AG Gespräch: wie gehts weiter nach Elternzeit?

    • (1) 23.07.19 - 16:35

      Bin vermutlich falsch in diesem Forum, aber bräuchte mal eure Tipps und Erfahrungen :)

      Bin in der Ssw 12, habe nächsten Montag wieder FA-Termin und möchte es anschließend meinem Chef erzählen.

      Jetzt ist es so, dass ich nach der Elternzeit auf keinen Fall mehr zurück in meinen jetzigen Betrieb möchte, da mir u.a. die Fahrt zu lange ist.
      Ich möchte ehrlich zu meinem Chef sein, habe aber Angst das so direkt zu sagen und weiß auch nicht so richtig wie das dann mit der Kündigung, Mutterschutz etc. läuft. Muss ich mich bevor das Baby da ist überhaupt schon entscheiden ? Oder kann man sagen dass man erst mal schauen will wie es so läuft nach der Geburt und dann sagen man hat sich entschieden nicht mehr zurück zu kommen ?

      Hat jemand Erfahrung von euch ?

      Vielen Dank schon mal für eure Antworten 🤗

      • (2) 23.07.19 - 16:53

        Habe selbst noch keine Erfahrung damit, aber ich kündige erst auf Ende der Elternzeit. Da ich nicht weiss, ob ichs in der Ez schaffe, nen neuen Job zu finden.

        Lg

        Also um ganz ehrlich zu sein: Tu als ob du planst zurückzukommen - kündigen kannst du immer noch in der Elternzeit. Blöd ist es, wenn du aus irgendeinem Grund doch wieder arbeiten willst /musst und dann musst du erst wieder was neues finden...

        Ehrlichkeit schön und gut, aber du nimmst dir nur den eigenen Vorteil, wenn du ihm jetzt schon sagst, dass du nicht mehr zurückkommst bzw. kündigst und ziehst am Ende möglicherweise den kürzen.

        Du musst mit deinem Elternzeitantrag entscheiden (abzugeben innerhalb der ersten Woche nach Geburt) wie lange du in EZ gehen willst. An deinem Mutterschutz oder Elternregeld (hast ja die letzten 12 Monate vor ET verdient) dürfte eine Kündigung nichts ändern. Aber wie gesagt: lieber den Spatz in der Hand...

        Ich habe auch nicht vor zurückzugehen, aber wer weiß wann und wie ich was neues finde. Kündigen kann ich immer noch - einen neuen Job finden als Mutter eventuell eben nicht mehr so einfach...

        • Danke für deine Antwort.

          Das heißt, ich brauche ihm auch jetzt noch nicht sagen wie lange ich überhaupt in Elternzeit gehen möchte sondern teile ihm das erst nach der Geburt mit?
          Denke halt, dass er mich das dann bei unserem Gespräch Vll fragen wird.

          Du hast schon recht, es ist sicherer, ihm das noch nicht zu sagen da man auch nie weiß wie es kommt. Bisher sind meine Schwangeren Kolleginnen halt immer wieder zurück gekommen danach 🤷‍♀️

          • (5) 23.07.19 - 17:20

            Huhu! Nein soweit ich mich bisher informiert habe, kannst du dir das ein wenig offen halten. Du kannst sagen, dass du mit 1-2 Jahren planst und dann schaust, wie es finanziell zu und mit der Kinderbetreuung aussieht. Mir wurde gesagt auch wenn ich 2 Jahre nehmen möchte, aber evt. vielleicht doch eher zurück muss, dann soll ich erst einmal ein Jahr beantragen und in einem 2. Antrag das 2. Jahr. Da falls du vorher zurück kehrst dein Anspruch auf das 2. Jahr dann verfällt, wenn du 2 Jahre auf einmal nimmst. Du kannst die 3 Jahre Elternzeit ja nehmen bis dein Kind 6 Jahre alt ist. Hoffe ich habe das richtig erklärt.

            • (6) 23.07.19 - 17:24

              Man hat Anspruch auf 36 Monate, bis zum 8.Lebensjahr. Wenn! man die ersten 12 innerhalb der ersten 3 Jahre des Kindes genommen hat.

