1 Jahr lang Elterngeldzeit vorbei - was dann?

    • (1) 19.02.19 - 11:30

      Hey,

      Ich weiß dass ich mich hier wahrscheinlich selbst in die Mitte stelle im mit Tomaten beschmissen zu werden...

      Aber, in einem halben Jahr endet die Elterngeldzeit mit meiner Tochter. Dann werde ich kein Elterngeld mehr bekommen. Ich kann den Antrag auch nicht verlängern, weil ich keinen Arbeitgeber habe oder gehabt habe.

      Nach der Ausbildung direkt schwanger geworden.
      Für mich persönlich ist ein Jahr mit dem Baby zuhause bleiben viel zu wenig 🙄 ich würde wenigstens höchstens auf 2 Jahre kommen, um sie in Kindergarten zu bringen und selbst arbeiten zu gehen.

      Ich werde dann nur noch Kindergeld bekommen.
      Dazu muss ich sagen, dass mein Mann arbeitet und um die 2.000 Euro, je nach Provision bekommt monatlich.

      Müssen wir also wenn dann Zähne zusammen beißen und uns mit seinem Gehalt zufrieden geben oder hab ich ein „Recht“ woanders „finanzielle Unterstützung“ zu beantragen?

      Ich meine...wir würden mit Kindergeld und seinem Gehalt dadrauf bestimmt klarkommen.

      Danke für eure Antworten im Voraus :-)

      • Ich weiß ja nicht wo du wohnst, aber bei uns in Bayern gibt es das Familiengeld nach dem 1. Geburtstag bis zum 3. 👍👍
        Ansonsten werdet ihr die Zähne zusammenzubeißen müssen oder du suchst dir einen Minijob fürs WE.
        Mit Sozialleistungen kenne ich mich nicht aus, müsstest du beim Jobcenter oder wie das heißt nachfragen.

        (3) 19.02.19 - 11:34

        Ich sag mal so, dass man Elterngeld voll nur ein Jahr und Elterngeld Plus zwei Jahre bekommt, ist ja eigentlich von vornerein klar. Aber nun ist der Drops ja gelutscht und weitere Hilfen stehn euch evtl Wohngeld zu, je nachdem Verdienst deines Partners, aber mehr eben nicht.
        Wenn ihr mit dem Geld jedoch klar kommt, passt das doch. Sonst wirst du eben arbeiten müssen 🤷‍♀️

          • (5) 19.02.19 - 12:13

            "Für mich persönlich ist ein Jahr mit dem Baby zuhause bleiben viel zu wenig 🙄 ich würde wenigstens höchstens auf 2 Jahre kommen, um sie in Kindergarten zu bringen und selbst arbeiten zu gehen."

            Ich hatte das auch so verstanden, dass Du nach einer Alternative sucht um eben nicht nach dem Jahr arbeiten zu gehen.

      (6) 19.02.19 - 11:38

      Bei aller liebe - überlegt man sich das nicht vorher?

      So hart es leider klingt, länger Zuhause bleiben kann sich leider nicht jeder Leisten. Wenn es finanziell nicht drin ist, dann muss man wohl oder übel früher (Teilzeit) arbeiten gehen. Mit einem Jahr Elternzeit ist das in Deutschland noch Luxus. Hier in der Schweiz gibt es in der Regel 14 Wochen Mutterschaftsurlaub. Den gibt es aber auch nur wenn man vorher gearbeitet hat und man bekommt in der Zeit auch nur einen Teil des Gehalts ausgezahlt. Und das wars. Ein Jahr ist echt riesen Luxus. Und für danach muss man entweder vorher finanziell vorgesorgt haben oder eben Zähne zusammen beissen und wieder arbeiten gehen.

