schwierige Situation die uns erwatet - Ersuchen euren Rat bezgl. Elterngeld

    • (1) 07.03.19 - 09:33

      Hallo liebe Community,

      "wir" sind erneut schwanger :-) und erwarten unser Kind (Geschlecht noch unbekannt) mitte diesen Jahres. Damit einhergehend stellen sich uns etwaige Fragen, leider auch finanzieller Natur. Diesbezüglich ersuche ich euren Rat, da wir leider ziemlich ahnungslos sind, was Elterngeld und sonstige "Fördergelder"/"Zuschüsse"(??) betrifft.

      Kurze Frage vorweg:
      Könnten wir, außer dem Elterngeld (und natürlich dem Kindergeld) sonst noch irgendwelche "Zuschüsse" beantragen?

      Unsere momentane Ist-Situation (Inkl. Ein-und Augaben):
      Wir sind eine Patchwork-Familie. Eine Tochter brachte meine Frau mit in die Ehe (11 Jahre) eine Tochter brachte ich mit in die Ehe (10 Jahre, die aber nicht in unserem Haushalt lebt, sondern bei Ihrer Mutter) und wir haben einen gemeinsamen Sohn (3 Jahre) und nun kommt noch noch der Nachwuchs mitte diesen Jahres hinzu.

      Meine Frau befindet sich in der Berufsausbildung (2.Lehrjahr, wenn unser Kind auf die Welt kommt, hat sie das 2. Lehrjahr beendet und befindet sich im 3. Lehrjahr). Ihr Ausbildungsgehalt beträgt 680,-€ Netto (= Netto-Ausbildungsvergütung der letzten 12. Monate summiert und geteilt durch 12 Monate)
      Ich bin Angestellter, wechsel zum 01.04. die Firma und mein monatlicher Nettolohn beträgt rund 2500,-€ zzgl. 100,-€ Kindergartenzuschlag (Steuerfrei).
      Kindergeld bekommen wir 388,-€ mtl. (ohne das neue Kind).
      Für die Tochter meiner Frau bekommen wir vom Kindesvater keinen Unterhalt (nicht Berufstätig: ALG2)

      Unsere Ausgaben (um zu verdeutlichen weswegen unsere zukünftige finanzielle Situation, trotz meines recht hoehen Gehaltes, etwas schwierig wird):

      Kindergartengrippe (Für unser neues Kind): 380,-€
      Kindergartentagesplatz (für unseren 3 jährigen Sohn): 220,-€
      Kindesunterhalt für meine Tochter: 300,-€
      Fahrtkosten mtl.: 340,-€
      Versicherungen mtl.: 140,-€
      Miete (Haus) inkl. NK ink. Wasser und Heizung mtl.: 1290,-€
      Strom mtl.: 150,-€
      Internet/Telefon: 60,-€
      Essenskosten mtl.: 450,-€
      sonst. finanzielle Verpflichtungen mtl.: 200,-€
      berufliche Weiterbildung mtl.: 140,-€

      Gegenübergestellt wären dies:
      Einnahmen: ~3858,-€ (inkl. drittes Kindesgeld OHNE Elterngeld)
      Ausgaben: ~ 3670,-€

      folglich blieben uns mtl. nur noch 188,-€ zur Verfügung (ohne irgendwelche sonstigen Ausgaben die man während des Monats tätigt)
      Davon lässt sich auch kein finanzielles "Polster" für evtl. Rücklagen bilden oder sonstige freizeitliche Aktivitäten mit unser Kindern bewerkstelligen.

      Überdies stehen auch mal außer der Reihe Sonderahlungen an und wir haben Angst, dass uns solche "Sonderzahlungen" die wir leisten müssen (Nachzahlungen, Kfz-Steuer, Autoreparatur, Neugerätanschaffung, etc.) das "Genick bricht".

      Deshalb wollte ich erfragen, zum einen wie bereits oben aufgeführt, ob wir denn sonst noch etwas beantragen könnten?
      Und
      Wie wir das Elterngeld mit seinem Elterngeld Plus effizent nutzen könnten. Denn, egal wie ichs drehe und wende, der Elterngeldrechner gibt uns den mtl. mindestbetrag Betrag von 300,-€ aus.

      Hier gilt es vielleicht noch zu erwähnen, dass der Arbeitgeber meiner Frau sehr sehr kulant und human ist. Er sagte Ihr, dass er ihr bei der künftigen Planung was die Elternzeit / Mutterschaftsurlaub frei Hand lässt. Sie könne sich überlegen ob Sie zuhause bleiben, oder kurz nach der Geburt ihre Berufsausbildung weiter fortsetzen möchte. Egal ob Teil- oder Vollzeit.

