Erste Schwangerschaft - Angst vor der Arbeit?

    • (1) 06.05.19 - 09:55

      Hallo Ihr Lieben,

      ich brauche mal ein paar nette Worte oder Aufmunterung. Ich bin aktuell in der 19ssw und quäle mich mehr oder weniger seit Anfang mit dauerhafter Übelkeit und teilweise immer noch Erbrechen herum, etwas hoher Blutdruck und Probleme mit der Schilddrüse. Laut meiner Ärztin wohl völlig normal, nun hat sich letzte Woche noch die Diagnose Pap 3D hinzugesellt.
      Ich freu mich natürlich schwanger zu sein und auf mein Baby, aber von einer schönen Schwangerschaft kann ich bisher nur träumen, leider.

      Nun ist es so, als ich meinem AG von der Schwangerschaft erzählt habe, kam gar keine Reaktion. Dann vier Wochen später auf mein Nachhaken, ich sollte feiertags und Sonntags und bis 22 Uhr arbeiten. Nach Rücksprache mit meiner FÄ dann das Gewerbeaufsichtsamt eingeschaltet, weil die Personalabteilung nicht mit sich reden ließ auf nettem Weg. Die Prüfung ist jetzt durch, mein AG wird sich jetzt mit mir in Verbindung setzen und ich darf arbeiten gehen zu neuen Konditionen...war laut Gewerbeaufsichtsamt wohl schon ein echter Akt bis dahin, ich bekam nur Emails vom AG warum ich denen das Gewerbeaufsichtsamt auf den Hals hetzen könne. Kurz gesagt, ich bin mittlerweile echt gestresst. Zu allem Glück läuft mein Vertrag auch zum 30.06. aus , weshalb das Aufsichtsamt eigentlich für die letzten sechs Wochen auf ein Beschäftigungsverbot hinauswollte da ich zu Beginn der Schwangerschaft schon lange krankgeschrieben war, was aber nicht geklappt hat, obwohl es mir körperlich und psychisch nicht gut geht aber mein Frauenarzt meinen Zustand nicht schlimm genug findet, obwohl ich aufgrund der Arbeitssituation schon in letzter Zeit oft Panikattacken hatte. Zuletzt arbeiten war ich Mitte Februar,muss mich also auch wieder einarbeiten lassen.
      Ich hab echt Muffe vor der Arbeit. War schon mal wer in derselben Situation? Von meinen Kolleginnen, mit denen ich vor der Schwangerschaft echt gut war, hat keine gratuliert oder ishc mal gemeldet zwischendurch. Mein Chef auch nicht,total schade.

      Lieben Dank schon mal:)

      • Also in deiner Situation würde ich mal zum Hausarzt gehen und schauen, ob ich nicht dort eine Krankmeldung bekomme. Das ist wie wirklich eine psychische Belastung die so ja nicht gut für doch ist in der SS. Oder kannst du deinen AG bitten, das Arbeitsverhältnis früher aufzuheben? Echt schade, dass dich deine FÄ dich da nicht mehr unterstützt.

        • Danke für deine Antwort :)
          Überlegt hatte ich das auch schon, möchte nur nicht aus Versehen dann noch ins Krankengeld rutschen weil dann doch irgendwas ist... mir fehlt ja schon Elterngeld durch das Arbeitslosengeld kurz vor der Entbindung und dann noch Krankengeld, das würde mir dann glaub ich geldtechnisch das Genick brechen :(
          Das Arbeitsverhältnis eher aufheben wird mein AG nicht machen, die pochen von allen Seiten darauf, das ich zwingend arbeiten gehen soll. Und das obwohl das Gewerbeaufsichtsamt schon erklärt hat, das es für den AG sinnvoller ist mich ins BV zu schicken. Ziemlich schwierig :/

          • Wenn dein Frauenarzt dafür absolut kein Verständnis hat würde ich mal darüber nachdenken den Arzt zu wechseln. Echt schade dass manche Ärzte da so sind

        • Wie einige schon geschrieben haben, rutschst du nur ins Krankengeld wenn du wegen derselben Sache länger krank geschrieben bist.

