Muss mich mal auskotzen: Wie mit Bewerbern umgegangen wird...

    • (1) 10.04.19 - 11:29

      Ich habe mich aus einer guten Position heraus auf eine Stelle in einer Firma beworben, die bei mir ums Haus ist und ich mit Kind und Freizeit so Fahrtzeit sparen kann. Als ich dann noch erahren habe, die zahlen für 25 Stunden das gleiche Geld wie ich jetzt bei 30 Stunden verdiene war es klar. Der Haken war - die Stelle soll geteilt werden und die 25 Stunden werden auch auf 2 Nachmittage gelegt. In der Stellenanzeige stand das so nicht drin, sonst hätte ich mich gar nicht beworben. Jedenfalls muss die andere, mit der man sich die Stelle teilt nachmittags in Sport und weitere so wichtige Dinge, die ich als Mutter eben nicht muss. Ich habe die Stelle dann abgesagt obwohl sie im Vorstellungsgespräch schon sehr interessiert waren, mich allen vorgestellt haben usw. Aber 2 Nachmittag bekomme ich mit dem Schuleintritt meiner Tochter nächstes Jahr nicht auf die Reihe. Auf meine Absage hin meldete sich der Geschäftsführer telefonisch und fragte wie er mich den umstimmen kann. Er bot mir an mit der anderen Kollegin zu sprechen, dann wäre es für mich möglich 1 x nachmittags und sonst vormittags zu arbeiten. Das kam mir ganz gut entgegen, da ich jetzt bereits auch schon 1 x nachmittags arbeite. Er bat um 1 Woche Zeit um mit der Kollegin die sich im Urlaub befand Rücksprache zu halten. In dieser Zeit hab ich bereits im Kindergarten nachgefragt ob später bringen und bis 17 Uhr bleiben überhaupt möglich ist, meine Tochter hat es auch schon mitbekommen dass Mama eine neue Arbeit hat. Jedenfalls hab ich dann nichts von dem Geschäftsführer gehört und mich selbst mal gemeldet. Die Dame am Telefon konnte mir bereits darüber Auskunft geben, dass die Stelle für die ich mich beworben habe heute vergeben worde. Ist normal dass ich mich verarscht fühle oder? Ich bin echt nicht naiv aber wenn man sich schon in solch eine Richtung unterhält ist der Job doch praktisch safe, vorallem wenn die Firma so großes Interesse zeigt. Letztendlich hab ich letzte Woche gewartet und meine familiäre Situation und Betreuung im Kindi in Gedanken schon umgestellt, während der Geschäftsführer sich jemand neues gesucht hat. I am not amused. Falls jemand auch ne fiese Story hat - her damit - brauche Trost

      • Ein Job ist frühestens "Safe", wenn man einen vom zukünftigen AG unterschriebenen AV vorliegen hat.
        Während der laufenden Verhandlungen, sei es nun Gehalt oder Arbeitszeiten, ist gar nix "safe".
        Offensichtlich hat der GF festgestellt das sich deine AZ-Wünsche nicht umsetzen lassen, oder es hat sich zwischenzeitlich jemand gefunden das genau so geeignet ist wie du, und auch zu den gewünschten Zeiten arbeiten kann.
        Sicher hätte man auch so nett sein können noch abzusagen, aber that's life.

        Hallo.

        Ist schon blöde Situation. Aber du hattest abgesagt und der Geschäftsführer wollte sich bemühen. Nun kam aber vielleicht eine "bessere" Mitarbeiterin dazwischen und er entschied sich für sie. Vielleicht wollte er dir das noch mitteilen. Ist zwar nicht die feine Art, aber so ist es manchmal. Ich hoffe, du hast noch mehr Bewerbungen zu laufen, sodass der Verlust jetzt nicht zu groß ist.

        Alles Gute.

