Arbeitgeber benimmt sich daneben

    • (1) 05.02.19 - 07:27

      Guten Morgen ihr Lieben,

      ich bin so wahnsinnig traurig und bin froh, mir das hier von der Seele schreiben zu können.

      Ich arbeite in einer leitenden Position in einem Büro und da ist es ziemlich stressig größtenteils.
      Mittlerweile bin ich in der 24. Woche meiner ersten Schwangerschaft und habe seit einer Woche ein Beschäftigungsverbot für alle Arbeiten über 6 Stunden von meiner Ärztin erhalten, da es mir nicht wirklich gut geht und ich zuvor jeden Tag 12 bis 13 Stunden unterwegs war.

      Schon die Mitteilung meiner Schwangerschaft war kein Spaß. Ich habe mehrere Vorgesetzte, davon haben mir nur 1/3 gratuliert, der Rest hat es einfach totgeschwiegen und mich ignoriert. Einer hat mich sogar so auffällig ignoriert, dass er nicht mal mit mir geredet hat, wenn ich ihn was gefragt habe. Kein schönes Gefühl nach über 12 Jahren im dem Unternehmen und meiner Meinung nach guter Arbeit meinerseits.

      Seit dem Verbot werde ich nun regelrecht mit Blicken getötet und mich macht das so fertig, dass ich schon mehrere Nächte nicht geschlafen hab und kaum was zu essen runter bekomme.

      Ich weiß auch einfach nicht, wie ich mich verhalten soll... einfach aussitzen und hoffen, dass sie sich beruhigen oder das Gespräch suchen (wobei ich mir fast sicher bin, dass es dann noch schlimmer wird).
      Vielleicht ist jemand in einer ähnlichen Situation?
      Über ein paar aufmunternde Worte würde ich mich auch freuen.

      Liebe Grüße!

      • (2) 05.02.19 - 07:34

        Guten Morgen😊 Für mich eine bodenlose Unverschämtheit, dass du abgestraft wirst, weil du ein neues Leben in dir trägst!😡

        Ich würde mich ganz rausziehen lassen, um dem.stress nicht weiter ausgesetzt zu sein. Das ist weder für dich noch für das Baby gut und nötig hast du so eine respektlose Behandlung schonmal gar nicht. Vllt schaust du dich nach der Elternzeit auch nach einer neuen Stelle um?

        Ich wünsche dir alles gute🍀

        Gibt es bei euch im Büro Betriebssozialarbeiter? Ich würde mir wohl „Mediatoren“ zu Hilfe ziehen, wenn möglich!

        (4) 05.02.19 - 07:39

        Guten morgen !
        Das ist immer wieder erstaunlich wie manche Leute sich benehmen hab ein ähnliches Problem bin im 5 monat ...
        Mal reden die Kollegen mit mir mal nicht ich werde ignoriert usw ...

        Zu dir ich würde mit deinem Arzt sprechen wie das weiter gehen soll das es dich zunehmend belastet! Und wenn du nicht bis zum nächsten Termin warten möchtest ruf an und bitte um ein früheren Termin.
        Kann mich nur der vorschreiberin anschließen eine Überlegung ist es Wert ob du danach überhaupt zu so einem Betrieb zurück möchtest?

        Gutes Durchhalten

      • Eier zeigen. Für dich und weitere Schwangere einstehen.
        Ich war die erste die sich " getraut" hat schwanger zu werden und dann sogar noch 2 Jahre zu Hause zu bleiben. Absolut unmöglich in meiner Branche und einem amerikanischen Unternehmen. Am Anfang waren sie total beleidigt und fix und fertig. Ich hab ihnen aber klar gemacht dass ich so ein kindisches Verhalten nicht toleriere. Tja, jetzt bin ich mit dem zweiten schwanger 😉

        (6) 05.02.19 - 07:40

        Oh man, das ist wiklich ätzend.

        Hast du denn wenigstens Kollegen (keine Vorgesetzten) die sich für dich freuen und mit denen du dich ein bisschen durch den Tag retten kannst?

        Wenn es gar nicht mehr geht, kannst du ja mal schauen ob du in nächster Zeit dann ein komplettes BV bekommst? Ist zwar sonst auch nicht erstrebenswert, aber psychischer Druck ist nicht zu unterschätzen.

        Bei mir ist es zwar nicht so, dass meine Vorgestezen und Kollegen mich ignorieren, aber mein Chef hat schon immer 120% gefordert und ist sehr sprunghaft und launisch wenn es nicht so läuft, wie er möchte. Manchmal wenn der Tag mal wieder richtig anstrengend war, merke ich das nach der Arbeit körperlich sehr stark.
        Ich bin zwar erst 10. SSW aber bezweifle, dass ich das bis zum Mutterschutz vollzeit durchhalte.

        • (7) 05.02.19 - 09:21

          "Wenn es gar nicht mehr geht, kannst du ja mal schauen ob du in nächster Zeit dann ein komplettes BV bekommst?"

