Chefin schuldet mir Lohn und lacht mich aus

    • (1) 08.02.19 - 15:37
      Tohuwaboho

      Hi!
      Seit September habe ich neben meinem Studium Teilzeit bei einem Hauswirtschaftsdienst gearbeitet, der älteren hilfebedürftige Menschen im Alltag hilft.
      Ich habe jetzt gekündigt, weil die Chefin immer gegen mich gestänkert hat und einen neuen Job gefunden.

      Aber sie schuldet mir jetzt noch 643 Euro netto. Sie selber lacht mich nur aus und meint: sie würde mir die nie überweisen, weil ich das Geld aufgrund meiner grottigen Art nicht wert sei.

      Und überdies hätte sowieso kein Geld um einen Prozess gegen sie anzustrengen.

      Ich war beim Arbeitsgericht und habe Klage eingereicht für einen Gütertermin um ihr zu zeigen, dass ich mich davon nicht einschüchtern lasse.

      Aber ich fürchte weiter kann ich nicht gehen, denn ich bin wirklich knapp bei Kasse.
      Aber ich kann doch nicht soviel Geld einfach so ad acta legen?

      Kennt sich da wer aus?

      Lg

      • Ich gehe mal davon aus, dass sich das ziemlich schnell erledigt über das Arbeitsgericht. Würde mir da keinen Kopf machen. Aus der Nummer kommt sie im Normalfall nicht raus.

        • (3) 08.02.19 - 15:59

          Ich meinte vorhin nicht grottige Art, sondern grottige Arbeitsweise.

          Ja sie meinte auch, ich solle mal nur machen, dann würde sie dem Richter schon erzählen, wie ich arbeite und dann seien sowieso alle auf ihrer Seite...

          • Soll sie dem Richter doch sagen, wie „schlecht“ du gearbeitet haben sollst.

            Dann wird er sie fragen, warum sie diesbezüglich kein Gespräch mit dir gesucht hat, oder dich diesbezüglich abgemahnt hat etc.pp.- aber deswegen nicht bezahlen? Wovon träumt sie denn nachts?

          • Wenn sie deine Arbeitsweise grottig fand, dann hätte sie dir kündigen können und dich nicht weiter beschäftigen müssen. Sie hat deine Leistung aber (egal wie die war) in Anspruch genommen, dann muss sie sie auch bezahlen.

            Ich wäre mal zurück so biestig. Würde hingegen und ihr sagen, dass du beim Arbeitsgericht warst. Und ihre eine schriftliche offizielle Forderung deines Restgehaltes mit Fristsetzung geben. Ich würde ihr ganz klar sagen „Wir können hier jetzt dir harte Tour über das Gericht spielen mit etlichen Terminen etc. oder Sie überweisen schleunigst.“ und ich würde noch durchblicken lassen, dass du ihr Verhalten in der Branche oder bei Kunden gerne durchsickern lässt, so nach dem Motto „Wenn Externe oder Kunden wüssten, wie Sie hier mit Ihren Mitarbeitern umgehen und meinen deren Schwäche oder finanzielle Notlage ausnutzen zu können, das würde gar kein gutes Licht auf ihren Betrieb werfen.“

      Kannst du dir als Studentin mit geringem Einkommen nicht einen Beratungshilfeschein besorgen?
      Ich würde das auf keinen Fall hinnehmen. Oder hat das Unternehmen, für das du gearbeitet hast, einen Personalrat??

    Fakt ist: Im ArbG-Prozess bezahlt in 1. Instanz jeder seine Kosten selbst. Egal wer verliert oder gewinnt.
    Einen Rechtsanwalt hast Du nicht eingeschaltet oder? Also sind schon mal nur Gerichtskosten da. Hier fallen im schlimmsten Fall 2 Gebühren an. Solltest Du Dich allerdings im Termin mit ihr vergleichen, dann fällt NICHTS an.

    Der Richter wird schon was erzählen. Da hat sie schon Recht. Aber nicht Dir. Eher ihr.

    • solltest Du im Termin merken, dass der Richter auf Deiner Seite ist (und es in Aussicht stehen, dass Du gewinnst, was ich auch glaube), dann muss die Gute im Normalfall die Gerichtskosten bezahlen. Hierzu könntest Du noch googeln. Bin mir nur zu 95 % sicher, weil ich eigentlich nicht im Arbeitsrecht tätig bin.
      Anwaltskosten trägt in 1. instanz jeder die seines Anwalts. Egal ob man gewinnt oder verliert. Da bin ich sicher

Hey
Bei mir an der Uni gab's eine kostenlose Rechtsberatung, vielleicht wird sowas ja auch bei euch angeboten?

Wenn du gearbeitest hast und sie dir den Lohn schuldet, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du keine Gerichtskosten zahlen musst. Ausserdem sind die vor dem Arbeitsgericht viel niedriger als bei anderen Gerichtsbarkeiten.
Die Lage ist so klar, dass du auch keinen Rechtsanwalt brauchst.
Ich würde nur den Arbeitsvertrag und irgend einen Stundennachweis mitnehmen. Und Abrechnungen der Vormonate bzw Kontoauszüge.

(16) 10.02.19 - 10:42

Hallo

Wenn du wirklich knapp bei Kasse bist , kannst du Prozesskostenhilfe beantragen beim Amtsgericht .
Du nimmst dir Nachweise über dein Einkommen und gehst zum Amtsgericht (die haben dafür bestimmte Uhrzeiten) bekommst direkt ein Schreiben und kannst dir einen Anwalt deiner Wahl aussuchen .
Viele Grüße

Top Diskussionen anzeigen