2 Jahre flexibler als 1,5 Jahre Elternzeit anmelden?

    • (1) 11.02.19 - 12:39

      Hallo ihr,

      Ich werde meinen AG in zwei Wochen über meine SSW informieren. Nun überlege ich wie ich es mit der Elternzeit machen soll.

      Da ich ungerne zurück möchte (da schon lange nicht mehr glücklich in Job) war mein Gedanke 2 Jahre zu sagen und nach 1 1/2 Jahren aber dann kündigen und bei einem neuen AG anzufangen.

      Jetzt ist ja aber auch immer die Frage: Wird man eingestellt als Mutter. So einfach wird das sicher nicht... Daher nun meine Frage:

      Ich möchte eigentlich nur 1 1/2 Jahre in Elternzeit gehen, notfalls eben auch nochmal zurück in den alten Job. Jetzt lese ich manchmal man soll zwei Jahre wählen aber im Antrag formulieren, dass man gerne die Option hätte im 2. Jahr bereits in TZ wieder anzufangen.

      So eine Option ist zwar schön und gut aber was ist, wenn einfach keine Stelle frei ist zu dem Zeitpunkt? Liegt es nicht im Ermessen des AG einen früher wieder reinzulassen? Wir sind eine sehr kleine Belegschaft, wenn mein Job noch besetzt ist, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass ich früher kommen kann bzw. dass plötzlich was frei wird.

      Hat da jemand Erfahrung? Bin echt überfragt was machen. Ich will keine zwei Jahre daheim sein, da bekomme ich ja jetzt schon die Krise. 🙈 Aber wer weiß zudem, ob alles mit dem Krippenplatz so läuft wie man sich das wünscht.... wäre man mit zwei Jahren nicht viel flexibler?


      Danke schon mal!

      • (2) 11.02.19 - 14:18

        Wenn die Option nach 1,5 Jahren betriebsbedingt unsicher ist, würde ich persönlich das Risiko auch nicht eingehen und gleich den Zeitraum angeben, den du planst.

        Wobei ich an deiner Stelle frühzeitig nach einem neuen AG suchen würden - du schreibst ja, du möchtest raus aus deinem Job.
        Denn: selbst wenn du zum angegebenen Zeitpunkt zurück kommst - wenn dein alter AG in diesem Moment nur eine Vollzeit-Stelle anbieten kann, hast du auch Pech gehabt. Du hast nur Anspruch auf deine alte Vollzeit-Stelle, nicht auf eine Teilzeit-Stelle.

        Mit dem Krippenplatz hast du Recht - das würde wiederrum für die Variante 2 Jahre mit Option sprechen.

        Wenn du dich aber rechtzeitig nach einem neuen AG umschaust, wird das schon klappen.

        LG

        • Danke für deine Antwort!

          Natürlich müsste noch vorab mit meinem AG klären wie die Möglichkeiten sind wegen TZ und Vollzeit. Wenn er sagt nur Vollzeit sage ich definitiv zwei Jahre.

          Dass ich mich rechtzeitig bewerben werde ist klar - aber ein Jahr im Vorraus wird das wenig bringen, die meisten Stellen werden j erst 3-4 Monate vorher ausgeschrieben. Initiativ werde ich einiges machen aber zu früh bewerben (auch wenn ich es in werde) wird nicht viel bringen denke ich...😐

          • (4) 11.02.19 - 14:39

            Nein, ein Jahr im Voraus bringt das natürlich wenig - aber 3-4 Monate bevor du deine Elternzeit beenden möchtest ist für mich auch schon frühzeitig.
            Manche fangen damit ja erst 2 Wochen vorher an und wundern sich dann dass sie keine Stelle finden...

            Denk übrigens an ein Arbeitszeugnis.
            Ich weiß auch noch nicht, ob ich nach meiner Elternzeit wieder zurück möchte und lasse mir vorsichtshalber ein Arbeitszeugnis ausstellen.

            • Danke für den Tipp! Kommt es aber nicht etwas seltsam bzw. verdächtig vor der EZ ein Zeugnis zu erbitten 😬?

              • (6) 11.02.19 - 15:08

                Ein bisschen schon, natürlich.

                Ich sag dass ich grundsätzlich total gerne zurück kommen würde und dass ich aktuell auch so planen würde.
                Dass 1,5 Jahre Elternzeit aber eben auch ne lange Zeit sind und man nie sicher wissen kann. Außerdem bin ich schon länger dort, habe noch nie ein Zwischenzeugnis dort bekommen und würde deshalb die "Gelegenheit" jetzt dazu gerne nutzen.

                Meine Kollegin hat das vor 1 Jahr genauso gemacht und kommt jetzt gerade wieder - also ist das bei mir nicht so auffällig ;-)

                • (7) 11.02.19 - 15:10

                  Was auch immer ein gutes Argument ist: du weißt ja nicht, wo und wie du nach der EZ exakt eingesetzt wirst und ob dein Vorgesetzter dann noch für dich zuständig ist. Und du hättest gerne eine Beurteilung von ihm, weil er dich am besten einschätzen kann...
                  Das werde ich auch noch anführen...:-D

                  • Das Argument ist gut aber bei mir leider nicht einsetzbar....wir sind 25 Leute und ich habe nur einen Vorgesetzten 😂 Unser Personaler muss zudem ebenfalls unterschreiben.

                    Muss ich mal überlegen, wie und ob ich das mache....🙈

                    • Bei der Betriebsgröße kannst du locker Teilzeit in Elternzeit arbeiten! Der AG kann so gut wie garnicht ablehnen. Tut er es doch, dann muss er dir erlauben, woanders zu arbeiten. Außerdem muss er zum Ablehnen „dringende betriebliche Gründe“ angeben, die notfalls vor Gericht standhalten müssen. Und das ist kaum möglich.

                      Also ja, ich würde auf jeden Fall 2 Jahre Elternzeit anmelden und dann 7 Wochen vor geplantem Arbeitsbeginn die Teilzeit in Elternzeit beantragen.

      (10) 12.02.19 - 19:59

      HI

      "Jetzt ist ja aber auch immer die Frage: Wird man eingestellt als Mutter..."?

      Ich würde sagen, das kommt auch ein bisschen auf Deine "Einstellung" drauf an ;-)

      Als ich schwanger war hab ich mir von meinem AG ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen ... einfach weil man ja vorher nicht weiß was passiert und dann schreibt evtl ein neuer Chef das Arbeitszeugnis der Dich nie gesehen hat o.ä.
      Bin dann mit sehr wenig TZ in EZ nach 1 Jahr wieder gekommen und dann haben wir relativ kurzfristig beschlossen das wir umziehen.

      Hab dann bei einem neuen AG eine 100% Stelle angefangen als der Kleine 1,5 Jahre war ... Kind war nie ein Thema.

      Bin dann nach 1,5 Jahren wieder schwanger geworden, hab dann nach 9 Monaten wieder mit sehr wenig TZ in EZ angefangen (nebenbei aber eine Weiterbildung gemacht) und hab mich dann mit der fertigen Weiterbildung beworben ... beim Vorstellungsgespräch war der einzigste Kommentar: "Sie haben 2 Kinder, da steht die Betreuung ist gesichert. Also passt das ja." und ich hab die Stelle bekommen (obwohl Mitbewerber gar keine Kinder oder schon Erwachsene Kinder hatten)

      Ich hatte bei beiden Kinder 2 Jahre beantragt und dann einfach in EZ gekündigt bzw Aufhebungsvertrag.

      VG und Viel Erfolg

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