Bitte um Rat! WICHTIG!

    • (1) 05.02.19 - 09:02

      Guten Morgen zusammen,

      eigentlich ist eine Schwangerschaft ja etwas schönes, nur werde ich leider vor Probleme gestellt, die ich mir vorher nicht vorstellen konnte.
      Ich arbeite in einer Kita - ursprünglich mit u 3 Kindern. Da ich keinen ausreichenden Zytomegalieschutz habe, habe ich eine Empfehlung von Betriebsarzt nicht mit Kindern unter 3 Jahren zu arbeiten. Dieses soll, laut Betriebsarzt, in der Einrichtung umgesetzt werden. Vormittags wurde ich nun aus meiner Gruppe herausgenommen. Nachmittags werden allerdings alle Gruppen zusammengelegt, sodass ein Kontakt mit U3 Kindern besteht. Aussage meiner Chefin: Ich solle nicht wickeln und da ich nicht alleine bin ist das wohl Okay. Was meint ihr dazu?

      Zudem kommt, dass ich in der Schwangerschaft am Bauch (Blinddarm) operiert wurde und dementsprechend länger krankgeschrieben bin. Meine Chefin hat mich 1-2 pro Woche angerufen und gesagt ich solle beim Arzt nach einem BV fragen. Das habe ich gemacht, aber da es aus gynäkologischer Sicht keine Gefahr für das Kind gibt, kann er keins ausstellen. Eine Krankschreibung wäre aber kein Problem.

      Ich fühle mich in meiner Einrichtung einfach nicht wohl. Gehe mit Bauchschmerzen zur arbeit, mit Kopfschmerzen nach Hause, schlafe nicht richtig und könnte jedesmal heulen, wenn ich daran denke morgen wieder hin zu müssen. Ich spiele sogar mit dem Gedanken zu kündigen - aber davon raten mir alle ab. Wenn ich um Hilfe bitte, werde ich nicht ernst genommen. Alles ist selbstverständlich. Als ich früher nach Hause gehen wollte, weil es mir schlecht ging (vor der OP - im Endeffekt waren es die Vorboten) habe ich Überstundenfrei genommen und wurde belächelt. "Wenn ich der Meinung bin, dass es unbedingt nötig ist zu gehen, dann solle ich das tun."
      Ja, ich bin jetzt längere Zeit ausgefallen, aber diese Aussage macht mich einfach fertig. Ich will nicht zur Arbeit gehen, weil ich Angst habe, nicht gehen zu können, wenn es mir schlecht geht...

      Da ich jede Möglichkeit ausschöpfen wollte, bin ich nochmal zum Betriebsarzt und habe ihm alles erzählt. Seine Aussage war, dass ich gar nicht mit Kindern unter 3 arbeiten soll. Also habe ich mich an den Betriebsrat gewendet, dieser meinte dann ich solle am nachmittag nicht wicklen und keine Toilettengänge begleiten. Wenn ich mich damit unsicher fühle, dann soll mich der Frauenarzt krank schreiben.

      Jetzt sitze ich hier und weiß nicht weiter....
      Wie lange kann ich in der SS krank geschrieben werden?
      Die Geldeinbuße ist mir egal, ich möchte einfach, dass es mir gut geht!

      Falls ich überreagiere, dann sagt mir dies auch bitte. Vielleicht habe ich zur Zeit ja scheuklappen auf ;)

      Da ich alle Möglichkeiten ausschöpfen wollte

      • Hey. Also ich kann dir nur sagen, dass bei mir gesagt wurde ganz klar, der AG muss garantieren das ich keinen Kontakt zu Kindern u3 habe sonst dürfen sie mich nicht weiter arbeiten lassen. Der Betriebsarzt hat das auch in sein schreiben so formuliert das weder auf dem Außengelände noch in gemeinsamen Räumen u3 Kinder mit mir sein dürfen. Das ist über das Mutterschutz gesetzt so geregelt.
        Du hast du Möglichkeit dich beim Amt für Arbeitsschutz oder gewerbeaufsichtsamt zu melden, wenn der AG das nicht einhält.

