wie lange steht mir alg1 zu?

    • (1) 11.03.19 - 15:36

      Hallo, ich bekomme ab April ALG1 , da ich meine Stelle nach der Elternzeit kündigen musste, da wir keine Betreuung bekommen haben, gesperrt werde ich nicht. Ich lese im Internet die verschiedensten Antworten, wie lange mir das Geld "zusteht". Ich bin im Dezemer 2016 angefangen und das Kind kam im Januar 2018, ein Jahr Elternzeit von Januar 2018 bis Januar 2019, zwei weitere Monate normal gearbeitet (Mann in Elternzeit). Ohne meine Elternzeit komme ich also auf knappe 15 Monate arbeiten plus 1 Jahr Elternzeit. Gilt die Elternzeit als versicherungsplfichtig angestellt und ich habe somit Anspruch auf 1 Jahr ALG1? Danke euch

      • Anspruch auf ALG 1 hast du nur, wenn du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst.
        Und auch nur in dem Umfang, in dem du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst.
        Ohne gesicherte Kinderbetreuung tust du das nicht bzw., falls du stundenweise arbeitest, nur sehr eingeschränkt.

        Mit der Angabe, die du gemacht hast, stehst du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und hast somit aktuell gar keinen Anspruch.

        Wenn du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst, dann in diesem Rahmen.

        Die Dauer ist davon abhängig, wie schnell du etwas findest. Dann bis Arbeitsbeginn wie es im Arbeitsvertrag steht.

        Hältst du dich an die Vorgaben und arbeitest entsprechend mit (Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche, theoretisch sofort Einstieg in eine neue Arbeit sobald gefunden), sind es - glaube ich - 12 Monate.

        Wobei es sich verschieben kann, bei
        - Krankheit mit AU (wird aber nicht pro Tag auf Tag angerechnet, sondern pro krankgeschriebenem Tag x% Verlängerung)
        - Weiterbildung, die zur besseren Wiedereinstellung führt. Auch dann kann es sich verlängern, da man in der Zeit ja nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, aber gleichzeitig einiges dafür tut, um die Chancen deutlich zu erhöhen

        - verkürzen kann sich der Anspruch, wenn man dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung steht. Dann müsste man klären, warum und wie man Hilfe findet.
        Krankenkasse, Rentenversicherung, Partner, Betreuungsmöglichkeiten usw.


        Während des ALG1 Bezugs hat man meistens eine Ansprechperson (sollte man zumindest, dort wo ich es kenne), die einem bei der Jobsuche unterstützt, Angebote schickt, Bewerbungstipps gibt (manche machen es, manche nicht), Häufigkeit der verpflichtenden Bewerbungen in Zeitraum x (abgesprochen) klärt usw.

        und da kann man dann auch so spezielle Fragen stellen, wie lange man selbst Anspruch hat, mit welchen Faktoren, in welcher Höhe, was passiert, wenn man welchen Zeitraum wie überschritten hat usw.

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