Jobangebot.... schwierige Entscheidung

    • (1) 12.02.19 - 13:53

      Hallo zusammen. Mein Mann hat die Tage ein jobangebot bekommen und will wissen wie ich dazu stehe.
      Unsere Ausgangssituation : verheiratet, 2 kinder ( 2jahre und 3 monate) .ich in elternzeit 2 jahre, mein Mann guter normaler Job.uns geht es gut.können uns kinder, Haus, Urlaub ect leisten.haben viel Freizeit und Wochenende familienzeit.
      Jetzt hat er ein super Angebot einer guten Firma bekommen. Einstieg 120.000eur/Jahr zuzgl.bonus, Auto, 100.000eur Aktien als einstiegspräsent( werden nach 3 jahre Zugehörigkeit ausgegeben) .. aber natürlich bringt das eine Menge Arbeit mit und viel reisebereitschaft. Er wäre unter der Woche meist weg europaweit dazu ab u zu mal 3 wochen USA.ich wäre unter der Woche mit den 2 kindern alleine. Auch weiß ich nicht wie es Laufen soll wenn ich wieder in meinen Job zurückgehe. Es würde Haushalt, Kinder alles an mir hängen.glaub das würde ich nicht packen bzw wäre keine Lebensqualität für mich.bisher hatten wir uns aufgeteilt.abends jeder ein Kind ins Bett bringen, morgens auch mal Mann kind in Kita bringen.aber alles so ganz alleine? Dazu in 2 jahren noch arbeiten.( mein job isr auch stressig)Mein Mann meint ich müsste nicht mehr arbeiten. Klar finanziell nicht. Aber ich mache mich so ganz schön anhängig. Was wenn in 20jahren die Ehe scheitert.? Es ist nicht so das mir die hausfrauenrolle nicht gefallen würde. Habe genug Interessen und Hobbys nebenbei. aber mache mir eben über die Abhängigkeit Gedanken. Es ist ein tolles angebot für ihn aber mache mir gedanken das ich entweder alles allein stemmen muss oder mich erstmal vom berufsleben berabschieden muss bis kinder etwas einfacher. Dazu die bedenken das wir kaum Zeit zusammen haben werden.wenn er Wochenende daheim ist ist er vermutlich auch müde.
      Jemand ähnliche Situation und kann berichten?

      • Für mich würde das, wie es jetzt ist, vollkommen ausreichen.
        Aber das ist Ansichtssache. Wenn er den Job machen will, würde ich mir aber eine Putzfrau, Au pair o.ä. "leisten", die Dir den Haushaltskram und teilweise die Kinderbetreuung abnehmen.

        Wenn Du Deinen Job nicht so vermisst, dass Dir eine längere Pause nichts ausmachen würde (und Du auch nach längerer Pause wieder eine Anstellung finden könntest), dann solltet Dein Mann und Du Euch ernsthaft Gedanken über Deine Absicherung für den Fall machen, dass Eure Ehe nicht durch den Tod geschieden wird. Wenn Du zuhause bleibst und ihm den Rücken freihältst für sein berufliches Vorankommen, dann nur, wenn Du dafür angemessen "entschädigt" wirst.

        Oder aber, Ihr leistet Euch Helfer für Haushalt und Betreuung, aber dann bleibt trotzdem noch überdimensional viel an Dir hängen.

        • Putzfrau ect ist eine Hilfe.aber es bleibt trotzdem vieles an mir hängen was organisation der kinder, Termine, Wäsche alles eben zum Job. Ne ehrlich gesagt wenn ich unter der Woche alleine bin muss ich kürzer treten. Entweder länger daheim bleiben oder nur Job auf minibasis....aber für mich eben beruflich ein grosser Rückschritt. Mein Job macht mir schon spass aber um jeden Preis muss es nicht sein.wie gesagt ich habe einige Interessen um mich neben kindern und Haushalt zu verwirklichen.es ist mehr die Angst vor der finanziellen Abhängigkeit

      Ach so, ich habe einen Bekannten, der auch soviel arbeitet und gearbeitet hat.
      Er hat kaum was von seinen Kindern, die mittlerweile erwachsen sind, mitbekommen und auch keinen engeren Bezug zu ihnen. Heute bereut er das!!

      Seine Frau war die ganzen Jahre zu Hause, auch, damit sie das ausgleichen kann. Heute hat sie aber wieder eine Stelle.