      Klar, meine Frau ist nun zwiegespalten, den zum einen würde sie ganz gern so schnell wie möglich die Berufsausbildung beenden, zumal sie hier auch dann später die Berufsschulklasse wechseln müsste (was nicht all zu dufte wäre) und zudem könne sie auch dann ebenfalls früher ins Angestelltenverhälltnis wechseln, nach Abschluss der Ausbildung. Und zum anderen wäre sie auch gern Zuhause denn der kleine braucht ein Elternteil, gerade am Anfang um auch die Bindung zum kleinen/der kleinen zu stärken.

      Leider ist es so, dass aufgrund der schwierigen finanziellen Sitauation die uns bevor steht, sie es davon äbhängig machen muss.

      Wenn sie für ein Jahr zuhause bleiben würde, dann läge das Elterngeld, so glauben wir zu wissen, bei knapp 520,-€ und könnten hier den Grippenplatz im Kindergarten, unser zweit Auto inkl. Versicherung und etwaige Fahrtkosten einsparen, doch nur für 1 Jahr (max. 2 bei hälftigem Elterngeld). Aber dann wäre es, nach dieser Zeit, trotz alle dem problematik. Wir würden die ganze Problematik einfach nur aufschieben.

      Finde es selbst sehr sehr schade, dass das freudige Ereignis, welches uns bevorsteht, von diesem finanziellen Aspekt getrübt wird und damit etwaige Zukunftsängste einhergehen :-(

      Puhhhhh.... verzeiht bitte vielmals! Wollte euch nicht so zutexten. Doch um unsere Sitation vollumpfänglich zu verstehen /einschätzen zu können, bedarf es einiger Zeilen :-)

      Wir wären euch für eure Ratschläge sehr sehr dankbar!

      Liebe Grüße

      • Hallo

        Für die Kindergarten und Krippen Gebühren könnt ihr beim zuständigen Jugendhilfeträger meist Jugendamt der Stadt Kostenfreistellung oder Reduzierung beantragen. Ansonsten ginge Kinderzuschlag, Wohngeld oder aufstockendes Arbeitslosengeld 2. Letzteres solltet ihr zuerst beantragen, da dort auch Mehrbedarfe bezahlt werden. Bei allen wird euer Einkommen angerechnet abzüglich der unterschiedlichen Absetzbeträge.

        • aufstockendes ALG2 und Wohngeld bekommt man aber nicht bei 2500€ netto. Wenn es zu wenig geld wäre, müsste er ja denk ich auch kein Unterhalt zahlen, der würde ja dann vom unterhaltsvorschuss übernommen werden.
          Wenn ich sehe, knapp 4000€ Einnahmen inkl. Kindergeld, ich denke davon würden viele Familien träumen.

          • Von den Einnahmen sind aber bestimmte Ausgaben abzuziehen zb die Fahrtkosten zur Arbeit, die Versicherungen. Dann ist hier ja keine dreiköpfige Familie. Vom Erwerbseinkommen ist auch ein sog Selbstbehalt abzuziehen ca 300 € vom Elterngeld gibt es auch einen geschützten Betrag. Da kann am Ende schon ein kleiner Anspruch bestehen. Das Jobcenter rechnet dies aus und verweist dann auch auf andere Leistungen wenn es für Alg 2 nicht reicht.

