Unterhaltszahlung für Kind bei Arbeitslosigkeit

    • (1) 26.03.19 - 10:12

      Hallo,

      mein Freund hat aus 1. Ehe einen 12 jährigen Sohn. Er ist von seiner Frau geschieden. Unterhalt hat er bis einschließlich Januar immer bezahlt. Dann kam seine Kündigung zum 15.2.
      Arbeitslosengeld wurde beantragt, aber aufgrund einiger Ungereimtheiten bis dato nicht gewährleistet.

      Seine Ex-Frau macht jetzt natürlich sehr viel Druck (verständlich, keine Frage. Keine Vorwürfe ihr gegenüber!). Aber mein Freund kann sich das Geld eben auch nicht von den Rippen schneiden.

      Welche Möglichkeiten gibt es? Der Unterhaltsvorschuss greift scheinbar nicht, weil das Kind 12 Jahre alt ist. Ich hab irgendwo mal gelesen, dass ein Kind bis einschließlich 17 Jahre Recht auf diesen Vorschuss hat. An anderer Stelle ist die Rede von 12 Jahren.

      Woher soll mein Freund das Geld denn nehmen? An wen wendet man sich? Wer ist zuständig?

      Und dann noch etwas anderes. Es ist immer die Rede von alleinerziehenden Müttern. Was, wenn die Frau neu geheiratet hat? Gilt sie dann immer noch als alleinerziehend? Das Kind wurde von dem neuen Partner nicht adoptiert.
      Die Mutter beschwert sich, dass das Geld nicht reicht. Im Gegenzug kauft sie für ihrem Sohn aber ein eigenes Sportpferd.

      Bitte nicht falsch verstehen! Mein Freund ist sich bewusst, dass er für seinen Sohn zahlen muss. Das Wohl des Kindes usw. Er will sich nicht davor drücken. Er KANN nur momentan einfach nicht zahlen.

      Er sitzt auch nicht auf der faulen Haut. Hat Bewerbungsgespräche. Teils vom Arbeitsamt vermittelte, teils aus eigener Initiative. Er ist nicht wählerisch. Hat sogar den Staplerschein gemacht usw. Bislang leider alles ohne Erfolg.

      Ihn belastet die ganze Situation zunehmend. Manchmal hab ich das Gefühl, er fühlt sich als Versager, weil er nicht mal mehr für sein Kind aufkommen kann.

      Wohin kann er sich wenden? Welche Möglichkeiten bestehen?

      Danke schon mal
      Gruß
      Yanni

        • Der Selbstbehalt bei Erwerbslosen liegt nunmal bei 880 Euro!

          • Hallo,

            soweit schon richtig - der *notwendige* Selbstbehalt liegt bei 880,-- €, aber(!) dieser ist eben nicht pauschal "immer" anzuwenden, auch nicht bei erhöhter Erwerbsobliegenheit und minderjährigen Kindern. Soweit ein anderer leistungsfähiger Verwandter vorhanden ist, ist zunächst zu prüfen, wie es um dessen Leistungsfähigkeit bestellt ist.

            BGH XII ZR 70/09

            darum ist das Einkommen der Mutter eben nicht "egal"

            LG

    (10) 26.03.19 - 10:47

    Welche Ungereimtheiten bei der Zahlung des ALG gibt es denn? Sperre?

    ALG 1 oder ALG 2?

Hallo,
bei 14 tägiger Kündigungsfrist muss er die Kündigung doch Anfang Februar erhalten haben. Da ist er dann doch zum Arbeitsamt gegangen, hat sich Arbeitssuchende gemeldet und ALG I beantragt. Welche „Ungereimtheiten“ führen denn zu der Verzögerung? Für Februar wird er den Unterhalt noch gezahlt haben. Für März ist er im Verzug. Wovon lebt Dein Freund jetzt und wovon zählt er seine Miete?
Liebe Grüße Andrea

  • Er hat am 15.1. Kündigung zum 15.2. bekommen. Fristgerecht beim Amt gemeldet. 1. Gesprächstermin konnte er aufgrund Kh-Aufenthalt nicht wahrnehmen. Hinterher haben dann Unterlagen gefehlt (Sachbearbeiter wusste davon, meinte "kein Problem"). Sie haben ihm auch fleißig freie Stellen zugeschickt, die er alle angenommen hat. Und plötzlich dann der "Aufschrei", Unterlagen fehlen, keine Bearbeitung möglich.

    Mittlerweile alles komplett, aber noch keine Zahlung.

    Das dauert alles. Was ja auch ok ist. Aber es muss doch für ihn jetzt für den Übergang irgendwie auch Hilfe geben. Die Mutter läßt nicht mit sich reden, macht ihn fertig.

    Er wohnt bei einem Freund, der die Miete für einen Monat pausieren läßt (muss er natürlich auch nachbezahlen. Aber das ohne Stress).

    Der Rest, also für sein tägliches Minimum an Lebensmittel, komm ich derzeit auf. Er hat einfach nichts - außer ein überzogenes Bankkonto

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