      Huhu, das ist eine unmögliche Situation. Da kann man nur den Kopf schütteln. Ich verstehe den Betriebsarzt nicht. Aber unserer ist auch so ne Pfeife. Mir hat damals dann meine Ärztin ein BV ausgestellt. Lg

    • Also, Deine Chefin und Dein Betriebsarzt sind Tüdelköpfe. Einer von den beiden muss Dir das Beschäftigungsverbot ausstellen! Sie können Dir keinen mutterschutzgerechten Arbeitsplatz ermöglichen, also stellt Dir einer von beiden ein Beschäftigungsverbot aus!
      Sag das Mal diesen Experten! Dass sie das nicht wissen ist doch echt sehr ärgerlich. Du bist nicht diejenige, die es wissen muss! Du bist doch nie im Leben die erste schwangere Erzieherin in deren Einrichtung!
      Du könntest natürlich auch am Vormittag mit den Großen arbeiten und dann am Nachmittag irgendwelche Verwaltungs- oder Orga-Aufgaben übernehmen.
      In anderen Krippen durften die Erzieherinnen nach Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft nicht mal mehr die Räume ihrer Einrichtung betreten!
      Mit "nicht mehr wickeln" ist es bei den U3s doch nicht getan! Mein Sohn ist in der Krippe und der rotzt und sabbert den lieben langen Tag alles voll. Da wird er nicht der einzige sein und auch das ist gefährlich. Die Mutterschutzrichtlinien geben ganz klar vor, dass du KEINEN KONTAKT zu Kindern unter 3 haben darfst.
      Die findest du im Netz, zeig die mal Deiner Chefin und sag ihr, dass SIE Dir das BV ausstellen muss.
      Und der nächste Schritt wäre Gleichstellungsbeauftragte oder Betriebsrat.
      Ich wünsch Dir viel Erfolg!

        • Genau, hab grad mal gegoogelt. Das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Das kann das Gewerbeaufsichtsamt oder das Arbeitsschutzamt sein. Man kann auf der Seite www.bmfsfj.de die Adressen rausfinden.

          • Genau, an die würde ich mich mal wenden.

            Eine Aussage wie "wickeln sie halt nicht" ist auf keinen Fall konform mit dem MuSchG. Was, wenn deine Kollegin Nachmittags mal ausfällt und du es doch machen musst? Das ist einfach zu gefährlich. Du solltest keinen Umgang haben mit U3 Kindern und dein AG kann das offenbar nicht leisten. Also muss der AG dich ins BV schicken. Tun die das nicht, ist das ein gefundenes Fressen für die Aufsichtsbehörde, die treten denen auf die Füße. Bis dahin würde ich überlegen eine AU vom Arzt zu besorgen.

            Hallo.

            Bei mir war es das Amt für Arbeitsschutz.

            Ich würde beim zuständigen Amt anrufen und mich erkundigen. Die kennen sich aus, auch mit ignoranten Vorgesetzen.

            Bei mir sah mein Chef auch keine Möglichkeit mich freizustellen. Beschäftigungsverbot? Sowas gibt es doch gar nicht!

            Als sich dann der Arbeitsschutz bei ihm gemeldet hat, ging das dann doch!

            LG

      Genau, das ist eben das Problem. Irgendwie scheint sich keiner richtig einig zu sein und meine Chefin sagt ich soll zum Arzt, der Arzt sagt ich soll mich nochmal an die Perso wenden. Ich schaue gleich mal im Netz danach. Es ist allerdings immer schwierig seiner Vorgesetzen etwas erzählen zu wollen - also meiner auf jeden Fall. Da heißt es dann wohl Augen zu und durch :/

      Vielen Dank für deinen Beitrag :)

      • Der Arzt hat halt in dem Fall Recht. Ist total blöd, dass Deine Chefin sich nichts sagen lassen kann. Vielleicht versuchst Du es noch Mal über den Betriebsarzt? Oder wirklich über die Personalvertretung, also Betriebsrat/Gewerkschaft/Gleichstellungsbeauftragte. Ja, oder Du sprichst die zuständige Behörde an. Da hätte ich hier in Deinem Thread auch schon n Link gepostet, der Dir hoffentlich weiterhilft!
        Alles Gute Dir!

Hallo,
Ich komme aus der Pflege und kenne das mit dem BV zu gut....

