Unfallversicherung sowie Zahnversicherung für Kinder

    • (1) 28.03.19 - 11:31

      Hallo ihr Lieben,
      was haltet ihr von Unfallversicherungen (für beide zusammen 15€) bzw. Zahnzusatzversicherungen (für beide zusammen 24€) für Kinder?
      Ich habe für meine Jungs (5+7 Jahre alt) beides damals abgeschlossen; jedoch weiß ich nicht, ob es wirklich sinnvoll ist... hat das jemand von euch auch oder ist es "rausgeschmissenes Geld"?
      LG

      • Hallo!

        Eine Unfallversicherung halte ich für sinnvoll, die hab ich für meine Kinder auch abgeschlossen. Auch wenn wir es nicht hoffen, aber es passiert halt doch schneller etwas als man denkt. Und wenn der Unfall nicht in der Schule passiert, ist man mit der Unfallversicherung meist doch noch einmal besser abgesichert als durch die gesetzliche Krankenversicherung.
        Eine Zahnzusatzversicherung halte ich persönlich in den meisten Fällen nicht für sinnvoll - was willst Du damit abdecken? Gut, die übernehmen oftmals prophylaktische Leistungen, die die GKV nicht übernehmne, aber die Kosten dafür sind m.E. nicht so hoch, als dass sich das rechnen würde. Das Einzige, wo sich die Zahnzusatzversicherung bezahlt machen könnte, ist die Kieferorthopädie. Und da muss man wirklich gut aufpassen, welche Kosten die Versicherung übernimmt und in welchen Fällen. Für Zahnersatz ist eine Zahnzusatzversicherung dann u.U. wieder sinnvoll, aber den brauchen die Kinder wenn überhaupt doch hoffentlich erst im späten Jugend- oder eben im Erwachsenenalter (es sei denn, sie schlagen sich einen Zahn kaputt, aber da greift dann ja wieder die Unfallversicherung).

        LG

          • (5) 28.03.19 - 19:24

            Dafür schließt man eine Versicherung mit Kieferorthopädie ab. Ich würde doch meinem Kind keine Implantate o.ä. geben lassen, die alle paar Jahre wieder neu gemacht werden müssen und derart anfällig sind und dank üblicher Putzschwächen eines Kindes den Kieferknochen garantiert schwächen bis hin zu heftigen Entzündungen.
            Es geht doch nicht nur um das Bezahlen der Rechnung, das Kind muss lebenslang damit auskommen können. Das klappt besser mit eigenen Zähnen. Bei mir wurden 4 Zähne ohne Lückenschluss im OK ausgeglichen.

            • (6) 29.03.19 - 10:45

              Glaub mir, ich bin Kieferorthopädin - viele Patienten haben eine Zusatzversicherung, die die Kieferorthopädie mit einschließt - aber nicht so, wie es eigentlich erforderlich wäre. Manche Verträge sehen Leistungen nur dann vor, wenn die GKV auch zahlt, übernehmen also nur die Mehrkosten. Wenn die GKV nicht zahlt, zahlen sie auch nicht. Oder man hat den umgekehrten Fall: Die Versicherer zahlen nur, wen die GKV nicht zahlt. Dann haben die Eltern eine teure Zusatzversicherung abgeschlossen und müssen die Mehrkosten trotzdem selbst zahlen (Abgesehen davon, dass man die Mehrkosten besser ersparen kann, da die Versicherungsbeiträge über die Vertragsdauer höher sind). Dann gibt es Versicherer, die werben mit 100% Kostenübernahme - wenn man das Kleingedruckte liest, merkt man, dass der Betrag gedeckelt ist und doch nur ein Bruchteil der Kosten übernommen wird...
              Wie oft habe ich schon erlebt, dass Patienten eine Behandlung doch nicht haben durchführen lassen, weil die Zusatzversicherung die Kosten nicht abgedeckt hat...