      • Danke!
        Ans Schweizer Beispiel denke ich jedes Mal, wenn ich diese ansprüchlichen "Wer bezahlt es mir, mit dem Popo auf dem Sofa zu bleiben"-Fragen lese. Am besten in Kombi mit: "Klar könnten wir das selber zahlen, aber wieso sollten wir, wenn sich irgendwo noch was abgreifen lässt?"
        Meine Schwester lebt in der Schweiz und arbeitet wieder, seit ihr Kind 4 Monate alt ist. Meine Freundin lebt in den Niederlanden und arbeitet wieder, seit ihr Kind 3 Monate alt ist.
        Komischerweise kommt da niemand auf die Idee, dass der Staat ihm das Zuhausebleiben bezahlt. Das scheint so ne Idee deutscher Eltern zu sein, die Eigenverantwortung stressig finden.

        • (8) 22.02.19 - 15:22

          So ein Quatsch ..Die Mentalität sein Kind nach ein paar Monaten abzugeben finde ich ehrlichgesagt fraglich und eher traurig .ich bleib bei beiden 3 Jahre zuhause und mein Mann ist auch kein Großverdiener .wir kommen gut hin

          • (9) 22.02.19 - 20:32

            Das machen die Leute wohl kaum wegen der "Mentalität", sondern weil sie eben nicht "gut hinkommen". Man mag es nicht glauben, aber uns Deutschen geht es im EU Vergleich verdammt gut. Wir zahlen relativ von unserem Einkommen ziemlich wenig für Wohnen & Lebensmittel, das ist in anderen EU-Ländern GANZ anders!

            • (10) 22.02.19 - 20:39

              Falsch ,ganz viele wollen es sich einfach nicht leisten .mein Mann ist kein Großverdiener und wir kommen trotzdem rum .bin seit 4 Jahren nun fast daheim und bin es noch 2.ich brauche nicht den Zweitwagen ,ich brauche nicht teure Urlaube in elternzeit ,ich brauche keine Markenklamotten in elternzeit etc .viele Leben einfach über ihrem Niveau und wollen sich nicht einschränken für ein Kind .natürlich gibt es auch Menschen die verdienen sehr wenig und da ist es nicht möglich .aber sehr sehr viele könnten auch ,wenn sie wollten .

              • (11) 22.02.19 - 20:47

                Und was wäre daran so verwerflich, wenn man es nicht möchte? Wenn man seinen Kindern besonders gute Lebensmittel kaufen möchte, wenn man ihnen die Welt zeigen will, Sportkurse mit ihnen besuchen, ... Jeder muss sein Leben selbst gestalten. Ich finde es nicht richtig das zu bewerten und gleich zu behaupten andere würden über ihre Verhältnisse leben und nicht das beste für ihre Kinder wollen, nur weil sie nicht so lange zu Hause bleiben wollen. Eine Mutter besteht aus mehr als nur dem Muttersein, sie kann auch noch ein eigenes Leben haben!

      (12) 22.02.19 - 15:21

      Sorry ,aber wieso gleich so giftig ?nein ,muss man nicht .mein Mann verdient auch etwas über 2000 netto ,plus Kindergeld und wir können es uns erlauben 2x3 Jahre Elternzeit ,also 6 Jahre am Stück beim Kind bzw bei beiden Kindern zu bleiben ,ich müsste eigentlich dauerhaft nicht arbeiten gehen ,weil wir hinkommen .Möchte ich natürlich irgendwann wieder .Aber manchmal hat man vorher viel zu viel Gedanken und am Ende klappt es perfekt .Viele sagen sie könnten es sich nicht leisten (obwohl der Mann genug verdient )und machen dann anderen Angst ,dass auch sie sich es nicht „leisten „ könnten .dabei braucht man tatsächlich so wenig „wirklich „ .man muss nur seine Prioritäten anders setzen

      • (13) 22.02.19 - 20:37

        Also ich weiß nicht wo ihr lebt oder ob ihr vielleicht keine Miete zahlen müsst, o.ä. Aber von 2000 € netto + Kindergeld kann man nur in wenigen Gegenden von Deutschland leben.

        Wir leben in einem großen Ballungsraum und müssen allein fürs ganze Thema Wohnen (inkl. Nebenkosten, Strom, Telefon, Hausratversicherung) schon 1.600 € ausgeben. Da kannst du dir schnell ausrechnen, dass man auch mit einem deutlich besseren Gehalt keine großen Sprünge macht und Durchschnittsverdiener nicht mit einem Gehalt auskommen.