        LG

        • Normalerweise ist es ja so, dass Bewerbungen innerhalb 1 Woche eingehen. Denke nicht dass da eine neue dazugekommen ist. Wahrscheinlich hat er sich dann jemanden rausgepickt der nicht ganz so qualifiziert ist, dafür aber die Arbeitszeiten managen kann. Das ist ja auch sein gutes Recht. Dann kann er mir das nur einfach sagen, damit ich in Gedanken nicht meine Planung schon umstelle. Stattdessen wurde ich hingehalten mit: Ich spreche mit der Kollegin nach ihrem Urlaub...

          • Hi,

            wie kommst du darauf, dass Bewerbungen innerhalb 1 Woche eingehen?
            die meisten Bewerbungsverfahren (wenn es nicht mega super dringend ist) gehen in aller Regel über mehrere Wochen. Und selbst wenn schon Vorstellungsgespräche stattgefunden haben, auswahlverfahren begonnen haben - kommt dann noch eine passende hinzu, kann das alles wieder umwerfen und verzögern.

            Natürlich ist das nicht die feine Art, wie der GF gehandelt hat, aber heute leider durchaus üblich. Verstehen kann ich durchaus, dass Du verärgert bist, aber wie schon jemand schrieb: safe ist erst, wenn der Vertrag von beiden unterschrieben ist.

            Gruß
            Kim

            Er hat nur seinen Satz nicht beendet. „Ich spreche mit der Kollegin in Urlaub, wenn die andere die Stelle nicht annimmt.“

          • Oder es hat sich jemand beworben, der mit der Arbeitszeit auskommt UND qualifizierter ist... und die Stelle nicht nur haben will, weil der Weg kürzer ist. Da gibt's viele Möglichkeiten.

            Du willst möglichst nur Frühschicht an einer Jobsharingstelle und bist auch so nicht sonderlich flexibel. Das birgt auch unheimlich Konfliktpotenzial. So richtig eine Traumkandidatin bist Du dann einfach nicht.

            Vorstellungsgespräche sind auch dafür da, Stellen zu besprechen. Du hast Dich ungeschickt angestellt und gleich abgesagt anstatt erstmal die Möglichkeiten anzuklopfen.

            Eine besonders schlechte Behandlung von Dir kann ich da jetzt nicht rauslesen.

            Arbeitgeber müssen sich auch schützen. Was wenn du jetzt klagen würdest wenn er dir den wirklichen Grund sagt. Sorry, aber ich finde du hast es etwas verkackt und ich hätte an deiner Stelle nicht gleich nein gesagt, sondern die Bereitschaft das ich es versuche zu regeln mit Kinderbetreuung und Co.. Hättest du im nachhinein immernoch machen können. Unterschrieben hattest du ja noch nichts. Ich würde an seiner Stelle auch nicht betteln....

            • Ich war einfach gleich ehrlich und habe gesagt, dass ich es mir nicht vorstellen kann. Welchen Nutzen hätte es die Geschichte so 2 Wochen land weiter zu spielen? Bei Vertragsabschluss wäre mein Standpunkt der gleiche und er hätte schlimmstenfalls gar keine Mitarbeiterin und müsste von vorne anfangen mit der Suche. Vielleicht hätte ich listiger vorgehen müssen und erst bei Vertragsabschluss die Wahrheit sagen sollen, aber was hätte ich davon? Bestenfalls einen Arbeitgeber der mich trotzdem einstellt und schon zu Beginn unzufrieden ist.

              • Dann wäre er eben nochmals den Bewerberpool durchgegangen. Er hat ja nun nicht allen anderen abgesagt.

                Selbst wenn er Dich, wie in Deinem Szenario, eingestellt hätte, gibt's da noch die Probezeit. Dann hättest Du die eben nicht bestanden.

                Du hast einen ganz normalen Bewerberprozess durchlaufen und am Ende hat's einfach nicht gepasst.

