Phoovoltaik und Umsatzsteuer; wann lohnt es?

    • (1) 08.03.19 - 16:51

      Hallo,

      wir wollen uns eine Photovoltaikanlage anschaffen, um hauptsächlich unseren Eigenbedarf abzudecken. Die Einspeisung und damit die entsprechende Vergütung wird wahrscheinlich verhälntnismäßig gering ausfallen.

      Ich überlege nun wegen der Umsatzsteuer:
      Die Investitionskosten sind ja nun relativ hoch, da ist eine Erstattung der Umsatzsteuer natürlich interessant. Gleichzeitig würden wir ja relativ wenig Umsatzsteuer abfürhen müssen, da hauptsächlich zum Eigenverbrauch gedacht. Das ist doch eigentlich eine ideale Kombination, oder?

      Nach 5 vollen Jahren könnte mann dann in die Kleinunternehmerbesteuerung wechseln.

      Hat hier jemand entsprechende eigene Erfahrungen gemacht?
      Ich lese mich gerade in das Thema ein, und bin daher nicht sicher, ob ich da einen Denkfehler mache.

      Gruß
      brokkoli

      • (2) 08.03.19 - 17:47

        Rechne so, dass du herausfindest, ob sich die Photovoltaikanlage (+ Versicherung) selbst trägt.

        Grundsätzlich wird es Monate mit Überschuss geben und Monate, die zu großen Teilen durch den externen Versorger bestritten werden müssen, weil einfach keine Sonne da ist.
        Was ihr generieren könnt, hängt auch von vielen Faktoren ab. Dachneigung und Ausrichtung, Beschattung und Jahreszeit.
        Zudem gibt es eine maximale Menge, die generiert/eingespeist werden darf (prozentual ist 100% nicht erlaubt), was heißt, dass ihr einen Wechselrichter haben müsst, der in Abhängigkeit zum Eigenverbrauch regelt.

        Holt euch doch einmal unverbindliche Beratung ins Haus (am Besten aus der lokalen Umgebung)

        • (3) 08.03.19 - 17:58

          Hallo,

          vielen Dank für deine Antwort. Die Entscheidung für die Anlage ist bereits gefallen, auch der Anbieter steht bereits fest. Ich recherchiere gerade nur noch wegen der Umsatzsteuer, ob direkt die Kleinunternehmertätigkeit angegeben werden soll, oder für eine begrenzte Zeit Umsatzsteuer abgeführt werden sollte, um den Vorsteuerabzug geltend zu machen.
          Gruß
          Brokkoli

      (4) 08.03.19 - 18:49

      Denkfehler: Auch der Eigenverbrauch muss versteuert werden!

      Am Anfang Vorsteuer aus der Anschaffung
      Und danach jährlich
      (Eingespeisten Strom plus eigenverbrauchter Strom) x 19%
      ./. Vorsteuer aus Wartungsrechnung/anteilige StB Rechnung
      = Umsatzsteuer- Zahllast

      Nach 5 Jahren würde ich dann auf Kleinunternehmerregelung wechseln.

      Rechne mit Euren Zahlen, ob es sich lohnt, die Vorsteuer vom FA zu holen.

    Hallo,
    Ich hab die dazu einen Link rausgesucht. Kannste dir ja mal durchlesen.

    https://www.iww.de/mbp/experten-berichten-aus-der-praxis/der-praktische-fall-fotovoltaikanlage-zur-kleinunternehmerregelung-wechseln-und-umsatzsteuer-sparen-f106713

    Viele Grüße

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