        • (14) 22.02.19 - 20:42

          Wir leben in der Nähe von Hannover ..haben auch unsere Ausgaben wie Miete ,Strom ,2 Autos (ich wäre auch bereit eines abzugeben wenn es daran scheitern würde ),Handy ,Internet ,Sky ,Berufsunfähigkeit ,Hausrat ,Lebensversicherung ) und wir kommen rum . Natürlich können wir in der Zeit nicht besonders viel sparen und auf großem Fuß leben aber wir müssen auch nicht an unsere Ersparnisse

          • (15) 22.02.19 - 20:49

            Tja, die Gegend kenne ich zufällig ziemlich gut. Da zahlt man zum Teil nur 4,50 € Kaltmiete pro Quadratmeter. Deine Rechnung kannst du ja mal jemandem vorlegen, der im Raum Frankfurt, München, Köln, etc. lebt. Da können die nur müde lächeln oder fangen wahlweise an zu weinen.

            • (16) 22.02.19 - 20:52

              Wir haben 900 Euro Miete .natürlich ist das nicht viel im Gegensatz zu deiner .aber ich würde halt auch lieber ins ländliche ziehen ,als mir am Ende nichts oder kaum etwas leisten zu können . Das muss ja jeder selbst entscheiden . Ich find nur nicht gut dass hier Frauen angefeindet werden ,die jahrelang Steuern gezahlt haben und der Partner auch zählt,ob es nicht einen anderen weg gibt .es müsste eher Geld für diejenigen geben ,die keinen Kitaplatz in Anspruch nehmen und sich dazu entscheiden zuhause zu erziehen

              • (17) 22.02.19 - 21:01

                Hier wird gar keiner angefeindet. Es gab einen Hinweis, dass der Steuerzahler (ja, auch die Eltern selbst) immerhin schon Elterngeld zahlen, was doch wohl gar nicht schlecht ist.

                Das bayrische Modell den Familien einen Bonus zu zahlen für die Heimbetreuung halte ich für absolut falsch, da es falsche Anreize setzt. Du kannst dich doch über die Ersparnis der Kita-Kosten freuen, das muss doch reichen! Schließlich sind die Kita-Plätze auch nicht umsonst.

            (18) 22.02.19 - 20:53

            Du redest von den teuersten Städten Deutschland .da ist es auch kein Wunder dass das Geld nicht reicht .aber dort wird man sich auch nie ein Eigenheim schaffen können etc .ich mein ihr habt euch den Wohnort ja selbst ausgesucht und seid dort glücklich .dann kannst du ja jetzt nicht sagen „ihr habt gut reden „. Ihr könntet ja auch woanders leben

            • (19) 22.02.19 - 20:57

              In der Tat wohne ich da freiwillig und kann mir da sogar Eigentum leisten ;-)

              Andere Leute sind einfach hier geboren, arbeiten irgendwo am Fließband und können noch aussuchen, ob sie viel Geld fürs Pendeln ausgeben wollen oder lieber teure Miete zahlen. Macht nicht so nen wahnsinns Unterschied.

              Im Gegensatz zu dir bin ich wohl in der Lage nicht mein eigenes Leben als "Musterbeispiel" für das Leben aller zu betrachten, sondern kann mich durchaus in andere Lebenslagen eindenken. Und du wirst es nicht glauben, in der Nähe von Hannover bin ich aufgewachsen und will da jetzt nicht mehr tot überm Zaun hängen und wenn ich dort umsonst wohnen könnte. Jeder wie er mag...

              • (20) 22.02.19 - 21:00

                Wenn du dir das alles so locker leisten kannst ,wo kleine Wohnungen an die Million gehen 😅wieso gibst du dein Kind dann so früh in fremde Hände ?wenn es nur darauf basiert ,dass es möglich ist wenn beide arbeiten ,dann hätte ich mir lieber woanders ein Haus gekauft und dafür Zeit mit meinen Kindern

                • (21) 22.02.19 - 21:06

                  Weil ich meinen Job auch liebe und er zu mir gehört, er ist Teil des Menschen der ich bin. Können andere vielleicht nicht nachvollziehen, die Sachbearbeitung o.ä. machen. Aber ich könnte meinem Job niemals 3 Jahre den Rücken kehren ohne dabei selbst zu verkümmern.

