Planung Elterngeld/Elternzeit

    • (1) 01.04.19 - 11:14
      Inaktiv

      Hi zusammen,

      wir haben uns am Wochenende mal hingesetzt und einen sehr ausgeklügelten Plan für die Aufteilung des Elterngelds entwickelt.
      Jetzt würde ich mich freuen, wenn da mal jemand drauf schaut - vll entdeckt ihr ja einen Denkfehler oder habt noch eine Empfehlung.

      Hintergrundgedanken:
      - ich werde zwar hauptsächlich in Elternzeit gehen und einen Hauptteil des EGs beziehen, wir möchten meinem Mann aber soviel Zeit mit dem Kind verschaffen, wie finanziell möglich und sinnvoll
      - wir möchten nicht darauf angewiesen sein, das Kind mit 12 Monaten in die Kita geben zu müssen, damit ich wieder arbeiten gehen kann. Ich finde, nicht jedes Kind ist mit 12 Monaten schon bereit dazu - ich möchte das gerne flexibler halten und daher mind. 18 Monate mit dem EG abdecken
      - wir haben darauf geachtet, dass wir immer mind. 500 EUR mehr als unsere Fixkosten rausbekommen - im Schnitt sind es 750 EUR mehr als die Fixkosten. In den FK ist wirklich alles eingerechnet, inkl. ein großzügiger Betrag für Lebensmittel, Baby-Bedarf sowie ein Puffer "Sonstiges"
      - die "krumme" Aufteilung ergibt sich dadurch dass wir versuchen ausgeglichen zu planen. Sprich: während ich z.B. mein noch recht hohes Mutterschaftsgeld bekomme, kann bei ihm das Elterngeld Plus ruhig niedriger ausfallen. In seinen Teilzeit-Monaten habe ich mir dagegen statt EG Plus das EG Basis eingeplant
      - Mein Mann hat aufgrund seiner Geschäftsreisen viele Überstunden und viel Urlaub übrig

      So und hier die Planung:

      Monat 1 (Mutterschutz):
      - ich Mutterschaftsgeld
      - er EG Plus
      - Kindergeld

      Monat 2 (Mutterschutz):
      - ich MUG
      - er EG Plus + 20 Std. Teilzeit)
      - KG

      Monat 3-6:
      - ich EG+
      - er normales Gehalt (über Weihnachten aber 2-3 Wochen Urlaub)
      - KG

      Monat 7:
      - ich EG Basis
      - er EG Plus + 20Std. Teilzeit
      - KG

      Monat 8-12:
      - ich EG Plus bzw. 1 Monat EG Basis, weil größere Ausgaben wegen Urlaub
      - er normales Gehalt bzw. 4 Wochen Urlaub
      - KG

      Monat 13+14:
      - ich EG Plus
      - er EG Plus +20 Std. Teilzeit
      - KG
      - Familiengeld (Bayern)

      Monat 15+16:
      - ich EG Plus
      - er normales Gehalt bzw. 2 Wochen Urlaub über Weihnachten
      - KG
      - FG

      Monat 17: (Start KITA-Eingewöhnung)
      - ich EG Plus
      - er EG Plus + 20 Std.
      - KG
      - FG

      Monat 18:
      - ich EG Plus
      - er normales Gehalt
      - KG
      - FG

      Insgesamt komme ich so auf 14 Monate EG, verteilt auf 4 Monate EG Basis und 20 Monate EG Plus - davon nimmt mein Mann 6 Monate, arbeitet meistens aber zusätzlich 20 Stunden.

      Nachteil: der AG meines Mannes wird die komplizierte Planung wohl nicht so toll finden. Widersprechen kann er zwar nicht, aber natürlich ab Monat 3 kündigen.
      In diesem Worst Case hätte mein Mann beim neuen Arbeitgeber aber ja auch wieder Anspruch auf seine Elternzeit, richtig?

