Berufsverbot? Wer hat Erfahrungen?

    • (1) 11.02.19 - 07:44

      Guten Morgen ihr Lieben , ich bin mittlerweile in der 7ssw. Ich arbeite als Friseurin und möchte ein Berufsverbot von meiner Frauenärztin bekommen. Ich habe schon 2 Fehlgeburten hinter mir und habe auf meinen jetzigen Krümmel 3 Jahre lang gewartet inklusiver Kinderwunsch Behandlung, ich habe wirklich jeden Tag Albträume von einer erneuten Fehlgeburt, was glaubt ihr wie stehen meine Chancen,zudem wird mir jedes mal übel wenn ich nur den Salon betrete, ich habe einfach mega Angst mein Baby wieder zu verlieren...😔

      Wenn dann ein Beschäftigungsverbot.
      Und, ich kann dich gut verstehen... ich mache gerade meine 2. Fehlgeburt durch... Missed Abortion… allerdings ist mein HCG noch so hoch, dass keine Blutung vorhanden ist. Aber Übelkeit, Müdigkeit, Brustziehen, sind schon weg.
      Die Entwicklung ging bis 6+3, ich bin jetzt jedoch 8+6. :(
      Sollte ich erneut schwanger sein, dann würde ich mir genauso ein Beschäftigungsverbot wünschen... aber... die Realität sagt was anderes:

      Ein Beschäftingsverbot bekommst du vom Frauenarzt nur, wenn Gefahr für Leib und Leben von dir, deinem Kind oder beidem besteht. Das glaube ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht, da müsste der Arzt die Diagnose schon ziemlich verbiegen, dass dies glaubwürdig wäre. (Bluthochdruck oder ähnlich gravierendes, was auf einen eher schlechten Ausgang hindeutet).

      Ich würde mir an deiner Stelle keine großen Hoffnungen machen.

      Du kannst, wenn dein Arbeitgeber dir keinen schwangerengerechten Arbeitsplatz deinen Arbeitgeber fragen, ob es seitens des Arbeitgebers ein Beschäftigungsverbot geben kann. Wobei ich da auch denke, dass ab einer gewissen Betriebsgröße und etwas Organisation du auch normal weiterarbeiten kannst, du kommst dann ggf. weniger mit schädlichen Substanzen in Kontakt.
      Ich weiß jedoch von Frisörinnen, die normal weiterarbeiten. Auch färben etc.

      Ich wünsche dir für deine Schwangerschaft alles gute, drücke von Herzen die Daumen, dass alles gut geht!

    Ich schätze mal du meinst hoffentlich ein Beschäftigungsverbot. Dieses wird dann ausgesprochen, wenn eine Gefahr für dich oder für das ungeborene Baby besteht. In wie weit das in einem Friseursalon gegeben ist kann ich nicht beurteilen, das ist Arbeitgeber Sache. Meiner Einschätzung nach müsste es aber doch möglich sein dich so einzusetzen (Termin Annahme, leichte Reinigungs Tätigkeiten etc ) so dass deine Arbeitskraft dem Arbeitgeber erstmal erhalten bleibt.

    Ich bin einer Risiko Schwangere und habe auch schon zwei Fehlgeburten hinter mir. Man muss einfach dafür Sorge tragen dass man auch auf sich selbst ein wenig achtet.

    Ich wünsche Dir alles Gute! 🍀

Hallo also ich hab auch Beschaftigungsverbot von der Ärztin bekommen ich habe einen Bürojob in einer Leitungsposition. Bin schon37 und wir versuchen seid 8 Jahren ein Kind zu bekommen. Dazu habe ich auch noch schmierblutungen seid 4 Wochen. Meine Frauenärztin hat dem bv problemlos zugestimmt. Bin jetzt 17+ 5 und seit Anfang Februar im BV. Mein Arbeitgeber der meine Virgeschichte kennt hatte auch keinerlei Probleme. Red mit deiner Ärztin einfach mal.

Was du durchmachen musstest tut mir sehr Leid!

Ich bekomme in meinem Job jedes Mal ein BV wenn ich schwanger bin.
Leider ist ein BV keine Garantie dafür keine Fg zu erleiden.
So musste ich nach meiner ersten Fg auch wieder arbeiten gehen...

Ich wünsche dir dennoch alles Gute!

Hallo

Das mit den Fehlgeburten tut mir leid. Aber
Nur weil du 2 Fehlgeburten hattest, wirst du kein BESCHÄFTIGUNGSVERBOT bekommen. Das gibt es nur, wenn deine Arbeit das Leben und die Gesundheit von Mutter und kInd gefährdet. Der Ag muss sehen, das er dir einen mutterschutzgerechten Arbeitsplatz einrichten.
Lg und alles Gute für dich.

Hallo, das mit dem BV ist so eine Sache. Merke immerwieder das es auch wirklich sehr schwammig ist und ermessenssache der Ärzte ist.
Ich arbeite in einem Labor mir vielen giftigen Substanzen. Mein Arbeitgeber musste erst einmal eine Gefährdungsbeurteilung machen. Ich darf nun einge Sachen nicht mehr machen. Seit letztem Jahr ist es auch schwieriger für den Arbeitgeber den Angestellten ein BV zu erteilen, weil man versuchen muss der werdenden Mutter einen schwangerschaftsgerechten Arbeitsplatz zu stellen.
Da ich momentan eine Zervixinsuffiziens und vorzeitige Wehen habe, ( also eigentlich die Gefahr einer Frühgeburt besteht) habe ich meine Frauenärztin bzgl. BV angesprochen.
Sie ist der Meinung, dass es eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung ist und sie mir somit nur eine AU und kein BV ausstellen kann. Also wie man sieht, alles ein wenig kompliziert. Ich denke es kommt immer auf den jeweiligen Arbeitgeber/ Gynäkologen an wie die soetwas auslegen.
Kann sich aber vollkommen verstehen und wünsche dir, dass es für dich nicht so schwer wird.