          Mittlerweile sollte bekannt sein, was Gründe für ein BV sind und was nicht. Ignoranz durch Vorgesetzte gehört nicht dazu.

          • (8) 05.02.19 - 10:04

            Die TE hat geschrieben "da es mir nicht wirklich gut geht und ich zuvor jeden Tag 12 bis 13 Stunden unterwegs war."

            Also gibt es ja schon einen Grund für das BV. Wenn die Reduktion auf 6h nicht ausreichend war, kann man das bestimmt ausweiten lassen, wenn der Arzt mitspielt. Zur Not würde ich auch gegenüber dem Arzt etwas übertreiben (auch wenn das aus meiner Sicht nicht nötig wäre), denn es geht hier um das Wohl des Kindes und nicht weil man sich zu Hause einen schönen Lenz machen will.

            • (9) 05.02.19 - 11:04

              Wenn die TE vor ihrem Teil-BV täglich 12-13 Stunden unterwegs war (und wir nicht annehmen, dass sie täglich zwei Stunden pro Strecke gependelt ist), dann hat der AG sich vorher schon nicht an das MuschG gehalten. Erste Maßnahme wäre dann gewesen, sein Recht durchzusetzen. Notfalls mit Hilfe der Aufsichtsbehörde.

              So lange Frauen nicht selbst für ihre Rechte einstehen, sondern lieber, konfliktvermeidend sich vom Retter auf dem weißen Ross.... äh im weißen Kittel aus der Situation retten lassen, werden sie vermutlich weiter wie Kinder behandelt werden. Auch zu übergriffigem Verhalten gehören zwei: Einer, der es macht und einer, der es machen lässt.

              (10) 05.02.19 - 11:10

              Ok, dazu raten, das System auszunutzen, um zu flüchten, anstatt mal Rückgrat zu beweisen und auf den Putz zu hauen, ist natürlich immer wieder prima.

              Und dann brauchst du vielleicht mal in ein paar Jahren wirklich ein BV und dann gibt es keines mehr...

              • (11) 05.02.19 - 11:48

                Naja, wenn ihr meint!

                Gegenhalten führt auch nicht immer zu einem guten Ergebnis. Man will (oder muss) ja auch ggf. irgendwann dort wieder arbeiten nach der Elternzeit und dann nicht bis in alle Ewigkeit der Buhmann sein.
                Dann kann man noch so viel Recht gehabt haben, wenn die Fa. so nachtragend ist, dass die die TE jetzt schon ignorieren, bekommt sie dann doch kein Bein mehr auf den Boden. Die Chefs sitzen einfach am längeren Hebel.

                Mal davon abgesehen vermute ich, dass die TE nichtmal auf die Tränendrüse drücken muss, da es ihr ja WIRKLICH psychisch schlecht geht.

                Ich könnte auch (gerade in der SS!) kein Rückgrat beweisen. Wenn ich hormonell bedingt sowieso schon nah am Wasser gebaut bin, ist heulen wohl nicht gerade das beste Argument sich durchzusetzen.
                Außerdem kostet das zusätzlich viel Kraft. Die hätte ich momentan nicht. Bin froh, dass es bei meiner Fa. zur Zeit einigermaßen geht. Bin aber im Moment standhaft wie ein Grashalm. Kanns nicht ändern... #augen

                • (12) 05.02.19 - 12:13

                  Ich glaube nicht, dass frau nach der Elternzeit ein besseres Standing hat, wenn sie sich in der Schwangerschaft wie einen Putzlappen hat behandeln lassen.

                  Und ich frage mich auch wirklich, wie frau in einer leitenden Position zurecht kommt, wenn sie nicht für ihr geschriebenes Recht einzustehen vermag.

                  (13) 05.02.19 - 13:17

                  "Gegenhalten führt auch nicht immer zu einem guten Ergebnis. Man will (oder muss) ja auch ggf. irgendwann dort wieder arbeiten nach der Elternzeit und dann nicht bis in alle Ewigkeit der Buhmann sein."
                  GERADE, wenn man als Führungskraft arbeitet, sollte es selbstredend sein, dass man sich nicht so behandeln lässt, sondern mal auf den Putz haut und sich nicht wegduckt und so tut, als sei gar nichts passiert. #aha
                  Dieses typisch weibliche Verhalten, sich möglichst mit allen gut stellen zu wollen und möglichst jeder Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, bringt einen im Berufsleben (insbesondere als Führungskraft!) nicht voran.

            (17) 05.02.19 - 19:53

            Unmöglich! Ich könnte echt k*****wenn ich sowas lese! Ein bisschen übertreiben damit man ein BV bekommt? Und was machen dann die Frauen die wirklich eine brauchen aber keins bekommen weil durch solche Personen wie du eine bist, das BV abgeschafft oder die Bedingungen extrem Verschärfung wurden? Aber das wird dir egal sein! Unfassbar!