      Ich bin ehrlich gesagt sehr erstaunt, dass wir 18 Monate so entspannt gestalten können - wir verdienen zwar nicht schlecht, sind aber auch keine Großverdiener.
      Da haben wir in Deutschland echt einen Luxus mit dem Elterngeld! :-D

      Kann man das so frei aufsplitten und verteilen? Hab ich mich irgendwo verrechnet?

      Sieht eure Planung auch so wild aus oder entscheidet ihr euch für ein lineareres Modell?

      LG

      • (2) 01.04.19 - 11:41

        Der Arbeitgeber deines Mannes kann das schon ablehnen, da mehr als 3 Abschnitte wie ich das sehe.
        Elternzeit wird nicht automatisch zum neuen Arbeitgeber übertragen.

        In welchem Monat rechnest du mit der Kitaeingewöhnung? Nach Weihnachten wie ich das verstehe? Kann klappen wenn die Platzsituation bei euch entspannt ist, sonst sind unterjährige Plätze eher selten, Beginn ist für gewöhnlich in Bayern September, da dann ja das Schuljahr losgeht und damit Kindergarten- und damit auch Krippenplätze freiwerden.

        Nur als Anmerkung noch: Sollte das Kind mehr als eine Woche früher kommen, brauchst du 3 Monate Basis-EG am Anfang.

        • (3) 01.04.19 - 11:59

          Das mit den 3 Abschnitten ist ein guter Hinweis - das war mir bei meinen Recherchen irgendwie noch gar nicht über den Weg gelaufen.
          Aktuell sind es 4 Abschnitte - wir müssten also nochmal 2 Abschnitte zusammenlegen oder einen weglassen.

          Wegen dem neuen Arbeitgeber: das ist natürlich nur ein worst-case Szenario, aber ganz ignorieren sollte man es ja sicher nicht.
          Das hatte ich hier nachgelesen: https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/jahreswechsel-arbeitsrecht-elternzeit-totz-arbeitgeber-wechsel_76_288202.html
          Dort steht ja, dass mein Mann bei einem Arbeitgeberwechsel einfach wieder 7 Wochen vor Elternzeit den Antrag bei AG einreicht und dann eben nach wie vor sein Recht auf Elternzeit hat.

          Mit der Kita-Eingewöhnung rechne ich im Januar. Wir haben hier im Ort nur eine Kita und dort startet die eine Gruppe im September die zweite Gruppe im Januar.
          Mir passt der Januar altersmäßig besser außerdem meinte meine Nachbarin, dass die Anmeldesituation für den Januar entspannter sei.

          Daran dass das Kind zu früh kommen könnte, hab ich auch schon gedacht. Dann müssten wir bei mir nochmal einen Basis Monat umwandeln und ich würde den 18ten Monat vermutlich streichen. Der ist aktuell Puffer, falls die Eingewöhnung sich länger zieht.

      (4) 01.04.19 - 23:03

      Hallo!
      Also um ehrlich zu sein, habe ich mir nicht alles angesehen. Ich habe mich nur gefragt: warum so kompliziert? Am Ende kommt es doch auf exakt die selbe Menge Geld raus - egal ob du genau in den Monaten, in denen dein Mann weniger bekommt, mehr bekommst. Oder? Habt ihr gar keine Rücklagen, dass ihr so monatsgenau planen müsst? Ich würde den Job von deinem Mann bzw das Wohlwollen des Arbeitgebers nicht riskieren wollen...

      • (5) 02.04.19 - 09:07

        Ja, tatsächlich haben wir aktuell leider recht wenig Rücklagen.

        Wir haben letztes Jahr das Haus umgebaut, auch dieses Jahr stehen noch einige Renovierungsarbeiten an - dazu noch unsere Hochzeit im Juni.

        Leider sind die Rücklagen da nicht mehr allzu üppig.
        Tatsächlich bin ich das auch anders gewohnt, wir hatten immer einiges auf der hohen Kante. Vielleicht bin auch deshalb jetzt in der Planung so vorsichtig...

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