Erfahrungen zum frühen Wiedereinstieg

    • (1) 27.03.19 - 13:59

      Hallo zusammen,

      ich interessiere mich für eure Erfahrungsberichte zum Thema "Früher Wiedereinstieg auf der Arbeit".
      Kurz zu mir: Ich bin aktuell in der 26. SSW und mein ET ist der 09. Juli. Nach dem Mutterschutz (bis Anfang September) möchte ich noch einen Monat komplett zuhause bleiben und danach gerne wieder mit zwei Stunden am Tag einsteigen, davon 3x pro Woche Home-Office und 2 Tage pro Woche im Büro. Mein Plan ist es, vor der Arbeit zu stillen, zusätzlich abzupumpen und den Kleinen dann zu meinen Schwiegereltern zu bringen, die für die 2 Stunden, die ich im Büro bin, auf ihn aufpassen.

      Hatte jemand von euch einen ähnlich sanften aber frühen Wiedereinstieg und wie waren eure Erfahrungen?
      Wie bald kann ich die geplanten 2 Stunden/Tag wohl erhöhen?

      Vielen Dank und viele Grüße
      Sandra

      • Ist schwer zu sagen, ob das möglich sein wird. Es gibt Babies, die lassen sich noch nicht mal ablegen, sondern wollen durchgehen bei Mama sein...
        Meine hat z.B. keine Flasche genommen, sondern die ganze Zeit geschrien.

        (3) 27.03.19 - 14:51

        Hallo,

        ich finde, das klingt total machbar 😊 hast du einen weiten Arbeitsweg? Und wie lange brauchst du zu den Schwiegereltern? Wie flexibel sind deine Arbeitszeiten generell? Also kannst du die zwei Stunden flexibel irgendwann am Tag machen?
        Falls das alles entspannt ist, klingt das nach einem guten Plan. Wenn das gut funktioniert, würde ich an deiner Stelle wahrscheinlich so wenn das Kind 6-8 Monate alt ist auf 4 Stunden täglich hochgehen.
        Und rechne dir im Vorfeld gut aus, wie das am besten passt mit dem Elterngeld.

        Alles Gute, c

        • (4) 27.03.19 - 21:53

          Danke für die Antwort! Meine Zeiten sind total flexibel, das könnte ich irgendwann zwischen 8 Uhr morgens und 17 Uhr abends machen. Die Wege zur Arbeit und meinen Schwiegereltern sind auch nicht weit, jeweils 10 Minuten. Und die Betreuung durch meine Schwiegereltern wäre auch nur an den beiden Tagen, an denen ich im Büro bin. Mein Arbeitgeber macht auf jeden Fall alles mit und in der Elternteil darf man ja rechtlich auch bis zu 30h/Woche arbeiten, glaube ich. Natürlich wird es aufs Elterngeld angerechnet, so dass ich von jedem Euro nur etwa die Hälfte behalte, aber besser als nur das Elterngeld ist es auf jeden Fall.

      Kommt immer auf das Kind an. Wechsel zwischen Stillen und Flasche macht vielleicht nicht jedes Kind in dem Alter problemlos mit.

      Wenn du Home Office machst, wird das Kind dann auch bei deinen Schwiegereltern betreut? Gerade wenn sie größer und mobiler werden, wird es schwerer. Kinderbetreuung und Home Office gleichzeitig wird auch vom Arbeitgeber nicht gern gesehen.

      Ansonsten soll das dann unter Teilzeit in Elternzeit laufen? Ich würde mir durchrechnen, ob es sich für dich lohnt, da der Verdienst ja auf das Elterngeld angerechnet wird. Und ich meine, dass es dafür mindestens 15h sein müssen. Bei täglich (10 Wochenstunden) wäre es also zu wenig für Teilzeit in Elternzeit.

      • Danke für die Antwort! Was genau wird schwerer, wenn sie mobiler werden? Also meinst du es wird dann schwieriger den kleinen zu meinen Schwiegereltern zu geben, oder mich zu konzentrieren, wenn er zuhause ist? Da ich von den Zeiten her so flexibel bin, würde ich Home Office machen, wenn er schläft. Meine Schwiegereltern kämen nur an den beiden Tagen ins Spiel, wenn ich ins Büro fahre.

        • Mit mobiler meint sie vermutlich, dass das Baby weniger Schlaf benötigt und von Dir mehr Aufmerksamkeit braucht. Die Arbeit mit wachem Kind dauert doppelt so lange als mit einem Kind, auf das ein Babysitter aufpasst.
          Kannst Du Deine Arbeitszeit wirklich gedanklich "stückeln" oder ist es für Dich und Deinem AG besser, am Stück zwei Stunden zu arbeiten?
          Im zweiten Fall würde ich einen Babysitter organisieren, dann kannst Du Dich konzentrieren.
          Bedenke auch, dass Du im ersten Jahr unter Schlafmangel leiden könntest, da Du nachts auch aufstehen musst.