            In einer leitenden Positionen sollte man in der Lage sein für sich selbst einstehen und Verantwortung zeigen zu können. Entweder offen ansprechen und fragen was los ist oder es hinnehmen und sich nicht den zu Herzen gehen lassen.

            Aber ganz ehrlich: ob sich meine Kollegen oder Vorgesetzten über meine SS gefreut ist dafür interessiert haben war mir völlig egal. Ich bin für mich und meinen Partner schwanger und nicht für die Firma. Mir war es herzlich egal was sie darüber denken.

    (18) 05.02.19 - 07:50

    1. klärendes Gespräch führen

    2. drüber stehen.

    (19) 05.02.19 - 09:20

    Hallo,
    der Text hätte glatt von mir sein können.
    Ich arbeite auch in einer leitenden Position im Büro.
    Nachdem ich es meinem Chef gesagt hatte, wurde ich aus seinem Büro geschmissen und 1 Monat ignoriert.
    Ich habe das Gespräch gesucht und wurde noch mehr fertig gemacht.
    Ich wurde sogar gefragt, ob ich zu blöd zum verhüten bin usw.
    Seitdem haben wir nur noch das Nötigste geklärt.
    Mir ging es dann immer schlechter auf der Arbeit. Schwindel, Kreislauf, Atemnot und Herzrasen. Und seit 1 Woche bin ich jetzt im BV.
    Ich kann dir nur mit auf den Weg geben das du das machen musst, was für dich und den kleinen Baby am Besten ist. Es wird dir keiner am Ende danken.(Macht ja jetzt schon keiner) Ich bin auch 11 Jahre im Betrieb.
    Es ist wirklich traurig das manche AG so reagieren. Vor allem nach so einer langen Betriebszugehörigkeit.
    Ich finde sowas macht einen die ganze Vorfreude aufs Baby kaputt.
    Konzentriere dich auf deine Schwangerschaft und deine Familie, denn das ist am Ende das wichtigste.
    Liebe Grüße

    (20) 05.02.19 - 09:48

    Hallo,

    du bist doch in einer leitenden Position, dann beweis mal "Eier" und mach dort mal ne gepflegte Ansage.

    Du wirst Mutter und musst unbedingt lernen für dich und vor allem für dein Kind einzustehen. Du wirst die nächsten Jahre sicher öfter in Situationen kommen, wo du Haltung beweisen musst.

    Leider haben Frauen oft immer noch das nachsehen und eine Schwangerschaft wird als negativ angesehen und ist oft mit Nachteilen verbunden. Das wird sich aber nicht ändern, wenn wir uns immer so runter buttern lassen und statt auf den Tisch zu klopfen, machen wir uns noch selbst fertig.

    Wie gesagt, ich würde den Herren eine höfliche aber bestimmte Ansage machen.

    Vg Skyler mit Prinz 35+0 inside 💙

    (21) 05.02.19 - 13:23

    Schweig das Thema nicht tot, sondern konfrontiere die Kollegen mit ihrem Verhalten. Gerade als Führungskraft solltest Du Dich nicht einfach wegducken und das Thema totschweigen, sondern Rückgrad zeigen und Dich nicht klein machen lassen!
    Wenn Dich jemand im Berufsalltag ignoriert, dann sprich ihn direkt darauf an! Höchstwahrscheinlich wird derjenige sich ertappt und peinlich berührt fühlen, denn sie werden wohl kaum laut aussprechen, dass es aus ihrer Sicht eine Dreistigkeit ist, schwanger zu werden. Sie werden es abwiegeln und Ausflüchte suchen, aber dann ist das Thema wenigstens ein für alle mal geklärt.
    Zeig den Männern, dass Du Dich nicht einschüchtern lässt!

    (22) 06.02.19 - 20:05

    Hey,

    du machst dir zu viele Gedanken um die Kollegen.

    Natürlich kann man keinen Hafen aufmachen, wenn man sich schon in die Ecke gedrängt und ausgegrenzt fühlt. Emotional bedingt, eventuell.

    Wenn du es bisher nicht geschafft hast, allein deine Situation zu ändern, wird das so leicht mit Druck von .......auch nicht klappen.

    Mein Tipp: Such dir auf Arbeit jemanden, der dich unterstützt und dich auch in ein Gespräch mit deinem Chef begleiten würde.
    Leg deine Sorgen und vielleicht auch dein kleines schlechtes Gewissen dort auf den Tisch. Möglicherweise findet ihr gemeinsam eine Lösung.

    Was ich noch sagen wollte, manche können nicht gratulieren, aus Neid oder aus Feigheit. Mir wurde auf Arbeit von denen gratuliert denen ich es persönlich gesagt habe.. Die anderen Kollegen wollen mir vielleicht nicht auf den Schlips treten. Bist du dick oder schwanger?
    Das würde ich gar nicht so bewerten.


    Du bist schwanger und bald ne Mutti, so bald es da ist, wirst du das alles vergessen.

    Noch eine schöne Zeit mit deinem Bauchbewohner.

    LG tiffy

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