BV oder Alternative

    • (1) 05.02.19 - 14:14

      Hallöchen,

      Kurz erklärt:
      Ich bin Produktionshelferin. Letzte Woche nach dem ich Bescheid gegeben habe, dass ich schwanger bin, wurde ich vorerst bis zur Klärung nach Hause geschickt. Zwischendurch habe ich angerufen, es würde so aussehen als gebe es keine Arbeit für mich.
      Heute der Anruf, ich soll Donnerstag zum Gespräch kommen, Chef und Betriebsleiter.

      Ich hab tierisch Angst vor dem Gespräch (insgesamt 3 Leute die auf mich einreden können).
      Ich würde gerne arbeiten. Allerdings nicht im Büro. Dürfen die mich ins Büro stecken?
      Man liest so einiges über Mutterschutz usw., aber dürfen die mich in eine Abteilung setzen für die ich nicht qualifiziert bin?
      Oh Gott... Briefe eintüten und Lieferscheine sortieren, auf Praktikantinarbeit hab ich echt keine Lust.

      Ich mag meinen Job, ich habe jetzt 9 Jahre mit Maschinen und Männern gearbeitet.

      Was denkt ihr was mich erwartet und wie kann ich mich auf das Gespräch vorbereiten?

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      • Klar dürfen sie dich ins Büro setzen.
        Ist vielleicht nicht besonders spannend, aber dein AG muss dir einen geeigneten Arbeitsplatz zuweisen.
        Kann er das nicht bekommst du ein BV.
        Kann er das, dann musst du das so akzeptieren

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      Wenn er dich ins Büro setzt, dann hast du Pech. Gehst du dann nicht arbeiten ist das ein Sonderkündigungsgrund, da es Arbeitsverweigerung ist.

      Ein BV wirst du ja evtl nicht vom AG bekommen. Dein FA ist dafür nicht zuständig und dort wirst du also auch keines bekommen.
      Du kannst bei deinem Arzt natürlich lügen, aber mit Pech lässt dann dein AG dein BV prüfen und dein Arzt (sollte er sich auf sowas einlassen, was ich nicht hoffe) und du haben dann ein ernstes Problem.

      Also finde dich innerlich damit ab, die Schwangerschaft über nun mal solche Tätigkeiten zu machen.

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      • Ui ich wusste nicht das man so aggressiv auf eine Frage reagieren kann.

        Ich bin lange in der Firma tätig und das gerne. Was man daran merkt das ich kaum krank war und immer zuverlässig war.

        Büroarbeit ist für mich persönlich einfach horror, weil ich schlechte Erfahrung gemacht habe..sehr schlechte. Und ich kenne die Leute die dort arbeiten und sie sind mir zu 80% unsympathisch.

        In meinem Vertrag sind zwei Abteilungen aufgeführt, also wieso sollte ich ins Büro wechseln müssen?

        Man darf das alles nicht falsch verstehen, ich will arbeiten, aber es ging hier lediglich darum was im Rahmen ist und was nicht.

        Ich hatte gehofft jemand hätte persönliche Erfahrungen. Das meiste was ich im Netz finde bezieht sich auf Leiharbeit.

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        • Das war nicht "aggressiv" nur ehrlich und passt dir scheinbar nicht. Wenn dein AG der Meinung ist, dass dein anderer Arbeitsbereich nicht mutterschutzkonform ist, dann hast du 2 Möglichkeiten: es einfach akzeptieren und ins Büro gehen 9der im Falle dessen, dass du ihm "Ärger" machen willst, die Aufsichtsbehörde einschalten.

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          • Natürlich passt mir die Reaktion nicht.
            Man wird dahin gestellt als wolle man nicht arbeiten. Ohne mal zu hinterfragen warum für mich Büro nicht in Frage kommt. Es hat weder was mit Bequemlichkeit, Faulheit noch genereller Ablehnung zu tun.
            Und ich renne gewiss nicht zum Arzt und erlüge mir ein BV. Ich wollte lediglich wissen, ob der Chef mich ins Büro setzen darf und habe nur zum Ausdruck gebracht das ich darauf nicht scharf bin.

            Also bitte, hinter dem Geschrieben steckt ein Mensch, der Angst vor einer Situation hat und auf vernünftige und hilfreiche Antworten gehofft hat! Das war definitiv nicht hilfreich, sondern verletzend

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            • Du hast geschrieben du habest keine Lust auf Büroarbeit und empfindest das als Praktikantinnenarbeit. Sorry aber da fällt es mir schwer, Mitleid aufzubringen.

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              • Dann hätten man das erläutern sollen, statt einen zu verurteilen. Manche Sachen kann man auch auf die Goldwaage legen. Mitleid brauch ich keins. Sachliche Antworten die ich mit ins Gespräch hätte nehmen können, wären hilfreicher als abwertende, nutzlose Kommentare.

                Das war wirklich nicht nett.

                Ich hoffe wenn du mal eine Frage hast auch nur so "tolle" Antworten bekommst. Denn manchmal schreibt man einfach wie es einem gerade durch den Kopf schiesst. Ohne drüber nachzudenken das es Hyiänen gibt, die sich auf alles drauf stürzen was man negativ auslegen kann.

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                Natürlich schreibt man das was einem gerade auf der Zunge liegt aber den Ball kann ich in dem Fall auch zurück spielen. Deine Äußerungen klingen nämlich abwertend denen gegenüber deren Tagesablauf genau aus diesen Tätigkeiten besteht.