    Also wenn ich mir deinen Text richtig durchlese, habe ich eigentlich den Eindruck, dass der Job nicht unbedingt das Beste wäre. Du bist eigentlich dann dazu verdammt „nur“ Hausfrau und Mutter zu sein, da sich anders keine Optionen ergeben. Wenn ihr denn aktuell ein tolles Leben habt und ihr zufrieden seid, warum was ändern. Geld ist nicht alles und ich kenn es mittlerweile von vielen Vätern, die sich immer für die Karriere entschieden haben und es nun bereuen die Kinder nicht haben aufwachsen sehen.

    Na wenn ihr die Rahmenbedingungen entsprechend absteckt warum nicht. Bedeutet Putzhilfe und auch Hilfe bei der Betreuung der Kinder. Schreib doch mal alle deine Bedenken auf und was dir helfen würde. Dann muss dein Mann sich im Gegenzug auch noch mal überlegen ob er dazu bereit ist auf Familienzeit zu verzichten usw.
    Da mein Mann im Schichtdienst arbeitet und ich selber auch schon arbeite bleibt viel an mir hängen. Klar ist es manchmal anstrengend aber es ist auch machbar. Meine Kinder sind 5,5 Jahre und 5 Monate und ich arbeite 20 Stunden die Woche.

    • Naja im.schichtdienst ist aber trotzdem ne gewisse Hilfe dabei.mein Mann wäre von Montag bzw sonntag Abend bis Freitag spät weg.manchmal 3 wochen am Stück.da ist man quasi mit 2 kindern alleinerziehend. Davor hab ich einfach echt Panik.also nir war nie klar was alleinerziehend leisten müssen.klar meine Kinder sind arg klein noch vielleicht wird's einfacher.

      • Na ja mein Mann war einige Monate als wir nur ein Kind hatten von Montag bis Freitag gar nicht da. Ich hab Vollzeit gearbeitet und den Rest gemacht. Jetzt ist er je nach Schichten auch häufig nicht verfügbar. Es ist also alles machbar. Die Frage ist tatsächlich was möchte man. Dein Mann wird vermutlich dem Angebot sehr positiv gegenüber stehen, denn so wie ich es gelesen habe, dann springt da schon einiges mehr bei raus als jetzt. Setzt euch zusammen und sprecht über eure einzelnen Punkte.

Ich versuche dich zu verstehen und weiß auch, das nicht jeder gleich belastbar ist, aber wie schaffen das zig Alleinerziehende? Sogar mit mehr Kindern und nur einem Jahr Elternzeit?

Ich denke, du würdest es schaffen. Aber darum sollte es gar nicht gehen. In erster Linie würden die Kinder ihren Vater viel weniger sehen. Das würde mir eher Kopfzerbrechen machen, als das der ganze Haushalt an dir hängen bleiben würde.

Ich kann dir von uns berichten. Wir haben vier Kinder. Ich arbeite voll und mein Mann ist viel unterwegs. Alles kein Problem.

Ich hab ihn aber so kennengelernt und daher war es keine Umstellung. Vielleicht probiert ihr es mal während du noch in Elternzeit bist und sehr in zwei Jahren weiter.

Arbeiten würde ich als Frau in jedem Fall weiter. Unabhängigkeit ist Gold wert.

  • Ja ich ziehe auch meinen hut vor allen Alleinerziehenden. Wenn es sein muss geht alles. Aber es muss bei uns nicht sein.familienzeit ist wichtiger wie Geld. Aber mein Mann lockt die Herausforderung und das Gehalt. Aber ohne meine Zustimmung macht er es nicht. Wir werden nochmal reden und beratschlagen.aber ich merke das mir es so wie es ist besser gefällt.ich will nach der elternzeit auch wieder einsteigen und eun Partner haben der im Alltag teilnimmt.

Die Frage ist ja, wieviel mehr habt ihr netto zur Verfügung mit diesem Job ggü. jetzt und ist Euch das wert, dass es Einschnitte im Familienleben gibt.

Das Leben, da du da beschriebst kenne ich gut. Ich bin so aufgewachsen, also mein Vater war so viel unterwegs. Wir haben dafür die Urlaube (viele tolle im Jahr) viel mehr genossen und die freie Zeit. Klar, meine Mutter war alleinige Familienmanagerin, hat alle Entscheidungen getroffen,... Allerdings kam sie sich dann etwas nutzlos vor, als wir Kinder in dem Alter waren, dass wir sie nicht mehr "brauchten". Sie konnte dann nie wieder beruflich anknüpfen an Ihre alte Stellung und hat sich stattdessen ehrenamtlich ganz stark engagiert. Aber heute bereut sie etwas, dass sie so zurück gesteckt haben, obwohl sich die Karriere meines Vaters auch für sie finanziell gelohnt hat.