Wenn dein AG dir keinen geeigneten Arbeitsplatz während der SS zur Verfügung stellen kann, hat er auch die Möglichkeit dir ein BV zu geben. Das ist auch finanziell besser als krankgeschrieben zu sein, da du dein volles Gehalt weiterhin erhälst. Dieses wird dem AG von der Krankenkasse wieder erstattet.
Bei meiner ersten SS hatte ich eine naja blöde Stationsleitung. Der Betriebsarzt damals hat mir sehr geholfen, da sie mich weiterhin im „Gefahrenbereich“ hat arbeiten lassen wollen.
Mein Rat wäre dir Rückendeckung vom Betriebsarzt zu holen und blöd ausgedrückt für deine Rechte zu kämpfen ( so kam es mir damals vor).
Eine blöde Situation, weil man ja weiterhin arbeiten will, aber unter solchen Vorraussetzungen, die dem Kind nicht schaden können/sollen. Wenn etwas passiert, bist am Ende du diejenige die mit den Konsequenzen leben muss. Da hilft das Mitleid anderer auch nicht....

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
LG
PS: Ich komme aus Deutschland. Wie es in anderen Ländern geregelt ist, weiß ich nicht.

  • Vielen Dank für deinen Beitrag :)
    Ich werde versuchen die Perso zu erreichen (auf Rat meiner Betriebsärztin) und schaue, was die genau dazu sagen. Das Problem ist halt immer, dass man nicht groß ärger möchte. Ich habe das Gefühl dieser ist in so einer Situation aber vorprogrammiert.

Guten Morgen 🤗

zu aller erst: Fühl dich mal ganz lieb gedrückt. 🌸

Nimm mir die folgenden Sätze bitte nicht böse, ich kann dich einerseits verstehen, andererseit an manchen Stellen aber nicht.

Zum einen solltest du dich an die Aufsichtsbehörde werden. Da würde ich mal nachfragen, ob deine Chefin dich mit U3 kindern arbeiten lassen darf, wenn der BA was anderes fordert/empfielt.
Ebenfalls würde ich deine Chefin mal Fragen, ob Sie die Verantwortung trägt und für die Folgen haftet, wenn du dich mit CMV infizierst. Das möge Sie dir dann auch bitte schriftlich geben.

Sie fordert das der Arzt dir ein BV gibt, obwohl es nicht rechtens ist. Wieso stellt sie dir nicht einfach eins aus, wegen dem fehlenden CMV schutz? Die Frau macht es sich wohl gern einfach.

Kann mir nicht vorstellen, das CMV nur über Kinderkot übertragen wird, wie Toxo bei Katzen 🤔 Dachte immer auch kranke Kinder können CMV übertragen 🤔
Da nagel mich aber bitte nicht drauf fest, absolute Laienmeinung 🤷‍♀️

Du hast Angst nicht gehen zu dürfen, wenn es dir schlecht geht? Du solltest dringend lernen für deine Rechte und deine Gesundheit einzustehen. Du wirst Mutter und musst lernen auch für dein Kind einzustehen, wenn es sein muss.
Das würde ich mir von niemandem sagen lassen. Natürlich ist sich von der Arbeit entfernen verbunden mit bescheid sagen und dann zum Arzt gehen, logisch. Aber das kann dir niemand verbieten.

Lass dich nicht runterbuttern.

Vg Skyler mit Prinz 35+0 inside 💙

  • Vielen Dank für deine ehrliche Meinung.
    Heute Nahcmittag werde ich, auf Rat meiner Betriebsärztin, in der Personalabteilung anrufen und dort einmal nachfragen wie das ganze aussieht. Meine Betriebsärztin war nämlich nicht so erfreut darüber und meinte sie könne sie auch direkt dort melden. Ich wollte es aber erst einmal selber versuchen, bevor es so von 'hinten herum' kommt. Hoffentlich erreiche ich da etwas.

    Ich glaube wirklich, dass ich da lernen muss etwas an mich und mein wohkl zu denken. Habe mich oft krank zur Arbeit geschleppt und gerade jetzt ist es natürlich doof. Aber ich fühle mich einfach immer verantwortlich und möchte meine KollegInnen unterstützen, aber aktuell bin ich einfach ratlos und fühle mich einfach nicht wohl, weil es so läuft wie es läuft.
    Danke!

