Schwierige Entscheidung

    • (1) 12.02.19 - 04:57

      Guten Morgen!

      Brauche einfach mal unabhängige Meinungen zu meinem derzeitigen Problem.

      Es geht um meine berufliche Situation.
      Zur Zeit arbeite ich als Teamleiter in einer Firma mit versetzten Arbeitszeiten (Zeitspanne von 06-19 Uhr) in zwei Schichten.
      Wir sind ein Autozulieferer und bald werden wir auf 06-22 Uhr erweitern.
      Arbeite dort seit 16 Jahren!

      Seit nun mehr 18 Monaten haben wir einen neuen Vorgesetzten, seit dem hat sich das Klima drastisch verschlechtert.
      Man streitet sich nur noch und befindet sich nicht mehr auf einer Wellenlänge, das führt natürlich zu immer weniger Motivation-obwohl die Arbeit viel Spaß macht. Magenschmerzen vor und nach der Arbeit gehören fast zum Alltag.

      3 gute Kollegen sind bereits in andern Firmen untergekommen.



      Jetzt habe ich die Möglichkeit in einem andern Betrieb eine Stelle anzunehmen, allerdings im 4 Schicht-System.
      Heißt, ein komplettes WE frei und insgesamt 2 Sonntage frei. Dafür 2 mal 12 h Sonntags im Monat. Dafür natürlich in der Woche immer wieder frei. (Jetzt 40 Stunden Woche und im 4-Schicht sind es 37,5 )

      Das würde mein privates Leben komplett verändern, habe 2 kleine Kinder die noch in den Kindergarten gehen.
      Mein Lohn würde natürlich höher ausfallen aufgrund der Zulagen und eines höheren Grundgehaltes.
      Machen im Monat ca 600 € Netto aus (!)

      Mein privates Umfeld rät mir zum wechseln, Frau und Familie auch...
      Mit dem Hintergrund bald komplett 2 Schicht zumachen also auch von 14-22 Uhr, 5 Tage am Stück und das alle 2 Wochen,
      da hätte ich auch recht wenig Freizeit mit der Familie, evt sogar noch weniger als mit 4 Schichten.

      Habt ihr Erfahrung mit Schichtarbeit?
      Wozu könnt ihr mir raten...wenn man das von außerhalb überhaupt beurteilen kann.

      • Guten Morgen!

        Ich würde das neue Angebot annehmen. #freu

        Du hast insgesamt weniger Wochenstunden und auch noch 600 Euronen mehr in der Tasche. #huepf

        Trotz Wochenend-Schichten hast du aber unter der Woche dafür Zeit für die Familie, die du effektiv nutzen kannst.
        Und wenn die Kinder mal etwas größer sind..... dann macht es ihnen so und so nix aus, wenn der Papa am Wochenende arbeitet, bis sie mal mittags aufstehen.;-)

        Pack die Chance beim Schopf! Alles Gute!#winke

        Ich hab im Schichtdienst gefühlt viel mehr Freizeit (bei gleichen Wochenstunden) und kenne viele Kollegen, denen das ähnlich geht.

        (4) 12.02.19 - 10:48

        Wenn es kinderbetreuungstechnisch machbar ist, dann würde ich gar nicht überlegen.

        Mehr Geld, weniger Wochenstunden, evtl. (kann man ja nicht wissen) besseres Arbeitsklima... das macht die Schichtarbeit meiner Meinung nach wett.

        • Kinderbetreuung ist kein Thema.
          Meine Frau geht derzeit nicht arbeiten.

          Bischen Angst habe ich noch vor der gesamten Veränderung, der Tatsache wieder bei 0 anzufangen.

          Aber durch das bessere Klima dort, fallen die negativen Aspekte denk ich schnell wieder runter.

          Das krempelt halt unser Familienleben schon ordentlich um.

      Hi,

      machen!

      Alleine schon wegen dem Netto. Was meint Deine Frau dazu?

      Ich kenne es nicht anders. Mein Mann arbeitet schon immer Schicht. Mit noch nicht mal einer erkennbaren Struktur. Es kam schon vor, dass er 14 Tage durchgearbeitet hat, gerade bei Ausfällen von Kollegen, dafür danach ein paar Tage frei hatte.