          Ja, ich meinte so, wie es funnysurf schon erklärt hat.

          Ich habe auch recht früh zu Hause gearbeitet nach der Geburt (Selbstständigkeit).

          Das ist nicht immer einfach. Der erwähnte Schlafmangel oder ein Schreikind können ganz schön an den Nerven und Kräften zerren bzw. ist man Anfangs doch auch froh, wenn man einfach mal in Ruhe Duschen, Essen oder doch sich mal Hinlegen kann.

          Ich will dir nicht generell davon abraten. Wenn es gehen muß, dass wird man selber die Pobacken auch zusammenkneifen an solchen ehr anstrengenden Tagen. 2h ist ja auch noch ne überschaubare Zeit für den Anfang.

          Ansonsten lass es einfach auf die Zukommen und schau wie es läuft in der ersten Zeit, wo du noch zu Hause bist. Wenn du Unterstützung in der Betreuung hast, ist das super um die Zeit effektiv zu nutzen.

    (10) 28.03.19 - 09:32

    Hallo!

    Es kommt ganz aufs Kind an. Manche schlafen 18 Stunden am Tag friedlich in ihrem Bettchen und wollen nur alle zwei Stunden gestillt werden, andere wollen Non-Stop-Bespaßung und können keine 5 Minuten alleine.

    Ich würde Dir raten, zumindest Anfragen bei Tagesmüttern zu stellen, insbesondere auch für die Home-Office-Tage. Ob Du das dann packst wenn du den ganzen Tag hinter einem Krabbelkind herrennen musstest, in der Nacht dann noch mehrere Stunden konzentriert zu arbeiten ist offen.

    Lieber stehst Du auf der Warteliste und sagst dann doch noch ab, wenn du ein total pflegeleichtes Engelchen bekommst.

    • Danke, das ist eine gute Idee! Werde direkt mal schauen, ob ich hier in der Gegend jemanden finde :-) Es ist zwar noch viel Zeit bis Oktober, aber man kann wahrscheinlich nicht zu früh anfragen, oder?

      • (12) 28.03.19 - 14:06

        Zu früh auf keinen Fall. Für Kitas ab August 2019 musste man sich bei uns bis Oktober 2018 bewerben.. also besser früh klären. Viel Erfolg! :-)

        Du musst ja erst mal eine Tagesmutter finden, die Kinder schon so früh aufnimmt, das machen bei weitem nicht alle. Viele nehmen auch erst ab ca. 1 Jahr an. Das Jugendamt kann Dir da weiterhelfen, wen es in Deiner Umgebung gibt.

        Wie bei euch die Anmeldeformalitäten geregelt sind, kann ich Dir auch nicht sagen. Für einen Krippenplatz bist Du aber wahrscheinlich schon zu spät (wobei da gar so kleine Würmchen auch eher selten aufgenommen werden).

        Betreuung unter einem halben Jahr ist immer schwierig zu finden, ab dem 1. Jahr wird es dann nochmal einfacher.

    Ja das ist die große Unbekannte... vll ist man während das Kind schläft auch einfach nur froh selbst zu schlafen oder zu Essen oder sonst was.

(15) 31.03.19 - 01:10

Ich bin früh wieder eingestiegen, allerdings in meinem Studium 😊
Meine Tochter wurde im April 18 geboren und im August begann mein Pflichtpraktikum. Das war jeden Tag 4h und mein Mann hat mich gebracht und abgeholt, damit ich immer noch stillen konnte. Eine Mahlzeit habe ich angepumpt, die mein Mann per Flasche gefüttert hat. Meine Tochter hat auch nur aus der Flasche getrunken, wenn ich nicht anwesend war 😊 Das Abpumpen fand ich persönlich aber immer nervig... Im Anschluss an das Praktikum bin ich im Oktober wieder mit meinen Präsenzveranstaltungen in der Uni eingestiegen. Die konnte ich mir zum Glück auf drei Tage in der Woche legen, wo ich dann immer 7h nicht zu Hause war. Mein Mann gab wieder abgepumpte Milch (mittlerweile aber mit Pre-Milch gemischt, da ich diese Menge nicht mehr abgepumpt bekommen habe) und Brei. Mein Mann hatte 6 Monate Elternzeit und dadurch konnte ich normal studieren, wie es auch andere ohne Kind an meiner Uni machen 😊
Mit 1 Jahr kommt meine Tochter jetzt in die Kita.
Wir hatten aber auch das große Glück, ein ganz unkompliziertes Baby zu bekommen. Abends habe ich immer an Hausarbeiten geschrieben. Wenn sie tagsüber mit in der Wohnung ist, dann würde ich zu nichts kommen, da sie mich zu sehr ablenkt 😊

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