Beschäftigungsverbot

    • (1) 11.02.19 - 21:14

      Meine lieben mit Schwangeren,

      Wieso finden manche es so unheimlich schlimm , wenn manche unter uns meinen bzw wegen welchen Gründen auch immer ein BV bekommen ???

      Ich persönlich sehe da nichts verwerfliches dran.

      Jeder wird schon seinen wichtigen Grund dafür haben.

      Mir ist es wirklich egal und ich wünsche jedem nur das aller Beste !! Wegen sowas einem anpöbeln find ich bissel blöd immerhin sind wir alle hier auf einem Boot 😍😍

      Damit eine gute Nacht 😘
      🌙

      (5) 11.02.19 - 21:34

      Weil illegal ausgestellte BVs dazu führen, dass es hier in Deutschland abgeschafft wird. Ganz einfach

      Dann dürfen zukünftige Schwangere arbeiten bis zum Umfallen oder halt von Krankengeld leben. Frag mal die Frauen in der Schweiz...

      Und zum anderen ist es für jede Frau hier ein Schlag ins Gesicht, die wirklich eine drohende Fehl- oder Frühgeburt hätte, wenn hier ständig Frauen schreiben, dass sie in der 6. Woche sind, der AG noch von nix weiß, aber man sich hier schon mal schlau macht, wie man am besten ein BV bekommt.

      Auch bekommt man hier leider oft das Gefühl, dass einige Frauen unzufrieden im Job sind und die Schwangerschaft dafür nutzen, dort nicht mehr hin zu müssen.

      Wie gesagt, wenn du einmal wirklich um das Leben deines ungeborenen Babys gebangt hast, dann verstehst du viele Kommentare dazu hier.

      • "Auch bekommt man hier leider oft das Gefühl, dass einige Frauen unzufrieden im Job sind und die Schwangerschaft dafür nutzen, dort nicht mehr hin zu müssen."

        Und genau den Eindruck macht der 1. Beitrag der TE zum Thema BV auf mich...

    (7) 11.02.19 - 22:21

    Hallo,

    Ich habe wegen meinem Beruf ein BV und deswegen ist es gewiss keine Missgunst, wenn ich mich aufrege, falls eine Dame ein BV möchte, weil sie müde ist und ihre Schwangerschaft genießen möchte.
    Wenn das System ausgenutzt wird, wird es womöglich abgeschafft. Denn in vielen Ländern gibt es das nicht.
    Und Frauen in gefährlichen Berufen können dann wählen zwischen Krankengeld oder in der 30. SsW z.b. noch in verunfallte Fahrzeuge klettern, 120kg Patienten aus dem 5. Stock runterschleppen oder sich neben Patienten mit einem MRGN4 setzen und versorgen.
    Oder zwischen Krankengeld oder Baby verlieren.
    Ich kann mich auch immer schön rechtfertigen, ob ich keine Lust habe zu arbeiten.

    * Ironie an*
    Klar, Rettungsdienst in der Schwangerschaft ist eine Spitzenidee. Na schönen Dank... meine Dozententätigkeit übe ich weiter aus, weil ich ja keine Lust habe zu arbeiten.
    * Ironie aus*


    Wie schon geschrieben wurde, nutzen viele ihre Schwangerschaft um bereits vorhandene Konflikte oder Unzufriedenheit zu umgehen. Das frustet ungemein, wenn man dann von Frauen hört, die eines brauchen, um ihr Kind nicht zu verlieren und die dann ein schlechtes Gewissen bekommen, weil BVs so einen schlechten Ruf haben und Sie dann ihre Kollegen ja vermeintlich im Stich lassen.

    Die Richtlinien für ein BV wurden nicht umsonst verschärft.


    Lg
    Bella

    (8) 11.02.19 - 23:06

    Jede Frau wird schon einen wichtigen Grund haben .....

    Ganz ehrlich - für die meisten ist der Grund, dass es volles Gehalt gibt!

    Wenn ich Angst um mein Kind habe, dann ist es absolut egal ob ich Gehalt bekomme oder Krankengeld ! Das Argument „ich brauche das Geld“ zählt für mich null - denn Elterngeld ist auch nicht mehr!