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                Ach und noch kurz was rein sachliches:

                Wenn du solche Reaktionen wie meine vermeiden möchtest, dann nennst du deinen Post nicht BV oder Alternative, denn natürlich teilen dann Frauen dir hier sachlich mit, wie ein BV funktioniert und, dass dir keines zusteht.

                Das ist weder verletzend noch aggressiv. Sondern ich habe lediglich Fakten genannt.

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                Du hättest erläutern sollen, weshalb du keine Lust auf Praktikantenarbeit hast aber solange Du kein ärztliches Attest vorlegen kannst, ist Büroarbeit absolut zumutbar.

                Gruß
                W

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            Danke, ich dachte schon ich steh hier alleine da.

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    Hallo

    Was in deinem Vertrag steht, ist da erstmal unerheblich. Dein Ag bietet dir einen mutterschutzgerechten Arbeitsplatz an, den musst du dann annehmen. Oder eben kündigen.

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(19) 05.02.19 - 20:59

Hallo,

Ja das kann er.
Ich bin eigentlich in einer Notaufnahme und im Rettungsdienst, bin ins Büro gesetzt worden. Hat mir auch nicht gepasst, sonst hätte ich ja eine entsprechende Ausbildubg gemacht. Aber wenn dort halt ein Bedarf ist, kann man dort eingesetzt werden.
Bei mir ist der Bedarf nun vorbei, weil die Jahresplanung für Aus- und Fortbildung abgeschlossen ist und habe nun ein komplettes BV.

Auch wenn du schlechte Erfahrungen in einem Büro gemacht hast, muss dein Chef sich an geltendes Recht halten und dir entweder einen entsprechenden Arbeitsplatz zuweisen, wenn er hat und kann oder eben das BV aussprechen.

Viele Grüße
Bella

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  • Oh Danke für die vernünftige Antwort. Das war mal sachlich.

    Bei mir geht's um Mobbing in der Ausbildung, daher bin ich erst in die Produktion gerutscht. Ich habe halt Angst davor, angeschrien oder beobachtet zu werden. In meiner jetzigen Abteilung bin ich so lange und konnte nach meiner Ausbildung so viel selbstbewusstsein tanken, aber ob das für's Büro ausreicht weiß ich nicht. Das reisst alte Wunden auf.

    Das ist der Grund warum ich Frage. Ich liebe meine Kollegen und will auch arbeiten, aber ob ich das kann.....

    Ob Bedarf dort besteht weiß ich nicht.

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    • (21) 05.02.19 - 21:19

      Warte einfach ab und musst du ins Büro, denke daran, du machst es für den Krümel inside. Das macht stärker als du glaubst.
      Du bist jetzt gereift und älter.

      Ich reagiere ehrlich gesagt auch recht empfindlich, was solche Posts betrifft. Wegen Frauen, die sich ihr BV erschleichen oder aus ihrem Job ein Drama machen, muss ich mich immer rechtfertigen. Das nervt wirklich.
      Alles Gute dir.

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      • (22) 05.02.19 - 21:26

        Ach ja, ich hatte das mit der Praktikantenarbeit auch erst so verstanden, dass du nicht arbeiten willst. Nun hatte ich schon alles andere gelesen und bin deswegen heute zahm.
        Ich kann die anderen Mädels daher auch verstehen, wie sie geantwortet haben. Es liest sich in deinem ersten Post tatsächlich so, dass du die Arbeit im Büro abwertest.
        Leider steht dad BV grundsätzlich immer wieder auf dem Prüfstand und man hat halt Angst, dass es abgeschafft wird und Frauen arbeiten müssen, für die es gefährlich wird. Ich würde auf gut deutsch das Kotzen kriegen, wenn ich als Schwangere noch im RD arbeiten müsste. Patienten schleppen, in Unfallfahrzeuge klettern und Pat. versorgen und als Krönung eine Frau mit vorzeitigem Blasensprung die Treppe runterschleppen. Da geht einem schnell bei unklar oder so dahin formulierten Post die Hutschnur hoch.

        Lg

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        • Oh ja, in der Pflege ist es krass und da gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Auch bei den Arbeitgebern, ebenso hier.
          Dazu ist es schwer eine Meinung zu äußern. Es ist von Fall zu Fall unterschiedlich zu sehen.

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          Jepp. Ich finde keiner von uns hat das Recht die Arbeit eines anderen abzuwerten so lange es sich nicht um illegale Tätigkeiten handelt. Mir platzt auch die Hutschnur wenn Leute beispielsweise so tun als sei Putzfrau ein minderwertiger Beruf oder Kellner. Ich erwerbe doch mir nicht das Recht mit einer bestimmten Qualifikation auf andere mit einer vermeintlich niederwertigeren Qualifikation herabzuschauen.

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          • (25) 05.02.19 - 21:52

            Genau.


            Du kennst auch meine sonstige Einstellung dazu. Auch muss Pflege nicht zwangsläufig BV bedeuten. Ich würde gerne weiterarbeiten, aber geht nun mal nicht.
            Deswegen nerve ich jetzt einfach angehende Retter mit meinem, hoffentlich, qualifiziertem Wissen und zeige denen wie das Retten funktioniert 😅😅
            In der letzten Schwangerschaft sah das bei 32+5 bestimmt lustig aus, als ich denen Rettungsgriffe und die Trage erklärt und gezeigt habe... aber nun gut.

            Lg

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