Kündigung während der Schwangerschaft

    • (1) 19.02.19 - 18:35

      Hei,
      ich hatte heute meine Kündigung im Briefkasten und war total schockiert. Ich komme mit allen klar, mein Vorgesetzter hatte sogar den Vorschlag gemacht, dass ich von zuhause aus arbeiten könne sobald das Baby da ist. Ich war jetzt die letzte und diese Woche krank geschrieben und heute war die Kündigung im Briefkasten. Ich bin noch in der Probezeit, aber habe gelesen, dass die Kündigung auch dann unwirksam ist.
      Kann mir einer helfen und sagen wie ich weiter verfahren soll. Ich bin schockiert und habe unglaublich Angst dass das durchgeht.

      Danke schon mal.

      • Huhu,

        mach dir bitte keine Sorgen. Du hast Kündigungsschutz. Sogar noch 2 Wochen rückwirkend. Ich persönlich würde an deiner Stelle aber noch eine ärztliche Bescheinigung per Einschreiben mit Rückschreiben hinschicken, damit nicht nachher Jemand sagen kann das er nichts von der Schwangerschaft wusste.

        Lg

      Hallo oktoberundaugustmama,

      die Kündigung ist unwirksam, da Schwangere einen besonderen Kündigungsschutz genießen. Hole dir ein Attest bzw. eine Bescheinigung bei deinem Frauenarzt und gebe diese bei deinem Arbeitgeber ab. Die Kündigung ist dann nicht zulässig.

      https://www.ra-potratz.de/kuendigung-einer-schwangeren.html

      Viel Erfolg #klee und LG,
      Julchen

      https://www.ra-potratz.de/kuendigung-einer-schwangeren.html

      https://marktforschung-portal.de/schwangerschaft-probezeit-kuendigung/

      😊ich würde sagen du bist „sicher“ aber unmöglich ist das von deinem Chef ja schon 🙈

      Ich würde den Chef Mal auf das Mutterschutzgesetz hinweisen und ihm mitteilen das du die Kündigung deshalb nicht akzeptierst. Bitte schriftlich am besten als Einschreiben/Rückschein. Sollte er darauf beharren geh sofort zu einem Anwalt für Arbeitsrecht. Da du im Recht bist kostet dich das eigentlich auch nichts , soweit ich weiß.

      • (10) 20.02.19 - 12:02

        Nein auf keinen Fall mit Einschreiben/Rückschein! So kann man nämnlich im Streitfall den Zugang gar nicht beweisen.
        Am besten unter Zeugen übergeben oder in den Geschäftsbriefkasten unter Zeugen (die auch den Inhalt bezeugen können) eingeworfen.
        Und logischerweise kostet ein Anwalt etwas, der arbeitet doch nicht für umsonst! Und da fast alle Streitigkeiten vor dem Arbeitsgericht per Vergleich enden und die Kosten gegeneinander aufgehoben werden, bliebe sie auf ihren Kosten sitzen. das ist also auch ein ganz schlechter Rat!
        Sie kann und sollte beim ArbG ohne Kosten selbst Kündigungsschutzklage erheben. Sie benötigt keinen Anwalt dazu.

        • (11) 20.02.19 - 12:39

          Bei Einschreiben Rückschein ist das Datum des Zugangs auf dem Rückschein vermerkt und muss ja auch unterschrieben werden, somit also belegbar. Wenn persönlich , dann schon mit Doppel und darauf ne Unterschrift geben lassen. Mein Exmann wurde auch gekündigt und im Erstgespräch mit dem RA für Arbeitsrecht wurden wir direkt darauf hingewiesen, daß die Kosten dem Beklagten auferlegt werden, da dieser im Unrecht war, sofern mein Mann nicht weiter dort arbeiten möchte. Er hätte nun Mal nicht fristlos kündigen dürfen und war somit im Unrecht. Natürlich kommt es darauf an, ob man einem Vergleich zustimmt. In unserem Fall wurde der Arbeitgeber zu den 3 Monaten Lohn ( Kündigungsfrist war so) und Abfindung verdonnert, sowie die gesamten Gerichts- und Anwaltskosten, weil wir eben keinen wollten, denn mein Mann wollte nach der Aktion natürlich nicht mehr dort arbeiten und das wäre Bestandteil des Vergleichs gewesen. Es sind meine Erfahrungen und die habe ich mitgeteilt - wie es die TE nun regelt ist ihr überlassen auf jeden Fall würde ich rechtlichen Beistand empfehlen, der kann schließlich auch auf die Kündigung reagieren und für die TE agieren. Wenn ein Arbeitgeber schon widerrechtlich kündigt, würde ich! ungern noch was persönlich machen. Frage ist, ob man da echt anschließend noch arbeiten möchte!? Aber klar ist, es ist widerrechtlich und man kann sich immer noch Gedanken machen, was nach der Elternzeit kommt ob kündigen oder nicht 😉