Huhu ich bin selbstständig Friseurmeisterin.
Tatsächlich ist dass so , dass man hier kein B-Verbot bekommt.
Kommt aber auf den Arzt drauf an, ich hatte zwei Angestellte die ein B-Verbot bekommen hatten.
Und eine durfte nicht mehr Haare fàrben.
Lg Lisa mit Babygirl 17ssw

Was sagt denn dein AG?

Hat er die Gefährdungsbeurteilung mit dir durchgeführt?

Hat er dich zum Betriebsarzt geschickt?

  • Nein , was soll den das genau bedeuten?

    • Weiß Dein AG schon von der Schwangerschaft?

      • Nein noch nicht , sollte er es schon so früh wissen? Ich hätte ja schon 2 Fehlgeburten wovon er auch nichts weiß, deswegen bin ich so vorsichtig und hätte es spätestens bei einem Beschäftigungsverbot gesagt oder dann erst wenn die 12 Wochen rum sind.

        • Der AG muss es wissen, um Dir einen mutterschutzgerechten Arbeitsplatz schaffen zu können.
          Ich verstehe nicht ganz, warum Du, wenn Du dermaßen besorgt bist, damit noch warten möchtest. Das macht man doch schnellstmöglich, wenn man solche Angst hat.

          • Ich war schon mal in diesem Salon Schwanger , und was ist es hatte sich null was geändert gehabt, sinnlos was du schreibst, im Gegenteil teilweise hatte ich den ganzen Tag Kunden oben ein bisschen Pause bis ich was gesagt habe, deswegen werde ich einfach selbst auf mich acht geben

        Für die Anpassung Deiner Arbeitsbedingungen ist der AG zuständig. Sollte also Gefahr von Deiner Arbeit ausgehen, z. B. aufgrund der Chemikalien, muss derAG Deinen Arbeitsplatz mutterschutzgerecht gestalten. Kann er das nicht, muss er ein BV aussprechen. Dein Arzt darf Dir kein BV ausstellen, das auf Deine Arbeitsbedingungen bezogen ist, der wäre da also der falsche Ansprechpartner.

(23) 11.02.19 - 11:31

Hallo,


Ich würde als erstes deinen AG über die Schwangerschaft informieren, damit er dir einen MuSchugerechten Arbeitsplatz zuweisen kann.
Meine beste Freundin ist Meisterin und lässt ihre schwangeren Mädels vorsorglich keine Haare färben und Dauerwellen machen, weniger Kunden, alles andere machen sie ganz normal. Die Friseurinnung sagt wohl, dass Färben und co kein Problem sind, wenn entsprechend in Deutschland zugelassene Farben verwendet werden
Ein BV kann man sich nicht wünschen, da gibt es strenge Richtlinien. 2 FGs und KiWu-Behandlungen sind keine Gründe für ein individuelles BV. Hier müssen Leib oder Leben von Mutter und/ oder Ungeborenem in Gefahr sein. Schwanherschaftsübelkeit und Erbrechen sind auch kein Grund für ein BV, sondern für eine AuB. Tut mir leid.
Sollte deine Gyn, dir deswegen trotzdem eines ausstellen und es kommt raus, dass die Gründe falsch waren, muss sie den entstandenen finanziellen Schaden selber tragen.
Also, rede mit deinem Chef und gib ihm/ihr erst mal die Chance entsprechend zu handeln.

LG
Bella mit 4⭐, ❤ an der Hand +💙 20. SSW

Hallo:)
Also ich habe in meiner ersten Schwangerschaft ein Teil-Beschäftigungsverbot von meinem Hausarzt bekommen. Mein FA wollte nicht. Ich habe die Situation dann meinem Hausarzt geschildert und der hatte dann Verständnis für mich. Er hätte mir auch ein ganzes Beschäftigungsverbot gegeben, aber ich wollte es erstmal mit kürzerer Arbeitszeit versuchen (nur 4 Std statt 8) und das hat bei mir gut funktioniert. Hatte sonst immer Bauchschmerzen etc vom langen sitzen. Das Gehalt ist ja dann auch dasselbe, wie wenn du normal arbeiten gehst. Holt sich dein AG dann ja von der KK zurück. Anders ist es, wenn du dich nur krank schreiben lässt. Dann rutscht du nach 6 Wochen ins Krankengeld.
Du kannst es ja bei deinem FA mal ansprechen und genau schildern, vlt hat sie ja Verständnis für deine Situation. Die Psyche kann sich schließlich auch negativ auf das körperliche Wohlbefinden auswirken.

LG

  • (25) 13.02.19 - 22:15
    Schwangernichtkrank

    ... ich kann es nur immer wieder schreiben: bei aller Sorge um das Würmchen und Verständnis für deine Situation- ein BV ist eine super unsoziale Sache, wenn es nicht medizinisch oder durch den Arbeitsplatz indiziert ist! Man ist nicht automatisch krank wenn man schwanger ist!!
    Warum sollte die Allgemeinheit dafür zahlen?

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