            • eben, so unsere Hoffnung.
              Primär sieht man mein Einkommen und denkt sich gleich "der Verdienst ist zu hoch" und man erkennt aber nicht auf anhieb, welche Ausgaben eine 5-6köpfige Familie zu wuchten hat. Außerdem finde ich es schade, wenn dem so ist, dass man Familien diesbezüglich VORHER nicht weiterhilft, sondern erst dann, wenn das "Kind" in den Brunnern gefallen ist.
              Wenn ich nur beispielsweise 200-300,-€ weniger verdienen würde, dann sähe der Lohn auch noch hoch aus, doch würde keineswegs unsere Augaben decken. Also könnten wir hier unser Kind, welches wir mitte des Jahres erwarten, nicht in den Kindergarten bringen. Dies würde bedeuten, dass meine Frau komplett zuhause bleiben müsste, ergo, Ihre Ausbildung nicht mehr beenden könnte und schlussletzendlich bedeutet das auch, dass dadurch keine Mehreinnahmen mehr zu erwarten wäre, wie es Beispielsweise wäre, wenn sie die Berufsausbildung beenden und fest Angestellt werden würde.
              Entweder man würde hier zwangsläufig Schulden ansammeln (Was niemand will) oder aber wie gerade beschrieben.
              Aber hier braucht man eigentlich keine solch fiktive Situation aufzuführen, denn unsere Sitauation, so wie sie tätsächlich ist, reicht auch schon aus.
              Gesetz des Falles wir hätten die ein oder andere Mehrausgabe in Form von KFZ-Steuer, Nachzahlung von Strom/Wasser/Gas, ein Elektrogerät müsste erneuert werden, das KFZ müsste zur Werkstatt.... und so etwas passiert auch irgendwann einmal (sogar etwaige Dinge zeitleich lt. Murphys-Law), dann ständen wir auch mit dem Rücken an der Wand und müssten uns, wie in dem fiktiven Fall, für eine solche Variante entscheiden ---> Also entweder bricht meine Frau die Berufsausbildung ab oder aber wir sammeln Schulden an, weil wir irgendetwas anderes nicht mehr bezahlen könnten.

              Ich suche ja einfach nur nach einem Ausweg aus unserer misere. Ohne gezwungen zu sein, in eine finanzielle Notdürftigkeit zu rutschen (mal davon abgesehen, dass diese ja dann sowiso bestände) und das DANN ERST wir von etwaigen Ämter geholfen bekommen.

              • Ich weiß nicht wirklich, was Euch an Hilfe vorschwebt, die Ihr bekommt, ohne bereits bedürftig zu sein.
                Außerdem schreibst Du, eine 1- oder 2-jährige Elternzeit würde zwar Geld sparen, aber das Problem nach hinten schieben - Deine Frau lernt doch dann auch irgendwann mal aus und verdient ebenfalls...

                • Genau, diese Elternzeit würde meine Frau nehmen und Sie kann ja in der Elternzeit, in der Sie ganz für das Kind da ist, nicht die Berufsausbildung beenden. Folglich müsste sie dort, nach 1 oder 2 Jahren beginnen, in der Sie die Elternzeit angetreten ist. Was bedeutet, dass wir wieder genau da stehen würden, wo wir stehen, wenn sie die Elternzeit nicht antraten würde.
                  Kosten, die uns diesbezüglich bevorstehen, habe ich im Eingangsthread schon aufgeschlüsselt.

                  Der Eingangsthread beantwortet auch unsere "Erwartungshaltung" bzw was uns "vorschwebt". Hier frage ich diesbezüglich um Rat, was wir in unserer Situation, mit unseren Einnahmen und Ausgaben, noch beantragen könnten.
                  Wir sind leider nicht vom "Fach" und deshalb wollte ich hier nur Ideen/Vorschläge sammelt (Brainstorming-Konzept). Viele Sichtweisen und Meinungen zu einem Thema bringen einen für gewöhnlich weiter als die eigene. Und manchmal recherchiert man sich auch in Eigenregie "doof" und diesbezüglich kam ich an einem Punkt an, an dem ich mir dachte "gut, eröffne einfach ein Thread bei Urbia um mehrer Ratschläge einzuholen.

                  Wir gehen auch noch zu einer Schwangerschaftberatung, allerding ist dieser Termin erst Ende Mai, vorher war kein Termin zu bekommen.
                  Hier müssen wir auch sämtliche Einkünfte und Ausgaben "nachweisen" bzw. vorzeigen.
                  Anhand der darauf folgenden Kalkulation wird man uns wohl, so denke ich, weiterhelfen können.
                  Nichts anderes tat ich hier, meine Einkünfte und meine Ausgaben aufzuführen, in der Hoffnung, dass sich hier vielleicht jemand vom "Fach" aufhällt und uns diesbezüglich schon vorab einen Ratschlag zukommen lass könnte.