          • (12) 20.02.19 - 13:06

            Nein, da bist Du schlicht falsch informiert. Einschreiben mit Rückschein ist eben keine empfehlenswerte Zustellmethode. Das kannst Du auch überall im Internet nachlesen. Das ist ja nun kein Geheimnis.
            Ist der Empfänger nämlich nicht anzutreffen, erhält er lediglich ein Abholschein von der Post. Es besteht die Möglichkeit, dass der Empfänger den Brief gar nicht abholt und so nichtmal in den Besitz des Briefes kommt. Vom Datum, WANN er zur Post geht (und dann wahrscheinlich gewisse Fristen nicht eingehalten wurden) ganz zu schweigen. Denn erst, wenn der Empfänger den Brief tatsächlich in den Händen hält, ist der Zugang gegeben und eben NICHT, wenn die Post ihn darüber informiert!
            Losgelöst davon hast Du als Absender immer die Beweislast, was IN DEM BRIEF war. Die Post weist nur die Zustellung (oder eben vergeblicher Zustellversuch) nach, gewiss nicht den Inhalt.
            Und nein, der Empfänger muss auch nicht unterschreiben. Es reicht völlig ein Zeuge bei der Übergabe/Einwurf.
            Und bzgl. Anwalt und Kosten habe ich Dir die Rechtslage ja bereits oben erklärt.
            Da bitte nochmal nachlesen.

            • Exakt.
              Niemals Einschreiben oder Einschreiben mit Rückschein bei sowas. Am besten immer persönlich! Wenn Chef nicht da und zb Kleinbetrieb, dann mit einem nicht verwandten oder verschwägertem Zeugen auftauchen.
              (Natürlich steht außer Frage, dass es arschig vom AG ist..sie schrieb Probezeit..ggf weiß er von der SS und ist einfach nicht begeistert, dass die "neue Kraft" direkt schwanger + EZ weg vom Fenster ist? Hab selbst 2 Kids, aber diese in einem 16 Jährigen Arbeitsverhältnis bekommen..bissel verstehen tu ichs also..betone ein "bissel" und es ist jetzt deffinitiv nicht rechtens..aber dann kommt die Kündigung sicherlich, sobald die TE aus der EZ kommt..kann ich mir vorstellen..)

    Hallo, also das geht definitiv nicht. Dein Arbeitgeber hat kein Recht dich zu Kündigung bis zum Ende von deinem Mutterschutz.
    Erste Frage ist : hast du deinem Arbeitgeber die ärztliche Bescheinigung eingereicht, dass du schwanger bist? (Das ist dazu gut, damit er nicht abstreiten kann, dass er über deine Schwangerschaft informiert wurde) Falls nicht - hol dir eine bei deinem FA und schick am besten per Einschreiben mit Rückschritt noch zu - dafür hast du 2 Wochen nach Erhalt der Kündigung nich Zeit. Und parallel - eine Kündigungschutzklage bei dem zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

    LG Ira

    • P.S. Du brauchst dafür keinen Anwalt, beim Arbeitsgericht ist das kein Zwang.
      Außerdem, wenn du dir unsicher bist: Bei deiner zuständigen Arbeitsagentur ( wo du dich jetzt eh innerhalb von 3 Tagen melden musst) gibt es entsprechende Rechtsberatungstelle - die helfen Dir auch.