                Ich glaub, wenn Du nicht ne absolute Koryphäe auf Deinem Gebiet bist, solltest Du Deine Erwartungen doch ein klein wenig runterschrauben.
                Auf dem Gebiet *Büro in Teilzeit, überwiegend vormittags* herrscht kein Mangel an Nachfrage.

      (11) 10.04.19 - 11:55

      Geschickter wäre es von dir gewesen, wenn du statt abzusagen bereits direkt gesagt hättest, ich würde es gerne machen, aber nur zu diesen ud diesen Koditionen, dann hätte man das irekt besprechen können. So hast du abgesagt...somit gezeigt, dass dir deine Prioritäten wichtiger sind... wenn dann jemand kommt und sagt, ich machs für die Konditionen, die du abgesagt hast, dann hast du vielelicht einfach Pech gehabt.

      Geschäftsführer haben mehr zu tun, als abgesagten Bewerbern hinterher zu telefonieren und es ihnen so angenehm wie möglich zu machen. Wenn es so für ihn einfacher war, dann macht er das, was einfacher für ihn ist.

      • Ich denke so oder so hätten die jemanden gefunden, der mit den Arbeitszeiten prima klarkommt. So mit älteren Kindern ist es sicherlich nett mit etwas Abwechslung. Fair wäre es gewesen mir zu sagen, dass man sich dann auch anderweitig umsieht. Ich hatte das Gefühl, dass ich seine Nr. 1 wäre und er jetzt alle Hebel in Bewegung setzt, dass ich mich für das Unternehmen entscheide. Sonst hätte ich sicher nicht mit dem Kindergarten gesprochen...

        • (13) 10.04.19 - 14:27

          Das Gefühl wollte er dir sicher auch geben, weil zu dem Zeitpunkt vielleicht für ihn keine Alternative vorhanden war. Und die kam dann zufällig nach eurem Telefonat in form einer Bewerberin / eines Bewerbers, der flexibler ist als du. Ist eben so.

          Und ist es denn so verkehrt, dass du jetzt weißt, was im KiGa so möglich ist? So kannst du doch in aller Ruhe weiter suchen.

    Du bist mit Deinen Wünschen für die Arbeitszeit einfach 2. oder 3. Wahl auf dem Arbeitsmarkt.

    Damit musst Du zurecht kommen.

    Überleg Dir mal, wenn Du der Chef wärst und jemanden einstellen müsstest. Was hättest Du da getan?

    • Ich hätte wahrscheinlich auf die Absage hin gar nicht erst angerufen und mir dann gleich jemand ohne Kind und Ballast ausgesucht. Aber es gibt wohl auf Geschäftsführer die mehr Wert auf Qualifikationen werfen als ob man Mutter ist

      • ?

        Natürlich legt ein Geschäftsführer mehr wert auf Qualifikationen und nicht auf das Mutter-sein. Ich verstehe Deinen Satz nicht.

        LG

        <<<Aber es gibt wohl auf Geschäftsführer die mehr Wert auf Qualifikationen werfen als ob man Mutter ist >>>

        Aber vielleicht war die andere Bewerberin mehr qualifizierter als du und das andere passte auch. Und er hat sich deshalb für sie entschieden.

(18) 10.04.19 - 12:37

Du schreibst ja, dass die Stelle erst am Tag deines Anrufs vergeben wurde. Möglicherweise hat es sich einfach blöd überschnitten und man hätte dich noch angerufen.
Dass nicht abgesagt wird, bevor alles unterschrieben ist, ist ja klar.

Normalerweise wird aber erst zugesagt, dann gewartet, ob der Bewerber auch zusagt, und DANN erst den anderen Bewerbern abgesagt. Wenn der erste nicht zusagt, müsste der Betrieb ja den Abgesagten sagen „hey sorry, eigentlich wollten wir jemand anderes, aber der wollte nicht, nun sind Sie unsere zweite Wahl. Haben Sie Lust?“ ne also das macht doch keiner. Also entweder hättest du nach ein paar Tagen die Absage bekommen oder du hättest nochmal ein Gegenangebot bekommen.