              LG

          (7) 29.03.19 - 11:30

          Das stimmt so nicht. Auch für einen einzelnen zu ersetzenden Zahn übernimmt die GKV einen Teil der Kosten unter gewissen Voraussetzungen. Ganz im Gegenteil: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen festsitzenden Zahnersatz nicht, wenn mehr als 4 Zähne pro Kiefer fehlenen - dann ist herausnehmbarer Zahnersatz Regelleistung.
          Und zum Thema ob sich das rechnet: Wenn schon bekannt ist, dass ein bleibender Zahn ersetzt werden muss, findet man meist keine Versicherung mehr, die die Kosten übernimmt. Nichtanlagen bleibender Zähne kommen zwar nicht so selten vor, sind aber auch nichts normales. Ersetzt werden die Zähne i.d.R. erst mit 18-20 Jahren. Man zahlt also locker mal 10-15 Jahre in die Zusatzversicherung ein, bevor man die Leistungen in Anspruch nimmt. Die TE zahlt 12€ pro Kind - macht 144€ im Jahr, macht in 10 Jahren 1440€, die man vielleicht (!) mal braucht. Ich leg das Geld auf ein Konto, und wenn ich es nicht brauche, kann das Kind einen Zuschuss zum Führerschein o.ä. bekommen.
          Bei nicht angelegten Zähnen ist darüberhinaus in vielen Fällen auch ein kieferorthopädischer Lückenschluss angezeigt und dann auch Kassenleistung.
          Du schreibst ganz richtig: Ob sich das rechnet, muss jeder selbst entscheiden. In keinem Fall aber rechnet sich eine Zahnzusatzversicherung in den ersten 8-10 Lebensjahren eines Kindes - und die Kinder der TE sind 5 und 7, die Versicherung offensichtlich schon länger abgeschlossen.

          LG

      (8) 28.03.19 - 21:02

      Unfallversicherung ist bei Verlust von Körperteilen oder -funktionen, nicht bei einem klassischen "Unfall"

      • (9) 29.03.19 - 13:43

        Jupp.... und greift daher so gut wie nie. Solle man sich gut überlegen, wie hoch das Risiko ist einen Unfall der zu einem Leistungsbezug führt tatsächlich ist. Die Chance, dass man durch Krankheit plötzlich enorme Kosten hat ist deutlich höher, eine Kinderinvaliditäzsversicherung entsprechend teuer.

        Zur Zahnzusatzversicherungg: Die sollte man dann erst abschließen, wenn das Normalgebiss vorhanden ist. Bei zahnlosen Babys oder Milchzahnkindern ist dir logischer Weise rausgeschmissenes Geld.

Hallo,

Ob deine Versicherten Leistungen gut sind, kann dir hier anhand der Summe niemand sagen, da muss man rein in die materie ;)

Grundsätzlich finde ich die UV sehr wichtig.
Zahnzusatzversicherung halte ich grundsätzlich für unnötig !

Du hast nach 25 Jahren über 7.000€ eingezahlt?! Ich kenne niemanden, der so viel für Zähne zubezahlt hat....


Lg

Hallo,

ich habe für meine Kids eine Unfallversicherung abgeschlossen, falls wirklich mal was passiert. Die paar Euro sind es mir durchaus wert, auch wenn es andere Meinungen dazu gibt. Bei einer Zahnzusatzversicherung war ich auch erst unsicher und wusste nicht, ob es sich lohnt. Ich dachte das wäre nur Abzocke. Doch mein Sohn hatte eine Fehlstellung der Stufe 2, so der Zahnarzt. Er hatte uns einen Kieferorthopäden empfohlen, der die Fehlstellung behandeln soll. Seiner Meinung nach sollten wir die es vorher behandeln, bevor es noch schlimmer wird. Denn auch schon bei einer leichten Fehlstellung können Probleme auftreten. Also habe ich natürlich gleich einen Termin ausgemacht. Doch wie ich erfahren habe, deckt meine gesetztliche Krankenkasse so einen Eingriff nicht ab. Mein Mann hatte sie damals abgeschlossen und wir waren beide der Meinung, das es eigentlich inbegriffen sein sollte, zumindest eine Teilzahlung. Dann habe ich das gefunden:

"Die Kasse leistet bei Kindern bis 18 Jahre für die schwerwiegenden Fehlstellungen (KIG 3-5), doch bei „leichter“ Fehlstellungen (KIG 1-2) erbringt die gesetzlichen Krankenkasse keinerlei Leistungen.
Dies ist darin begründet, dass die gesetzlichen Krankenkassen bei Fehlstellungen der Stufe 1 und 2 diese nicht als behandlungsbedürftig bzw. die Behandlung dieser Fehlstellungen nicht als medizinisch notwendig erachten."

Quelle: https://www.test-zahnzusatzversicherung.de/zahnzusatzversicherung-fuer-kinder/

Gut, dass muss natürlich nicht auf jede Krankenkasse zutreffen, so genau weiß ich das nicht. Doch ich habe dann, zumindest für diese Behandlung, eine Zahnzusatzversicherung für meine Kinder abgeschlossen. Zum Glück konnte ich sie abschließen, obwohl der "Schaden" ja schon da ist. Diese behalte ich vorsichtshalber, falls sich auch etwas bei meiner Tochter bemerkbar macht.
Sie dir am besten genau an, was deine Versicherung alles abdeckt und dann kannst du immer noch entscheiden, ob sich eine Zahnzusatzversicherung für euch lohnt.

LG

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