Brauche euren Rat! Geplante SS und Gehaltsverhandlung: Mehr Geld oder Freizeit?

    • (1) 26.03.19 - 20:26

      Hallo ihr Lieben,
      ich bin über 30 und mein Mann und ich würden dieses Jahr mit der Kinderplanung beginnen. 😊
      Ich habe in meiner Arbeit am Montag mein jährliches Gehaltsgespräch.

      Letztes Jahr habe ich nach langem Verhandeln endlich von 40 Stunden die Woche
      auf 35 Stunden die Woche kürzen können. Was sich natürlich auch negativ auf mein
      Gehalt niederschlägt, mir die zusätzliche freie Zeit aber seelisch wahnsinnig gut tut. ☺️

      Jetzt bin ich total hin und hergerissen, ob ich vor einer geplanten Schwangerschaft 🤰 bei der Verhandlung wieder auf 40 Stunden aufstocken soll, was natürlich mit einer Gehaltsverhandlung die finanziell interessantere Option wäre. (300-400 Euro Unterschied)
      Allerdings würde mir dabei die fehlende freie Zeit schon sehr fehlen..und wer weiß schon, wann das mit der Schwangerschaft klappt. Wenn es noch 2 Jahre dauert, beiße ich mir glaube ich in den Allerwertesten 😅 wenn ich bis dahin Vollzeit arbeiten muss.

      Allerdings habe ich das Gefühl, dass man nach einer Geburt mit Teilzeitarbeit und Co. eh nicht die beste Verhandlungsposition hat. Das Gehalt, dass ich jetzt verhandeln werde, wird wahrscheinlich mein absolutes Maximalgehalt sein..zumindest habe ich das im Gefühl..😞

      Was würdet ihr mir im Hinblick auf eine Schwangerschaft und Elternzeit empfehlen?Würdet ihr mehr Freizeit oder mehr Gehalt wählen?
      Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps für mich?

      Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt 🙈😅 und dass ihr mir helfen könnt!
      Ich bedanke mich jetzt schon mal für eure Ratschläge und Erfahrungen. ❣️❤️🥰

      • Hallo.

        a) Wieso glaubst du, dass dein AG dir wieder mehr Stunden geben sollte, wenn du sie vorher so vehement loswerden wolltest? Diese Stunden wurden ja sicher irgendwo anderweitig aufgefangen, oder?

        b) Wenn es dir nur ums Elterngeld geht....#zitter Du weißt schon, dass du nach der Elternzeit dann auch wieder Vollzeit arbeiten musst, sofern dir dein AG nicht anderweitig entgegen kommt?! Oder willst du in dieser Firma so und so nicht mehr weiter arbeiten, wenn das Kind größer ist?

        c) Wieso stellst du dir die Frage "mehr Freizeit, oder mehr Gehalt" ? Denkst du, dass du schwanger belastbarer bist als "unschwanger"???#schock

        • Hallo gute Fee 🙂
          Ich glaube irgendwie kam nicht ganz durch, auf was ich hinaus möchte..ist auch etwas konfus, da die Gedanken in meinem Kopf etwas durcheinander gehen 🙈

          a) Wieso glaubst du, dass dein AG dir wieder mehr Stunden geben sollte, wenn du sie vorher so vehement loswerden wolltest? Diese Stunden wurden ja sicher irgendwo anderweitig aufgefangen, oder?

          Antwort:
          Die Reduzierung auf 35 Stunden habe ich verhandelt, weil letztes Jahr ein privat sehr
          stressiges Jahr war und mein AG und ich haben uns beide die Option offen
          gehalten, bei Bedarf (und falls es nicht funktioniert) wieder aufzustocken.
          Insofern glaube ich, dass mein AG dafür offen wäre.
          Die Stunden habe ich im großen und ganzen durch unbezahlte Überstunden ausgeglichen.


          b) Wenn es dir nur ums Elterngeld geht....#zitter Du weißt schon, dass du nach der Elternzeit dann auch wieder Vollzeit arbeiten musst, sofern dir dein AG nicht anderweitig entgegen kommt?! Oder willst du in dieser Firma so und so nicht mehr weiter arbeiten, wenn das Kind größer ist?