    Ich war 8 Wochen krank geschrieben, musste nur liegen und hatte dann eine Frühgeburt in der 30. ssw. Mir war es völlig egal ob Krankengeld oder „Gehalt“! Ich hatte Sturzblutungen, eine Plazenta praevia, Ss Diabetes und Wehen ab Woche 17! Wenn ich die „Wehechen“ vieler Frauen lese, denke ich mir
    „Schön wäre es gewesen, wenn ich nur das gehabt hätte“
    Ich „gônne“ es Frauen, die wirklich Angst haben müssen, aber nicht Frauen die nicht für ihre Rechte einstehen „mein Chef raucht und ich gehe mir mal ein BV holen“....
    Und es gibt eben auch genug schwarze Schafe, die sich nen Lenz machen und ins Fäustchen lachen.

    • (9) 12.02.19 - 08:04

      Ich sehe das ein bisschen anders. (nicht nur auf deinen Post bezogen Nici, sondern auf mehrere Posts hier, nimms nicht persönlich, dass ich auf deinen direkt antworte :))

      Vergleiche mit einem selbst sind immer gefährlich. Es kann einer Schwangeren auch durchaus schlecht gehen, wenn sie nicht all das hatte, was du aufgeführt hast. Es sagt ja auch keine Kinderlose zu dir "sei froh, dass du überhaupt schwanger wirst, schön wäre gewesen, wenn ich das wenigstens gehabt hätte". Damit ist dein Leiden nicht weniger schlimm. Aber so kannst du auch die Beschwerden von anderen nicht mit deinen vergleichen, schon gar nicht wenn man nicht mehr darüber weiß, als die 300 geschriebenen Zeichen hier im Forum.

      Man kann auch psychisch sehr belastet sein und was man vorher noch ausgehalten hat, macht einem jetzt vielleicht richtig zu schaffen und man bekommt Bauchschmerzen und fährt heulend zur Arbeit, Schlafstörungen, Angstzustände usw. Wenn man auch vorher sehr standhaft war, ist man jetzt sehr sensibel und hält es einfach nicht mehr aus. Zusätzlich ist der Umgang bei der Arbeit ja auch ggf. WIRKLICH schwieriger geworden. (Mein Chef behandelt mich z.B auch schlechter als vorher und das ist kein empfinden. Es grenzt an Schikane.) Auch hier sollte m.M.n. eine BV greifen dürfen.
      Und wenn manche Ärzte das nicht ernst nehmen und nur bei Blutungen o.ä. BV ausstellen, darf man m.M.n. auch auf die Tränendrüse drücken, wenn man selbst das Wohl des Kindes gefährdet sieht. Die Ärzte sind auch nur Menschen und sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Ich würde für mein BV kämpfen, wenn es sein muss.

      Mal davon abgesehen kann ich keine ernsthafte Diskussion darüber finden, dass das BV abgeschafft werden soll. Klar werden manchmal Gesetze (egal in welchem Bereich) geändert oder abgeschafft, wenn sie ihren Zweck nicht erfüllen, aber das steht doch im Moment überhaupt nicht im Raum. Außerdem wird das BV bestimmt nicht KOMPLETT abgeschafft. Wirklich gefährliche Arbeiten darf eine Schwangere einfach nicht ausführen. So doof sind unsere Politiker auch wieder nicht.

      Ebenso darf eine Schwangere in der Schweiz auch keine gefährlichen Arbeiten ausführen. Wenn es keine anderen Arbeiten für sie gibt, darf sie zu Hause bleiben und bekommt 80 % ihres Lohns. Die Gesetze sind in der Schweiz etwas strenger als in DE, aber keineswegs arbeitet dort eine Schwangere im Bergbau oder in der Nachtschicht am Band.

