Kleinunternehmer Ehepartner

    • (1) 18.03.19 - 07:48

      Guten Morgen,

      vielleicht kann mit jemand weiterhelfen :). Mein Mann hat ein Kleinunternehmen und seit diesem Jahr vermehrt Aufträge angenommen. Nun haben wir überlegt das ich mit einsteige und ihm im Papierkram unterstütze. Sprich Unterlagen vorbereiten, Rechnungen schrieben, etc.. Jetzt sind wir uns uneinig wie wir das angehen. Wir arbeiten beide hauptberuflich Vollzeit. Wäre es sinnvoll innerhalb der KMU eine gbr zu gründen sodass beide selbstständig sind? Oder ist eine familiäre Mithilfe auch möglich, die ich mir aber entlohnen lassen möchte. Wichtig wäre mir schon, dass ich ebenfalls offiziell Mitunternehmer bin, da dies nach meinen Infos beim Arbeitgeber einfacher ist als als eine Anstellung zwecks Versicherung etc.

      Vielleicht hat ja jemand einen Tipp :)

      • Nein, es ist nicht einfacher und unterliegt eigentlich den gleichen Regelungen. Nur lassen sie sich leichter unterlaufen, da Kontrolle fast unmöglich ist.

        Ich empfehle euch den Gang zum Steuerberater. Es geht hier nicht nur darum, was finanziell besser ist, sondern auch darum, was legal ist, was beachtet werden muss, was auf keinen Fall passieren darf, was unbedingt zusätzlich gemacht werden muss,...
        Das Finanzamt schaut jedenfalls bei „Familienunternehmen“ sehr gern und sehr genau hin.
        Eine GbR ist die allerschlechteste Form der Gesellschaften - von der Haftung. Da wollt ihr euch jetzt auch noch beide reinziehen lassen? Im Fall der Fälle ist euer gesamtes Privatvermögen weg. Lasst euch da echt mal beraten!

        • Vielen Dank für deinen Hinweis, wahrscheinlich ist ein Steuerberater wirklich nicht verkehrt...

          • Ich weiß nicht, wieviel Stunden ihr beide in eurem Hauptjob arbeitet, ich hoffe aber, ihr fallt nicht schon über die Stundenfalle. Ihr fallt beide unter das Arbeitszeitgesetz, da ihr Arbeitnehmer seid - die Regeln gelten für Hauptjob UND Selbstständigkeit ZUSAMMEN. Ihr dürft die Zeiten nicht überschreiten.

            • Ja das wissen wir auch, es handelt sich bei der Nebentätigkeit um max. 10h im Monat. Somit kein Problem.

              • Hallo,

                warum lässt Du Dich dann für die zehn Stunden nicht als Minijob bei Deinem Mann anstellen. Stundensatz 45 €, die er dann wiederum steuerlich absetzen kann? Oder ist der Ertrag der Firma so groß mit 2x10 Stunden Einsatz, dass Du unbedingt mit das Risiko tragen willst?

                Liebe Grüße Andrea

              • Dann macht doch lieber einen Vertrag, der regelt, dass euch das Unternehmen hälftig gehört, du jedoch nur stiller Teilhaber bist. Du kannst als Familienmitglied jederzeit mithelfen. Damit wäre zumindest die Hälfte euer Privatvermögens erstmal geschützt, du hast trotzdem die Hälfte des Unternehmens und beziehst auch noch ein geringes Einkommen daraus. Das könntest du realisieren, wie du willst. Machbar ist die kostenlose VORÜBERGEHENDE Hilfe als Familienmitglied, Anstellung als Minijobber (kommt auf Gesellschaftsform an) oder eben nur die Mitarbeit als Unternehmer mit quasi voller Haftung.

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