Hauskauf mit wenig Eigenkapital

    • (1) 04.02.19 - 15:22
      Inaktiv

      Guten Tag.

      Ich bräuchte mal unabhängige Meinungen.
      Mein Mann wird demnächst 40 und ich 30 Jahre, haben leider erst in den letzen 2 Jahren einiges an Geld zurück legen könne.
      Unsere 2 Kinder sind noch klein und derzeit leben wir zur Miete. Warm ca 800 Euro.
      Nun ist die Überlegung da, ein Grundstück zu kaufen und darauf ein Fertighaus zu bauen.
      Momentan auf der hohen Kante haben wir 20.000 Euro. Alles für den Eigenkapitaleinsatz will ich nicht aufbrauchen, es tut gut diese Rücklage monatlich wachsen zu sehen und es beruhigt, falls doch mal was größeres kaputt geht. 20.000 Euro sind nicht viel, in Anbetracht der Tatsache das hier die Grundstücke pro qm bis zu 350 Euro kosten. Auf dem Land sind's ca. 50 euro pro qm.
      Netto haben wir 3000 Euro fest, dazu käme noch mein Lohn nach der Elternzeit auf 900 Euro.
      Kindergeld käme auch noch dazu, aber das berechnet die Bank sicher nicht oder?

      Hat jemand mit wenig Eigenkapital gebaut?
      Oder ratet ihr grundsätzlich dazu ab?

      • Hmm, ich glaube fast dass das nichts wird. Ein kleines Grundstück mit 500 qm kostet euch ja mit Nebenkosten schon an die 200.000€. plus Haus und Außenanlagen kommt ihr sicher auf ca 500.000. das finde ich bei 3000€ netto nicht machbar

        Hallo

        Bedenke bitte, das ihr die Kaufnebenkosten bar haben müsst, das finanziert keine Bank.
        Da könnten die 20000 schon weg sein.
        Habt ihr euch mal Gedanken gemacht, was ihr an Gesamtkosten habt inkl Grundstück?
        Habt ihr schon mal mit eurer Bank gesprochen, ob die euch einen Kredit geben?

        Lg

    Hallo,

    #Mein Mann wird demnächst 40#

    das ist schon ziemlich alt für einen Immobilienkauf.
    Lasst es.

    freundliche Grüsse
    Werner

    • Lässt sich ohne das Jahreseinkommen der Familie mal gar nicht sagen. Mein Mann und ich waren 40 bzw. 40+ als wir unser Haus gebaut haben. Jedoch muss man ganz klar sagen, dass wohl keine Bank eine 20-jährige Finanzierung mitmachen wird in dem Fall. Uns wurden damals 15 Jahre als absolutes Maximum angeboten - allerdings reichen 10 Jahre.

Wir haben ohne Eigenkapital gekauft.. aber mit mehr netto..und "nur" 250.000 Euro. Die Bank hat auch die Nebenkosten finanziert etc.. also das ist schon möglich. Wollte unser Erspartes nämlich auch nicht innige Finanzierung stecken.. davon haben wir zum Teil renoviert.

Selbst nach 2 Kindern und nach EZ haben wir mehr wie 3000 Euro netto. Man muss sich das mit den fixkosten etc gut durchrechnen. Gerade Kiga etc ist ja auch nicht günstig.

Achja..wir waren noch jünger als ich wir gekauft haben. Das ist ja auch entscheidend wie lange man abzahlen will bzw kann

(11) 04.02.19 - 16:30

Eigentlich habt ihr gar kein Eigenkapital, weil das nicht mal (zumindest wenn man Grundstückspreise von 350€ / qm zugrunde legt) für die Kaufnebenkosten reicht.

500qm Grundstück kostet Euch 175.000€, Haus und Co. obendrauf + 200.000€, wären knapp 400.000€.
Um das abzuzahlen habt ihr nur 27 Jahre Zeit, dann ist der Hauptverdiener in Rente. Das wird eine heftige monatliche Rate. Ich schätze so zwischen 1500 und 2000€. Dazu kommen dann noch Nebenkosten, zu bildende Rücklagen, etc. Grob geschätzt nochmal 500€ obendrauf. Wären 2000€ - 2500€ nur für's Wohnen. Mir persönlich wäre das zu viel bei einem Einkommen von 3900€.

Am Besten lasst Ihr Euch mal unverbindlich von Eurer Hausbank beraten.

