Nur Minijobber einstellen?

    • (1) 21.03.19 - 12:28

      Hallo zusammen,

      ich arbeite nebenbei in einem Minijob. Kundenbetreuung via Chat. Der Chat ist 14h am Tag, 7 Tage die Woche besetzt und wir sind mittlerweile 8 Minijobber. Aus Prinzip stellt man keine "richtigen" Angestellten ein, sind zu teuer, mit all den Sozialabgaben.
      Ich habe ein wenig gegooglet und nichts gefunden - ist es überhaupt rechtens, dass man ausschliesslich mit Minijobbern arbeitet?

      Wäre cool, wenn da jemand was wüsste.

      • Ja, der Arbeitgeber darf ausschließlich Minijobber einstellen. Es hat bei bestimmten Jobs durchaus Vorteile mit Minijobbern zu arbeiten - die Sozialabgaben zählen mal definitiv nicht dazu. Hast du es auch nur einmal selbst ausgerechnet, was da rauskommt? Das kostet ungefähr das Gleiche. Machte echt kaum einen Unterschied.
        7 Tage die Woche darf schon einmal kein Arbeitnehmer arbeiten. Es müssen also zwangsweise mehrere Arbeitnehmer sein. Eine Urlaubs- und Krankenvertretung muss auch da sein. Mehrere Leute können sich immer gegenseitig vertreten im Notfall - eine einzige Festangestellte Person kann das nicht. Wenn die krank wird oder in Urlaub will, läuft im Unternehmen nix mehr.

        • Das das nicht ein AN alleine schafft, ist mir durchaus klar, es handelt sich hierbei ja wöchentlich um 98 Arbeitsstunden die anfallen, das sind also locker 3 Vollzeitstellen (Arbeit, Krankheit etc.pp.) plus Minijobber. Aktuell sind es aber nur 8 Minijobber.

          • Nein, es handelt sich bestenfalls um 2 Vollzeitstellen und um eine Teilzeitstelle.

            Aber irgendwie müssten Entweder einige Minijobber aufgestockt werden oder noch zwei Minijobber eingestellt werden, es sei denn der Chef arbeitet mit und fängt die restlichen Stunden bei euch auf.

            • Unterschreitung des Mindestlohns, keine Gewährung von bezahltem Urlaub oder Lohnfortzahlung bei Krankheit und Chef arbeitet noch mit. Nur wenn ich da raus gehe, dann will ich eben ggfs. nicht nur dem Zoll Bescheid geben.

              • Die Unterschreitung des Mindestlohnes hat doch aber mit der Art des Arbeitsverhältnisses nichts zu tun. Und soweit ich mich erinnere, hat auch der Minijobber ganz normal Urlaubsanspruch und Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

              • Du darfst natürlich dem Zoll Bescheid geben, nur die Wahrscheinlichkeit dass du einen Vollzeitvertrag bekommst ist gering. Der Chef wird das wohl durch seine eigene Mitarbeit erklären können.
                Eigentlich wäre es doch sinnvoller erstmal zum Chef zu gehen und über das eigene Gehalt zu verhandeln, oder? Vielleicht springt ja so direkt ein Midijob für dich raus. Rechne es vorher aus und zeige es deinem Arbeitgeber - die Sozialabgaben steigen wirklich kaum wahrnehmbar. Aber regelmäßige Kontrollen von diversen Ämtern sind nun mal die Regel - und Nachzahlungen und Strafen sind nicht so das Wahre.

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