber was, wenn es auch die nächsten Wochen keine Neueinstellung gibt?

      VG
      die pitti-lise

      • Du gehst selbst zur BfA und fragst dort nach...außerdem wäre es eine gute Möglichkeit den kompletten Ablauf mal zu schildern. Kann gut sein, die BfA weiß von nix - eben damit weiter gezahlt wird.
        Frage doch mal, ob ein anderer Anbieter das Berufsfeld anbietet und ob dein Sohn nicht wechseln kann.

        Wende dich bitte auf jeden Fall direkt an die zuständige Agentur für Arbeit und schildere die Zustände in der Maßnahme. Ich glaube nicht, dass diese wirklich informiert worden sind. Alternativ kannst du dich an das zuständige Regionale Einkaufszentrum der Agentur für Arbeit wenden, die würden sofort einen Prüfer vor Ort schicken. Wenn du nicht weißt, welches das für dich zuständige Regionale Einkaufszentrum ist, schicke mir gerne per pn deinen Wohnort, dann suche ich die Kontaktdaten für dich raus.

        Die Zustände, die du schilderst, sind nicht hinnehmbar!

        LG H. #klee

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