      Ich bin natürlich NICHT dafür, dass welche ein BV erhalten, die WIRKLICH simulieren und Gründe vorschieben. Aber dann bräuchte man nicht über die Psycho-Schiene gehen, sondern könnte auch unglaubliche Rückenschmerzen o.ä. vorschieben. Das kann nämlich auch keiner nachweisen und wäre wahrscheinlich sicherer als psychische Probleme vorzuschieben.

      ABER es dürfen hier auch nicht alle psychisch belasteten Schwangeren als Simulanten dargestellt werden.

      • (10) 12.02.19 - 08:07

        ... achja, das hatte ich vergssen: die Neuregelungen des MuSchuG sehen vor, dass keine Frau mehr zum BV gezwungen werden darf, wenn sie gerne arbeiten möchte, egal in welchem Beruf sie arbeitet. Meiner Meinung nach ist das keien Verschärfung, sondern eine Lockerung des Gesetzes.
        Oder was meint ihr mit der Verschärfung? #kratz

        • (11) 12.02.19 - 10:20

          Dazu würde ich gerne antworten.

          Das siehst du falsch, denn die Frauen, über die sich einige (mich natürlich eingeschlossen) hier im Forum aufregen, die würden niemals ein BV ablehnen, weil sie eben nicht arbeiten wollen und das auch deutlich hier zur Aussage bringen.

          Es wurde verschärft, weil eben nicht mehr jeder Arzt so willkürlich was ausstellen kann, sondern es klare Regeln für ein BV und die Reihenfolge, wie das abzulaufen hat, gibt.

          Zu deinem Beispiel oben: Mobbing auf Grund der Schwangerschaft ist per Gesetz sogar ein Grund für ein BV, aber Mobbing schon vorher und dann die Schwangerschaft nutzen, um da weg zu kommen, anstatt zu kündigen, ist eben KEIN Grund.

          Es werden leider immer noch zu wenige BVs kontrolliert, weil selbst den Kassen ein BV lieber ist, da sie das aus der Umlage 2 zahlen können.

          Ich als Arbeitgeber kann dir sagen, dass diese Umlagekosten stetig zunehmen, weil so unendlich viele Frauen scheinbar "gefährdende" Berufe haben oder "das Leib und Leben von ihr oder dem Baby" in Gefahr ist.
          Ja ne ist klar...

          Wie gesagt, es geht hier um die Post, die ich in meinem Beispiel angesprochen habe. Und um die Frauen, die hier schreiben, dass sie keine Pausen machen dürfen, viel stehen müssen und dass sie deswegen ein BV wollen von irgendeinem Arzt und ihr FA so gemein war und keines ausgestellt hat.

          Seit wann haben wir Frauen nicht mehr den Popo in der Hose für unsere Rechte einzustehen?
          Keine dieser Frauen hat hier je "Danke, ihr habt recht, ich muss meinen AG auf den Pott setzen" oder ähnliches geschrieben, sondern nur sowas wie "ihr seid so gemein, ich geh halt zu einem anderen Arzt".
          Ganz tolles Verhalten.

          • (12) 12.02.19 - 11:09

            "Das siehst du falsch, denn die Frauen, über die sich einige (mich natürlich eingeschlossen) hier im Forum aufregen, die würden niemals ein BV ablehnen, weil sie eben nicht arbeiten wollen und das auch deutlich hier zur Aussage bringen."
            Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin schon recht viel unterwegs, aber dass jemand sagt, dass sie ein BV will, weil sie ausdrücklich und grundlos nicht arbeiten will, hab ich noch nie gesehen. Kann ich aber auch nicht ausschließen.

            "Es wurde verschärft, weil eben nicht mehr jeder Arzt so willkürlich was ausstellen kann, sondern es klare Regeln für ein BV und die Reihenfolge, wie das abzulaufen hat, gibt. "
            Ich habe eine weile gegooglet und dazu nichts gefunden. Kannst du mir ne Quelle sagen? Interessiert mich ernsthaft.