Thats Life 🤷‍♀️

(20) 10.04.19 - 14:38

Ich habe mich vor kurzem auch um eine Stelle bei mir um die Ecke beworben als Lehrerin an einer privaten Schule. Katholische Schule. Über 5 Ecken erzählte mir ein bekannter, dass ich an der ersten stelle liege. (Er wusste nicht von mir, dass ich mich beworben habe) der Schulleiter war auch sehr interessiert, ich solle noch das und das nachreichen und blablabla. Die haben sich seit 2 Monaten nicht gemeldet. Hab kein Problem mit einer Absage, aber von einer katholischen Schule hätte ich, glaub ich, erwarten können, dass die absagen.

Ich finde da war nichts sicher 🤔
Du hattest abgesagt und er hat ein neues Angebot(!) gemacht, dass er erst prüfen musste. Genauso wurde es offensichtlich auch kommuniziert.
Du bist da doch etwas naiv an die Sache rangegangen.
Entsprechend meinem Namen bin ich tatsächlich immer eher (zweck-) pessimistisch und nehme nichts als gegeben an, bevor man nicht unterschrieben hat... 🤗

Warum brauchst du Trost? Du hast doch die Stelle zunächst abgesagt. Wahrscheinlich gab es flexiblere Bewerber, wo man nicht bereits bestehende Strukturen und Zeiten umwerfen muss,

Dass du das fies findest kann ich gut verstehen, immerhin hat dir der Chef grosse Hoffnungen gemacht. Aber.. Wie andrere schon schrieben hättest du nicht direkt absagen sollen, sondern verhandeln. So auf die Tour "ich würde so gern, traumjob.. aber" verbuch es unter Erfahrungen, hilft ja nix.
Ne fiese Geschichte hab ich aber auch noch für dich. Vor ca. 10 Jahren ruft mich ein Chef an um mich zum Probearbeiten einzuladen. Während des Gesprächs liest er wohl meinen Lebenslauf und bemerkt dass ich ein Kind habe und alleinerziehend bin. Und sagt direkt " Ach so, na dann können wir das gleich vergessen" Wäre alles geregelt gewesen, auch bei Krankheit, aber war ihm egal. Ich war echt fertig mit der Welt. Heutzutage denke ich dass er wohl mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, aber alle über einen Kamm scheren geht trotzdem nicht.
Und ich hab nen besseren Job bekommen am Ende 😉
LG Helene

  • Ich war einfach gleich ehrlich und habe gesagt, dass ich es mir nicht vorstellen kann. Welchen Nutzen hätte es die Geschichte so 2 Wochen land weiter zu spielen? Bestenfalls einen Arbeitgeber der mich trotzdem einstellt und schon zu Beginn unzufrieden ist.

(25) 11.04.19 - 07:41

Hallo,

ich kann dich schon verstehen aber das Arbeitsleben ist kein Wunschkonzert.

Du hast zuerst einen Rückzieher gemacht und wenn der Chef dir versucht hat entgegen zu kommen wird er sich trotzdem kein Bein ausreissen.

Ist doch klar, wenn ein anderer Bewerber kommt der mit den Arbeitszeiten einverstanden ist, dann würde ich als Chef auch den nehmen- ohne Diskussionen.

Der Job klingt von den Konditionen doch echt super,

Ich an deiner Stelle hätte den Job angenommen und versucht die 2 Nachmittage hinzubekommen. Wenn es dann nach einem halben Jahr zu umständlich ist oder nicht machbar wäre, hätte ich nochmal das Gespräch gesucht.
Dann hättest du den Fuß aber schon mal in dem Unternehmen drin.

Ich würde sagen du hast du hoch gepokert.

LG Tina (die auch 2 Nachmittag arbeiten musste und zwar schon ab dem Alter der Kinder von 3 und 5 Jahren.

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