Elternzeit, Kinderbetreuung - sichert euer Partner euch ab?

    • (1) 13.02.19 - 13:53

      Hallo an alle!

      Hier gehen ja einige doch für mehrere Jahre in Elternzeit oder betreuen die Kinder auch jenseits der Elternzeit relativ lange, ohne zu arbeiten. Und dies bei mehreren Kindern.

      Meine Frage wäre: Wie habt ihr mit euren Partnern eine Absicherung geregelt?
      Im schlimmsten Falle hat man ja Jahrzehnte nicht gearbeitet oder nur wenige Stunden in Teilzeit angehäuft. Sollte es aber nicht so laufen wie geplant, z.B. man lässt sich scheiden, steht (meist) frau ja oft mit einer mickrigen Rente da.

      Wie sorgt ihr da vor?

      Viele Grüße
      Butterblume

      • Hallo,

        ich habe eine Lebensversicherung, die läuft schon ewig lange, über 20 Jahre. Wie ich zu Hause war, kein Einkommen hatte, ist der Betrag weiter vom Konto abgebucht worden. Halt vom Gehalt des Mannes. Bei uns gab es noch nie mein Geld, dein Geld. Wir haben ein Konto, da geht alles drauf und auch alles wieder runter.

        Ansonsten haben wir ein Haus, was mir gehört und auch so im Grundbuch verankert ist und notariell hinterlegt.

        Ich bin Einzelkind, werde irgendwann alles bekommen von meinen Eltern. Meine Tante hat auch eine Eigentumswohnung, keine Kinder, keine Angehörigen. Auch diese wird irgendwann auf mich übergehen.

        Bei uns ist es in der Tat so, dass bei einer Trennung ich wohl besser aufgestellt bin als er.

        Darüber brauche ich mir zum Glück keine Gedanken zu machen. Auch im Alter nicht.

        LG

      (7) 13.02.19 - 14:48

      Ich habe eine Lebensversicherung und noch eine private Rentenversicherung. Bleibe aber auch nur 1,5 Jahre zuhause und gehe dann wieder arbeiten.

      Und genau aus diesem Grunde werde ich nach einem Jahr wieder vollzeit arbeiten gehen, da Sorge ich dann sozusagen für mich selbst.

      Geregelt hab ich da mit meinem Mann nichts, bei uns verdiene ich allerdings auch mehr. Aber eben wegen meiner Absicherung im Alter gehe ich auch nach der Elternzeit wieder fast vollzeit arbeiten. Zusätzlich habe ich eine private kleine Zusatzrente abgeschlossen.

      Bei der Rente ist es jedoch so, dass dir für jedes Kind 36 Monate Kindererziehungszeit angerechnet werden. Ich weiß, dass die Rentenkasse in der Zeit dir einen Jahresverdienst von 37.000€ (den Betrag weiß ich nicht mehr genau) anrechnet.
      Das heißt also, unabhängig von der Zeit, die man zuhause ist, fallen diese 36 Monate nicht mit 0€ in's Gewicht, sondern werden mit einem fiktiven Verdienst geführt.
      Das ist schon mal positiv. Man kann wählen, welchem Elternteil diese Zeit gutgeschrieben wird, und einen entsprechenden Antrag stellen, sollte sie dem Vater angerechnet werden.

      Wenn man anschließend "nur" Teilzeit mit wenig Stunden arbeiten geht, weiß ich nicht, wie man das (vertraglich) absichern könnte.

      • Das kann man mit einem Ehevertrag absichern.
        In unserem Bekanntenkreis haben das auch etliche gemacht. Wenn gemeinsam entschieden wird, dass ein Partner längere Zeit (damit meine ich deutlich mehr als 2-3 Jahre) zu Hause bleibt und (obwohl sehr gut ausgebildet) auf Karriere verzichtet, um dem Mann diese zu ermöglichen und für die Kinder da zu sein, dann ist das sinnvoll.

        Denn klar ist, dass man nach ca. 5 Jahren abseits von Arbeitsmarkt nicht mehr „up to date“ ist und aller Voraussicht nacht nicht mehr in das
        Level einsteigen kann, dass man sich vorher erarbeitet hatte. Es geht also weniger um die Frage, was einem in z.b. 5 Jahren an Rentenansprüchen flöten gegangen ist, sondern vielmehr darum, ob man aufgrund einer langen Pause nicht die Gehaltsentwicklung hat, die man ohne Pause hätte haben können. Und da nach überarbeitetem Scheidungsrecht Frauen nicht mehr per se Unterhaltsansprüche haben (sondern nur die Kinder), sollte man das schon vertraglich regeln. Finde das auch kein bisschen unromantisch, im Gegenteil sogar sehr wertschätzend der Arbeit zu Hause gegenüber.

        • Ich denke auch dass ein notarieller Ehevertrag die beste Lösung ist. Klar man kann einen Riester Vertrag abschließen auf den Namen dessen der weniger arbeitet aber der fällt wohl auch in den Zugewinnsausgleich.
          Mal sehen ob ich meinen Mann davon überzeugen kann aber der ist wahrscheinlich dagegen obwohl er profitieren würde 🙄.
          Rentenpunkte bekommt er auch zu 2/3 circa aus dem Grund.

          • Wir haben auch keinen, aber es ist klar, dass ich nach 2 Jahren auch wieder vollzeit arbeite bzw. in Teilzeit mehr verdiene als mein Mann in Vollzeit - ergo erarbeitet sich niemand einen „Vorsprung“ auf dem Rücken des anderen.

            • Ich verdiene mehr als er und er will dann Teilzeit machen. Na ja, vll kriege ich ihn doch noch davon überzeug aber wie gesagt er würde davon profitieren.
              Auf jeden Fall so viel Haushalt wie möglich outsourcen und stattdessen arbeiten auch wenn die Putzfrau mit Steuern etc pro Stunde auch nicht viel weniger kostet als einmal Netto pro Stunde.

        Das mit der Gehaltsentwicklung sehe ich auch kritisch. Ich gebe zu, meine Karriere steht hinten an.

(15) 13.02.19 - 18:15

Hi,
also bei uns ist das so, dass unser Haus und ein paar kleine Immobilien mir alleine gehören, aber der Kredit auf dem Namen meines Mannes läuft. Ansonsten ist alles “wir/unsers”. Ich habe aber die Sicherheit im Falle einer Trennung, den gleichen “Anteil” zu bekommen, wie mein Mann.
Liebe Grüße

Top Diskussionen anzeigen