            "Zu deinem Beispiel oben: Mobbing auf Grund der Schwangerschaft ist per Gesetz sogar ein Grund für ein BV, aber Mobbing schon vorher und dann die Schwangerschaft nutzen, um da weg zu kommen, anstatt zu kündigen, ist eben KEIN Grund."
            Es ist ja schon möglich, dass sich die Situation verschärft und man dort vorher gar nicht unbedingt weg wollte. Außerdem verschiebt das BV das Problem nur, denn kündigen muss man nach dem Mutterschutz trotzdem, wenn man da weg will.

            "...scheinbar "gefährdende" Berufe haben oder "das Leib und Leben von ihr oder dem Baby" in Gefahr ist.
            Ja ne ist klar... "
            Ich bezweifle, dass du das beurteilen kannst. Vor allem nicht so pauschal.

            "... ich muss meinen AG auf den Pott setzen"
            Du als Arbeitgeberin, wie du schreibst, wirst die Situation ja nicht kennen (aus Sicht der Angestellten), da du selbst AG bist.
            Wenn ich meinen Chef "auf den Pott setzen" würde, könnte ich meine Sachen packen. Ich brauche den Job aber, weil ich ein Haus abzubezahlen habe. Und möchte zumindest die Möglichkeit haben irgendwann nach der Elternzeit wieder hier anfangen, ohne der Dulli vom Dienst zu sein, weil ich "die Eier hatte" mich aufzulehnen. Dann hab ich lieber keine Eier, aber einen Job.
            Mag sein, dass du da total kooperativ bist und es das bei dir so nicht gibt. Es ist nicht überall so chilli-vanilli.

            "Keine dieser Frauen hat hier je "Danke, ihr habt recht, ich muss meinen AG auf den Pott setzen" oder ähnliches geschrieben, sondern nur sowas wie "ihr seid so gemein, ich geh halt zu einem anderen Arzt". "
            Ich vermute du würdest von deiner Meinung genau so wenig abweichen. Schlechtes Argument ;)

            Wir können ewig so weiter diskutieren.
            Wenn man sich mal alle Posts im Forum so anguckt, kann man bei dem überwiegenden Teil als Außenstehener und vor allem als Nicht-Fachmann gar keine sinnvollen Empfehlungen abgeben. Man kann bei dem größten Teil immer nur schreiben "Geh zum Arzt.", "Rede drüber.", "Du kannst nur abwarten." Der Rest ist meistens subjektiv (meine eigenen Posts natürlich nicht ausgeschlossen).

            Akzeptiert einfach auch die anderen Meinungen. Es gibt nicht genug Infos zu genaueren Beurteilungen.

            • (13) 12.02.19 - 11:20

              Die 13 wichtigsten Änderungen beim Mutterschutz - IWW
              PDFhttps://www.iww.de › lgp › arbeitsrecht


              Ist eine PDF. Punkt 8.

              Und wenn dir dein Job wichtiger ist, als für deine Rechte einzustehen, dann tut mir das sehr leid für dich.
              Dann lieber ein System auszunutzen ist natürlich viel besser.
              Und zu dem Punkt:
              ""...scheinbar "gefährdende" Berufe haben oder "das Leib und Leben von ihr oder dem Baby" in Gefahr ist.
              Ja ne ist klar... "
              Ich bezweifle, dass du das beurteilen kannst. Vor allem nicht so pauschal."

              Hier sind es leider gehäuft Pflegekräfte, die, noch bevor der AG von der Schwangerschaft weiß, nach einem BV schreien.
              Und es ungerecht finden, wenn sie dann ins Büro oder so müssen.
              Auch dazu findest du hier genug Beispiele.

              Und ja, das kann ich pauschal sagen, dass man in der Pflege und im Kindergarten nicht pauschal ein BV Anspruch hat. Und ja, das kann ich beurteilen.


              "Keine dieser Frauen hat hier je "Danke, ihr habt recht, ich muss meinen AG auf den Pott setzen" oder ähnliches geschrieben, sondern nur sowas wie "ihr seid so gemein, ich geh halt zu einem anderen Arzt". "
              Ich vermute du würdest von deiner Meinung genau so wenig abweichen. Schlechtes Argument ;)

              Du hast leider überhaupt nicht verstanden, worum es mir dabei ging.
              Ich versuche es aber gerne noch mal:

              Jemand will in der 6. Woche ein BV, der AG weiß von nix.
              Dann antwortet man, dass erst der AG Bescheid wissen muss, dann wie die Gefährdungsbeurteilung abläuft und was bekommt man dann als Antwort?
              Richtig, das was ich oben geschrieben habe. Obwohl man lediglich Fakten aufzählt, die passen aber leider nicht in die Welt der TE.

