Fragen zu KiWu in Elternzeit - Mutter- und Elterngeld

    • (1) 31.03.19 - 15:11

      Hallo zusammen,

      wir erwarten im Juni diesen Jahres unser erstes Kind und wir sind uns jetzt auch schon sicher, dass ein Geschwisterchen folgen wird. Wir finden es schöner, wenn zwischen den Kindern kein großer Altersunterschied ist - außerdem hat man dann noch alle Babysachen zu Hause und ist noch voll im Trott ;-)

      Bei meinem Arbeitgeber bin ich festangestellt und er geht auch davon aus, dass ich nach der Elternzeit wieder voll arbeiten werde.

      Nun zu meinen Fragen:

      Momentan bin ich noch am überlegen, ob ich 12 oder 15 Monate Elterngeld und Elternzeit beantragen soll.

      Wie wäre es, wenn ich quasi zum Ende der Elternzeit wieder schwanger wäre, würde ich dann wieder das gleiche Muttergeld und Elterngeld wie bei Kind Nr. 1 erhalten?

      Wenn ich nach Feststellung der erneuten Schwangerschaft krank geschrieben werden würde, würde ich mein altes Gehalt erhalten?

      Was genau ist dieser Geschwisterbonus, welchen man erhält?

      Ich freue mich sehr über eure Ratschläge und Tipps #klee#winke

      PS: Einen Besuch bei der Schwangerenberatung werden wir auf jeden Fall auch noch wahrnehmen - wenn es denn dann in einem Jahr ca. so weit sein sollte.

      • Erster Hinweis: Die Elternzeit muss nicht genauso lang (bzw. kurz) sein, wie der Elterngeldbezugszeitraum. Du kannst also 12 oder auch 15 Minate EG bekommen aber trotzdem 2 Jahre Elternzeit bei deinem AG anmelden. Dann kannst du z.b. nach dem EG Bezug auch wieder in Teilzeit in Elternzeit arbeiten ohne das Anrecht auf deinen alten Vollzeitvertrag zu verlieren. Wenn du dann in Elternzeit schwanger wirst, kannst du sie auch vorzeitig beenden, dann direkt in den Mutterschutz von Kind 2 gehen und dann direkt weiter in die Elternzeit von Kind 2 und verlierst dabei immer noch nicht den Anspruch irgendwann wieder in deinen Vollzeit ertrag zurück zu kehren.

        • Gehalt bekommst du ja nur, wenn du krank geschrieben bist in einer Zeit, in der du normalerweise beruflich aktiv bist. Bist du in Elternzeit und gerade beruflich inaktiv (also keine TZ in EZ) bekommst du logischerweise auch kein Gehalt im Krankheitsfall. Während der TZ in EZ aber schon. Aber warum gehst du von einer Krankschreibung aus, nicht eher von einem BV?

          • Du bekommst für Kind 2 das gleiche Elterngeld wie für Kind 1, wenn die Betechnubfsmonate dir selben sind, also die vorm Mutterschutz von Kind 1. Das schaffst du z.b. wenn du 12 oder auch 15 Monate EG beziehst und der Mutterschutz für Kind 2 am Ende deines Elterngeldbezugszeitraums anknüpft. Heißt, die Kinder max. ca. 17 Monate Altersunterschied haben. Also ran halten ;-)

              • Richtig, da muss man sich ran halten.
                Nein, man bekommt nicht automatisch nur 300€, sondern es wird das Einkommen der letzten 12 Monate betrachtet, Elterngeldbezugszeitraum ausgeklammert. Also angenommen du bekommst für Kind 1 insg. 12 Monate EG, wirst währenddessen schwanger und gehst nach den 12 Monaten erstmal wieder in TZ in EZ arbeiten, dann nach 5 Monaten Arbeit in den MuSchu für Kind 2, dann berechnet sich das EG für Kind 2 aus 5 Monaten TZ und 7 Monaten VZ-Gehalt (von vor dem MuSchu von Kind 1). Kompliziert, aber hoffentlich verständlich.

                Alternative um möglichst viel EG bei Kind 2 zu bekommen ist nur 15 Monate EG und EZ zu nehmen und wieder vollzeit arbeiten zu gehen bis zum MuSchu mit Kind 2. Dann wird dein EG wieder nur aus Vollzeitgehältern berechnet.

          Wow - vielen lieben Dank für deine Antworten.

          Könnte ich dann im zweiten Jahr der Elternzeit quasi Teilzeit bei einem anderen AG arbeiten oder muss das der Gleiche sein.

          Das mit dem Abstand der Kinder hab ich wohl falsch gelegen - dachte wenn man innerhalb der ersten 14 Lebensmonate des ersten Kindes wieder schwanger wird, man die volle Höhe Muttergeld und Kindergeld bekommt #schein Aber nach 4 Monaten schon wieder versuchen SS zu werden finde ich zu früh - ich dachte eher daran wieder zu üben wenn unser Baby 8 Monate ist.