          Antwort:
          Ich dachte ich hätte nach einem Jahr Elternzeit Anspruch auf Teilzeit?
          Oder bin ich da falsch informiert? Nach einer Weile Teilzeit und einem Betreuungsplatz möchte ich auch wieder Vollzeit arbeiten.

          c) Wieso stellst du dir die Frage "mehr Freizeit, oder mehr Gehalt" ? Denkst du, dass du schwanger belastbarer bist als "unschwanger"???#schock

          Antwort:
          Das ist tatsächlich etwas, was ich so noch nicht betrachtet habe. Allerdings komme ich
          Nüchtern betrachtet durch die unbezahlten Überstunden so im Schnitt auch auf eine annähernd 40 Stunden Woche. Es ist nur der eine freie Tag alle 2 Wochen, der sich
          einfach gut anfühlt. Es wäre also unterm Strich keine Mehr oder weniger starke Belastung. Nur das gute Gefühl von mehr „Freiheit“ würde ich aufgeben 🙃

          • Zu b)
            Wenn du 2 Jahre Elternzeit anmeldest, ja, dann hast du einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit, bei dir dann ja nach einem Jahr, max. 30 Stunden.

            Aber wenn die Elternzeit zuende ist, dann hast du keinen Anspruch auf irgendwas.

        • Ok.. evtl. hab ich das was nicht so richtig verstanden....#zitter

          zu a) Das kommt auf deine Abmachung mit dem Chef an. Ich hoffe, du hast das alles schriftlich gemacht. Ich kann nur von mir ausgehen. Bei uns kann niemand sagen, dass er seine Arbeit in 30 Stunden schafft, dann aber plötzlich wieder 40 Stunden dafür benötigt. Außer, man nimmt ein weiteres Sachgebiet mit dazu.

          zu b) Das kommt auf die Anzahl der Mitarbeiter an, soweit ich weiß.

          LG

          • Haha ja wenn man es so formuliert..das könnte natürlich ein potentielles Gegenargument meines AG gegen die Stundenaufstockung sein..da bin ich natürlich
            auf seinen guten Willen angewiesen, da gebe ich dir recht. 🙈
            Allerdings bin ich schon sehr lange und erfolgreich im Betrieb und hoffe darauf.

            Ok, diese Info mit der Betriebsgröße ist neu für mich, da muss ich mich nochmal kundig machen. Danke 😊

            Zu a) in der Pflege zum Beispiel überhaupt kein Problem, da ist eh immer ein Mangel.

            Zu b) ja du hast Recht, das habe ich vergessen zu schreiben, das Recht gilt erst ab 15 Mitarbeitern im Betrieb. Dazu kann ich Paragraph 15 BEEG empfehlen.

    Wenn du durch die unbezahlten Überstunden eh wieder 40 std die Woche arbeitest, dann würde ich wieder zu Vollzeit zurückkehren, dann gibt es wieder mehr Geld.

    Ansonsten musst du überlegen, ob es sich aufs Elterngeld auswirkt.
    Das wird ja leider bei 1800 gedeckelt, wenn du in Teilzeit so viel verdienst, dass du sowieso die 1800 bekommen wirst, würde ich Teilzeit lassen. Ansonsten zu Vollzeit wechseln.

    Hallo,

    bislang alles richtig gemacht ... also dein Chef hat alles richtig gemacht. Er bezahlt dich 5 Stunden weniger für die gleiche Arbeitszeit ... Du arbeitest also deinen freien Tag unbezahlt vor.

    Warum lässt du das mit dir machen?
    Warum sollte dein Chef dir jetzt plötzlich wieder die 5 Stunden mehr zahlen, die er bislang von dir kostenlos bekommen hat?

    Ob deine Schwangerschaft anstrengend wird weiß man leider im voraus nicht.

    Ich würde an deiner Stelle dafür sorgen, dass du deine Überstunden entweder bezahlt oder in Freizeit abgegolten bekommst.

    VG
    B

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