      Es ist eine Organisation der Frau dann, dass die Tage laufen. Das ist machbar und reine Gewohnheit.

      Für unsere Kinder kein Problem, sie kennen es nicht anders. Wenn er Einsatzleiter dazu hat ist es noch "komischer". Er ist zwar körperlich anwesend nach seiner normalen Schicht, kann aber innerhalb von Minuten weg sein, wenn der Piepser losgeht. Beim Essen, nachts.... Das ist ja alles bei Dir nicht der Fall. Du weißt, wann Du arbeiten musst.

      Gut, Du fängst wieder bei 0 an. Erstmal. Aber Du wirst davon profitieren. Ihr alle! Mutig sein, das wird belohnt!

      LG

    • Hallo!

      Wie kommst du denn mit Nachtschichten klar? Fällt es Dir leicht, dann tagsüber zu schlafen? Ist es in eurer Wohnung dann trotz Kindern leise genug? Ein Haus wäre da klar von Vorteil, wenn die Kinder im Nebenraum sind, wird es wahrscheinlich zu laut sein.

      Mein Mann arbeitet schon ewig in Wechselschichten und kommt sehr gut damit zurecht - aber er kann eben auch tagsüber problemlos schlafen, unsere Wohnung ist recht ruhig.

      Wegen gemeinsamer Zeit sind Spätschichtwochen immer doof, weil man sich kaum sieht, die hättest Du damit seltener. Nachschichtwochen laufen normal so, dass mein Mann sich nach der Arbeit hinlegt und schläft bis zum Nachmittag, und wir da dann Zeit verbringen können. Wochenenden muss man eben ein wenig planen, aber solange Frau und Kinder auch unter der Woche Zeit haben, könnt ihr da dann leere Zoos und Schwimmbäder genießen - wenn die Kids aber in Kita und Schule gehen, habt ihr davon recht wenig Gewinn.

      Wenn Deine Möglichkeiten, wirklich in Ruhe zu schlafen, schlecht aussehen würde ich eher abraten, wenn es aber ruhig genug ist, dann hat das schon Vorteile.

      • Wir haben ein großes Haus und ein Gästezimmer auf einer anderen Etage.
        Die Kids sind bis ca 13 Uhr in der Kita.
        Morgens ist zumindest in der Woche genug Ruhe im Haus.

        Nachtschicht habe ich bisher noch nie gemacht.
        Nur Früh und Spät.
        Würde aber von mir behaupten das ich überall und immer schlafen kann 😂

    Wie seht ihr das im Bezug auf Arbeitsplatzsicherheit?
    16 Jahre in einem Unternehmen gegenüber einer neuen Einstellung in der neuen Firma?

    Vertrag wäre unbefristet. ;)

    Glaube mittlerweile das es mit die schwerste Entscheidung in meinem bisherigen Leben ist 🙄😅

    • Betriebsbedingt kündigen kann man Dich immer, auch nach 16 Jahren, und wenn du längere Zeit wo arbeitest, wo du dich nicht mehr wohlfühlst, besteht ja auch ein ganz reales Risiko, dass die Arbeit dich krank macht - und nach mehreren Monaten Krankheit kann man dich auch personenbedingt kündigen.

      Also ich würde den Kündigungsschutz nicht überbewerten, mein Ex-Chef ist mich auch nach 8,5 Jahren recht problemlos losgeworden, und ob ich nun einen oder der Monate Kündigungsfrist hatte, hat jetzt auch recht wenig geholfen (über November und Dezember ist Stellensuche ziemlich Aussichtslos, ging erst im Januar wieder richtig voran, ab April habe ich eine neue Stelle)


      Dafür wäre es etwas neues, eine neue Herausforderung, Möglichkeit dich weiterzuentwickeln, wieder richtig wohlzufühlen in der Arbeit. Neue Kollegen können auch neue Freunde werden.


      Außerdem bist du doch offenbar in einem gefragten Facharbeiterberuf, damit kommst du immer irgendwo unter.

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