          Ich weiß nicht ob es ein BV wäre - mein Hausarzt wollte mich in dieser SS schon krank schreiben wegen Schmerzen im unteren Rücken (Bürojob). Da ich aber eh "nur" 5 Monate gearbeitet hab (Abbau von Überstunden und Urlaub bis Mutterschutz) hab ich mich durchgequält. Es war nicht so einfach eine neue Vertretung für meine Stelle zu finden, und ich bin einfach zu gutmütig #schein

          Da ich aber eigentlich aus vielen Gründen nicht mehr bei diesem AG arbeiten möchte (ungerechter Umgang der MA / Schikanen, Lästereien etc., dachte ich, wenn ich wieder schwanger werde, dann eine Krankmeldung erhalte (wenn Elternzeit rum ist) ich trotzdem mein altes Gehalt erhalte. Aber das fällt ja weg, wenn der Abstand zu Kind 1 zu groß ist, richtig?

          • Bedenke, dass du dann nach 6 Wochen ins Krankengeld fällst und das dann entsprechend auch dein Elterngeld verringert, weil dann das Krankengeld als Gehalt angesetzt wird.

            Am besten ist natürlich der gleiche AG, bei dem hast du i.d.R. auch einen Anspruch auf Teilzeit, das Gehaltsniveau ist geregelt (deiner Vollzeitstelle entsprechend) und du musst dich nicht bewerben, etc.

            Grundsätzlich kannst du natürlich auch woanders arbeiten, sofern dein AG zustimmt. Denn du bist ja offiziell noch bei ihm angestellt und das wäre eine anmeldepflichte Nebenbeschäftigung.

            Nein, es ist nicht das wieder schwanger werden, sondern das wieder in die Mutterschutzfrist eintreten.
            Mir wäre es daher auch zu früh!

            (13) 01.04.19 - 05:06

            Man möge mich korrigieren, aber soweit ich weiss, kann man nur 12 Monate wegen Elterngeldbezug bei der Berechnung des Elterngeldes für's nächste Kindes ausklammern. Auch wenn der Auszahlungszeitraum anders gewählt ist (Elterngeld+).

            Damit hättest Du eine Lücke:
            Wenn Du nach 12 Monaten wieder anfängst zu arbeiten, wärst Du nach Deinem Plan im 4. Monat schwanger. Nach mehr als 6 Wochen Krankschreiben fällst Du ins Krankengeld, was bedeutet, dass Du in den folgenden 3 Monaten bis Mutterschutz Krankengeld erhält, was mit 0€ in die Elterngeldberechnung einfliesst.
            Es sei denn, es steht fest, das die Beschwerden einzig und alleine von der Schwangerschaft verursacht werden. Das ist im Falle von Rückenschmerzen eher schwierig. Ausserdem weisst Du ja jetzt noch gar nicht, ob Du in der nächsten Schwangerschaft tatsächlich wieder Rückenprobleme bekommst.

            Ich finde diese Planerei 'wie muss ich meine Schwangerschaften legen, damit ich nicht arbeiten muss und trotzdem keinen Cent verliere', nun ja, - heikel. Ich hatte mal einen Bekannte, die hat es bei 2 Schwangerschaften geschafft, direkt nach Elterngeldbezug in ein BV für's nächste Kind zu rutschen. Beim 3.Kind hat der Arbeitgeber ihr dann einen anderen Job zugewiesen und sie stand da ohne Betreuungsplatz für die schon vorhandenen Kinder und musste kündigen.

            Grüsse
            BiDi

            • (14) 01.04.19 - 05:58

              „Man möge mich korrigieren, aber soweit ich weiss, kann man nur 12 Monate wegen Elterngeldbezug bei der Berechnung des Elterngeldes für's nächste Kindes ausklammern“

              Ich korrigiere mal kurz :-)

              Bei Elterngeld Plus werden 14 Monate Elterngeld ausgeklammert.

              Und bei beidem jeweils noch 2 Monate zusätzlich wegen des Mutterschutzes. Also sind es beim Basiselterngeld insgesamt 14 Monate und bei Elterngeld Plus insgesamt 16 Monate, die ausgeklammert werden.

              (15) 01.04.19 - 13:18

              Auch dir vielen lieben Dank für deine Antwort und Hilfe #liebdrueck

              Ich finde das alles echt sehr kompliziert - deshalb versuche ich mich vorab schon informieren, nicht dass wir dann quasi ohne Geld da stehen, falls es mit Geschwisterchen 2 im gewünschten Zeitraum klappt.

              Wenn ich zwei Jahre Elternzeit nehme, das Elterngeld aber im ersten Jahr ausbezahlen lassen, dann im zweiten Jahr der Elternzeit schwanger werde - wie wird dann das Elterngeld berechnet? Gibt es einen Mindestbetrag? und was genau ist dieser Geschwisterbonus?

              Ich plane nicht damit krankgeschrieben zu werden. Mein Hausarzt schreibt glaube ich nur sehr gerne schwangere Frauen krank. Hatte mich damals auch gar nicht groß beschwert wegen den Ischiasschmerzen und von ihm kam sofort - "ich kann Sie sofort krankschreiben wenn Sie möchten". Ich hatte abgelehnt.
              Hatte das auch nur von einer Bekannten gehört, dass sie sich nach Bekanntwerden der zweiten Schwangerschaft (während der Elternzeit) krankschreiben lassen hat und angeblich jeden Monat volles Gehalt bekommen hat #kratz

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