Ausbildungsstelle Tochter

    • (1) 13.02.19 - 21:15

      Wie würdet ihr mit Tochter entscheiden?

      Meine Tochter hat für eine Zahnarztpraxis in unserer Nähe eine Zusage als zahnmedizinische Fachangestellte. Das Probearbeiten hat ihr sehr gefallen.Jetzt kam heute noch eine Zusage bei der Bundeswehr auch als zahnmedizinische Fachangestellte ca.60 km von uns und Zugverbumindung eher schwierig.Sie ist auch erst 15 Jahre alt.Was sollen wir machen?

      • Die Praxis in der Nähe gefällt ihr sehr und sie hat eine Zusage.

        Warum sollte man dann eine 15 jährige weit entfernt und mit schlechter Öv-Anbindung in eine Zahnarztpraxis der Bundeswehr schicken?

        • Das verstehe ich auch nicht. Das ist ja locker ne Stunde von Tür zu Tür, wenn nicht mehr... und das für eine Ausbildung, die sie auch in der Nähe machen kann? Also wenn der Bund nicht gerade das Dreifache an Vergütung zahlt würde ich das nie im Leben machen.

          • (4) 13.02.19 - 23:10

            Weil es auch um die Zukunft geht. Diese Jobs sind grundsätzlich nicht super bezahlt und die Mädels haben oft wenig Urlaub usw
            Beim Bund sieht das besser aus. Urlaub liegt bei 30 Tagen. Ich kenne zahnarzthelferinnen mit 20 tagen, also gerade dem gesetzlichen Urlaub.
            Ich würde mein Kind auch eher eine Ausbildung im Hotel Adlon machen lassen als in einem kleinen Hotel um die Ecke. Der Zukunft wegen.

            • Klar aber es ist ja wohl nicht sicher, dass sie übernommen wird beim Bund. Wenn sie will kann sie ja nach der Ausbildung da noch einsteigen wenn sie sich es vorstellen kann bzgl der Möglichkeiten der Versetzung.
              Aber jeden Tag 2h pendeln zusätzlich sind auch viel Zeit und ggf viel Geld.

        • Wenn man weiter denkt als bis zum Ende der Ausbildung, wäre für mich die Entscheidung gar keine Frage. Die Arbeitsbedinungen, Bezahlung und Perspektiven beim Bund sind garantiert besser als in der freien Wirtschaft und man ist nicht der Willkür eines Chefs ausgeliefert.
          Ich würde meiner Tochter allerdings nahe legen, evtl. vorher noch den nächsthöheren Schulabschluß anzustreben oder ein FSJ o. ä. zu machen, da sie noch so jung ist.

          • Puh ich glaube nicht dass man das so pauschal sagen kann. Ich weiß zum Beispiel von meinem Zahnarzt, dass er seine Helferinnen übertariflich zahlt (hat mir eine von ihnen erzählt). Und von der Bundeswehr hört man ja auch nicht immer nur Gutes was die Arbeitsbedingungen angeht...
            Wenn sie sich in der anderen Praxis wohlfühlt ist das m.E. schon ein großes Plus.

    (10) 13.02.19 - 21:35

    Ich würde die Bundeswehr nehmen. Ö-Dienst: sicherer und familienfreundlicher auf Dauer. Oft auch besser bezahlt, kommt aber auf die Arbeit an . Ob das bei ihr so wäre, weiß ich nicht.

    Vorher würd ich aber klären: wird sie übernommen bei einem der beiden Ausbildungsorte? Und wäre sie beim Bund der Gefahr ausgesetzt , "ständig" versetzt zu werden?

(16) 14.02.19 - 00:56

60km Pendeln finde ich unzumutbar für eine 15jährige!

(17) 14.02.19 - 04:35

Zahnarzthelferinnen werden überall händeringend gesucht!
Es wird absolut kein Problem für deine Tochter sein, nach der Ausbildung einen Job zu finden.

Und wenn sie beim Bund übernommen wird aber 500 km versetzt wird, bringt ihr das ja auch nix.

(22) 14.02.19 - 07:39

Ich würde meiner Tochter nicht zumuten, täglich 2 - 3 Stunden durch die Gegend zu gurken, wenn sie es einfacher haben kann. Angesichts des bestehenden und sich noch verschärfenden Fachkräftemangels dürfte sie sich über ihre Zukunft keine Sorgen machen müssen. Schlechte Arbeitsbedingungen dürften da auch der Vergangenheit angehören, sie wird sowieso aus privaten Gründen irgendwann woanders hinziehen und sich dann vor Ort nen Job suchen. Außerdem ist im öffentlichen Dienst auch nicht alle Gold, was glänzt ... ;-)

Rein objektiv betrachtet, die Stelle bei der Bundeswehr.

Aaaaaaaaber, Pendeln ist der Hass und alleine schon aus diesem Grunde würde ich das meinem Kind nicht zumuten.

Ich finde da gibt es nichts zu überlegen. So lange pendeln finde ich in dem Alter unzumutbar. Wie oft steht das Kind dann im Winter am dunklen Bahnsteig und der Zug verspätet sich? Zudem geht wertvolle Zeit von der Freizeit ab, darunter leidet Sport, Hobby, Freunde,... Das muss nicht sein.

Ich würde jetzt bei einer 15-jährigen noch nicht über die "große Zukunft" nachdenken und was dann nach der Ausbildung ist. Vielleicht will sie dann ihr Abi nachholen und Zahnärztin werden, in eine andere Stadt ziehen, im Krankenhaus arbeiten, etc.

Medizinische Angestellte werden überall händeringend gesucht. Sie wird auch nach der Ausbildung einen guten Job bekommen (mit mehr als 20 Urlaubstagen, etc.) wenn sie gut und engagiert ist. Dafür braucht sie nicht die Gurkentruppe.

Ich weiß nicht, wie es im medizinischen Bereich ist. Aber aus dem Heer höre ich nur aller übelste Geschichten, wie da mit Frauen umgegangen wird. Never ever würde ich meine Tochter da hin schicken.

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