              Und ein weiteres Beispiel:
              Mein Chef raucht im Büro
              Antwort "Hast du ihm gesagt er soll das nicht? Wenn ja, dann kannst du dich noch an die Aufsichtsbehörde wenden, das ist der richtige Weg"

              Grobe Antwort: "wie kann man nur so unsensibel sein"

              Schade, auch hier will jemand keine Fakten hören, nur weil sie nicht in ihrem Wunsch nach einem BV bestätigt werden. Dann braucht man hier auch nicht NACH Tipps fragen, wenn einem die Antworten nicht gefallen.

              • (14) 12.02.19 - 11:37

                Danke für den Link.

                Unter Punkt 8 steht:

                1. Umgestaltung der Arbeitsbedingungen
                2. Umsetzung auf einen geeigneten Arbeitsplatz
                3. Erst dann ggf. Beschäftigungsverbot
                Diese Schritte sind insbesondere vor einem Beschäftigungsverbot zu prüfen und die Ergebnisse zu dokumentieren.

                Da bin ich ja ganz deiner Meinung.
                Wenn jemand z.B. sagt, man könne sich nicht hinsetzen bei der Arbeit, muss man sich einen Stuhl besorgen bzw. an einen anderen Arbeitsplatz versetzt werden. Halte ich für vollkommen richtig. Dachte dass das immer schon so war. Ich wusste nicht, dass das eine Verschärfung aus der früheren Vergangenheit ist. Danke für den Link!

                Sollte allerdings der Chef dabei unkooperativ sein, wäre ich vorsichtig mit Aufmüpfigkeiten, wie gesagt. Aber da werden wir uns wohl nicht einig :D

                Und das Pflegekräfte mit einem Bürojob rechnen müssen, wenn sie nicht mehr pflegen dürfen war für mich auch immer klar. Wenn die Betroffenen das nicht wissen, haben sie sich nicht genug mit dem Gesetz auseinander gesetzt, was deren eigener Fehler ist. Da sind wir auch einer Meinung.

                Ebenso wie deine Argumente bzgl. Kindergarten usw.

                Deine Beispiele sind auch gut, sowas habe ich tatsächlich hier noch nicht gelesen.
                Da verstehe ich dich auch.

                Was ich die ganze Zeit meinte, ist, dass man häufig den Eindruck hat, dass vielen auch ein "nicht arbeiten wollen" UNTERSTELLT wird, wenn es eben nicht so deutlich wurde, wie in deinen Beispielen.
                Mit Unterstellungen muss man immer vorsichtig sein. Man kann es halt alles schlecht beurteilen. Gerade bei psychischen Geschichten.

      (15) 12.02.19 - 13:27

      Ja Du hast absolut recht - das eigene Krankheitsbild darf ich nicht mit anderen vergleichen.

      Was aber oft vorkommt und man in den Postings liest, ist dass die Frauen kein Krankengeld bekommen wollen und deswegen nach dem BV rufen..

      Und dafür ist es nicht gedacht. Wenn das Leben meines Kinder oder mein Leben in Gefahr ist, dann ist es mir völlig egal ob Krankengeld oder oder !
      Viele Frauen nehmen auch die Tipps nicht an - da wird informiert, dass eben der AG zuständig ist um den Arbeitsplatz sicher zu gestalten. Die Frauen wollen trotzdem zum Arzt und ein Bv, weil sie wohl ahnen dass der Arbeitgeber eben doch den gerechten Arbeitsplatz schaffen kann.

      Es wird aber immer großes Thema bleiben, weil es eben genug Frauen gibt, die keinen Bock haben.