Und auch ich führe ein ähnliches Leben - nur leider ohne das tolle Gehalt, dass dabei bei Euch rumkommen würde. Mein Mann ist 2 Wochen pro Monat komplett weg, wir haben eine 7 Monate alte Tochter. Es klappt gut und meine anfänglichen Ängste sind passé. Aber klar, wenn ich wieder anfange zu arbeiten, dann hängt die ganze Orga an mir. Ist das Kind krank muss ich frei machen,... Wie das dann mit einem zweiten funktionieren soll, k.a.

Wenn ihr Euch dafür entscheidet, dass er den Job annimmt und du dafür beruflich kürzer trittst, dann würde ich einen Ehevertrag aufsetzen - das nur als kleiner Nebenhinweis.

  • Oh 2 wochen allein ist sicher nicht einfach für dich.wobei bei 2 kindern auch nochmal mehr zukommt eben Grad wegen Krankheit und Terminen hätte ich allein zu stemmen aber da mein job auch viel Stress ist nicht so einfach.( 70% Job hatte ich nach 1.kind).der unterschied ist zu jetzt etwa 3000eur netto mehr mindestens als Einstieg, zusätzlich besseres Auto, hoher jahresbonus und 100.000 EUR einstiegsbonus (netto vermutlich die hälfte)

Ist es für ihn denn vorstellbar, so wenig von den Kids mitzubekommen? Das finde ich wichtig. Er gibt ja viel auf. Mein Rat wäre, unbedingt deinem Impuls zu folgen und selbst berufstätig zu bleiben. Alles andere ist riskant. Und wenn es nur darum geht, nach mehrjähriger Auszeit wieder eine adäquate Stelle zu finden

Hallo!

Sollte die eigentliche Frage nicht sein, was DEIN MANN eigentlich will?

Schließlich ist er es, der dann auf Jahre hinaus seine Kinder kaum sieht. Er muss entscheiden, ob das für ihn ok ist, ob ihm der berufliche Aufstieg so viel Wert ist, dass er auf Jahre hinaus nur noch aus dem Koffer lebt.

Finanziell tut sich dabei ja nicht mal besonders viel, ihr habt ja so schon 5 netto, da kriegt er auch nicht so viel mehr heraus. Dafür hättet ihr mehr Ausgaben für unterstützende Dienstleistungen wie eine Putzfrau und Babysitter.

  • (20) 13.02.19 - 21:25

    "Finanziell tut sich dabei ja nicht mal besonders viel, ihr habt ja so schon 5 netto, da kriegt er auch nicht so viel mehr heraus. "

    Er vierdient allein 3000 € mehr netto pro monat. Plus den Jahresbonus. Sie VERDOPPELN sich mindestens! Wahrscheinlich ist es inkl des Bonus sogar mehr als das Doppelte. Und das zum Einstieg!

    • ist es das wert, seine eigenen Kinder nicht aufwachsen zu sehen und dauernd im Hotelzimmer zu wohnen? Es ist ja de Frage, was der Mann selbst will. Darum sollte es gehen. Nicht, ob das Geld bringt oder man den Alltag organisieren kann.

      • Erste frage ist ob mein mann es will.das überlegt er Grad.und ich werde auch mit einbezogen nachzudenken.denn es trifft uns alle.als Familie, die Kinder und mich beruflich

        (23) 14.02.19 - 13:42

        Es steht auf einem anderen Blatt ob er es will und so weiter. Ich habe nur Deinen Satz, es würde sich finanziell nicht lohnen (bzw es würde nicht viel mehr dabei rauskommen) kommentiert. Das ist nämlich schlichtweg falsch, da sich das Einkommen fast verdoppelt

        • Da weiß ich ehrlich gesagt nicht, was die TE so rechnet. Wir reden von einem Jahreseinkommen von 120000 mit dem sie irgendwie im Monat 8000 netto raus haben soll - äh, in Deutschland sicher nicht. Und Unternehmensanteile sind nichts, was man so einfach gleich wieder verkaufen kann. Dazu fällt ihr eigenes Einkommen weg, das spielt ja auch mit rein.


          Also entweder, die TE kennt Steuertricks, die nicht legal sind, oder sie leben nicht in Deutschland, oder es stimmt überhaupt recht wenig.

          • (25) 14.02.19 - 18:22

            Sie sagt , es seien jetzt 5000 inkl Kinder- und Elterngeld. Er allein wird also jetzt bei 3000 € ca liegen (sie schreibt ja, ihr Job sei gut bezahlt, daher geh ich mal davon aus, dass sie auch 1800€ Elterngeld bekommt).
            Wenn er 3000 € mehr verdient, wird er sich wahrscheinlich verdoppeln

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