          Im Gegensatz zu anderen hier bin ich durchaus der Meinung dass psychische Belastung am Arbeitsplatz ein Grund für eine AU ist :(ich persönlich habe übrigens sowohl in meiner 1. SS bis zum Mutterschutz gearbeitet und habe das auch jetzt wieder vor, hatte/habe aber nette Kollegen u AG).

          Finde es sollte einem in der SS gut gehen, es ist eine besondere Zeit im Leben einer Frau und du solltest dich auf dich und dein Baby konzentrieren. Und wenn dein Umfeld (hier dein AG) dich hierbei nicht unterstützt, dann solltest du alle Maßnahmen treffen dich und dein Baby zu schützen.

          Wünsche dir sehr , dass du die restliche SS noch genießen kannst!

          • Ich finde, es sollte nicht nur Schwangeren gut gehen.
            Davon abgesehen hat man während der Schwangerschaft natürlich umfangreiche Rechte und Schutz aber jeglichen Ungemach von der Frau fernzuhalten ist auch nicht Sinn von BV oder AU.
            Wegen Reibereien mit dem AG jetzt bis zum Auslaufen des Arbeitsvertrages krank geschrieben zu werden oder gar ein BV zu bekommen, hält der behandelnde Arzt nicht für erforderlich und das ist sein gutes Recht. Immerhin haftet er finanziell für die Geschichte.

            Schwangerschaft ist eigentlich nichts, auf das man sich sonderlich konzentrieren müsste. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang, der seit Jahrtausenden prima funktioniert, auch wenn frau nebenher ganz normal weiterlebt!

          Ein AG, der seine MA nicht bei der Konzentration auf ihre Schwangerschaft, sich und das Baby unterstützt, ist in Deinen Augen ein Grund für eine AUB oder ein BV?

Ins Krankengeld rutscht Du doch nur, wenn Du wegen der Gleichen Sache längere Zeit krank geschrieben wirst.
Oder bin ich da falsch informiert?!?

Dein HA könnte Dich doch wegen irgendetwas anderes krank schreiben.

LG Sternenkind19 mit ⭐ im 💓 und 🌈-Baby inside

  • ist richtig.. nur wenn man 6 wochen wegen der gleichen diagnose krank ist, kommt man ins krankengeld.

    er könnte sie wegen der psychischen belastung krankschreiben🤷‍♀️

    Ich überlege mir das mal und spreche dann mit meinem Hausarzt. Danke dir und dir weiterhin eine schöne Schwangerschaft! 💜

    Sorry, aber Ihr sprecht hier über fast einen Monat AU als würde sie mal die Mittagspause um 3 min überziehen.

    Der Arzt kann sie nicht wegen "irgendetwas" krank schreiben, das ist BETRUG und wenn sie >42 Tage wegen der gleichen oder zusammenhängender (hier: schwangerschaftsbedingter) Diagnosen AU ist, rutscht sie eben ins Krankengeld. Das geht Langzeitkranken auch so.

(15) 06.05.19 - 11:01

Hallo,

ein Arzt darf nur ein BV ausstellen, wenn nachweißlich durch die Arbeit das Leben von Mutter und oder Kind auf dem Spiel steht. Für die Arbeitssituation ist der Arbeitgeber verantwortlich und da bist du den richtigen Weg gegangen. Wenn du nicht arbeitsfähig bist, dann steht dir auch kein medizinisches BV vor. Die Grundlage für ein BV ist die Arbeitsfähigkeit.

Wenn dein Arbeitgeber dich mutterschutzgerecht beschäftigen kann, muss du arbeiten gehen oder wenn du krank bist dir eine AU holen.

Ich weiß selbst, dass man sich durch eine Ss teilweise quälen muss (Verlust eines Zwilling, Blutungen, Bluthochdruck, SS-Diabetis und HELLP Patientin). All das zusammen reichte nicht für ein BV, weil nie mein LEben oder das meines Babys auf den Spiel stand. Erst als das HELLP dazu kam, kam die Frage nach einem BV aus, aber als die Diganose kam began gerade mein Mutterschutz.