            • (7) 23.07.19 - 18:11

              Wenn du nur ein Jahr beantragst, hast du automatisch auf das 2. Jahr verzichtet. Das kannst du dann innerhalb der ersten beiden Jahre nur noch mit Genehmigung deines AGs nehmen.

              Wenn man beabsichtigt, nicht mehr als 30 Stunden zu arbeiten, sollte man immer 2 Jahre beantragen. Alles andere macht keinen Sinn.

              VG Isa

              (8) 23.07.19 - 23:00

              Da bist du nicht richtig informiert. Du musst dich mit dem ersten Antrag für die ersten beiden Lebensjahre festlegen. Wenn du erst ein Jahr nimmst und dann verlängern willst, dann muss dein AG zustimmen (kann es ggf. aber auch lassen). Wenn du zwei Jahre nimmst kannst du hingehen ja trotzdem in dieser Zeit Teilzeit in Elternzeit bis zu 30 Std/Woche arbeiten.

          (9) 23.07.19 - 17:22

          Du kannst sagen dass du darüber noch mit deinem Partner sprechen möchtest bzw einfach darüber noch nachdenken möchtest. Falls du sicher bist dass es 2 Jahre werden, dann sag es auch. Klar musst du es nicht, aber dein AG hat dann auch den Vorteil einen zeitlichen Ersatz für dich zu finden etc.

          Kündigen kann er dir deswegen eh nicht falls du doch 3 Jahre komplett nehmen würdest oder so :D er muss es annehmen.

          Lg

          • (10) 23.07.19 - 17:46

            Okay, dann bin ich schon mal beruhigt. Hattest du schon ein Gespräch mit deinem AG?
            Um ehrlich zu sein brauche ich wirklich nocj Zeit zum nachdenken wie lange ich in EZ möchte/kann. Mein Mann und ich haben schon darüber gesprochen aber noch nicht so konkret, da ich noch nicht sooo lange schwanger bin :)
            Danke dir

            • (11) 23.07.19 - 19:33

              Bei uns gibt es das eigentlich nicht. Zumindest sagte meine Filialleitung nichts. Ich gebe einfach bescheid dass ich drei Jahre nehmen werde und nach Geburt des Kindes sende ich das Original per Einschreiben zu meiner Personalabteilung. :)

              • (12) 23.07.19 - 19:37

                Ps: bzw ich habe bereits bescheid gegeben, dass es drei Jahre sind. Damit sie jetzt schon ein/e neue Kolleg/in für mich finden können welche für diese Zeit auf jeden Fall passen könnte. Da unser Team gut auskommt miteinander (sind nur zu viert) war das für mich kein Problem und für mich fühlte es sich fair an. Aber wie gesagt, man muss nicht vorher schon Bescheid geben! :)

        (13) 23.07.19 - 20:32

        Festlegen musst du dich erst nach der Geburt. Kannst ja sagen, dass du 2-3 Jahre planst und gerade an Anfang vermutlich keine Teilzeit in Elternzeit. Genauer legst du dich dann später fest, wenn das Kind da ist.

        Auf keinen Fall kündigen oder auch nur ankündigen, fass du ggf. nicht wieder kommen willst. Unterschätze nicht, was ein Arbeitsvertrag wert ist. Man weiß nie, ob man doch wieder kommen (muss), weil sich beim Partner was ändert, etc.

        (14) 23.07.19 - 22:09

        Theoretisch bist du nicht verpflichtet zu sagen, wie lange du EZ nimmst bis du deinen Antrag einreichst. Natürlich möchte der AG es so bald wie möglich wissen, klar er muss die Stelle ja neu ausschreiben. Ich habe es daher direkt auch mitgeteilt wie lange ich es mir vorstelle, aber schriftlich haben sie es eben erst nächsten Monat. Wenn du sowieso sicher weißt du möchtest vermutlich nicht zurück, sage ihm doch zwei Jahre. Dann bist du immer noch irgendwie fair, der AG hat lange genug einen Ersatz und kann planen (ggf den Ersatz danach unbefristet einstelle ) und du hast Puffer um zu sehen, was die Zeit so für dich bringt. 🙂

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