                  Und ja, zufällig ermöglicht er es uns als Familie gleichzeitig noch auf Endeckungstour in der Welt zu gehen mit unseren Kindern, etc. Was ich für wichtig halte, damit meine Kinder offene, tolerante, neugierige, wissbegieriege und unvoreingenommene Menschen werden!

                  Und nein, das Einfamilienhaus auf dem Land ist das letzte was ich will!

                  • (22) 22.02.19 - 21:15

                    Ich denke die Kinder werden später eher an eine Mama denken die da war ,besonders als sie ganz klein waren ,als an luxuriöse Urlaube .die bilden den Charakter eines Menschen nicht ,sondern die Wette die die Eltern vorleben und vermitteln .verstehe auch deine Ansicht nicht .es geht hier lediglich um die elternzeit und nicht darum sich ganz oder den Beruf aufzugeben .da brauchen Kids keine dicken Urlaube ,sondern Eltern die da sind und nicht nur kurz nach Feierabend bevor es ins Bett geht .vielleicht machst du dir mal die Mühe und liest meinen Artikel .

                    • (23) 22.02.19 - 21:22

                      Ja, und meine Elternzeit sind halt 2 Jahre, in denen ich im zweiten Jahr in Teilzeit arbeite. Zwing doch nicht alle 3 Jahre Elternzeit zu machen.
                      Und um "Luxus" geht es nicht, sondern genau darum - um Wertevermittlung. Zu sehen, dass Leute woanders auf der Welt ganz anders leben als wir, ggf. mit viel weniger.

                      Und ich bin da und Kinder erinnern besonders an ganz tolle quality time, das weiß ich aus meiner eigenen Kindheit. Es kommt darauf an, wie wertvoll man die gemeinsame Zeit verbringt und das hat nichts mit einer Stundenanzahl zu tun. Und so zu tun als hätte man nichts von seinen Kindern, weil man die 30 oder 35 Std. pro Woche in die Betreuung gibt... ich bitte dich!

                      • (24) 22.02.19 - 21:28

                        Kids die 0-3 Jahre sind brauchen noch nicht wissen ,wie irgendwo jemand lebt,das reicht auch danach noch völlig aus .sie sind in so einem Alter noch im Garten mit Pool zufriedener .ich würde mein Kind dafür nicht in die KinderKrippe geben ,sondern eher solche Reisen ausfallen lassen,aber jedem das seine :) glaube wir erziehen komplett anders und haben komplett andere Einstellungen .ich habe selbst auch einen schönen Beruf und freue mich auch wieder einzusteigen ,aber erst wenn meine Kids aus dem gröbsten raus sind .

                        (25) 22.02.19 - 21:33

                        Ja aber mal ganz ehrlich ,was hast du denn dann noch wirklich davon ?wenn du 35 std arbeitest ?da bringst du sie doch nur noch ins Bett ,überspitzt gesagt .meine 3 jährige geht um 19 Uhr schlafen .da ist der Tag gelaufen .als ich 40 std arbeitete ohne Kinder ,war der Tag schon so gelaufen ,aber mit Kindern möchte ich mir das gar nicht vorstellen 🙈wenn man um 8 Uhr anfängt , ist man doch vor 17 Uhr nicht zuhause inkl abholen aus der Kita .dann isst man noch zusammen Abendbrot und das war’s doch schon .ja so ist das Leben dann eben .aber die elternzeit gibt es ja nicht umsonst ,wieso sollte man die nicht voll ausnutzen ?sobald ich auch nur 20 std wieder arbeite ,werde ich nicht vor 14 Uhr abholen können .das wird dann der Fall sein ,wenn der kleine auch so weit ist ,aber bis dahin genieß ich das alles

Top Diskussionen anzeigen