Meinungen zum Thema beschäftigungsverbot.

    • (1) 31.03.19 - 10:17

      Ich arbeite in einer Arztpraxis mit sehr dünner Besetzung. Vor einem Dreiviertel Jahr ist eine Kollegin schwanger geworden und die Stelle würde nur zum Teil besetzt .Der Laden funktioniert nur mit meiner anderen Arbeitskollegin die Vollzeit arbeitet und mit mir . Habe auch jeden Tag 30km einfach zur Arbeit zu fahren . Ich war letzte Woche zwei Tage arbeiten und habe gemerkt das es doch ganz schön anstrengend ist. Nun hatte ich ja Schmierblutungen am Wochenende und ich habe mir geschworen auf mich und mein Krümel aufzupassen. Würdet ihr euch ein beschäftigungsverbot geben lassen? Ist die Idee übertrieben von mir ? Lässt man sich erst mal krank schreiben und schaut dann oder wie läuft das?
      Ich danke euch für eure Meinungen 💕

      Wenn du noch am Anfang deiner Schwangerschaft bist, wird dein Arzt ehr eine Krankschreibung in Betracht ziehen.
      Ich hab jetzt in der 16. Woche das zweite Mal Blutungen und wurde bis jetzt nur krank geschrieben. Meist treten Blutungen ja in der Frühss auf und hindern dich später nicht mehr am Arbeiten.

    • Ein Beschäftigungsverbot ist kein Urlaub, den man sich mal eben so "geben lassen" kann.
      Es kann aus zwei Gründen ausgestellt werden:
      - Der Arbeitsplatz ist nicht MuSchuG konform
      - aus medizinischen Gründen sind Leib und Leben von Mutter und/oder Kind gefährdet

      Sorry aber nur weil es anstrengend ist bekommt man kein BV.
      Du kannst dich evtl krank schreiben lassen wenn du einen kulanten Frauenarzt hast.
      Die Vorgaben für ein BV sind sehr streng und werden überprüft schließlich hat die Krankenkasse, die in dem Fall ja dein Gehalt übernehmen muss, auch kein Geld zu verschenken.

      Hallo,

      bitte beschäftige dich mal mit den Grundlagen des BVs und des Mutterschutzes:
      https://www.gesetze-im-internet.de/muschg_2018/

      In erster Linie ist ein BV Arbeitgeber Sache. Dafür musst du deinen AG über deine Ss informieren. Sobald dein AG von deiner Ss weiß muss er (am Besten mit dir zusammen) eine Gefährungsanalyse durchführen. An Hand dieser Analyse wird dann entschieden, ob dein AG dich mutterschutzgerecht beschäftigen kann. Wenn er dich mutterschutzgerecht beschäftigen kann, musst du weiter arbeiten (er kann dich auch versetzen um dies zu erreichen). Wenn er dich nicht mutterschutzgerecht beschäftigen kann muss er ein BV ausstellen.

      Der Fahrtweg zur Arbeit ist dein persönliches Vergnügen und spielt bei der Entscheidung des BV keine Rolle.

      Ein Arzt (jeder außer der Betriebsarzt, der darf nur empfehlen/raten) darf nur dann ein BV ausstellen, wenn nachgewiesen ist, dass durch die Ausübung des Berufes das Leben von Mutter und oder Kind auf dem Spiel steht (z.b. Gebärmutterhalsverkürzung, vorzeitige Wehen etc.). Die Regeln für ein individuelles BV sind sehr streng. Hinzu kommt, dass der Arzt der ein nicht regelkonformes BV ausstellt für die Kosten haftbar gemacht werden kann und sich des Betruges schuldig macht.

      Blutungen in der FrühSs sind kein Grund für ein BV, sondern nur ein Grund für eine AU. Ich selbst habe einige Komlikationen bisher gehabt, Verlust eines Zwillings mit 4 Wochen Bettruhe (AU), Bluthochdruck, Ss-Diabetis und ich gelte als Risikoschwangere. All das zusammen ist nicht aussreichend für ein BV.

      Also informiere deine AG, mache die Gefährdungsanalyse und wegen der Blutungen rede mit deinen FA ob er dich krankschreibt bis sie aufgehört haben.

      LG Morgain mit Krümel (30+6) im Bauch

    Hey :)

    Was für eine Arztpraxis ist das denn?

    In einer Arztpraxis kann eine Schwangere auch so eingesetzt werden das sie weiterhin arbeiten kann. Wenn du jetzt Röntgenassistentin bist darfst du diese Tätigkeit natürlich nicht mehr ausüben aber Termine koordinieren und Abrechnungen ect. machen gehen weiterhin.

    Weil es anstrengend ist, ist kein Grund für ein BV. Genauso wenig Schmierblutungen.

    Ich bin Altenpflegerin und hatte auch kein BV..ich war halt dann im Stationszimmer und hab die Doku, Bürotätigkeiten und leichte hauswirtschaftliche Tätigkeiten übernommen. Hatte einen Arbeitsweg von 41 km einfach und musste meine Dienstzeiten denen meines Mannes anpassen da wir noch ein 1,5 jähriges Kind daheim haben. Das war oft anstrengend, aber es geht :)

    Die und deinem Baby alles Gute:)

    • Na ja, als MTRA darfst du natürlich weiter röntgen, CT machen und ans MRT. Du dürftest u.U. auch in die Nuklearmedizin... hab bei meinem 1. Kind auch als MTRA in Vollzeit als Leitung über 30 km weiter weg gearbeitet. Klar war es anstrengend, aber es gab für mich zum Glück keinen Grund nicht zu arbeiten. In meiner 2. SS war ich mal kurz krank geschrieben wegen Schmierblutungen und Wehen..
      Alles Gute an die TE 🍀

Wofür willst du ei. Beschäftigungsverbot?
Schmierblutungen sind nichts außergewöhnliches.
Dein Anfahetsweg ist dein Problem, nicht das dei es Ag.

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