Als Erzieherin gekündigt und darf den Eltern nichts mitteilen

    • (1) 15.02.19 - 20:42

      Hallo liebe urbia-Community

      Im moment arbeite ich als Erzieherin in einer Einrichtung die sich an einer Großtagespflege orientiert.
      5 Kinder pro Fachkraft und 2-3 Pädagogen,Krippe, das mal als Info.

      Nun ist es so das ich noch in der Probezeit bin und gekündigt habe, da ich mit dem Konzept nicht mehr glücklich bin und mich damit nicht mehr identifizieren kann und unglücklich zur Arbeit gehe.
      Nachdem die Kündigung raus ging und meine Chefin und Kollegin es auch wusste, ging die Psychoshow ( so nenne ich es ) los.

      Naja nun ist so das ich schon am 26.02 meine letzten Tag habe, da man in der Probezeit 2 Wochen Kündigungsfrist hat.
      Aber ich darf es den Eltern nicht mitteilen, da es meine Chefin übernimmt. Und die Nachricht geht wohl noch dieses Wochenende raus bzw. am Montag. Was sie kommuniziert das hat sie mir nicht mitgeteilt, das sehe ich erst wenn die Nachricht raus ist.

      Meine Frage nun : Wie reagiere ich auf die Aussagen der Eltern, da es eben schon sehr kurzfristig ist ... da ich psychisch eh schon angekratzt bin wegen den Dingen die bis jetzt gegen mich gerichtet wurden weiß ich nicht wie ich darauf reagieren bzw
      was ich sagen soll und mache mir da Gedanken.
      Habt ihr Tipps oder wie würdet ihr reagieren ?:/

      Grüße Bambina23

            • Du hast doch kurzfristig mit 14tägiger Frist gekündigt, da wird doch seitens der Leitung nichts anderes behauptet. Was hättest Du den Eltern denn dazu noch mitteilen wollen?
              Grundsätzlich ist es völlig normal, dass die Eltern durch die Leitung informiert werden und nicht durch die Mitarbeiter und nähere Umstände und die Gründe für den personellen Wechsel gehen sie nichts an.

              Im Zweifelsfall hast Du mit den Eltern nie wieder zu tun. Und wenn, dann sagst du, Du warst noch in der Probezeit und die Leitung wollte gleich einen Ersatz präsentieren können. Dass Du so kurzfristig gehst, war ja deine Entscheidung.

    (11) 15.02.19 - 21:55

    Ich sehe das anders als meine Vorschreiberin.
    Wir werden in unserer Kita grundsätzlich über offizielle Aushänge über Personaländerungen informiert. Das finde ich auch völlig in Ordnung.
    Gerade wenn du gekündigt hast, weil dir das Konzept nicht zusagt, kann ich die Leitung auch verstehen, denn uU teilst du das den Eltern auch so mit, was zu Verunsicherung führen kann.

    Ich finde das Verhalten bzw. das Vorgehen deiner Chefin gut und richtig so.

    Wie würdest du denn auf nachfragen reagieren, wenn du es selbst verkündet hättest?
    Dass du es nicht selbst verkündest ändert doch nichts.
    die Mitteilung deiner Chefin an die Eltern wird eine neutrale Information sein. mehr geht die Eltern ja auch nicht an.
    Alles andere als eine offizielle Info von der Kita Leitung an die Eltern wäre auch unprofessionell. Von daher kann ich es gut verstehen, dass du es nicht selbst verkünden sollst.

    Was willst Du denn den Eltern mitteilen?

    Hallo!

    Das ist in Kitas kein ungewöhnliches Verfahren. Oft will die Leitung gleich einen Ersatz präsentieren können, weil die Eltern sonst sehr besorgt reagieren, ihre Kinder könnten dann nicht mehr ausreichend betreut werden. Dafür braucht man nur ein Mindestmaß an Zeit.

    Erst recht verhindert werden sollen irgendwelche "Abschiedsbriefe" am Schwarzen Brett, die letzten Endes oft zu einer richtiggehenden Abrechnung mit dem Ex-Arbeitgeber werden. Schließlich steckt man emotional in der Situation drin, hat es sich sicher auch nicht leicht gemacht, die letzten Monate waren hart - völlig verständlich. Aber das ist eine Sache zwischen Dir und dem Arbeitgeber, nicht zwischen den Eltern und ihrer Kita, da ist eine Vertrauensbasis eben wirklich wichtig, gerade für die Kinder.

    Wenn dein Groll gegenüber dem Arbeitgeber damit auf die Eltern überschwappt, dann kann das dazu führen, dass die Kinder drunter leiden - die Eltern misstrauen dem restlichen Team, die Kinder fühlen sich wegen der Stimmung unwohl und weinen vermehrt, die Eltern denken erst recht, es liegt am Team und der Einrichtung, die Kinder weinen noch mehr... und das kann sich hinziehen, bis die meisten Eltern, die Dich noch gekannt haben, die Einrichtung gewechselt haben.

    Ich meine, klar bist Du nur ein Mensch, ich bin auch immer noch stinksauer über meine letzte Kündigung, auch wenn ich vorher durchaus selber schon daran gedacht hatte, mir was neues zu suchen - aber dann fand ich es doch absolut keinen guten Stil, einfach nur einen Brief zu schicken, ohne auch nur mit mir zu reden. War einfach echt ungeschickt gemacht. dabei war der Chef wahrscheinlich nur zu feige, es mir persönlich zu sagen.

    Aber sowas gehört eben wirklich nicht an Kunden herangetragen, und erst recht nicht an Eltern in einer Kita.

    Wenn sie Bescheid wissen, werden sie sowieso fragen, dann sagst du so neutral es geht, dass Du Dich nach etwas anderem umgesehen hast, weil es nicht so gepasst hat, versuchst aber ganz klar, nicht dem Arbeitgeber die Schuld zu geben oder den Eltern zu vermitteln, ihre Kinder wären nicht gut aufgehoben.

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