Hallo, du hast während der Schwangerschaft Kündigungsfrist. Mit der Kündigung direkt aufs Arbeitsgericht und Kündigungsschutzklage einreichen. Wenn du deinen Arbeitgeber mündlich mitgeteilt hast damit du schwanger bist reicht das auch. Du bist nur verpflichtet etwas schriftlich zu bringen wenn er das verlangt. Er muss dieses Attest im Anschluss auch bezahlen.
LG RED84

Hallo

Wenn es nur eine Kündigung von deinem AG ist, ist diese unwirksam. Du musst dich jedoch innerhalb von 3 Wochen an das für dich zuständige Arbeitsgericht wenden (Achtung kostet etwas). Anderes gilt wenn dein AG die Zustimmung zur Kündigung von der hierfür zuständigen Stelle erhalten hat (bezweifel Ich hier aber) dann ist es möglich dich zu kündigen, kannst dich aber auch gegen wehren.

Hi, das ist echt fies. Also grundsätzlich hast du Kündigungsschutz. Es gibt allerdings Ausnahmen, die aber durch die zuständige Aufsichtsbehörde bestätigt werden müssen. Hier müssen die Kündigungsgründe nachweislich nichts mit der Schwangerschaft zu tun haben. Auch in der Probezeit. Hast du was zur Ss Mitteilung schriftlich? Ansonsten würde ich das nachholen, vllt mit Bezug auf den Paragraph 17 Mutterschutzgesetz. Auf jeden Fall würde ich die zuständige Aufsichtsbehörde kontaktieren, die können Dich besser beraten. Bist du rechtsschutzversichert? Ich würde da auch anrufen.

(19) 19.02.19 - 20:46

Huhu, selbst wenn du gekündigt wirst, hast du zwei Wochen Zeit zu sagen dass du schwanger bist und die Kündigung ist unwirksam. Die ist es auf alle Fälle. Wo arbeitest du denn? Kannst du dir ein BV geben lassen? Dann müsstest du nicht mehr dort arbeiten und hättest dein Geld.
Auf alle Fälle würde kch anrufen und fragen was das soll?! Aufgrund von Krankheit darf er dich nämlich auch nicht kündigen.

  • Ich habe meinem Vorgesetzten vor ca. 4 Wochen mitgeteilt dass ich Schwanger bin - nur mündlich.

    Ich arbeite im Büro im Verwaltungsbereich. Ich möchte ungern wieder da hin auch wenn die Klage positiv ausgeht.

    • (21) 19.02.19 - 20:57

      Kann ich verstehen. Würde keiner gerne. Ich denke aber genau darauf hofft er. Ich verstehe das nur nicht....
      Rede doch mal mit deinem Frauenarzt. Meine würde mir dann ein BV aussprechen oder mich einfach durchgehend krank schreiben. Bzw kannst du wenn du nach 6 Wochen zu einem anderen Arzt gehst und eine neue AU bekommst, Krankengeld umgehen. Ist aber Sau nervig.
      Ich hab bei einem großen Unternehmen in der Wahrenverräumung gearbeitet. Als ich sagte ich bin schwanger meinte mein Chef nur ja dann müssen sie halt kündigen. Bis ich das BV und dann auch das richtige von ihm bekommen habe, waren viele Telefonate bei der Personalabteilubg und Betriebsrat notwendig. Aber es hat sich gelohnt. Wie weit bist du denn? Bzw wann ist Mutterschutz? Lass dich von dem A**** nicht unterkriegen

      • Danke dir. Werde auf jedenfall morgen einen Anwalt aufsuchen und meinen Frauenarzt nach einem bv fragen.

        • Ein BV? Wegen was?

          Geh zum Chef mit der schriftlichen Bescheinigung der Schwangerschaft und lass schriftlich geben, dass die Kündigung zurück genommen wird.
          Du kannst auch die Aufsichtsbehörde informieren, die helfen Dir. Notfalls wirklich Klage.

          Allerdings solltest du tatsächlich die A...backen zusammenkneifen und einfach wieder arbeiten gehen!

          Du bekommst ein Baby, da solltest du erwachsen agieren.

          • (24) 20.02.19 - 08:17

            Ja man kann "erwachsen" reagieren sich durch beißen und es kann dabei einen permanent schlecht gehen.. oder man kann auf sich selber achten, die Schwangerschaft genießen und daheim bleiben. Der Chef möchte sie doch eh nicht. Kosten entstehen ihm auch nicht, da er das Geld von der Krankenkasse wieder bekommt.
            Das hat meiner Meinung nach auch nichts mit ich bin faul und hab keine Lust auf Arbeit zu tun. Ich persönlich hätte keine Lust, wo zu arbeiten, wo mich der Chef so feige und hinterlistig gekündigt hat.

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