      Hallo...

      puh, blöde Situation. Aber ganz ehrlich... Du verdienst zu viel für Zuschüsse. Andere Väter verdienen das nicht und deren Frauen gehen z.b. garnicht arbeiten. Der Unterhalt Deiner Tochter wird denke ich wieder neu berechnet, da ja noch ein kind dazu kommt. Was Du für Ausgaben bezgl. Miete, Fahrtkosten usw. hast, interessiert die Ämter nicht. Da kein Recht auf Haus usw. ist. Msn könnte ja auch eine Wohnung haben. Finde 1450€ im Monat nur f. Haus u. Strom auch arg happig bei den Einnahmen. Wie gesagt, selbst wenn Deine Frau garkein Einkommen hätte, würdest du mit 2500€ zu viel verdienen (für Zuschüsse). Finde Eure Kita-Gebühren happig... oder ist das für Ganztagesplätze? Viell. kommt ihr besser weg, wenn Deine Frau die Ausbildung in Teilzeit weiterführt... wenn ihr Chef schon so kulant ist. da spart ihr einiges an Kita-Gebühren.

      glg

      • Viell. auch die Fahrtkosten versuchen zu reduzieren... z.b. Monatsticket mit dem Zug. Oder wenn man arg weit fahren muss, evtl. einen Umzug in Betracht ziehen, evtl. dort hin, wo die Mieten wesentlich günstiger sind.
        Ist nicht böse gemeint... sind nur Tips 😊

        • Auch dir danke ich vielmals für deine Antwort.
          Kein Proplem, habe ja um eure Ratschläge gebeten.
          Kaum zu glauben, doch die aufgelisteten Kosten sind schon komprimiert.
          Fahrtkosten sind und bleiben leider, da ich in einem Industriegebiet Arbeite (Schichtarbeit) und keine ausreichende Bus-und Bahnverbindung existiert. Auch besteht nicht die Möglichkeit einer Fahrgemeinschaft. Wurde alles schon von uns eruiert.

          Umzuziehen, in einer Zeit, in dem der Wohnraum sehr beschränkt ist (Familien müssen, trotz einer regulären Arbeit, in Notunterkünften wohnen) und der Tasache, dass alle unsere Kinder von jetzt auf gleich den sozialen Kontakt verlieren!? Vom benötigten Wohnraum mal abgesehen. Würden dies gern vermeiden. Außerdem ist ein Umzug auch mit erheblichen Kosten verbunden (Umzug ansich,Renovierung, Neuanschaffung Möbiliar, etc.).
          Ich möchte nicht uneinsichtig wirken, doch solch große "Geschütze" möchten wir zur Zeit noch nicht wählen müssen. Bleibt uns aber, im Falle eines "Wost-Case-Szenario" in Erinnerung.

      Danke euch vielmals für die zeitnahen Antworten.

      Nun ist es wahrscheinlich definitiv so, wie du schreibst: Das mein alleiniges Einkommen zu hoch ist und wir deshalb nicht gefördert werden.
      Bezüglich der Miete ist es so, dass wir mit 5 Personen (am WE wenn meine Tochter kommt, sind es 6 Personen) Wohnrum benötigen und deshalb das Haus. erschwerend kommt hinzu, dass in unserer Region die Wohnkosten sehr hoch sind und dies trägt zur hohen Miete bei.
      Funktionierte auch die ganze Zeit, nur jetzt, da wir aufgrund des Neuankömmlings Mehrkosten haben, wird ziemlich ziemlich eng.

      Die Kita-Gebühren sind für einen Ganztagskindergartenplatz. Welcher auch erforderlich werden würde wenn wir beide, wie jetzt auch, Ganztags arbeiten.

      Jetzt habe ich z.B. beim Thema Kinderzuschlag erlesen, dass die Höchsteinkommengrenze (wenn man dies so definiert?) individuel errechnet wird. Sprich: Man schaut in ner Tabelle wie der Satz für eine 5 köpfige Familie ist und hier gibt es wiederum eine Tabelle, die aufzeigt wiviel Prozent von den TATSÄCHLICHEN Mietkosten übernommen werden (wären in unserem Fall etwas über 60%), dann fließen hier notariell beglaubigte Unterhaltszahlungen (Betiefft ja die Unterhaltszahlung an meine Tochter) und hier ist auch die Rede von Wegkosten zur Arbeit, die in meinem Fall auch nicht unerheblich sind.
      Summa summarum kommt hier auch ganz schön was zusammen.
      Und, so denke ich, ohne das jetzt im Detail ausgerechnet zu haben, besteht die Möglichkeit dieser Fürderung in Form von dem Kinderzuschlag.

      Oder bin ich da komplett auf dem Holzweg?

      Liebe Grüße

Hallo,

seid ihr verheiratet? Wenn nicht steht deiner Frau bzw ihrer Tochter Unterhaltsvorschuss zu. Zum Rest kann ich nichts sagen. Alles Gute für euch.

Liebe Grüße

Top Diskussionen anzeigen