(16) 05.02.19 - 10:05

Ja, ich finde du reagierst über.

Möglicherweise tue ich dir unrecht, aber du klingst für nach der typisch Schwangeren, die fest mit einem BV gerechnet hat und nun enttäuscht ist keines zu bekommen.

Das man in einer Kita nicht laut "Juchhu "schreit, wenn eine Erzieherin plötzlich früher geht, sollte dir klar sein. Außerhalb von Büros, wo Arbeit eben einfach länger liegen bleibt, gibt es wenig Berufe wo das so einfach möglich ist. Im Endeffekt bedeutet es immer mehr Arbeit für die Kollegen. Da komme ich zu Punkt zwei - was ich auch in unserer Kita beobachte und furchtbar finde - dieses oft ätzende Verhalten zwischen Kolleginnen. Gott was wird in der Kita, in die mein Sohn geht, über Kollegen gelästert. Und ich bin hier nur eine Mama und bekomme das mit.
Ich kann mir schon vorstellen, dass du kritisch beäugt wirst, denn du kommst hier auch sehr jammernd rüber.
Also entweder du reißt dich zusammen und zeigst, dass du arbeitswillig bist (wenn ich das richtig verstanden habe, ist dein Arbeitsplatz durchaus mutterschutzkonform) oder du lässt dich eben krank schreiben.
Du kannst dich die ganze Schwangerschaft krank schreiben lassen. Nach 6 Wochen gibt es eben Krankengeld.

VG

  • Wow. Wo kommt denn Dein Hass auf schwangere Frauen im BV her?
    Sie wendet sich hier an Frauen in der gleichen Situation oder einer ähnlichen, um Rat und Unterstützung zu bekommen, in einer total doofen Situation. Du musst ihr nicht auch noch eins auf den Deckel geben. Und sie hat vollkommen Recht, sich Sorgen zu machen und ihr Arbeitsplatz ist keineswegs mutterschutzgerecht.
    Ich finde es schade, wenn sich Frauen gegenseitig so in die Pfanne hauen. Das hilft niemandem.

    • Lieb, dass du darauf reagiert hast. :)
      Ich habe durchaus mit solchen Antworten gerechnet und bin deshalb nicht überrascht.
      Du hast aber recht mit dem was du geschrieben hast, natürlich habe ich hier nach Rat gesucht und freue mich von Frauen in ähnlichen Situation zu hören.
      Auch wenn es zu Missgunsten ausfällt.

Danke für deinen Beitrag.
Schade, dass es auf dich so einen Eindruck macht. Diesen wollte ich definitiv nicht erwecken. Über meinen Immunstatus weiß ich seit November bescheid und war seitdem arbeiten. Leider verbessert es sich in der Einrichtung nicht, sondern eher im Gegenteil. und da es aktuell immer noch keine zufriedenstellende Lösung gibt, bin ich etwas gefrustet.
Mir geht es keineswegs darum zuhause zu bleiben, sondern darum, dass ein Verbot der Betriebsärztin eingehalten werden soll. Ich würde nachmittags auch Bürotätigkeiten etc übernehmen. Ich finde es nur nicht in Ordnung, dass ich darum gebeten werde mir ein BV zu holen und die Betriebsärztin dann meint das Ganze geht so nicht. Das ist ja dann kein Wunsch von mir, dass sie so reagiert.

Aber das tut jetzt nichts zur Sache - wie gesagt danke für deine Stellungnahme.

  • (20) 05.02.19 - 11:33

    Selbstverständlich geht bei euch da einiges drunter drüber und ja, du wirst da sicher ein Stückweit allein gelassen, aber da musst du jetzt die Pobacken zusammen kneifen.

    Steh drüber, wenn die Kollegen unken und hol dir - wie hier geraten wurde - über die Aufsichtsbehörde Hilfe, wenn du anderweitig nicht weiter kommst.

(21) 06.02.19 - 19:40

Ein individuelles Beschäftigungsverbot wegen Mobbing kann ebenfalls ausgestellt werden. Beim Mobbing am Arbeitsplatz kann es sich um eine besondere Stressbelastung der Schwangeren handeln, welche sich auf die Gesundheit der Arbeitnehmerin und des Babys im Mutterleib auswirken kann.

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