LG Morgain mit Krümel (36+0) im Bauch

  • Das stimmt so aber nicht. Es darf auch ein BV ausgestellt werden, wenn die Gesundheit von Mutter oder Kind in Gefahr ist, zumindest steht das so auf meinem BV. Und Stress ist da definitiv eine Gefahr für Mutter und Kind.

    LG

    • Nicht jeder Stress ist eine wirkliche Gefahr für sie oder das Kind.

      • Nein, dass stimmt. Aber Panikattacken sind doch schon psychische Belastungen, die nicht zu unterschätzen sind.

        • Durchaus.
          Wer aber ernsthafte Probleme mit Panikattacken hat, hat andere Sorgen, als sich nicht krank schreiben lassen zu wollen, weil man ins Krankengeld rutschen könnte.

          "Danke für deine Antwort :)
          Überlegt hatte ich das auch schon, möchte nur nicht aus Versehen dann noch ins Krankengeld rutschen weil dann doch irgendwas ist..."

(20) 06.05.19 - 12:54

Hallo,

ich glaube, dass du bei schwangerschaftsbedingter Krankschreibung keine Nachteile beim Elterngeld hast. Recherchiere doch mal diesbezüglich - ich habe selbst damit keine Erfahrung, habe dies aber bereits öfter hier im Forum gelesen. Vielleicht weiß ja jemand anderes noch mehr dazu.
Dann müsstest du dir wenigstens keine Sorgen wegen weniger Elterngeld machen.

PAP 3D hatte ich auch im der ersten Schwangerschaft - nach der 2. Geburt war alles wieder gut und ich habe wieder 1A 😊 ich wünsche dir, dass es bei dir auch so ist.

Liebe Grüße, c

  • Korrekt, handelt es sich bei der AU um eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung, so wird diese Zeit aus dem Bemessungszeitraum von den letzten 12 Monaten ausgeklammert. Anders wäre es zum Beispiel, wenn man arbeitsunfähig ist aufgrund eines Knochenbruches, bezieht man dann Krankengeld, so wird diese Zeit mit 0€ bemessen.

    (22) 06.05.19 - 13:20

    Oh, das beruhigt mich auf jeden Fall schon mal. Hatte der Befund denn irgendwelche Auswirkungen während deiner Schwangerschaft? Ich habe jetzt schon oft wegen Kaiserschnitten gelesen, die dann bevorzugt wurden 🤔

    • (23) 06.05.19 - 13:41

      Nein der Befund hatte keine Auswirkungen auf meine Schwangerschaft. Erstes Kind war ungeplanter sekundärer Kaiserschnitt, danach hatte ich weiterhin 3D, zweites Kind Spontangeburt, danach 1A 😊

      Laut meiner Frauenärztin gar nicht so ungewöhnlich, dass nach einer natürlichen Geburt der Befund besser ist, weil der Geburtskanal sozusagen 'abgeschliffen' werde. Und die hormonellen Veränderungen in Schwangerschaft und Stillzeit können laut ihr den PAP-Befund in die eine oder andere Richtung beeinflussen.

      Ich war damals über 3D auch in Sorge - allerdings bedeutet es erstmal nur, dass man öfter zur Kontrolle muss, sonst gibt es keine Handlungsimplikationen. Die Skala geht ja bis 5 und davon bist du weit entfernt.

      Ich wünsche dir, dass du dir nicht zu viele Sorgen machen musst!

      Liebe Grüße, c

      • (24) 06.05.19 - 13:47

        Nachtrag: die Bevorzugung eines Kaiserschnitts gibt es nach meinem Wissen zB bei Genitalherpes, um eine Ansteckung des Kindes bei einer natürlichen Geburt zu vermeiden. Herpes ist für Neugeborene höchst gefährlich.
        Bzgl PAP-Abstrich war in meinem Fall nie davon die Rede bei Arzt oder Krankenhaus.

(25) 06.05.19 - 13:08

Wenn dein FA dich krankschreibt wärst du doch raus, ein BV ist ja so nicht notwendig. Außerdem hätte eine schwangerschaftsbedingte Krankschreibung keinerlei Auswirkungen aufs Elterngeld!

Wann beginnt denn dein Mutterschutz? Hast du dich beim Arbeitsamt schon gemeldet?

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