      Beste Grüße

(16) 11.02.19 - 23:30

Ja, das ist hier voll das Thema.
Ich hab dazu auch schonmal meine Meinung abgegeben.
Ich habe schon den Eindruck, dass viele ein BV wollen, um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen: Nur weil die Kolleginnen sich nicht genug über die Schwangerschaft freuen oder der eigene Wille nicht beim Chef durchgesetzt werden kann...
Ich find's generell nicht gut sich Sozial- oder Gesundheitsleistungen zu erschummeln.
Ich hab den Eindruck, dass viele aber denken dies sei jetzt in der Schwangerschaft okay!
Das hat mich hier beim lesen wirklich oft verwundert.

Aber: damit meine ich jetzt NICHT alle mit BV.

Und anpöbeln deshalb find ich natürlich auch nicht gut...


Aber Kritik solltest du auch vertragen. Nur weil dir andere Meinungen nicht passen, sind nicht alle gleich neidisch oder wollen dir persönlich etwas böses.

LG

(17) 12.02.19 - 08:41

Ich denke auch das hier viel Missgunst mitschwingt und vor allem das sich hier Einige profilieren wollen, dass sie trotz diverser Beschwerden weiterarbeiten.
Keine Ahnung ob diese Leute einen Orden haben möchten?!
Dazu kommt das jeder Arzt ein BV anders auslegt. Bei dem einen Arzt reicht Übelkeit, beim nächsten muss man selbst oder das Kind mit einem Bein im Grab stehen. Ich finde die Grenze so locker definiert das eh kein Laie (nichtmal die Ärzte) da durchblicken. Und für mich schon gar nicht die BV-Gegner hier bei Urbia.
Ich halte natürlich auch nichts davon das Frauen ein BV bekommen nur weil sie kein Bock auf arbeiten haben. Die meisten hier im Forum haben für mich aber oft nachvollziehbare Gründe (körperlich und psychisch). Ganz gleich in welcher Stärke und Ausprägung.
Ich denke aber auch nicht dass das BV jemals abgeschafft wird. Habe darüber auch noch nie was gehört.
Und selbst wenn, muss es auch da Möglichkeiten geben ausn Job rauszugehen. Und dann muss ich halt damit leben.
Und wenn mir jetzt jemand damit kommt, ich solle doch an die Zukunft Anderer denken?! So what? Wer denkt denn bitte beim Thema Windeln, Plastikmüll, Auto fahren, in Urlaub fliegen/fahren an unsere Umwelt? Das wird unsere Nachfahren sicher genauso betreffen.

  • (18) 12.02.19 - 11:32

    Was ist denn an der Formulierung "Gefahr für Leib oder Leben für Mutter und/oder Ungeborenem" und es muss eine "Arbeitsfähigkeit vorliegen" bitte schwammig?
    Wenn Ärzte solche Atteste für z.B. Reiserücktrittsversicherung ausstellen können und dort den Gesundheitszustand beirteilen können, können sie es für ein BV nicht?
    Eine Schwangerschaftsübelkeit ist noch nie ein Grund für ein BV gewesen, da keine Arbeitsfähigkeit vorliegt. Wenn es Ärzte trotzdem machen, ist es im Falle einer Überprüfung sein Problem.

    Und wir achten auf Nachhaltigkeit, so weit es möglich ist. Das fängt mit Glasflaschen an, nicht mit CB digital testen (absolute Katastrophe für mich), viel mit dem Rad erledigen, eigene verpackung zum Metzger mitnehmen usw.
    Das sind auch Verantwortungen, die jeder von uns trägt.

    LG
    Bella

    Super formuliert 👍🏻 Danke 😘

"Jeder wird schon seinen wichtigen Grund dafür haben."

Es werden jeden Tag die unterschiedlichsten Gefälligkeitsatteste ausgestellt, seien es AUBs oder BVs oder was auch immer.
Leider werden diese beiden Möglichkeiten durchaus auch missbräuchlich in Anspruch genommen bzw. ausgestellt und das ärgert eben diejenigen, die das System finanziell tragen und es nicht ausnutzen.

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