Hallo,
Wir haben das Grundstück finanziert und bei einer anderen Bank als „Eigenkapital“ angeben können...

Aber wir hatten mehr netto, keine Kinder und waren beide u30...

Ich glaube nicht dass das die Bank mit macht....ich drück euch natürlich die Daumen!

Zumal ein Neubau mind. 250000€ kostet....

Auf jeden Fall lieber massiv bauen als Fertigteil!

Wie viel habt ihr jetzt als Hausrate gedacht?

Lg

  • Wie kommst du zu der Einschätzung „lieber massiv als Fertigteil“?
    Zum einen gibt es auch Fertighaushersteller, die massiv bauen (z.T. mit Fertigteilen), zum anderen sind Fertighäuser in Hokzbauweise heutzutage sehr hochwertig, ökologisch und energetisch sinnvoll.

    • Wertstabiler sind definitiv massivhäuser! Und das ist für mich ein sehr wichtiges Argument!
      Gerade von Holz... halte ich auf Dauer gar nichts....

      Den einzigen Vorteil den ich kenne ist der Zeitfaktor beim Fertigteil.... sonst kenne ich keinen.
      Meistens sind die sogar teurer!

Puh, dass wird schwierig. Hier kommen aus meiner Sicht drei Punkte zusammen: sehr hohe Grundstückspreise, das „hohe“ Alter deines Mannes und das „geringe Gesamteinkommen“.
Mein Mann war zwar auch 39 als wir eingezogen sind, aber an Einkommen haben wir deutlich mehr. Des Weiteren lagen bei uns die Grundstückspreise auch „nur“ bei 200€.
Lasst euch am besten mal von einem Finanzdienstleister beraten, was überhaupt möglich wäre.
Vielleicht wäre eine Bestandsimmobilie oder ein Reihenhaus auch eine Möglichkeit.

Könntet ihr nicht auf dem Land bauen?

  • (18) 04.02.19 - 17:32

    Könnten wir natürlich auch.
    Würde uns auch nichts anderes übrig bleiben. Dennoch, sind die Grundlagen nicht besonders rosig bei uns um zu finanzieren :/

(19) 04.02.19 - 17:41

Ich empfinde die Kombination von faktisch keinem Eigenkapital und nicht üppigem Einkommen als problematisch

  • So schlecht ist doch das Einkommen gar nicht? Sie schrieb ihr Mann verdiene 3000 Netto, sie nach der Elternzeit 800 dazu 2x Kindergeld. Bei über 4000 Netto denke ich schon dass man über einen Immobilienkauf nachdenken kann. Aber die Kaufnebenkosten und ein Puffer sollten als EK da sein. Vollfinanzierung ist echt teuer was die Zinsbelastung angeht.

    • Es schreibt ja auch niemand dass das Einkommen schlecht ist. Es reicht halt einfach nicht für ein Haus bei den Grundstückspreisen.

      Ich hab grad Mal in einem online Rechner nachgesehen.
      Bei 450.000€ Kredit (und das ist das mindeste bei 200.000 fürs Grundstück) sind das auf 30 Jahre über 1800€ Rate. Und dann haben sie es nicht mal vor der Rente des Mannes geschafft! Dazu kommen Nebenkosten, Kindergarten Gebühren, Kosten für den Lebensunterhalt usw. Bei einem Einkommen von 4.000€ im Monat sehe ich das als nicht machbar bzw ICH könnte da nicht mehr ruhig schlafen.

      • Zumal bei den 1800 dann noch keine NK dabei sind!

        • Jepp ich weiß. Ich hab auch bewusst Immobilienkauf geschrieben und nicht Bezug auf das konkrete Vorhaben genommen. M.E. ist aber die Crux eher das fehlende Eigenkapital, alles über 90% Fremdfinanzierung wird eben ziemlich schnell teuer. Eine Zinsbindung über 30 Jahre finde ich auch zu lange, die Zinskurve steigt nach über 10 Jahren doch deutlich und nach über 15 nochmal mehr. Die Differenz zwischen 15 und 30 ist m.E. besser in die Tilgung investiert.

    Kindergeld akzeptieren viele Banken nicht als Einkommen.
    Wenn sie dann wieder arbeiten geht, kommt noch 2 Mal Kita dazu,vergiss das nicht.

Jetzt hat sie sich löschen lassen

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